Die braune Pest

Gastautor, 6. October 2007

Warnung: Dieser Text ist lang. Und er wird anonym veröffentlicht, was gute Gründe hat. Aber lies selbst.

[23.1.2008] Achtung: Die anonymisierten Links auf das Grüne Pest-Forum funktionieren nicht mehr, da deren Server umgezogen ist. Was hilft: einfach nach der anonym.to-Weiterleitung in der Adressleiste .de durch .com ersetzen.

Die Kommentare, die hier kürzlich zu einem alten Beitrag aufschlugen, welcher sich mit dem rassistischen Weblog “Politically Incorrect” befasst, waren eigentlich nichts ungewöhnliches.

Wir im Craplog sind es gewöhnt, Zustimmung zu erhalten, aber auch beschimpft zu werden – ob wir uns nun mit streitlustigen Fans von Poppuppen anlegen, die uns Neid auf die von ihnen verehrte göttliche Lebensform vorwerfen oder ob wir halbseidenen Bloggern die Leviten lesen, die sich mit ihrer Inkompetenz nicht abfinden können und daraufhin verbal durchdrehen. Ohne solche Kommentare macht es nicht soviel Spaß.

Und dennoch: Die latente Aggression, die zumindest aus einem davon sprach,

Kommentar im Craplog

ließ mich irritiert zurück. Taliban? “bei uns in der nähe”? Beifall? Hä? Überleg, überleg… Ach so: Der Typ meint, ein Moslem sei zusammengeschlagen worden, aber die Zeitungen berichteten nicht darüber, dass es ein rassistischer Übergriff gewesen sei. Weil: Es hätte sich ja gewissermaßen Pogrom-Atmo gegenüber dem muslimischen Klassenfeind einstellen können. Und “Beobachter” findet schade, dass das nicht geschehen ist. Gähn! Ich kenne das Pack von PI und Co, die kommen immer im Rudel. Ich entschied mich, die Kommentare erst einmal in der Warteschleife zu lassen.

Es sollte aber dicker kommen. Beim obligatorischen Checken der Referrer fiel mir auf, dass eine Adresse dominierte: Die “Grüne Pest” hatte uns verlinkt.

gruepst

Ein Einschub ist hier vonnöten: Hinter gruene-pest.de verbirgt sich ein Internetforum, in dem Nicht-Moslems über den Islam reden. Wobei “reden” das falsche Wort ist, “abkotzen” trifft’s besser. Hier werden die neuesten Untaten ausgetauscht, die die “Musel” wieder irgendwo auf der Welt verbrochen haben sollen und obsessiv nach Belegen gefahndet, wie der 11. September, Asylbetrug, Straßengangs in Berlin-Kreuzberg und das Taliban-Regime in Afghanistan in Verbindung stehen. Das Bekenntnis zum Glauben an eine monolithische islamische Welt nämlich und deren fester Absicht, den christlich-jüdischen Kulturkreis zu unterjochen, ist Grundvoraussetzung, um hier mitreden zu können. Man kann sagen, die “Grüne Pest” ist ein virtueller Stammtisch für Menschen, die ihre Schuldigen gefunden haben, die Forum gewordene Verlängerung der Kommentarsektion von “Politically Incorrect” . Ebenso wirr, ebenso einseitig, ebenso rassistisch und hasserfüllt. Nur: Die Administratoren und Moderatoren spielen dieses Spielchen bei der “Grünen Pest” besonders munter selbst mit – man fühlt sich offenbar nicht ganz so beobachtet wie bei den stärker in der Öffentlichkeit stehenden Kollegen. Und so äußert man ganz offen Bürgerkriegs- und Volksbefreiungsphantasien[1], fände es ganz gut, wenn der Ku-Klux-Klan US-Präsidentschaftskandidat Obama ermorden würde, User “Kaiser Wilhelm” will zum Zweck der “Entislamisierung der Welt” “Staaten von der Landkarte radieren” und bereits heute logistische Vorbereitungen für Moslem-Internierungslager getroffen wissen, woraufhin man sich im gleichen Thread in Sachen genozidaler Lustausbrüche geradezu überbietet. Da mutet es ja fast harmlos an, wenn drei “Rütli-Borats” (Forumjargon) Zivilcourage zeigen und das selbstverständlich mit Misstrauen und ganz schlechten Witzen belegt werden muss.

