Gründe, die Universität zu lieben
Frank, 17. Oktober 2007
- Jeder einzelne dieser in deiner Studienzeit mindestens dreimal vorkommenden “Klick”-Momente, in denen Offenheit und Inspiration zu einem majestätischen Gefühl der Gedankenklarheit verschmelzen und dir eine neue Welt eröffnen.
Gründe, die Universität zu hassen
ebenfalls maloXP, ebenfalls 17.10.2007

- Täglich
- anderthalb Stunden Fahrt in
- völlig überfüllten
- Regionalzügen, in denen Du dir,
- im Sommer literweise Schweiß ausdünstend, wegen der
- eiskalten Klimaanlage den Tod holst oder
- winters der Schneematsch zentimeterhoch steht. Das nimmst Du nur auf dich, weil die Massen von
- zugezogenen Studenten, angelockt von Studiengebührenfreiheit und Hip City Image, den
- Numerus Clausus an den Berliner Unis so in die Höhe treiben, dass Dir mit deinem mediokren Abi-Durchschnitt bloß ein Studium von
- Fächern, die du eigentlich gar nicht magst in
- Potsdam übrigbleibt. Und so sitzt Du also
- völlig übermüdet – vor dir ein
- narzisstischer Dozent – im
- überfüllten Hörsaal auf
- zerfallen(d)em Mobiliar, zwischen
- Eierköpfen,
- hohlen Nüssen und
- Psychopathen, hörst Dir
- gähnend langweilige und
- mies gehaltene Vorträge an, in weiser Voraussicht, dass dein
- eigenes Referat nächste Woche auch nicht besser wird, was aber nichts macht, weil die abverlangte
- Hausarbeit wegen deiner
- Tendenz zur Prokrastination eh nie geschrieben werden wird und die
- verdammten Belegpunkte für’n Arsch sind. Aber was soll’s… Ansatzweise Trost spendet immerhin ein per
- RFID-Chip im Studentenausweis bezahlter
- Kaffee aus der
- mit Werbung und Sponsorships zugepflasterten und von per
- iBook im
- StudiVZ rumsurfenden
- BWL-Studenten bevölkerten
- Mensa.
Dieser Beitrag wurde von Frank am Mittwoch, den 17. Oktober 2007 um 20:09 Uhr veröffentlicht.
Kategorien: Pathetic Life, Unüberlegtes

Sorry,ich will dir ja nicht deinen letzten Motivations-Strohalm knicken, aber “Klick-Momente” samt ihren Folgen, wie du sie beschreibst, kann man auch haben, ohne zu studieren und sich die ganze Contra-Liste zu geben.
Schockiert???
(Allerdings kann man natürlich abwägen, ob diese Variante wiederum besser wäre, nämlich
- regelmäßig
- überbezahlten und auf sämtlichen nur möglichen Schläuchen stehenden,
- selbstgerechten,
- kleinlichen,
- vernagelten Sozialamt-Mitarbeitern
- die zum x-ten Mal deine Unterlagen verloren haben
- gegenübersitzen, um immer wieder aufs neue seine
- nicht vorhandene “berufliche Laufbahn” zu diskutieren;
- nicht mehr als 110 Euro zum
- ALG2 dazuverdienen können, selbst wenn man
- 8 Stunden fünf Tage die Woche
- in einem miesen dreckigen Job ackert, wo
- jeder Arsch auf dir rumtrampeln darf und dessen
- Verblödungspotential proportional zur dort verbrachten Zeit zunimmt;
- infolgedessen…. ach, was soll’s, kannst du dir selbst ausrechnen.
Hmmm…
Nein, ich glaube, dir geht’s besser. Ich glaub, ich würd doch ganz gerne studieren. BUHUHUHUHUÄÄÄÄÄHHHH!!!!!
Gut, dass ich immer rechtzeitig die Schule wieder abgebrochen habe.
Ich hab ja nur eine Woche studiert, das hat mir erstmal gereicht
Ich habe ja 24 Semester studiert, weil’s so schön war. Ich kuckte sogar abends Fußballspiele im Institut, weil ich nicht heimgehen mochte. Im Seminarraum durfte noch geraucht werden und das Lehrprogramm wurde gemeinsam mit den Professoren beschlossen. Aber das war zugegebenermaßen im letzten Jahrhundert.
Ich hab 6 plus 1 Diplom-Semester studiert, super Abschluß gemacht und schlag mich mich trotzdem seit Jahren mit ARGEn Gefolgsdeppen rum. Das eine muss das andere also nicht ausschließen
Ach ja, und lieber BWLer in der Mensa als äh Komillitonen, die Friedenslieder mit der Klampfe begleiten? Ist wahrscheinlich beides gleich aber anders furchtbar *g