Eltern gegen die mediale Verrohung der Jugend

ovit, 16. March 2010

die seite befindet sich seit einigen tagen im wartungsmodus und kommt wahrscheinlich auch so schnell nicht zurück. schade.

Wahrscheinlich bin ich zu spät dran, habe da mal wieder was nicht mitbekommen, wie man so schön sagt, aber die Eltern sind jetzt auch im Netz, zu finden unter: www.eltern-im-netz.de.vu.

Vor allem Frank Torthoff scheint mir ein äußerst aktiver Schreiber zu sein, dessen Kind ich sicher nicht sein will, denn seine Kinder werden mit einer schier unfassbaren Moral erzogen, die ich nicht mal meinen ärgsten Feinden wünsche. Jede weitere Beschreibung dieses Menschen könnte unter Umständen zu einer Klage führen, da muss ich nicht mal auf den gesunden Menschenverstand pochen, da einem die Blödheit dieser Seite brutal in die eigene Fresse kotzt.

Auszug gefällig?

Aus dem Artikel: “Schock-Diagnose: homosexuell

Auf der Rückenlehne einer Parkbank ungefähr zwanzig Meter entfernt von mir sitzen drei Jugendlichen, rauchen, trinken. Einer der beiden hält eine Haschischzigarette (“Bong”) in der Hand, an der alle drei nacheinander süchtig ziehen.

Auf einer alten Kommode stehen Fotos aus einer besseren Zeit, aus einer Zeit, in der Marcel noch nicht schwul war und die Familie noch zusammenhielt.

Marcel war 19, als er sich outete und seinen Eltern gestand, dass er homosexuell ist. Die Überraschung war groß, war Marcel doch bis dahin noch ein ganz normaler Junge gewesen, mit normalen Hobbys, normalen Interessen und normalen Freunden.

Doch wie lebt man überhaupt mit der Homosexualität? Ich möchte mir Marcels Kinderzimmer ansehen und dort nach Gründen für seine geistige Erkrankung suchen. (…) Auf den ersten Blick sieht der Raum so aus wie das typische Zimmer eines Teenagers: Der Schreibtisch ist voll, Plakate hängen an den Wänden, der Fernseher in der Ecke, Videos im Regal. Doch beim zweiten Hinsehen merkt man: Hier lebt ein Schwuler.

Ich frage Isabell, ob sie den Computer ihres Homo-Sohnes anschalten kann, damit ich dort nach Tagebüchern oder Texten aus der Zeit suchen kann, in der Marcel noch nicht homosexuell war.

Oder der schockierende Bericht von Martin Behrmann, der seinen Sohn beim Kondomekaufen erwischte?

Da Jens in letzter Zeit oft Gründe sucht, um von zu Hause wegzugehen, hielt ich es für das Beste, ihm zu folgen und zu kontrollieren, ob er wirklich zu seinem Freund geht.

Durch die Glasscheiben konnte ich sehen, wie Jens in einer Schlange an der Kasse stand und etwas Grünes in der Hand hielt. Erst nach genauerem Hinsehen erkannte ich: Es waren Kondome!

Ich schlug die Eingangstür auf, stürmte in den Laden und rannte zur Kasse, an der Jens in der Schlange stand. Ich riss ihm die Packung Kondome aus der Hand und schrie ihn an, dass ich nicht dulden werde, dass mein Sohn mit 16 Jahren schon Sex hat! Das könne er machen, wenn er erwachsen sei, jetzt sei er aber noch ein Kind, und als Kind dürfe man rechtlich gesehen sogar nicht einmal Sex haben, das sei strafbar!

Seit diesem Vorfall verkriecht sich Jens nur noch mehr in seinem Kinderzimmer.

Ich verzichte auf eine Bewertung und Beurteilung dieser Zitate. Ich hoffe für Martin Behrmann, dass google diesen Text nach oben spült, das gleiche gilt für Frank Torthoff. Auf das alle schnell erfahren, welche kranke Welt sich manche Menschen zusammenbasteln.

Aber wahrscheinlich ist das alles nur Ironie und ich blick es nicht. Dann ist das ganze aber einen Blogpreis wert. Ehrlich. So wasserdicht und knallhart hat das schon lange keiner mehr durchgezogen.

10 Kommentare

  1. slowcar sagte am 16. March 2010 um 16:34 Uhr:

    Gibt viel zu viele Dinge bei denen man sich wünsche würde es wäre ein Scherz…

  2. slowcar sagte am 16. March 2010 um 17:17 Uhr:

    grad ein bischen umgeguckt auf der seite. das ist doch satire…

  3. Frank sagte am 16. March 2010 um 20:07 Uhr:

    Ich bin mir ziemlich sicher, das ist Satire. Aber sehr gut gemacht.

  4. sheep-triple sagte am 16. March 2010 um 20:34 Uhr:

    Da hast Du ´ne echte Perle aufgetan! Ich hoffe, die Macher toben sich auch noch auf anderen Themenfeldern aus. Zu den Kommentaren bin ich noch nicht vorgedrungen, aber das wird bestimmt noch lustig!!!!
    You made my day!!!!
    Thx.

  5. Yen sagte am 16. March 2010 um 21:41 Uhr:

    Is das geil gemacht. Ich habe Tränen gelacht. Ich hoffe nur, daß die Kommentare echt sind. Geile Scheisse. DANKE für diesen link.

  6. ovit sagte am 16. March 2010 um 22:31 Uhr:

    ich tendiere mittlerweile auch richtung satire.

  7. uli sagte am 17. March 2010 um 09:56 Uhr:

    Ich bin auch mal auf Shelley the Republican reingefallen. Wenn das hier Satire ist, ist sie ähnlich gut. Denn die meisten Kommentatoren glauben an die Echtheit.

  8. ovit sagte am 17. March 2010 um 10:20 Uhr:

    wenn man sich den text mit dem nachbarsjungen und den abmontierten bremsen durchliest, dann ist eigentlich auch klar, woher der wind weht. die echtheit der kommentare ist auch nur schwer zu überprüfen. wobei der pöbel genauso unterhaltsam ist, wie die vorstellung davon, dass leute auf so eine extreme scheiße einsteigen und sich endlich mal im internet vertreten fühlen. denn bisher fühlen die sich wahrscheinlich als opfer des linken zeitgeistes. das ist ja gerade en vogue.

    (sorry für das späte freischalten der kommentare. ich hab das nicht auf dem schirm.)

  9. gnafu sagte am 17. March 2010 um 16:21 Uhr:

    Verdammt, nun wollte ich mich da mal in Ruhe umgucken und ein wenig lesen und schon ist die Seite im Wartungsmodus. Hoffentlich taucht die noch mal wieder aus den Tiefen des Internets auf.

  10. Der Jan sagte am 6. April 2010 um 20:42 Uhr:

    Ist wieder online! 🙂 War auch lange unschlüssig, ob das Satire ist oder nicht, aber noch ein Indiz ist, dass keine der vorkommenden Personen einen Allerweltsnachnamen hat – irgendwie unwahrscheinlich.

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