Das alles sind nur Beispiele, die ich im Zuge einer kurzen Rechereche herausgefischt habe. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen, die ein solches Weltbild pflegen, nicht mit rationaler Argumentation beizukommen ist. Denn es liegt im Wesen der Paranoia, dass der Paranoiker selbst das beste Gegenargument in seinen Wahn integriert. So wird eben der, der nicht jedem Türken auf der Straße feindlich gesinnt ist ein Verräter; jemand der bei rassistischen Ausfällen protestiert, ein unbelehrbarer Anhänger der hegemonialen “Political Correctness” und “Gutmenschlichkeit”; jemand, der sich politisch für den Dialog einsetzt, ein “Dhimmi” oder “Steigbügelhalter”; Linke sind “Linksfaschisten”, Muslime sind “Islamofaschisten” – und die allergrößte Mehrheit der Muslime, nämlich die die friedlich sind, tarnen natürlich ihre Eroberungsgelüste nur. Das hat man mal aufgeschnappt, nennt sich in Muselsprache Taqiya. Und man selbst, klar, ist einer der wenigen mit Durchblick seitdem man die Psychopharmaka abgesetzt hat. Schließlich ist man ja stolzes Mitglied einer Szene, die dank harter Arbeit ihren Ausländerhass mit einem pseudoreligionskritischen Nimbus vermeintliche Legitimität verliehen hat. Und ja – da unterscheiden sich die Herrschaften wenig von Hitler und seinen Ideologen. Erst wird ein opportunes Weltbild erschaffen, dann nach Belegen dafür gefahndet. In einer absolut heterogenen Menge von 1,2 Milliarden Muslimen weltweit freilich werden sich überall Aspekte finden lassen, die auf die Boshaftigkeit der “Fusselbärte” schließen lassen, zumal man ja weltweit ein gut vernetztes Informationssystem hat.

Zurück zum Anfang: Auf gruene-pest.de herrscht billigste Häme und Polemik, eine aggressive, hetzerische und menschenverachtende Atmosphäre, wegen der die Seite auch schon einmal seitens eines früheren Hosters vom Netz genommen wurde. Interessant schlussendlich ist auch die Sektion “Steigbügelhalter”, in der diejenigen Personen und Institutionen gesammelt werden, von denen angenommen wird, dass sie der angenommenen muslimischen Weltverschwörung durch ihre allzu tolerante Art Vorschub leisten und wo der versammelte Forenmob die Möglichkeit hat, verbal auf ebenjene einzudreschen. Da haben wir zum Beispiel den “grünen Spack” Ströbele, eine bloggende Konvertitin, eine türkische Bundestagsabgeordnete, die etwas gegen Gesinnungsjustiz einzuwenden hat und seit neuestem – welch zweifelhafte Ehre – auch uns vom Craplog.

Wenn man einigermaßen mit den Hintergründen dieser Seite vertraut ist, ist es natürlich etwas beängstigend, wenn man sich, ohne etwas zu ahnen, dorthin verirrt und einem plötzlich das eigene Foto entgegenstrahlt.

gp1
gp2

Da waren wir also. Die Bilder aus unserer Autoren-Übersicht, verewigt in einem Forum von rechtsradikalen Spinnern. Konkret sauer aufgestoßen war den Grünpestlern an unserem “Dhimmi Blog”, welches “im Web seinen geistigen Unrat verbreitet” ein Beitrag, der sich über eine in der Tat abstrusen Muselgruselmonsterstory von PI-Kommentatorin Kybeline – eher harmlos denn hämisch – lustig machte. Kybeline ist so jemand, der einen feuchten Schlüpper kriegt bei dem Gedanken, Stinkbomben in Moscheen zu werfen. Und User “Goldfasan”, seines Zeichens Forenmoderator und Autor solcher Threads wie “Saugen Musel Menschenblut?” glänzt nun mit Äußerungen wie

the international musel conspiracy

oder auch

der Feind

– wirft uns also gleich dreimal “Hetze” gegen die gute Kybeline vor. Das muss man wohl kaum weiter kommentieren.

Völlig abgefahren auch, was da weiterhin über uns angenommen und verbreitet wird. Ich nutze die Gelegenheit mal für Kommentare und Gegendarstellungen.

 

Eingangsposting von “Goldfasan”, uns zitierend:

naziecke

Ei, wie kann er nur, der linksfaschistische “vom Alkohol gezeichnete” Dhimmisack, gell? Ich darf mal Wikipedia zitieren…

Goldfasan war im 3. Reich auch eine Spottbezeichnung für NS-Bonzen, insbesondere Gauleiter wegen ihrer fasanenbraunen Uniformen mit goldenen Abzeichen.

Einen herben Sinn für Ironie hegt der Herr Moderator da! Weiter geht’s…

dhimmi

Na, versucht da einer mit Meta- und Bedeutungsebenen zu hantieren? Wenn ich sage, X hat Halluzinationen und X wirft mir daraufhin vor, es sei ja mal wieder typisch, dass ich die lustigen rosa Elefanten nicht sehe, dann ist das eben kein entkräftendes Argument.

schaedelberge

Schädelberge – in allen islamischen Ländern? Und ich meine wirklich in jeden Länder[2]? Wenn das metaphorisch gemeint war, halte ich das Bild für nicht gelungen.

 

“Liquid1976” checkts:

liquid

Schändlich, wenn man von verirrten Linksfaschos in die Nazi-Ecke geschoben wird. Wie kommen die bloß auf sowas?

 

“Doc Gyneco” kennt uns persönlich:

doc gyneco

Sind doof !

Und blöd !!

Kennen sich nichtmal mit Satzzeichen aus !!!

 

“Tariernix” ganz martialisch:

tariernix

LOL

Rassismus, Volksverhetzung, Verletzung von Persönlichkeits- und Urheberrechten, Beleidigung, Gewaltandrohung = Islamkritik

Welcome 2 Arschgeigenvision.

