Kakophonie to the Max — Ein Craplog-Jahresrückblick zum Fest

Nämlich mehrere, 24. December 2008

Oh Geißel der Informationsgesellschaft, die Du uns die Unsitte bescherst, Jahresrückblicke auf allen Kanälen bereits Anfang Dezember auszustrahlen! Was soll dies alberne Gehabe? Weltbewegende Ereignisse, die in der Mitte des Monats oder gar “zwischen den Jahren” geschehen, werden von Dir überhaupt nicht bedacht und geraten langfristig in weltgeschichtliche Vergessenheit. Jahresrückblicke gäbe es in einer gerechten Welt erst am Ende des Jahres, zu dieser Meinung stehe ich, allem Spießertumgeunke zum Trotz, hart wie ein südafrikanischer Rohdiamant. Nun ja, wir, das Craplog-Team sind auch nicht besser und präsentieren unser persönliches Jahresresümée ebenfalls lange vor der zweitausendundachtbeendenden Stunde pickeliger Teenager, deren dumpfes Vergnügen darin besteht, aus Fenstern Passanten mit Chinaböllern zu bewerfen.

Zu unserer Verteidigung: Dieser Jahresrückblick ist komplett vernachlässigbar, eigentlich sollte ihn niemand lesen. Dies ist nicht Jauch, sondern eher Jauche. In einer düsteren Stunde nämlich setzten sich die Craplog-Autoren ovit, Simon, Harry Kuntz und Frank zusammen, um den Lauf des Jahres ausschließlich anhand der veröffentlichten Artikel in dieser Publikation nachzuzeichnen. Im Ergebnis zeigen sich dabei zwei maßgebliche Unzulänglichkeiten: Inhalt und Form. Nämlich schrieben wir unser Elaborat mit Hilfe der kollaborativen Textverarbeitung, die der Dienst etherpad.com anbietet. Soll heißen: Vier Autoren arbeiten gemeinsam gleichzeitig ohne Sinn und Verstand an einem Text, niemand (vor allem ovit) hält sich an irgendwelche Regeln, keiner hat einen Plan, nichts funktioniert so richtig, es herrscht Chaos und was zum Schluß rauskommt, wird veröffentlicht.

Da dein Feedreader aber im Moment sowieso nicht gerade das potenteste Glied aller Optionen zur Webbespaßung ist (und Du sowieso schon bis hierhin gelangt bist), kannst Du den Text auch gleich ganz lesen. Habe Spaß!

euroshop84
Bild (ohne Bezug zum Artikel): James (cc)

Der Craplogsche Jahresrückblick

Beteiligte: ovitSimonHarry KuntzFrank

Januar: Zu kalt. Nein, der Winter 07/08 war zu warm.(Was war noch?)

Da hatten wir den Eintrag über den Mob von PI. Das habe ich auch alles nie verstanden. Wer erklärt es einem mal kindsgerecht? Dumme Leute sind mit dem Craplog nicht einverstanden, klauen unsere Bilder und posten sie in ihr Forum. Blöd, dass sie die Bilder hotverlinkt haben, denn auf diese Art konnten wir unsere Konterfeis einfach gegen Godzilla und Freunde eintauschen. Der Clou des Artikels war leider ganz unten und schätzungsweise 90% der Leser haben sich das gar nicht so weit durchgelesen. Egal.

Was jetzt, den Artikel oder PI? Ich hatte da noch dieses Bernd Stelter-Lied. Auch ganz groß. Überhaupt: Nokia!!!

