tzwitter

ciphaDOTnet, 16. June 2008

es gibt kaum einen dienst, den ich mehr hasse, als sms. die beschränktheit von maximal 160 zeichen, um sich auszudrücken, ist einfach nicht geeignet für die minimalsten ansprüche an eine hochsprache, sondern verkrüppelt sie gnadenlos, so dass am ende niemand mehr etwas damit anfangen kann. erklär’ mal deiner oma, was es mit k thx bye oder hdgggdl bzw. rofl, lol, omfg und wtf auf sich hat. die text-verknappung in unserer fast-food-welt sollte niemand mit den geringsten sprachlichen ambitionen unterstützen. man braucht nur über den grossen teich schielen: da haben die kids eine durchschnittliche aufmerksamkeitsspanne von der zeit, die im fernsehen nicht mit werbung gefüllt ist. im moment also ca. 20 minuten. in zukunft wohl noch weniger. dazu kommen noch kosten von ca. 0,19€, was 0,0011875€ pro zeichen macht. völliger schwachsinn, völliger wahnsinn, denn auf diesen preis pro zeichen kommt man auch nur, wenn man alle pro sms ausgeschöpft hat.

für mich ist es ein rätsel, dass es diesen sms-dienst immer noch gibt und dass sich seit dessen einführung technisch rein gar nichts getan hat. mittlerweile dürfte es ja wohl kein problem mehr sein, einen email-dienst für handys anzubieten; aber dann schreiben die leute wahrscheinlich mehr als 160 zeichen und daran lässt sich auch nicht so gut verdienen, also scheiss auf den fortschritt.

ins selbe horn, mit dieser unnützen zeichen-beschränktheit, bläst nun ein völlig unnötiger neuzeit-trend namens twitter. der witz: twitter läuft über ein web-interface, also technisch keine beschränkungen für text-ergüsse und trotzdem bekommt man pro “tweet” nur 140 zeichen! das sind 20 WENIGER als bei herkömmlichen sms! fuckthewhat. für was soll so etwas nützlich sein? in einem fernsehbeitrag konnte ich sehen, wie einer über sein handy (! sprich: garantiert NICHT kostenlos) seinen twitter-account aktuell hält, indem er einfach “zwitschert”, wo er sich befindet und was er macht. ganz toll. auf was soll das bitte hinauslaufen!? jetzt erstellen die menschen schon bewegungsprofile von sich selber. sehr gut! dann brauchen das nicht mehr die geheimdienste machen. vom nutzwert einer twitter-meldung, wie “ich sitze gerade auf dem klo in dem und dem restaurant”, ganz zu schweigen.

nee, nee. sowas kann und will ich nicht fördern. wenn man wirklich ernsthaft in erwägung zieht, sich mit schreiben zu beschäftigen, dann sollte man üben möglichst viel information in möglichst wenig text zu packen und vor allem sich keine beschränkungen in bezug auf die zu verwendenden zeichen zu setzen. sowas, wie oben erwähnt, verkrüppelt die sprache nur und wir haben heute weissgott genug probleme mit fürchterlichen anglizismen, fehlgeleiteten dativen und halbtoten genitiven, um nur drei der aktuellsten störungen zu nennen. ich habe nichts gegen wettbewerbe, bei denen es als jux erachtet wird, möglichst kreatives in 140 oder 160 zeichen zu packen, das kann durchaus witzig sein. aber das permanent zu machen ist keiner sprache dienlich und zudem: verkrüppelt dein schreiben, verkrüppelt dein geist! deshalb halte deinen geist fit und schreibe bitte mehr als 140 zeichen! oder lass’ das schreiben lieber und arbeite bei mcdonalds oder burger king. danke.

35 Kommentare

  1. Roger sagte am 16. June 2008 um 14:17 Uhr:

    Jein.

    Wenn du mal die kurzen, zum Teil absolut auf den Punkt gebrachten Meldungen aus Twitter liest, die Dean C. Allen auf Favrd sammelt, kannst du kaum umhin, die konzentrierte Kreativität zu würdigen, die diese Einschränkung auf 140 Zeichen provoziert.

    Perlen inmitten des Banalen. Aber das wäre auch bei 300 Zeichen nicht viel besser. Oder bei 3.000 – sonst wären nicht der Großteil aller Blogbeiträge ebenso wenig lesenswert.

  2. Harry Kuntz sagte am 16. June 2008 um 14:29 Uhr:

    Ich gebe zu, auch ich war am Anfang skeptisch. Aber nach diversen Seminaren und Audiobüchern bin ich überzeugt: Twitter ist toll!