Und wenn unser Führer Kübeline will, dass wir einen verkloppen gehen, der sich mit ihr anlegen muss, dann klingeln wir mal höflich an und fragen, ob’s eine Möglichkeit zur gutmenschlichen Streitschlichtung gibt, gell?

 

“Michelangelo” warnt:

michelangelo1
michelangelo

Sieh mal einer an. Darf ich das als Aufruf an die Gesinnungsgenossen verstehen, doch bitte nicht alles auszusprechen, was man so denkt? Den Faschismusvorwurf nicht durch klare Distanzierung zu gruppenbezogenem Hass, sondern durch rhetorisches Taktieren zu entkräften? Das ist es, was ich Taqiya nennen würde. Gut, dass Michelangelo von den anderen Forenusern im Verlauf des Threads plattgebügelt wird. Verzicht auf Rassismus Politische Korrektheit bei Minderheitenwitzen? Wo kämen wir denn da hin???!!!1

Davon ab möge sich bitte jeder selbst eine Meinung über Kybelines und von anderen in besagtem Thread geposteten Witze bilden. überhaupt, Craplog-Leser dieser Welt, schaut in dieses Forum. Lest es und bioldet euch eine eigene Meinung. Dass ich es ekelhaft finde, dürfte zur Genüge klargeworden sein. Aber wer bin ich schon? Apropos…

 

“Angelique” macht sich Gedanken darüber, wer den Craplog-Artikel seinerzeit geschrieben hat. Da der Autor aus offenkundigen Gründen anonym bleiben wollte und auch intensive Betrachtung / Interpretation von Fotos aller Autoren nichts zu bringen scheint, wird jetzt nach dem Blogbetreiber als “Steigbügelhalter” im Allgemeinen gefahndet.

Angelique

Mich wundert ja auch gar nichts mehr. Wie sehgeschädigt muss man denn sein, um .markus als Betreiber des Craplogs auszumachen? Und vor allem: Wer ist der Markus, den die Herrschaften kennen und mit unserem gleichsetzen? Forenadministrator “NINJA” weiß des Ratsels Lösung…

Wer ist Markus?

…die aber leider falsch ist. Der Pest-Troll-Markus hat mit unserem nämlich tatsächlich nix zu tun, was mit zwei Minuten Recherche auch pipieinfach herauszufinden wäre. Zu recht wirft “Friedrich” ein:

Markus

Richtig. Google kennt Über 57 Millionen Einträge für “Markus”, ich persönlich kenne mindestens fünf, weil das für Jungs in meinem Alter ein beliebter Vorname war. Doch “Angelique” gibt sich damit nicht zufrieden:

markus

Fassen wir also nochmal zusammen. Markus, der gleich doppelt nicht der Blogbetreiber ist – ja nicht einmal der Verfasser des kritiklos kritisierten Textes – pflegt durch faschistisch-antirassistische Äußerungen (gleich dreifach: nicht) ein Image, dass einen vierseitigen Sturm der Entrüstung in einem Forum auslöst, welches gleichzeitig wegen der reissackartigen Irrelevanz davon völlig untangiert bleibt. Passt halt alles viel zu gut zusammen. Hell yeah!

Wir haben uns teamintern beraten, wie wir weiter vorgehen. Immerhin: Unsere Antlitze waren immer noch in diesem Rassistentümpel zu sehen. Da die Herrschaften jedoch so doof waren, unsere Bilder hotzulinken, konnten wir mit ein bißchen Servertrickserei die Darstellung unserer Fotos auf deren Seite zwischenzeitlich verhindern und den lustigen Besuch, mitsamt der dämlichen Kommentare, unterbinden. Strafanzeige zu stellen war auch ein Gedanke. Da wäre ja einiges zusammengekommen, von Urheberrechtsverletzungen über Verletzung des Rechts am eigenen Bild bis hin zu Beleidigung. Jedoch ist sowas auch immer mit Mühsal, Anwaltskosten und Gewühl im Dreck anderer Leute verbunden – beim nächsten Mal vielleicht.

Wir entschieden uns für Sabotage im kleinen Rahmen. Wir können vielleicht nicht “gerade pinkeln”, aber technologisches Verständnis haben wir. Wer jetzt von gruene-pest.de auf einen Link zum Craplog klickt, der wird direkt auf eine Seite mit dem Video einer themenverwandten Ansprache eines weisen Herren umgeleitet. Und hotgelinkte Bilder kann man ja einfach austauschen, weswegen ein Besucher des Threads jetzt eine Überraschung erlebt.

Wir sind gespannt, wie lange es dauert, bis es bemerkt und der Thread gelöscht bzw. editiert wird. Da das sicher nicht lange dauert, dokumentieren wir das Ergebnis per Screenshot.

Endergebnis 1

Endergebnis 2

Endergebnis3

 

Zum Schluss folgen die Texte der wunderschönen Lieder “How Can You Live With Yourself” von Kristofer Aström & Hidden Truck sowie “Fuck U” von Archive. Wegen der schieren Datenmenge von Text als Grafik, dokumentiere ich die nicht mehr, sondern verlinke nur die Texte (1, 2). Passen doch ganz gut, oder?

