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With a little help from my french

Sebastian, 2. December 2008

Angesichts der Debatte um die Einführung der deutschen Sprache ins Grundgesetz, zu der Lukas im Prinzip alles gesagt hat, was es halt zu sagen gibt, rege ich mich über folgende Nation auf:

Franzosen

Frankreich und unsere vierteljährlichen Debatten über deutschen Nationalstolz bilden eine Schicksalsgemeinschaft. Keine Forderung “unsererseits” (da geht’s schon los) kommt ohne unsere lieben Nachbarn aus. Ob Flagge zeigen während der WM, einer Sprachenquote im Radio, das Singen der Nationalhymne – es wird auf Frankreich verwiesen, wo das alles “total unverkrampft” funktioniert. Man stelle sich vor, es gäbe überhaupt kein Frankreich. Eine Menge CDU-Politiker kämen in arge Erklärungsnöte, ginge ihnen doch ihre Argumentationsgrundlage völlig flöten. Es wäre vielleicht angebracht, sie darauf hinzuweisen, dass eine Forderung, die ohne selbstragenden Inhalt, sondern allein durch “die anderen dürfen aber auch” vorgetragen wird, vielleicht nicht so dringend behandelt gehört wie… keine Ahnung, afrikanische Kinder mit Fliegen im Gesicht oder so. Leider lässt sich mit wichtigen Themen kein Fußvolk einfangen, das BKA-Gesetz ist nunmal ein wenig zu kompliziert, um es zwischen Sport- und Wochenschau (hoho) zu beschimpfen.

Da hilft alles reden nichts, Frankreich muss weg! Das sage ich ohne jeglichen Nationalismus, sondern ganz im Gegenteil: Gibt es kein Frankreich mehr, gibt es hier keine Nationalismusdebatten mehr. It’s so easy. Daher fordere ich alle Franzosen ultimativ auf, ihr Land zu verlassen und sich eine neue Bleibe zu suchen. Alizée kann zum Beispiel erst einmal bei mir unterkommen. Der Rest findet sicher auch irgendwo was. Die Landfläche könnte man zu einer riesen Naturschutzzone umfunktionieren. Grade um die Atommeiler herum wird’s wahrscheinlich grüner als grün. Und Autos abbrennen, liebe Franzosen, das könnt ihr ja schon ganz gut.