    (Ist es aber tatsächlich. Keiner haut für ein geniales Wortspiel, das ihm grade kommt, einen eigenen Blogeintrag raus. Die sind früher einfach verschwunden, und jetzt kann man sie einfach mal so hinschreiben. Oder einen Videolink. Beim SMS-Schreiben unterliegt man einem Zwang, da die zu versendene Nachricht ja nunmal in der Regel benötigte Informationen enthält, die irgendwie durch müssen. Bei Twitter ist man freier, da man keine Nachrichten versandet, äh, sendet, sondern einfach kurze Gedankengänge ohne bestimmten Adressaten. Übrigens begegnen mir dort angenehm wenig Ausrufezeichen, Smilies und Abkürzungen. Twitter ist nunmal nicht für Texte, sondern für einzelne Sätze gedacht. Da die für sich alleine stehen, wird sich hier oft besonders Mühe gegeben. Alle macht dem einzelnen Satz!)

  3. . sagte am 16. June 2008 um 15:03 Uhr:

    Ich möchte doch garnicht auf einem Handy mit 9 Tasten eine lange Email schreiben.

    Mit SMS sende ich kurze infos oder nicht so wichtige Fragen,wie zBsp “bin um 8 zu hause”. Drauf verlassen, dass diese SMS ankommt und rechtzeitig gelesen wird tue garnicht. Wenns wichtig ist ruf ich lieber an.

  4. cipha sagte am 16. June 2008 um 18:48 Uhr:

    @roger: sehe ich nicht so. die quintessenz des ganzen ist dann wirklich irgendwelcher lol-code, der vollends nichts mehr mit sprache zu tun hat. wenn ich nur einen satz zu sagen habe, dann kann ich es auch lassen. sicherlich fällt mir manchmal auch nichts ein, aber dann schreibe ich lieber nichts, als dass ich meine sendebedürftigkeit auf teufel und komm raus zur schau stellen muss. dummes amerika.

    @harry: “alle macht dem einzelnen satz” -> was soll das für eine zukunft für texte sein!? wenn ich will, dass mir die leute applaus für einen satz geben, kann ich auch oliver pocher in der glotze anschauen. 😕

    @.: das heutige handy ist eine misskonstruktion. das zukünftige handy hat einen touchscreen (hört, hört) und dort kann man kinderleicht eine tastatur emulieren. sms ist behindert und das dumme tastenfeld hat bald ausgesorgt.

    mfg

  5. Harry Kuntz sagte am 16. June 2008 um 19:03 Uhr:

    Warum Pocher? Der sagt doch viel mehr als einzelne Sätze. Da steckt dann trotzdem weniger drin als in vielen Tweets. Nene, das ist mir schon wieder alles viel zu absolutistisch.

  6. cipha sagte am 16. June 2008 um 21:35 Uhr:

    @harry: naja, ob der mehr sagt wage ich zu bezweifeln. 😉
    bei stand-up-comedians würde tzwitter sicherlich sinn machen: da könnte man vorab testen, ob die eigenen pointen funktionieren.

    wieso denn “absolutistisch”? so ist das alles sicherlich nicht gemeint. whatev.

    mfg

  7. Kein Präsident hat jemals soviel für die Menschenrechte getan wie ich | F!XMBR sagte am 16. June 2008 um 23:14 Uhr:

    […] tzwitterLesebefehl zum Twitter-Blödsinn… […]

  8. ovit sagte am 16. June 2008 um 23:44 Uhr:

    das speist sich vor allem aus diesem netzwerkeffekt. das heißt, dass nicht die information, sondern die kommunikation im vordergrund steht. und das dann mit 140 zeichen minus die zeichen, die man verbraucht, um anzugeben, auf wen man sich jetzt bezieht. mikroblogging, mikrokommunikation, mikrosinn.

  9. wurstbrot sagte am 17. June 2008 um 01:12 Uhr:

    Nun, auch wenn ich Deinem Beitrag in vielen, in sehr vielen Punkten beipflichten muß — zumindest dem Teil, dem ich gelesen habe — so bleibt mir doch zu sagen: mangelhafte Orthographie ist ebenfalls eine “Verkrüppelung der Hochsprache”, und fehlende Groß-/Kleinschreibung gehört definitiv dazu. Weshalb ich Deinen Beitrag nur teilweise las.