[Update:] Neue, Aufsehen erregende Enthüllungen über die “Linken Drecksäcke” und “faschistoide(n) Kommunistennazis” vom Craplog gibt es in diesem amüsanten Thread auf der Grünen Pest.

  1. das Subforum “Was kann man gegen die Islamisierung tun?” ist leider nicht öffentlich, aber man kann sich vorstellen, dass dort Selbstjustiz als adäquate Handlungsweise angesehen wird [zurück]
  2. Die Falschschreibung ist ein Insiderwitz und damit beabsichtigt. [zurück]

63 Kommentare

  1. Andy sagte am 6. October 2007 um 08:23 Uhr:

    Boah was für Spacken!

    Das Traurige ist ja, daß die Typinnen und Typen dort nicht mal merken, was für braune Soße sie da verzapfen.

    Und rummsdibumms wird dann die NPD gewählt, weil die ja gegen den bösen Muselmann zu Felde ziehen will.

    History Repeating! Fressen… Kotzen… und so!

    Alles Arschlöcher! Außer Mutti!

  2. Wie mein Foto einmal in einem Naziforum auftauchte - Citronengras sagte am 6. October 2007 um 09:58 Uhr:

    […] … und wieder verschwand. […]

  3. Nerdcore — Die braune Pest sagte am 6. October 2007 um 10:36 Uhr:

    […] Überschrift hab ich dreisterweise vom Craplog geklaut, das sich dermaßen tief in ein Nazi-Forum gräbt, dass man wirklich Angst bekommt. Ich […]

  4. bin Kritzeln sagte am 6. October 2007 um 10:50 Uhr:

    Die ganzen Karikaturen und Sprüche der Political Incompetent erinnern doch stark an den Stürmer-Stil im Dritten Reich.

    “Der Musel ist unser Unglück!”

  5. Corto sagte am 6. October 2007 um 11:10 Uhr:

    Wenn die Herrschaften anfangen Menschen personalisiert anzugreifen brauchen Sie was auf die braunen Fingerchen. Ich würde das Gesamtpotenzial nicht unterschätzen, bei derart wahnhaften Fantasien liegt der Schritt nahe sich mal einen “Dhimmi” vorzuknöpfen.
    Ich würde mich in diesem Fall für die Anzeige entscheiden, der Ausgang ist ja absolut nicht offen.

  6. Corto sagte am 6. October 2007 um 11:11 Uhr:

    Mist! Ich wollte natürlich “Gewaltpotential” schreiben statt Gesamtpotential.

  7. pantoffelpunk » Blog Archiv » Braune Pest. sagte am 6. October 2007 um 11:41 Uhr:

    […] schreibt über die rassistischen islamkritischen Betreiber und Besucher der grünen Pest im craplog. Sehr gut. […]

  8. Nemox sagte am 6. October 2007 um 12:07 Uhr:

    Aber das beste is ja wohl das mit den Bildern! Hammer Idee! Sag ma habt ihr jez eigentlich nich mit übelst viel Spam zu tun?

  9. plasmaoxyd sagte am 6. October 2007 um 12:07 Uhr:

    Habe selten einen Post auf Craplog so angetan gelesen wie diesen und ich muss euch ein dickes Lob aussprechen. Wunderbar reagiert, ihr habt sie mit ihren eigenen Waffen geschlagen und ihre Argumentation anschaulich bei lebendigem Leibe seziert. Hoffen wir, die natürliche Auslese der Natur tut ihr Bestes.

  10. Bernd sagte am 6. October 2007 um 12:10 Uhr:

    Ulfkotte läßt grüßen!

  11. Harry Kuntz sagte am 6. October 2007 um 12:55 Uhr:

    In diesem Forum werden Fantasien ausgetauscht über Minderjährige, die es mit Tieren treiben, soso.
    Man, mir ist irgendwie schlecht von den Typen. Das schlimme ist, dass Du recht hast: Sie sind nicht überzeugbar. Sie haben sich ihre eigene Welt zurechtgezimmert, in der alles so lange gebogen wird, bis es mit ihrem Weltbild zusammenpasst.

    Aber schöen Aktion, als ich dem Link gefolgt bin, musste ich schon grinsen.

  12. Bjrn sagte am 6. October 2007 um 13:19 Uhr:

    Den Bilderaustausch mag ich. Aber da habt ihr leider die Großchance vertan eine ganze Ladung Vollhorste kollektiv zu goatsen.

  13. Saint sagte am 6. October 2007 um 14:35 Uhr:

    Boah. Fuck. Ein Haufen Irrer, die mit einem die Welt bevölkern. Wer hat die denn rausgelassen?

  14. rr sagte am 6. October 2007 um 14:59 Uhr:

    ja diese vollpfosten. wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich über sie totlachen. geht aber nicht. leider. vor denen muss man mehr “angst*” haben, als vor den islamisten.

    * ihr gedankengut stösst bei bestimmtem klientel auf interesse. es breitet sich aus; und viel schlimmer als der offene rassismus, ist der versteckte.

  15. Politik und Panorama sagte am 6. October 2007 um 15:15 Uhr:

    Wahn und Paranoia rulez…

    Es gibt Sachen, die sind in ihrer Wahnhaftigkeit eigentlich bedenklich.