Das ganze da drumherum. War ja ein Riesenaufreger. Bernd Stelter habe ich aber verstanden, das ist eher mein Niveau. Grundsätzlich, und das zeigt diese PI-Debatte ja, sind wir vom Craplog gar nicht kindsgerecht. Überhaupt wird auf Craplog viel zu wenig übers Craplog geschimpft. Vor allem im Januar gar nicht. Jemand sollte craplogwatchblog.de schnell kaufen. Da könnte man im Sinne der Drittverwertung alle Craplogartikel nochmal durchkauen und auf Fehler abklopfen und man hätte keine kreative Eigenleistung zu vollbringen und trotzdem extrem schnellen Ruhm auf seiner Seite. Vielleicht können wir auch Stefan Niggemeier als Gastautor gewinnen, oder wenn garnichts mehr geht “Danke, Malte”-Malte. Dann gäbe es neben dem Ruhm auch noch reichlich Knete für alle. Was wir brauchen, ist ein “Maltefan”-Pendant. Nur halt für jeden von uns. Die Professionalisierung ist nicht zu leugnen. Gerade die “Großen” geben in Sachen Qualität noch mal so richtig Gas. (Hohoho, Gas, hoho “geben”) Volltempo vielleicht? Aktuell: Speed (Keanu Reeves’ bester Film). Hast du nicht mit dem “Danke, M.” für einen Beitrag zusammengearbeitet? Nein, bloß einen Song per Twitter zugespielt. Hat mir aber 4 Hits gebracht. Einer davon war ich, vor lauter Erschrecken hab ich Dich gleich mal angeklickt.

Februar: Zu kurz. Wie jedes Jahr. Aber kurze Sachen können ja auch schön sein. Sex zum Beispiel. Oder der eigene ****mann in der Unterhose.

Der Aufreger des Monats waren übrigens die SEO-Spammer. Die Dreistigkeit dieser Idioten ist unglaublich. Was die uns an Intelligenz zutrauen ist niederschmetternd. Das ist auch so eine komplette Parallelwelt. Die sind völlig unter sich, Kreisverlinkungen etc. Eigenes Vokabular. Abes eines muss ich ihnen lassen, die nettesten Kommentare in meinem persönlichen Blog kommen immer von diesen SEO-Leuten. Das macht sich wiederum ein bisschen sym. Irgendwann bekommt man von denen noch mal Heiratsänträge oder so. Sowas löscht ja wohl keiner. Und die sind ja auch kurz, die Kommentare. Euphemistisch nennen sie das “Linkaufbau”. Bau auf, bau auf. Kurze Kommentare finde ich aber gut, die lese ich auch immer bis zum Ende. Lange Kommentare sind doch auch total hassenswert. Gab bei Antville mal die Konvention, einen Punkt zu schreiben, wenn es einem gefallen hat. Mehr nicht. Das war gut. Ich fand das nicht gut. Diese Kommentare mit nur Satzzeichen sind doch auch das bittere Ende der virtuellen Kommunikation. Ich habe nichts zu sagen, teile aber mit Satzzeichen meine Meinung mit: fürn Arsch. Im Livejournal auch ganz beliebt. “!!!” braucht kein Mensch. OK, überstimmt, aber statt fünf Mal “Find ich gut!” zu lesen, hab ich lieber “.”. Find ich gut kann man sich aber doch genauso klemmen. Einmal “Klick” ist doch des Lobes genug. Andererseits kommen nie solche “Ich find’s eigentlich ganz gut”-Meinungen unter. Wer mit viel Aufwand kommentiert, ist doch meistens derjenige mit einer extremistischen Meinung. Es muss ja nicht so ausarten wie bei Spreeblick mit dem “YMMD”-Geschleime. Dass mit Kommentaren nicht viel mehr Schindluder(?) betrieben wird überrascht mich immer wieder. Namen und E-Mail — kann ja jeder nehmen was er will.

März: Da hattet ihr Streik bei euch in Berlin, ganz großen. Dieses Streikverhalten – ich nehme mein Fahrrad auf jeden Fall in der Bahn mit – gibt es ansonsten nur bei Regen. Die Bahn ist voll, mein Fahrrad eingesifft wie Sau, rein in den Waggon, die anderen Menschen anpöbelnd, doch mal noch weiter zusammenzurutschen. Ich bin da immer zu Fuß runter nach Neukölln. Man sollte überhaupt viel mehr spazierengehen. Zeit zum Nachdenken und so. Wir hatten da neulich eine Künstlerin in der Bahn, mit 2 Säcken voller Luftballons. Hat den halben Wagen eingenommen. War in sich schon ein Kunstwerk.