  10. Klaus sagte am 17. June 2008 um 07:32 Uhr:

    Sorry, aber solange Du nicht mit Groß- und Kleinschreibung in Blogs umgehen kannst, solange solltest Du auch nicht über andere Dienste urteilen!

  11. Lupus sagte am 17. June 2008 um 10:07 Uhr:

    Haha, da regt sich jemand über die Verkrüppelung der deutschen Sprache auf und beherrscht nicht mal Groß- und Kleinschreibung. Na, was das er für Mißverständnisse bringt:

    helft den schwarzen fliegen.
    helft den armen vögeln.

    Im übrigen sind 160 Zeichen bei SMS mehr als genug um eine Nachricht loszuwerden wie:

    Termin morgen erst um 14h.
    Bitte Frau Meier 0000/123456 zurück rufen.

    Nicht die 160 Zeichen sondern Leute, die Ihre Sprache nicht mehr benutzen wollen/können sind das Problem.

  12. Andreas sagte am 17. June 2008 um 12:59 Uhr:

    Zu den 140 Zeichen: Ich will ja nix sagen, aber wenn man keine Ahnung hat… 😉
    Jedenfalls weißt du nicht, was ein Zeichensatz ist, beklagst dich aber einfach mal darüber. In eine SMS passen keine 160 ZEICHEN, sondern 140 BYTES.

    Ich weiß nicht genau, womit Twitter arbeitet (wahrscheinlich UTF-8), aber die 140 Zeichen-Beschränkung wird dort Ihre Ursache haben. Denn man wird es kaum glauben: Außerhalb deiner Dunstwolke soll es noch nicht-westliche Sprachen geben. Sogar mit anderem Alphabet. Wirklich. Und ich glaube Twitter will darauf nicht verzichten.

  13. cipha sagte am 17. June 2008 um 13:08 Uhr:

    @ovit: mikroblogging gibt es doch schon durch das tumblr-ding. wie soll man dann tzwitter nennen? nano-blogging!? you never knew…

    @wurstbrot: das ist schlecht, wurstbrot, denn lesen fördert die entwicklung deines präfrontalen kortex. aber es ist deine gesundheit.

    @klaus: wie ich meine texte zu gestalten habe schreibst du mir nicht vor. ich gebe zu, dass eine gewisse grundintelligenz dazu gehört, sich in einem text ohne gross/kleinschreibung zurecht zu finden. ist jedoch alles sache der übung, glaub mir. und aufpassen, wie man über mein markenzeichen spricht. im gegensatz zu dir hab’ ich tonnen davon. unikate sind eben unikate, da änderst du nichts dran.

    @lupus: man, man, man. hättest die anderen kommentare vorher gelesen. sms ist verarsche! bekomm’ das bitte in deinen schädel! für wirklich wichtiges reichen 160 zeichen nie und nimmer aus. du musst andauernd deine denke an diese zeichenbeschränktheit anpassen. das ist nicht gut, auch nicht für deine gesundheit!

    mfg

  14. Thommy sagte am 17. June 2008 um 15:33 Uhr:

    Ich nehme an Sie haben selbst getwittert und kennen die führenden Twitteraccounts und deren Tweets. Nicht das noch jemand denken könnte hier redet ein Blinder von Farbe. Hochachtungsvoll Thommy

  15. Frank sagte am 17. June 2008 um 16:04 Uhr:

    @ Thommy:

    Über Sachen zu mosern, von denen wir keine Ahnung haben, gehört zum Konzept dieses Blogs.

  16. Frank sagte am 17. June 2008 um 16:09 Uhr:

    @ Andreas:

    Nein, die 140-Zeichen-Grenze stammt daher, dass der Transport von Tweets per 160-Zeichen-SMS möglich sein soll und ein paar Infos neben der eigentlichen Message drinstehen.

  17. Frank sagte am 17. June 2008 um 16:39 Uhr:

    @ wurstbrot:

    ich bin ja immer skeptisch, wenn leute in einem elaborierten kommentar darauf hinweisen, dass sie sich aufgrund irgendwelcher meist nur für sie so empfundene unwägbarkeiten beim konsum eines textes nicht weiter mit ebenjenem befasst haben. es hat für mich etwas unangenehm zwiebelfischiges. ich schlage vor, du machst einen großen bogen um moderne lyrik, die englische sprache und dieses blog, um dich zukünftig vielleicht im duden-forum mit gleichgesinnten über den niedergang der deutschen schriftkultur zu echauffieren.

