Proper Garden

.markus, 29. November 2006

wallbash[1]

We don’t need no education sangen Pink Floyd in ihrem wohl größten Hit “Another Brick in the Wall (Part two)” und lieferten Millionen von Schülern die musikalische Untermalung für ihre Hausaufgaben.

Wie wichtig Bildung aber ist, zeigt sich vor allem an der Unbildung, die manche ihr eigen nennen. Respekt, Geschmack und Stil können geschult werden. Diese Unterpunkte sind bewusst ausgewählt, denn ein jungen Mann aus Schweden hat in dieser Hinsicht gewaltige Defizite.
Es handelt sich um den Künstler Musiker Produzenten Eric Prydz.

Eric wer?

Eric “Call on me” Prydz. Ja genau dieser, der monatelang die Klingeltonhitparaden anführte und mit seinem dauerwiederholten Softgymnastikpornovideo für Arme, einem einstmals gewesenen, erträglichen Musikfernsehen endgültig den Todesstoß gab.

Pink Floyd und Eric Prydz haben eigentlich nichts gemeinsam, außer dass beide Namen aus zwei Worten bestehen und sie Musik (Eric so etwas ähnliches) machen.

Aber:

Und jetzt kommt der schlimme Teil: Mmmmmmashup. Eric Prydz wird erlaubt “Another Brick in the Wall (Part two)” zu samplen. Oh ja, so schlimm wie wahr und das schaurige Machwerk trägt die Bezeichnung “Proper Education“. Du denkst, dass es richtig scheiße klingt. Nein, es ist noch viel schlimmer, glaub mir.

Stell dir vor du hast einen wunderschönen Garten mit alten Rosensträuchern, Bäumen und seltenen Pflanzen und Hunderte von Besuchern erfreuen sich daran. Plötzlich kommt einer daher, nennt sich Landschaftsarchitekt und plättet mit Bulldozern das komplette Gelände, pflügt die Rosen unter und lässt nur noch kahle Bäume stehen und nennt das dann “Proper Garden – Moderne Kunst“.

Verstehst du, was ich meine?

Hngh! Argh! Grrrmpf!

Frank, 28. November 2006

Verdammter Mist, nichts klappt mit diesem WordPress-Theme! Ich dreh nochmal durch!

Nicht klappen tut:

  • Trackback-Links setzen
  • Links “Nächster Artikel” / “Vorheriger Artikel” setzen
  • Gravatare, vernünftig aussehend
  • WordPress-eigene Suchfunktion
  • vergessen, was noch

Am besten, ich versuch’s heute nicht mehr weiter, sonst krieg ich noch ‘nen Herzkasper.

Krampflachen

.markus, 27. November 2006

Er ist der wohl begnadetste Komiker aller Zeiten. Die Pointen seiner Gags sind subtil und treffen voll ins Schwarze. Das Programm mit dem er quer durch Deutschland tourt, ist ein Feuerwerk an genialen Wortspielen, es sprüht nur so von Witz, es überschlagen sich die gelungenen Seitenhiebe auf bisher unbekannte Abgründe der Beziehung zwischen Mann und Frau.

Und wenn er erst mal auf der Bühne steht, merkt man, dass es außer ihm keinen zweiten geben kann. Er ist der geborene – was sag ich – der berufene Entertainer. Von seiner Gestik, seinem Sinn für Dramaturgie und seiner Bühnenpräsenz, könnte sich jeder Komödiant vom Schwäbischen Meer bis zur Nordsee eine gewaltige Scheibe abschneiden.

Es soll ja Komiker geben, die einen Holzhammer-Humor praktizieren, ich nenne dies das “Haha-Vorlachen”, eine Art von Humor, den man bei Gemeinderatsversammlungen und Firmenbesprechungen antrifft, damit die Untergebenen wissen, an welcher Stelle sie gefälligst laut prustend zu lachen haben. Dieser Humor wirkt vor allem in einer Atmosphäre, in der die Leute von 2-3 Bier schon ein bisschen betüdelt sind und die stickige Luft für Sauerstoffmangel auf der Großhirnrinde sorgt. Es ist die selbe Atmosphäre, die Leute kollektiv im Takt klatschen lässt, sobald eine Musik im Vierviertel-Takt einsetzt.

Nicht so dieser Komiker. Die Gags zünden auf großartige und hinterhältige Weise und eh sichs der Zuschauer versieht, rollt er kugelnd, kringelnd und lachend über den Boden. Eine Show dieses Entertainers ist für die Bauchmuskeln so gut, dass sie 150 Sit-Ups im Fitnesscenter ersetzt.