    Wenn sich dieser Wahn allerdings ins Absurde steigert, wird er unfreiwillig komisch.

    So etwa, wenn sich Seiten und Foren, die sich der Rettung des christlichen Abendlandes ve…

  16. ben sagte am 6. October 2007 um 15:43 Uhr:

    wobei du mir den versteckten rassismus in diesem fall erstmal zeigen müsstest;)

  17. Der Autor sagte am 6. October 2007 um 15:48 Uhr:

    @ Andy: Teils, teils. Das Ding ist, dass sie es ja einigermaßen schaffen, sich von den allgemein als rechtsextrem anerkannten Parteien abzugrenzen. Zumindest so gut, dass Politik und Medien noch darauf reinfallen. Auch der Verfassungsschutz interessiert sich eher für die Linkspartei als dieses Pack. Eine wichtige Rolle spielt dabei das (Lippen-)Bekenntnis zu Israel, das aber für die meisten nur ein Befürworten von aggressiver Siedlungs- und Oppressionspolitik in den Palästinensergebieten meint. Zu Recht distanziert sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland von PI, hier etwa “getarnt” als Aktionsgruppe “ILI”. Ich werd den Eindruck nicht los, dass sich diese Gruppen – und man muss sehen, dass nicht alle so selbstentlarvend dämlich sind wie die von der grünen Pest – es sich im Prinzip sehr gemütlich machen in der “politisch korrekten” Unangreifbarkeit jener, die sich uneingeschränkt mit dem Judenstaat solidarisieren, obwohl sie dabei wohl eher den politischen Kurs der Jisra’el Beitenu meinen. Immerhin: NPD wählen die nicht mehr, sondern demnächst Ulfkottes Partei.

    @ bin Kritzeln: Stimmt. Wenn man sich tiefer reinwühlt, trifft man immer wieder auf eindrucksvolle rhetorische Parallelen.

    @ Corto: Es war eine von den Admins gemeinsam getroffene Entscheidung, das mit der Anzeige erstmal zu lassen. Sollte sowas aber nochmal vorkommen – und wir haben ein Auge auf das Forum – gehen wir zur Polizei. Du hast natürlich recht, es besteht durchaus die Gefahr, dass jemand wie “CA” austickt.

    @ Nemox: Bis jetzt gab’s noch keine “Rückmeldung” aus deren Forum. Die Referrer von da werden umgebogen, wahrscheinlich ist die technische Hürde erstmal zu hoch für die Herrschaften. 😀

    @ Björn: Nääääh, da stehen unsere Namen drüber… 😀

    @ Saint: Buchtipp zum Nachvollziehen: Arno Gruen – Der Kampf um die Demokratie

    @ rr: Da gebe ich dir recht. Es herrscht ja leider noch allerorten die Vorstellung, dass man Nazis an Bomberjacken oder Zweifingerbart erkennen könnte. Die Empörung in den Massenmedien kennt keine Grenzen, wenn mal wieder irgendwer (zuletzt Eva Herman und Bischof Mixa) Nazivokabular verwendet hat. An einem Ralph Giordano, der den Islam als “archaische Hirtenkultur” bezeichnet oder Henryk M. Broder mit seinen ewigen Sparschweingeschichten stören sich eher wenige.

  18. Lotta sagte am 6. October 2007 um 16:23 Uhr:

    Ist das widerlich.
    Da haben Broder, Ulfkotte und die sonstigen Vordenker ihr Fußvolk gefunden.
    Ganz ehrlich, mir macht das eher Angst, der craplog-Beitrag ist köstlich geschrieben und ich musste durchaus lachen, aber allein, dass das Subforum “Was man gegen die Islamisierung tun kann” geschlossen ist finde ich derart gruselig, da bleibt mir das Lachen im Halse stecken.
    Wo soll es denn hin, dieses enorme Hass- und Gewaltpotential das da mitten in unserer Gesellschaft heranwächst?
    Ich bin so wütend darüber, aus dem Naziterror wurde nichts – aber auch gar nichts gelernt, außer dass man ein paar Lippenbekenntnisse gegen Antisemitismus abgeben muss und Hitler doof findet.
    Und solche radikalen Menschenhasser werden in ihrem geifernden Wahn auch noch von Intellektuellen und Meinungsmachern bestärkt. Man muss ja ur einmal die Debatten nach beliebigen Terror-Irgendwas verfolgen, die neu erschienen Bücher zum Thema “Islam” durchsehen oder sich eine Hart aber Fair-Sendung von Frank Plasberg über den Islam angucken. Es ist unfassbar wie einseitig und polemisch dort über Moslems geurteilt, mitunter richtig gehetzt wird. Sendungsbeispiele: Hier, hier und hier.
    Und Plasberg ist kein radikaler Spinner sondern ein Journalist mit Renomm, der aus der Mitte der Gesellschaft kommt und diese Mitte auch als Zielgruppe hat. Ab dem 10.10. darf der Gute ja dann in der ARD talken. Er selbst sagte gegenüber SpOn: Die ARD habe sich “bewusst für eine neue Farbe im politischen Talk entschieden”.