Schwanger mit 50, das war auch schon im März. Die ist doch auch immer noch schwanger, oder? So eine PR-Dauerschwangerschaft. Eine Popstarzuchtstation, die kleine Schwester ist jetzt ja auch fällig. In ihrem Bauch ist mehr los als bei DSDS. Letztlich wollen die doch auch nur die Weltherrschaft an sich reißen. Dann soll hier aber niemand jammern über wirtschaftlichen Abschwung in der Pop-Industrie. Der März wird auch als der Höhepunkt von Steinbrücks HipHop-Karriere in die Annalen eingehen. Yo yo. Mic check, one two. Everybody in da house say WOOOHOO. Bring it up for MC Peer. Now spin dem turntables, DJ MRKL! Can I hear da ladies? Hat aber viel Streetcreds eingebüßt die Tage. Immerhin: Kommerziell ist er nicht! Zumindest nicht erfolgreich. Könnte er sich heute aber nicht mehr leisten. Als Finanzminister ohne Finanzen, oder als Spaßminister. Das schon sehr am Zeitgeist vorbei. Say Opel – Opel, say Yeah yeah – yeah yeah! Bail – outtahe!

April: Auch ganz groß: Jimi Blue und der andere Fotzenknecht. Berichte über uns im Stern, wildes Fangekreische, kam aber nicht gegen Sarah Connor an. Stimmt, wir als “Forum” im Stern und dann das ganze Koks und der Glaube, dass wir es endlich geschafft haben. Ich habe gleich meinen Job gekündigt und im April 2009 bekomme ich dann wohl Hartz IV. Mit den Fotzenknechten hat sich dieses Popstarsding aber eigentlich auch langsam erledigt, oder? goronovit und Frank treffen sich zufällig im Saturn am Alex, reden aber kein Wort miteinander.

Mai: Jetzt schreiben wir unseren Neid auf die Großen im Januar nieder, dabei ist aus Craplog-Sicht der Mai dafür doch wunderbar geeignet. Im Mai hat sich Frank mit einem Philosophie-Studenten angelegt. Das passte gut, denn ich habe auch alle anderen Artikel dieses Monats nicht verstanden. Endlich bin ich mal nicht alleine damit. Der Mai war wirklich hart, merke ich gerade auch. Im Dezember finden wir bei .markus mal das Gegenbeispiel. Anhand einfacher Grafiken wird einem alles erklärt. Ich habe ja auch gar nichts gegen die Linken. Nein, es ist gut, dass die gefeatured wurden, die Linken sind ja auch so etwas wie das Craplog. Kommentar des Monats kam von Schakal: “Also ich find Ausländer cool!” — Oh, war am 1.Juni. Egal, machen wir den 1. Mai draus; Götteradmins können das, ja! Aber schon ein deftiges Statement. Passend zum 1. Mai halt. HOCH – DIE – INTERNATIONALE – KINDERSCHOKOLADE! Datenschutz und Schäuble. Damit wäre dann alles gesagt. Schäuble zu bashen ist ja noch unprovokanter als Hitler und Polylux, weil die haben ja nun wirklich gar keine Fans mehr. Ist halt sehr dankbar. Über Datenschutz wurde dieses Jahr aber mal wirklich alles gesagt, da sieht man, dass die Leute auch 2008 wieder total viel Langeweile hatten. Aber die ganzen Datenschutzverfehlungen haben es den Leuten auch sehr einfach gemacht. Das Blöde ist halt auch, dass die ganzen Datenschutzverfechter zumeist verkniffene Kleiefresser sind und das inhaltlich nicht so rüberbringen. Das ist dann immer mehr so wie ein Plenum oder Vollversammlung, wo man sich in apokalyptischen Phantasien gegenseitig erregt, zum Schluß aber nur zur Abstimmung stellt, ob der Michel nun tendentiell gefeit gegenüber dem fachistoiden Staat ist oder nicht.