  18. Frank sagte am 17. June 2008 um 17:10 Uhr:

    Zum Topic: Ich mag Twitter gerne. Die 140 Zeichen als Begrenzung finde ich eine angenehme Herausforderung, Gedanken, Wortspiele, Links, wahtever in einem beschränkten Rahmen abzusetzen, die ich sonst eh nicht gebloggt hätte. Ich war zuerst auch skeptisch, das hat sich mit der Zeit aber gelegt. Das Tolle daran ist, dass Twitter sehr schnell und sehr variabel ist. Man kann die letzten 20 Tweets im Stream derer, denen man “followt” innerhalb von 60 Sekunden überblicken. Davon sind dann vielleicht nur 3 oder 4 Sachen, die mich interessieren, aber dafür lohnt sich’s schon. Ich kann Kurz-Links per TinyURL oder is.gd setzen, Bilder posten, Musik einfügen, Twitter als IM, Chat, E-Mail-Alternative, Unterhaltungsmedium, Nachrichtenkanal und billigen SMS-Dienst (Direct Messages kann man als SMS empfangen, 250 Stück pro Monat frei) nutzen. Ich kann daheim das Webinterface nehmen, unterwegs auf Slandr zugreifen oder mit thwirl die neuesten Tweets per Desktop-Client abrufen. Andere Leute nutzen Twitter wieder anders. Weil das System so offen ist, ist es so gut. Ich sehe aber auch ein, dass nicht jeder dran Gefallen findet. Im Zweifel rate ich aber, eine Woche testzutwittern.

  19. cipha sagte am 17. June 2008 um 18:01 Uhr:

    @andreas: ich bin vielleicht nicht so ein sms-technik-checker wie du, aber ob es jetzt eine 160-zeichen-beschränkung bei sms gibt oder ob es, genauer, eine einschränkung des alten gsm-netzes ist, ist mir als anwender eigentlich egal. den rest hat der gute frank geklärt, denke ich.

    @wurstbrot: HAHA! pwnd! 🙂

    @frank: stimmt! du hast da ja mal was angedeutet, dass du bei tzwitter am start bist. hmmm. hoffentlich sind deine erfahrungen nicht derart positiv, dass du keine längeren texte mehr bei deinem citronenmedium schreibst. ich finde das nämlich gut! noch einer, der eigentlich weniger fastfood bloggt! es sei dir verziehen! 😉

    mfg

  20. Henry sagte am 17. June 2008 um 20:32 Uhr:

    Ich bin bei diesem ganzen Twitter-Hype auch schon auf den Gedanken gekommen mir dieses wunderbare Machwerk einmal genauer zu betrachten, aber ich habe es dann doch irgendwie gelassen. Ich weiß einfach nicht, ob es mir gut tun würde.

    Ich lebe sowieso jetzt schon in einer Welt, die ich an neue Beiträge in meinem Feedreader knüpfe. Hätte ich da jetzt noch alle paar Sekunden etwas Neues in Twitter, dann käme ich ja nie wieder zum produktiven Arbeiten.

    Außerdem schlägt der Hype auch wieder einmal nur wirklich bei mir ein und meine gesamte Umwelt bleibt völlig davon verschont. Keine Sau interessiert sich an unserer Schule für Twittern oder für Podcasting. Ich habe es nach gefühlten zehn Jahren zwar endlich mal geschafft, Bloggen bei uns gesellschaftstauglich zu machen, aber wie lange soll ich denn da auf Twitter warten. Bis dahin ist das dann sowieso schon wieder aus den Köpfen raus und ich erspare mir die Arbeit mit dem Ganzen.

  21. The times, they are a'changin' | Phase 5 sagte am 19. June 2008 um 09:41 Uhr:

    […] noch einen leicht dumpfen Anti-Amerikanismus pflegt, kann es schonmal passieren, dass man solche Sachen […]

  22. Herschel sagte am 19. June 2008 um 11:23 Uhr:

    da mein ping nicht ankommt hier schnell ein manueller trackback:

    phase-5.net/am-rande...s-they-are-achangin/

    viel spaß beim lesen.

  23. lia sagte am 19. June 2008 um 13:38 Uhr:

    Das, was in dem Artikel steht, hätte man auch mit wesentlich weniger Zeichen sagen können.

    Eine Zeichenbeschränkung schränkt den Nutzer nicht in seinen Gedankengängen ein, sie zwingt ihn nur, seine Gedanken zu strukturieren und sich KURZ ZU HALTEN. Was nicht immer das schlechteste ist.