  19. maloXP sagte am 6. October 2007 um 16:35 Uhr:

    Sie haben’s übrigens immer noch nicht gemerkt. 😀

  20. Harry Kuntz sagte am 6. October 2007 um 17:08 Uhr:

    Oder sie sind überfordert.

  21. Kafir sagte am 6. October 2007 um 19:13 Uhr:

    Man macht es sich reichlich einfach, wenn man die Gesamtheit der Anti-Islamisierungs-Bewegung über einen Kamm schert. Wer kritisch gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen auftritt wird sofort als Nazi abgestempelt. Muslimische Extremisten sind Einzelfälle und haben nichts, aber auch überhaupt nichts mit dem Islam zu tun, dass einem nur kein böses Wort über eine fremde Religion über die Lippen kommt, denn dann ist man ja gleich rechtsradikal. Wer für die Demokratie eintritt, wer westliche Werte verteidigt und somit im Interesse weniger seines Landes als vielmehr Europas handelt und dabei eben auch mal ein Kind beim Namen nennt wird sofort in die Rechte Ecke gestellt. Wahrscheinlich waren die Fahnenschwenker während der WM 2006 auch alles verkappte Nazis. Ihr habt eine ausgewachsene Paranoia! Werdet mal erwachsen!

  22. Kublai Khan sagte am 6. October 2007 um 20:05 Uhr:

    Moment, ich lese immer christlich-jüdischer Kulturkreis, dabei steht das Christentum dem Islam näher als das Judentum (Stichwort: Jesus ist der meistzitierte Prophet im Koran).

    Und dann lese ich noch sowas, was sich auch nicht gehört…

    anonym.to/?tinyurl.com/yrv5q7

    Das ist aber auch alles kompliziert…

  23. blog.argwohnheim » .die braune pest sagte am 6. October 2007 um 20:07 Uhr:

    […] Eine Geschichte, in der Herr Punkt Markus von faschistoiden rassistischen Islamophoben vorgewurfen w… […]

  24. Der Autor sagte am 6. October 2007 um 20:14 Uhr:

    Hallo Kafir, nun – die “Gesamtheit der Anti-Islamisierungs-Bewegung” kann man meines Erachtens durchaus über einen Kamm scheren. Die Idee der “Islamisierung” alleine, die es so ähnlich schonmal unter den Termini “Volkszersetzung” und “Überfremdung” gab, ist nämlich bereits eine paranoide Verschwörungstheorie a la carte.

    Zu deinem zweiten, etwas schwer verständlichen, Satz: Nein, Religionskritik ist nicht rechtsradikal. Auch ich finde den Glauben an irgendwelche transzendenten Mächte unsinnig und, historisch gesehen sogar gefährlich. Kein vernünftiger Mensch wird Terror, von wem auch immer, befürworten und von religiösen Interpretationen getragene Staaten sowieso nicht. Nur bin ich auch dagegen, anderen Menschen ihren Glauben vorzuwerfen, ihre religiöse Identität vor dem individuellen Charakter als Bewertungsfolie anzulegen, rassistische Stereotypen gegen Türken oder Araber in dieses ach so hübsche Kleid der Religionskritik zu hüllen. Ich bitte dich – schau dir die oben zitierten Passagen doch mal an.

    Wer für die Demokratie eintritt, wer westliche Werte verteidigt und somit im Interesse weniger seines Landes als vielmehr Europas handelt und dabei eben auch mal ein Kind beim Namen nennt wird sofort in die Rechte Ecke gestellt.

    Ich wäre froh, wenn aus eurer Ecke diese Allgemeinplätze mal präzisiert würden. Was ist das für ein Demokratieverständnis, wenn nicht jede Meinung zugelassen wird? Wenn Toleranz und Dialog zu Schimpfworten geworden sind? Was sind denn “westliche Werte”, wenn ganz opportunistisch Folter plötzlich legitim ist, Überwachung und Gesinnungsjustiz herrschen, rechtstaatliche Gründsätze über Bord geworfen werden und außenpolitisch immer stärker dichotome Freund-Feind-Schemata angewandt werden? Nein, “Kafir”, das sind keine westlichen Werte, wie ich sie verstehe, nämlich solche die aus der Aufklärung abzuleiten wären. Das sind “westliche Werte” in der Tradition der Kolonialisierung. Es ist unsagbar anmaßend, wenn “wir” im Westen, die ’33-’45 den historisch größten Hass auf eine Volksgruppe entfachten, erst in den 50ern (Südafrika: 90er) Schwarze den Weißen gleichstellten, erst Mitte der 70er Homosexualität den Status als psychische Krankheit aberkannt haben und erst 1990 (in der Schweiz) flächendeckend das Frauenwahlrecht eingeführt haben, heute über “Modernisierungsdefizite” in der islamischen Welt herziehen.

    Aber was reg’ ich mich auf – eigentlich ist es doch auch gar nicht so schwer zu verstehen: Wer von Völkermord träumt und über “die Musel” stereotypisiert, der braucht niemanden, der ihn in die rechte Ecke stellt. Der macht das ganz von alleine.

    Ihr habt eine ausgewachsene Paranoia! Werdet mal erwachsen!