Ich jedenfalls vertraue meinem Christstollen nichts mehr an. Die lassen sich jetzt bestimmt Kreditkarten in ihren Christstollen einbacken, um aus dem Gefängnis auszubrechen. Christstollen sollte man “Christollen” schreiben, so wie bei “selbständig”. Fülle mal den notwendigen Antrag aus.

Juni: Der Juni war DER Craplog-Monat. Müssen die ganzen neuen Autoren gewesen sein. Ein unüberschaubares Feld. Hitler, Twitter, Filme und purer Hass, da war für jeden was dabei. cipha rebloggt seinen ganzen Kram und .markus macht den Lehmann und gibt Kneipengeschichten wieder. Ich bin ein großer Fan von Kneipengeschichten. Kneipengeschichten prägen in der Jugend auch die eigene Identität. Viel zu wenig Kneipengeschichten gibt es hier. Der perfekte Ort für Verfehlungen jeglicher Art.

Sebastian regte sich über die Urlaubsvertretung bei Stefan Niggemeier auf. Das war so ein Tommy Jaud für Anfänger, und Tommy Jaud ist schon schlimm. Er hieß Barth mit Nachnamen. Schlimmer: Er nutzte ihn für Witze (Witze mit Barth, haha). Vorgestern war ich im Kino, da wurde eine Vorschau für den Barthfilm gezeigt. Er enthielt einen Witz über Blähungen und nicht viel anderes. Ach du scheiße gedacht, aber fürs Craplog reicht das auch nicht. Barth zu bashen geht schon okay, aber wenn alle es machen, wird’s öd.

Den Film “The Happening” hat infolge Franks Artikels niemand mehr gesehen und auch er scheint nachhaltig traumatisiert worden zu sein. Er hat ja auch seitdem sein Synonym abgelegt. The Happening hatte auch sein gutes: Andere Filme erscheinen einem gar nicht mehr so schlecht. Jeder sollte diesen Film mal gesehen haben. Jeder sollte “Glen or Glenda” gesehen habem. “Happening” verbinde ich mit Worten wie “Fingerfood”, “Mover & Shaker”, diesem ganzen 80er-Yuppiemist. Rick Astley wird auch nicht mehr lange hip sein. Chuck Norris als Retrohype-Strohfeuer ist ja auch schon längst verloschen. Zum Glück. Oder? Ich bin nicht bei StudiVZ, aber nehme es an. Was mag als nächstes kommen? Vielleicht Montschitschis (?).

Juli: “pantoffelpunk.tv: G7 in Japan” wird nicht veröffentlicht. Was auch immer das sein sollte (ein Mobiltelefon?). Ansonsten: Schokoladenmilchshakes, Produkte die niemand braucht, Adobe-Flash- und Anti-Link-Bashing(?) von cipha. Das Fragezeichen ist angebracht. Den Spongebob-Ventilator habe ich übrigens immer noch hier liegen. Man kann schließlich immer mal in eine Situation rutschen, in der man so einen Ventilator brauchen kann. Nein. Obwohl, wenn der Weihnachtsbaum brennt. “Everybody stand back!”. Der Spongebob-Mastubator ist aber auch der Beweis, dass das Sommerloch gar nicht existent war. Die Überlegenheit der Menschheit zeigt sich in der kreativen Schaffenskraft dieser Allroundwaffe. Der zweite Weltkrieg hätte verhindert werden können, aber mei, die haben halt am falschen Ende geforscht. Und auch endlich mal ein Eintrag, den auch unsere Leser unter 16 verstehen. Auf die Zielgruppe des Craplog zugeschnitten. Schponschpop!

August: Frank stellt die iPhone-App des Jahres vor: “I am rich”. 999$ für ein Edeltein-JPG. Groß! cipha fand’s toll. Ich habe wie so oft keine Meinung. Das iPhone selbst war aber der Hype des Jahres.

Ricky King hat mich in diesem Monat durch einsame Nächte begleitet. Aktuell ist Michael Wendler auf Dauerrotation, aber Ricky King, der Gentleman der Musik, wird unvergessen bleiben.