  24. cipha sagte am 23. June 2008 um 16:42 Uhr:

    @herschel krustofski: der ping kam schon an, aber der gute herr herschel war wohl ein wenig zu ungeduldig. bleib lieber bei deinem wirtschafts-idiotentum und lass das texten, dein beitrag enthält ausser nonsense und nichtsaussagendem pseudo-bashing nichts relevantes für unser elite-medium. oder mach’ karriere mit deinem klarnamen, “die simpsons” wissen, wie es geht.

    @lia: ja, komm, lia, lies doch bitte die anderen kommentare vorher, denn da wird dein anliegen bereits erwähnt. such die antwort, such, hopp, hopp!

    🙄

    mfg

  25. Herschel sagte am 23. June 2008 um 17:23 Uhr:

    @cipha: ich gebe dir noch 5 jahre, bis du erste zweifel an deiner derzeitigen elite-masche bekommst. und wenn es soweit ist, sei froh – es zeigt dir, dass du im geiste nicht statisch bist und der vernunft näher kommst.

    bis es soweit ist kannst du dir gerne mein bild von phase 5 runterladen und dir einen darauf wichsen. das ist in ordnung für mich.

  26. cipha sagte am 23. June 2008 um 17:29 Uhr:

    @herschel: HAHA! das sagt mir einer, der im dezember 2006 angefangen hat online zu schreiben! und der sich selbst geburtstagsgrüsse schreibt! vernunft schreibt immer die beschissensten texte, merk’ dir das. aber als bwler kann man auch nichts anderes erwarten.

    fünf jahre, junge, ich p-i-s-s-e fünf jahre! machs gut du troll und noch viel spass mit deiner onanie-weltsicht!

    mfg

  27. Frank sagte am 23. June 2008 um 19:15 Uhr:

    Ich denke wir drehen uns im Kreis. Belassen wir es doch dabei, dass Cipha einen “leicht dumpfen Antiamerikanismus” pflegt, während Herschel einen leicht dumpfen, äh, Anticiphaismus an den Tag legt (in Tateinheit mit etwas nerviger Krawallo-Aufmerksamkeitsheische). Ich hege übrigens einen leicht dumpfen Antiblutwurstismus. Und jetzt lassen wir den guten Herschel in Ruhe wieder seiner Wege ziehen, Betriebswirtschaftleere studieren, bei Nerdcore speichellecken oder womit er noch so seinen Tag verbringt.

  28. Boff sagte am 23. June 2008 um 19:42 Uhr:

    Ich habe Seiten gesehen, in denen Twitter wirklich gut genutzt wird. Kurze Sachen, die keinen Eintrag abgekriegt hätten kommen so trotzdem unter die Haube.

  29. Herschel sagte am 23. June 2008 um 22:24 Uhr:

    @cipha, frank: jungs, wie kann man nur so überheblich und unhöflich sein? ihr solltet unbedingt daran arbeiten, so kann das nämlich nicht weitergehen.

    trotzdem seid ihr auf phase 5 natürlich jederzeit herzlich willkommen. schaut doch mal vorbei 🙂

  30. Harry Kuntz sagte am 24. June 2008 um 19:59 Uhr:

    Ja, dass es hier in letzter Zeit zu kuschelig zugeht, haben wir schon des öfteren festegestellt. Aber wir arbeiten daran, bald ist es hier wie gewohnt noch überheblicher und unhöflicher.

  31. ovit sagte am 24. June 2008 um 20:52 Uhr:

    man wirft uns überheblichkeit und unhöflichkeit vor und dann finde ich diesen kommentar:

    “Naja, das Craplog versteht sich ja als Moserhort der schlechten Laune. Wenn die Leute mal groß sind, dann werden sie vermutlich Kritiker in einer nicht besonders oft gelesenen Zeitung. Vermutlich wären sie Emos geworden, hätten sie weniger Aggressionen in sich. Im Internet hat jeder das freie Recht sich so zu blamieren wie er/sie kann. Ob mit 160 Zeichen, oder ganzen Blogs…”

    erinnert mich vom niveau her bisschen an GBO. passt aber auch prima in die logik des craplogs und hat nun seinen verdienten platz hier gefunden. danke rick.

  32. .markus sagte am 24. June 2008 um 21:28 Uhr:

    Ich verneige mich in tiefster Dankbarkeit vor Sarah Connor-Fans und den all den anderen, die ihren Schlips unter unseren Fuß stellen. Wo sollten wir denn sonst drauf treten?