    Har har, ach komm… 😀

  25. .markus sagte am 6. October 2007 um 20:17 Uhr:

    @Kafir: Les dir mal deinen Text nochmal durch. Wer verallgemeinert, sollte nicht Verallgemeinerungen angreifen.

    “Anti-Islamisierungs-Bewegung” sagst du. Ich sehe nur die Anti-Islam-Bewegung und eine Islamisierung sehe ich auch nicht. Hat dich schon mal jemand versucht zu konvertieren?

    Wenn du erwachsen bist, will ich es nie werden!

  26. Lotta sagte am 6. October 2007 um 20:20 Uhr:

    @Kafir
    Religionskritik ist (eben so wie Patriotismuskritik) in meinen Augen eine feine Sache. Ich kritisiere oft und gerne Menschen, die meinen sie bräuchten jemanden (einen Gott) oder etwas (die Nation) über sich um mit dem Leben klarzukommen. Auf Grund solcher Kritik entstehen immer wieder spannende Debatten und Denkanstöße.
    Wenn Religionskritik allerdings dafür missbraucht wird undifferenzierten Hass zu verbreiten und die Kultur von über 1,3 Milliarden Menschen als minderwertig zu klassifizieren, hört die Kritikberechtigung auf. Besonders dann wenn sich in die vermeintliche Kritik Allmachtsphantasien, Kriegsgelüste und das grenzenlose Geilfinden der eigenen Religion/Kultur mischen.

  27. maloXP sagte am 6. October 2007 um 20:25 Uhr:

    “Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.”

    Arthur Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit, Kap. IV, Von dem, was einer vorstellt

    Kann man m.E. ohne weiteres auf die Überhöhung des eigenen Kulturkreises erweitern.

  28. Anderswo sagte am 6. October 2007 um 20:42 Uhr:

    Auch wenn eure Zielscheiben nicht mit Argumenten zu kriegen sind, ist es trotzdem gut zu wissen, dass sich manche die Mühe machen. Einfach draufschlagen ist ja wohl eher deren Methode, was uns tatsächlich zu ‘Gutmenschen’ macht – wir sind die Guten. Bitte weiter so.

  29. Julez sagte am 6. October 2007 um 21:08 Uhr:

    @Kafir: Entweder du hast den Text des anonymen Autors nicht gelesen, oder du hast dein Denkorgan dazu nicht eingeschaltet.
    Du verteidigst mit deinem Kommentar Menschen, die von deiner anscheinend aufgeklärt kritischen Einstellung nicht weiter weg sein könnten.
    Aus den zitierten Forumsbeiträgen lässt sich mehr als deutlich ersehen, dass die sogenannten “Islamismus-Kritiker” in Wirklichkeit “Musel”-Hasser sind (würden sie nicht einmal abstreiten), somit diejenigen sind, die “alle über einen Kamm scheren”.
    Wenn “Erwachsen werden” tatsächlich beinhaltet, dass man unter der Maske der gerechtfertigten Kritik rassistische Witze und martialische Aufforderungen sowie pauschale Herabsetzungen wie “dieses Otterngezücht” toleriert, hoffe ich für meinen Teil, niemals erwachsen zu werden.

  30. Kafir sagte am 6. October 2007 um 22:22 Uhr:

    Dass es in den Reihen der Islamisierungsgegner, wie in allen anderen Gruppierungen auch, schwarze Schafe gibt, die möglicherweise von rechts kommen und auf den Zug der Islamisierungskritik aufspringen, um ihre faschistoiden Anliegen besser tarnen zu können mag ja sein, die tieferen Anliegen jedes Einzelnen lassen sich auf Anhieb schwer feststellen, aber die schwarzen Schafe als stellvertretend für alle Islamisierungsgegner, wie hier geschehen, heranzuziehen, ist doch sehr einseitig. Die Ziele der Islamisierungsgegner sind nicht, bestimmte Volksstämme auszumerzen, wie das gern dargestellt wird, wer Islamisierungsgegner als rassistisch hinstellt, macht sich nur selbst lächerlich, da der Islam nach eigener Auffassung nicht auf bestimmte Rassen oder Ethnien beschränkt ist. Die Anschuldigung des Rassismus kommt erstaunlich häufig, wahrscheinlich weil der Rassismus im allgemeinen Werteverständnis zu Recht als barbarisch beurteilt wird, was natürlich den Gegnern der Islamisierungsgegner ein willkommenes Instrument ist, Kritik am Islam schon allein formal zu verurteilen. Wer Kritik an einer ausdrücklich nicht auf Rassen bezogenen Religion als rassistisch abstempelt, begeht einen schweren Denkfehler.

    Um “die Allgemeinplätze” zu präzisieren: es muss Kritik an allem und jedem erlaubt sein, alles muss in Frage gestellt werden dürfen, ohne dass Kritik von vornherein als unzulässig verurteilt wird. Dem Vorsatz, die Aufklärung voranzutreiben, entspreche ich nur zu gerne: der Islam war ein mindestens ebenso großer Dorn im Auge der französischen Aufklärer wie das Christentum, nur dass hierzulande Kritik am Christentum allgegenwärtig, Kritik am Islam jedoch nur unter vorgehaltener Hand möglich ist.