Der richtige Aufreger fehlt, dafür wäre es durchaus möglich, dass da mein letzter Eintrag geschrieben wurde. Naja, ich bin im Stress und so, und habe mir auch gesagt, dass so viel Hass auch nicht gut ist, ihr versteht (schon sieht der August ein bisschen voller aus). Im August war die Welt ja auch noch in Ordnung. Das sollte man da eh nochmal als abschließende Bemerkung überall festhalten, dass die Welt da noch in Ordnung war. Die Renten sich, die Vollbeschäftigung stand schon vor der Tür, das Merkel hat die nächste Wahl schon sicher gewonnen usw. August war ein feiner Monat. Die 9Live-Frau ist ja auch irgendwie süß. August war der Sommer der Liebe, wenn man so will. Haben “wir” da nicht auch gegen Spanien verloren oder so? Oder war das schon im Juli, diese ganze Scheiße mit den Flaggen und den Autos? Warum hat da eigentlich niemand was gegen unternommen? Wir zum Beispiel. Gegen die Flaggen oder gegen Spanien? Flaggen. Die hängen so hoch. Und ich bin klein.

September: Der September stand ganz im Zeichen ciphas (mal wieder). Das waren aber auch mehr so grundsätzliche Dinge, so richtig was passiert ist da auch nichts. Bushido hat eine Biographie geschrieben, die die Gagschreiber der Fernsehsender durch den ganzen Herbst gebracht hat. Für eine dezidierte Auseinandersetzung mit diesen Artikeln müsste man auch erstmal in die Bibliothek gehen, um ein bisschen zu recherchieren. Total Rückblicksungeeignet, wie mir scheint. Da brauchts doch mehr Parolen und so plakatives Zeug. Man könnte einen Beef anzetteln zwischen Hip-Hop-Peer und Bushido. Ich frage mich, wer mehr Kohle hat.

Oktober: In Österreich stirbt ein homosexueller Nazi und cipha streicht ihn von seiner Liste. Den Artikel können mittlerweile aber nur Autoren lesen. Das wären Welle geworden, da sterben teilweise Menschen dran. Der sorgt selbst aus der Hölle noch für Unruhe, da kann man mal sehen, was der für ein Potential hatte, der Haider. Immerhin: Wir konnten eine Weile etwas für unseren Ruf tun. Dem Manager von Stermann und Grissemann (gute Jungs aus Österreich) haben sie gleich die Reifenmuttern gelockert weil die Witze gemacht haben. Im Grunde kann cipha also dankbar sein, wir haben dem sein Leben gerettet. Man musste dem Cipha beipflichten: Nur weil ein Riesenarschloch jetzt tot ist, ist er kein weniger riesenhaftes Arschloch. Aber tonmäßig war’ ein wenig zu heikel. So Politiker sitzen ja immer an langen Hebeln. Die haben/sind ja meist Anwälte. Stermann und Grissemann sind die einzigen ernst zu nehmenden Österreicher. Harder ist auch gut. Ist Hilde Gerg nicht auch aus Österreich? Ich war 2007 mal in dem Schnitzelland, da sind die Städter konservativer als bei uns die… ähh.. Landeier.

Habt ihr Stermann und Grissemann bei Schmidt und Po…r gesehen? Oder immer nie am Meer mit Heinz Strunk dazu? Das ist zwar jetzt nicht total böse von mir, aber bisschen was für die kulturelle Weiterbildung ist ja auch nicht verkehrt an dieser Stelle. Langsam wird es hier auch bisschen sentimentaler. Oktober schon. Ja, bei Schmidt und Pocher gesehen, Immer nie am Meer sowieso. Und manchmal sind sie auch bei 3sat, Best of von ihrer Late Show. Wieso anonymisierst Du den Pocher? Abmahngefahr?! Ich kenn die nur aus dem Intraweb. Weil ich meine Fingerspitzen nicht mit diesem Namen beschmutzen möchte.