Komiker sind heute viele. Er hat aber auch noch ein Buch geschrieben, das man mit Fug und Recht als die Bibel der Komik bezeichnen kann, aber ich habe es nie geschafft es ganz durchgelesen, weil man mit Tränen in den Augen (vor Lachen natürlich!) schlecht lesen kann. Es ist wohl das beste humoristische Machwerk seit dem “Buch der Komödie” von Aristoteles, das aber leider verschollen ist.

Ach?

Von welchem Komiker ich spreche?

Ich spreche nicht von Mario Barth.

Bestimmt nicht. In keinster Weise. Im Gegenteil. Er ist für mich langweiliger, als es das ‘Warten auf Godot‘ der beiden Landstreicher Wladimir und Estragon sein muss, oder eine Echtzeitinszenierung des Archaikums.

Mein letztes Nokia Handy – 6230i-gitt

ovit, 27. November 2006

So. Das war es. Es ist mein zweites und auch letztes Handy dieser Firma. Das erste lag irgendwann auf einer Party mitten im Schmand, der sich bei solchen Gegebenheiten ansammelt, auf dem Boden. Also in einem Gemisch aus Bier, Schweiß, Schuhdreck und Urin. Mit viel Knirschen in den Tasten konnte man aber damit noch wunderbar viel zu kurze Kurznachrichten schreiben, seinen PIN eingeben und nach Namen im Telefonbuch suchen. Nach zwei Jahren war ich froh, dass ich es in den Schrank legen konnte, um mich nie wieder über diese knirschende Tastatur zu ärgern. Wenigstens hat das Handy über einen mir unbekannten Zeitraum im Schmand einer Party eben jene gerockt. Das ist auch eine nicht zu verachtende Leistung.

Doch nun eben jenes Nokia-Handy. Freundlich lasse ich es in meiner Hosentasche unbenutzte Spermien abtöten, beanspruche es nicht allzu oft und auch äußerlich hat es bisher nicht viel Schaden genommen. Und auch auf den Parties lasse ich es mittlerweile ruhiger angehen. Jedoch ist das zu viel Anspruch an ein Nokia-Handy. Nach nur über einem Jahr haben sich die Tasten 3, 6 und 9 überlegt, hin und wieder nicht zu funktionieren. Klappe auf, rum- und reinpusten, schütteln, wackeln, drücken, bis sich die Tasten 3, 6 und 9 überreden lassen, doch wieder die Arbeit aufzunehmen. Mittlerweile lasse ich die Klappe zu und drücke nervös so lange auf den Tasten herum, bis sie anspringen, tue dann mit meinem Handy schnell das, was alle damit tun, überlege mir ganz genau, ob ich noch irgendwen kontaktieren muss und stecke es dann wieder in die Hosentasche. Vielleicht braucht es ein goldenes Kissen, auf das man es betten muss?

Oder vielleicht ist dieses Handy schlichtweg Vollschrott?

Wenigstens funktioniert die 110 immer. Und die PIN habe auch geändert. Da kam nämlich die 6 und die 9 drin vor. Und das ist dann schon aufregend, wenn man sein Handy nicht mehr anbekommt. Andere lustige Fehlermeldungen findet man dann in einem Nokia-Forum.

De Bananis

Frank, 26. November 2006

bananenesseraffe

Ach, Du. Banane. Reichhaltiger Energielieferant für alle Tennisspielerinnen außer Anke Huber (die mag ja nur Milchschnitten), Warholsche Popikone und Symbol westdeutscher Vergangenheitsverklärung. So viele Geschichten, ja Mythen, ranken sich um Dich in deiner krummen Gelbheit. Doch die größte dieser ungeklärten Fragen bleibt für mich diese:

Wie, bitte WIE kann man dieses ekelerregende Gemüse bloß essen?

Wi-der-lich, diese schleimige Konsistenz von zerkauter Bananenmasse, die im hinteren Rachenraum in pappiger Süße für Minuten verharrt. Abstoßend, die dünnen Fäden, die man nie ganz abgelöst bekommt und deren angebliche psychotrope Wirkung in getrocknetem Zustand ein sich hartnäckig haltender Unfug ist. Wie kann jemand allen Ernstes an so etwas glauben? Ebenso absurd wie zu denken, dieses pechschwarze Etwas mit gelben Einsprengseln, welches nun schon tagelang im Kühlschrank vor sich hindarb, sei noch genießbar. Oh! – der Geschmack! Vorschlaghammersüße! Pfui deibel, da esse ich ja lieber direkt aus US-amerikanischen Chemiewerken exportierte Marshmallows. Über jene Früchte mit Druckstellen muss ich wohl nichts weiter verlieren. Wer so etwas genießen kann, gehört meiner Meinung nach in die forensische Psychiatrie!

Den einzigen sinnvollen Zweck, den Bananen haben, birgt das flotte PC-Freizeitvergnügen Worms: Als hochexplosive Massenvernichtungswaffe.