    Freude, Eierkuchen. Macht wieder sehr viel Spaß hier. Danke.

  33. Chris sagte am 30. January 2009 um 22:52 Uhr:

    …ist der Text jetzt die Definition für Twitterphobie? Goil.

    Was du da erzählst von “Elite, Neuzeit-trend usw,” ist – mit Verlaub cipha – total BallaBalla. Du redest von “Verkrüppelung” und schreibst alles klein. (nicht das ich das nicht gewohnt wäre; bin ja oft genug drüben bei dir 😉

    Nichts und Niemand untergräbt die Relevanz eines gut verfassten Artikels, Texes, Roman, whatever; kein Plan wieso das hier überhaupt zur Sprache kommt.

    Kommunikation ist nichts schlechtes; sei sie noch so “beschränkt”.

    Ehrlich, das grenzt für mich an pure Technophobie; zu glauben Twitter beschädige Gehirne. Ja, ich lese die Ironie im Text; finde es aber trotzdem ernsthaft schade das du das so siehst.

    Aber das Thema hatten wir ja schon mal, an dieser Stelle. Irgendwann.

    😉

  34. cipha sagte am 31. January 2009 um 14:27 Uhr:

    @chris: das mit dem kleinschreiben ist mein spezifischer stil, daran wird sich nichts ändern. so hebe ich mich ab von der masse und ziehe mein ding durch. es wird niemand dazu gezwungen zu lesen, was ich schreibe.

    zur verkrüppelung nur so viel: du darfst gerne meine fehler mal zählen oder die syntax genauer untersuchen. du wirst sehen, dass man merkt, dass ich von sprache mehr verstehe als 95% da draussen. ich habe nicht umsonst mein abitur u.a. in deutsch gemacht. ich will nicht unbedingt sagen, dass ich der retter der sprache bin, aber ich bin sehr kritisch, was texte betrifft und achte penibelst genau auf mein gesamtergebnis. also wenn jemand meint, ich “verkrüppele” die deutsche sprache, dann hat er leider keine ahnung davon. was, wenn in ein paar jahrzehnten eine reform kommt, die genau das durchsetzt? dann sind alle, die mich verlachen, in eine komplett falsche richtung gelaufen.

    mit technik halte ich es ähnlich: hast dir mal die bücher vom joseph weizenbaum durchgelesen? sollte jeder pc-nutzer mal machen. ich halte nichts von glorifizierungen der technik, schon gar nicht von “twitter”. dieser dienst ist für mich ein krasser rückschritt, was ich eigentlich vorhatte. ich wollte den leuten sätze um die ohren knallen und schreiben was das zeug hält, was ich auch immer noch mache. und wenn mich dabei jemand begrenzt (weil wir ja auch in einer komplett unbegrenzten, wunderschönen und friedlichen welt leben, ne), werde ich fuchsig. ihr könnt das ruhig weitermachen, aber wundert euch nicht, wenn ihr später nur noch in eurem gehirn platz für 140 zeichen habt. sowas schlägt sich nieder. frag mal die programmierer oder rede mal mit einem! die sind so durchsetzt von dem, was sie machen, dass sie schon so denken und reden wie ihre programme. alles, was du zu dir nimmst, machst, denkst, schreibst, geht durch deinen gesamten körper.

    nunja, zum glück haben wir ja ein wenig meinungsfreiheit. twitter ist so ziemlich die grösste scheisse, die dem web bisher passiert ist. und dieser ganze hype darum, dass jeder hans nasen ja jetzt zum “citizen journalist” wird (siehe flugzeug im hudson) ist erstunken und erlogen. nur, weil jemand sein handy mit einem webdienst verknüpft, ist man noch lange kein krasser texter. nur, weil ich linux nutze, bin ich noch lange kein hacker.

    überhaupt: mir geht diese geschichte sowas von auf den sack, dass plötzlich jeder online seinen senf abgibt. die meisten sollten es lieber lassen. und web 2.0 schiesse ich sowieso irgendwann mal in die ewigen.

    think forward.

  35. Chris sagte am 2. February 2009 um 11:30 Uhr:

    …diese Bücher von dem oben erwähnten Herren,..und die Idee “mal Programmiere zu fragen”… finde ich gut; das sind für mich neue Perspektiven; thx cipha dafür; mach ich mal.

    Aber: Kleinschreibung verküppelt auch! Zumindest meinen Denkapparat. Dabei bleib ich. Auch wenn ich grammatikalisch (oder sonstwie) daran nicht scheitere 😉

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