November: Im November haben sich Sarah Connor und “Ick liebe Dick”-Mark Terenzi getrennt. Hassenswerterweise in aller Freundschaft, als ob das einer glaubt. Da ging das gut her. Ich glaube übrigens, die ist eine ganz Versaute. Nippelpiercing und alles. Hier erkennt man wieder die Informationshoheit des Craplogs. Hätte ich sonst nie von erfahren. Jetzt macht sie zu allem Überfluss auch noch mit Diego rum, der auch ein bisschen wie Marc Täränzi in gut aussieht. Der Diego verdient aber wenigstens sein eigenes Geld. Von nächsten Jahr wünsche ich mir aber ein Sarah Connor freies Craplog. Man muss die Dinge dann auch mal ruhen lassen. Der Ball liegt in ihrer Spielhälfte, da haben wir ja erstmal keinen Einfluss drauf, was die so macht. Wir sind da ja auch ein wenig in der Pflicht. Aber wir sind damit auch ein Zahnrad in dieser Publicitymaschinerie und haben noch keine Layer-Ads und Dingensbumens eingerichtet. Lasst uns beten, dass Diego vom FC Barcelona abgeworben wird und Miss Connor gleich mitverschwindet.

Connor, ein toller Name. Aber viele schreiben auch “Conner”. Ich kenne die richtige Ausschreibweise seit Kevin Connor in der 5. Klasse aus Dover nach Hatfield zog. Ich kenn den Diego gar nicht, Fussball wird mein Projekt 2009. Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift! Ich weiß nicht, ob das mit dir und dem Craplog so gut passt! Viele Blogger sind bestimmt auch so intellektuell überlegen, dass der Anteil derer, die sich nicht für Fußball interessieren signifikant größer ist als im Rest der Bevölkerung. Elitäres Pack. Fußball gilt ja eigentlich nur in Deutschland als Proletensport. Wobei da auch viel intellektuell verbrämt wird.In Südamerika schreiben die Intellektuellen darüber Liebesgedichte. Im Stadion. Mir ist das nicht zu unintellektuell, ich verbinde mit Fußball nur traumatische Erlebnisse als Kind beim TSV Kücknitz. Wo ist Kücknitz? Zwischen Lübeck und Travemünde. Kindheit und so. Lübeck = Kindheit, Travemünde = so. Auf dem Schulhof nach den Mädchen in die Mannschaft gewählt worden? Normal. Ja, die üblichen Standards.

Überhaupt habe ich höchsten Respekt vor sehr vielen Dingen, über die andere die Nase rümpfen. Friseure werden zum Beispiel oft belächelt, das ist ein Beruf, den ich mir nie im Leben zutrauen würde. Das ist unfassbar schwierig und dann guckt der Kunde direkt zu. Müllmänner auch. Atomphysiker haben es auch nicht leicht. Weil ständig zeigt man mit mehreren Fingern auf sie und ruft “Chernobyl! Hiroshima!”, dabei wollen sie doch nur Antimaterielles erforschen. Das müssten doch an sich selbst Kleiefresser gutheißen.

Wer mir mal wieder übel aufgestoßen ist im November war Johannes B. Kerner. Vielmehr: Sein Publikum. Klatscht alles ab, was er vorgibt. Die sind alle geboren um verarscht zu werden. Bei der Titanic! gab es mal irgendwas, wenn man die GEZ kündigt mit dem Hinweis “Kerner ist überbezahlt”, das fand ich ganz gut. PI macht jetzt das gleiche, das ist aber nicht mehr so gut.

Dezember: Die stark dezimierte Craplog-Mannschaft schreibt einen Jahresrücklick, der es in sich hat. Trotz goron. Der hat dieses Vorhaben ständig durch Abwesenheit und schlechte Kommentare torpediert. Artikelmäßig gesteht uns Sebastian II seine Liebe zu Alizée und wünscht Restfrankreich den Untergang. Ja, zu Alizée stehe ich. Bei Frankreich ging es in erster Linie aber nicht gegen die Franzosen, sondern gegen Deutsche, die Frankreich immer als Beispiel ranziehen, wenn es um Sprachquatsch geht. Das hat wieder keiner verstanden. Lustigerweise hat zum Beispiel Frederique von Spreeblick genau so einen Artikel geschrieben. Und der ist Franzose, also so ein (haha) Grenzfall. Und wenn Spreeblick das darf, dann dürfen wir das schon mal lange. Er hat ja genau das gemacht, was ich verurteile. Dabei hat er manchmal ganz gute Themen, nur schlafe ich da immer nach dem ersten Absatz ein. Ich schaffe den auch nie, aber den Artikel habe ich eigentlich ganz gut verstanden. Obwohl ich mir jetzt gerade auch gar nicht so sicher bin, wie du denn jetzt wirklich meintest. Ich find das, was der Fred schreibt eigentlich meistens ganz gut. Das darf ich hier aber nicht sagen. (off-topic!) Im Dezember ist mir einmal um die Ecke aber auch wirklich schon einmal zu viel im die Ecke. Im Dezember brauche ich es immer direkt auf die 12, am besten mit einem Schuh. Dann kommt auch wirklich was bei mir an (haben wir den Scheiß auch noch untergebracht).

In diesem Monat hat sich auch .markus endgültig als Karikaturist einen Namen gemacht. Aber das Schuldenloch! Zu klein! Antimaterie saugt alles auf. Das muss nicht groß sein.

Was vergessen wurde: Alles andere. ### Geh mir ab mit deinen Regeln! ### Regeln? Ich baue einen Jägerzaun. ###

Wenn Mastermind Frank das hier liest, dann baut der Bomben in unsere Briefkästen ein. Verdammte kaka. Er liest es jetzt 🙂 Um 18 Uhr war das Ende angesetzt dann taucht er hier auf. Soll er den Scheiß retten und veröffentlichen. “Nicht mein Bier!”

6 Kommentare

  1. Frank sagte am 24. December 2008 um 15:13 Uhr:

    Da sind jetzt die Links zu den entsprechenden Artikeln nicht drin, da müssen sich die Leser schon selbst durchs Archiv wühlen.

  2. ovit sagte am 25. December 2008 um 02:05 Uhr:

    bei mir sind auch streckenweise halbe wörter zu finden, weil mich das programm ja immer dann kickte, wenn neben mir noch jemand anders schrieb. dann hat er das nicht mehr ge”sync”t, wie man das wohl nennt. mach ich dann mal bei zeiten richtig. ich bin ja auch der, der ganz konsequent mit fehlern aufwartet. da das wieder einloggen auch gerne mal 15 minuten dauerte, fragt die anderen, musste ich auch unfassbar schnell tippen und so.
    aber drauf geschissen!

  3. .markus sagte am 25. December 2008 um 14:48 Uhr:

    Ein herrliches Prachtstück alternativer Gesprächskultur. Trotz vier Gesprächsparteien noch gut zu lesen, vielleicht etwas zu viele Insider-Dinge. Aber ich hatte meinen Spaß. Experiment gelungen! Das nächste Mal will ich dabei sein.;)

    (Man könnte noch etwas an der Formatierung arbeiten. Monate hervorheben…)

  4. Harry Kuntz sagte am 25. December 2008 um 16:03 Uhr:

    Das war überhaupt erstmal ein Akt, uns alle zusammenzubringen, das ahnst Du nicht. Dafür ist es wirklich gut geworden.

    Frank, wie hast Du denn jetzt noch die Farben rübergerettet?

  5. Bye bye 2008 « 63mg sagte am 31. December 2008 um 11:24 Uhr:

    […] zwei Wochen von anderen erledigt und im Allgemeinen finde ich die einfach nur nervig; einzig diesen hier finde ich dafür aber sehr […]

  6. mike sagte am 5. December 2009 um 01:38 Uhr:

    Kennt mal wieder keine Sau. Außer wir vom Craplog.

    Und Eure Leser. Bis gerade eben fand ich das egtl. einen ganz interessanten Dienst (auch wenn ich mir den das letzte Mal vor ca. einem Jahr genauer angeschaut habe)
    Danke für’s “Update”.

Und was meinst Du?

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