    “Der Islam ist der Feind der Vernunft.” – Denis Diderot
    Der Koran ist “ein unverdauliches Buch, das auf jeder Seite den gesunden Menschenverstand erschauern lässt” – Voltaire

    Oder auch, aus den eigenen Reihen:

    “Islam, diese absurde Theologie eines unmoralischen Beduinen, ist eine verwesende Leiche, die unser Leben vergiftet…” – Mustafa Kemal Atatürk
    “Man muss offen sagen, die Religion des Islam erlaubt die Integration nicht. Ein Muslim darf sich einem Nichtmuslimen nicht fügen. Wenn er in der Diaspora lebt, dann ist das eine Notsituation, und er kann sich absondern. Das besagt die normale Religion und nicht die fundamentalistische Variante.” – Bassam Tibi

    Oder auch Peter Scholl-Latour nach den Anschlägen in New York:

    “Das ist das Ende der verdammten Spaßgesellschaft. Die Vorstellung, dass die Welt gut und alle Menschen lieb sind, die ist endlich wieder zurechtgerückt worden.”

    Mit Freuden würde ich für eine Aufklärung des Islam eintreten, denn eine derartige Bewegung hat im Islam nie stattgefunden! Nur halte ich den Islam leider nicht für reformierbar, im Gegenteil, in der islamischen Welt findet derzeit eine Rückbesinnung auf den ursprünglichen Islam, wie ihn Mohammed vorgelebt hat, also statt einer Mäßigung eine Radikalisierung statt. Dass sich der Anspruch des Koran, Gottes wahres Wort zu sein und der Universalanspruch der Menschenrechte widersprechen, ist keine neue Erkenntnis. Dass der Islam in der Lage ist, die westlichen Werte zu gefährden, steht für mich leider völlig außer Zweifel. Dass der Islam auch in Europa die am stärksten expandierende Religion ist, ist Tatsache, und wenn wir sichergehen wollen, dass hier nicht eines Tages tatsächlich, wie schon in Ansätzen der Fall, islamisches Recht etabliert wird, gilt es, einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten! Nur ist das aufgrund der Angst der Menschen, über andere zu urteilen, aufgrund deren Desinteresse an politischen Fragen und aufgrund deren Gottvertrauen, dass es so schlimm schon nicht kommen wird, leider nicht immer ganz einfach…

  31. Limited sagte am 6. October 2007 um 22:38 Uhr:

    @ kafir

    Dass es in den Reihen der Islamisierungsgegner, wie in allen anderen Gruppierungen auch, schwarze Schafe gibt, die möglicherweise von rechts kommen und auf den Zug der Islamisierungskritik aufspringen, um ihre faschistoiden Anliegen besser tarnen zu können mag ja sein, die tieferen Anliegen jedes Einzelnen lassen sich auf Anhieb schwer feststellen, aber die schwarzen Schafe als stellvertretend für alle Islamisierungsgegner, wie hier geschehen, heranzuziehen, ist doch sehr einseitig

    Hier geschieht die Offenlegung der braungefärbten Sichtweise einer ganz bestimmten Gruppe von Fremdenfeinden – eben dieses Forums “Grüne Pest” und keineswegs eine pauschale Verurteilung aller Kritiker der Auswüchse fundamentalistischer Religionsinterpretation.

    Die Ziele der Islamisierungsgegner sind nicht, bestimmte Volksstämme auszumerzen, wie das gern dargestellt wird, wer Islamisierungsgegner als rassistisch hinstellt, macht sich nur selbst lächerlich, da der Islam nach eigener Auffassung nicht auf bestimmte Rassen oder Ethnien beschränkt ist.

    Das Ziel der o.g. Gruppe ist nach etlichen Zitaten die dort zu finden sind aber eben auf die Ausmerzung/Deportation/Diskrimierung einer Religionsgruppe pauschal und ohne Differenzierung hin angelegt.

    Na gut, nennen wir es Ethnozentrismus und nicht Rassismus – wird dadurch nicht besser.

    der Islam war ein mindestens ebenso großer Dorn im Auge der französischen Aufklärer wie das Christentum, nur dass hierzulande Kritik am Christentum allgegenwärtig, Kritik am Islam jedoch nur unter vorgehaltener Hand möglich ist.

    Das ist Käse. Wer etwa bei Thalia auf die Büchertische schaut, findet dort zuhauf mehr oder weniger fundierte Kritik an islamistischen Tendenzen.

    Broder, Ulfkotte, Herre u.a. verdienen damit ihren Lebensunterhalt und werden in der Öffentlichkeit vielfach zitiert und in Medien vor die Mikrofone gebeten.

    Mit Freuden würde ich für eine Aufklärung des Islam eintreten, denn eine derartige Bewegung hat im Islam nie stattgefunden

    Eine Aufklärung hat auch bei den christlichen Religionen nie stattgefunden – ansonsten wären diese gezwungen ihren Alleinvertretungsanspruch aufzugeben – lediglich die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt.

    Nur ist das aufgrund der Angst der Menschen, über andere zu urteilen,

    M.E. sollte man eher über konkretes Handeln urteilen und nicht über Menschen an sich.

    Ansonsten verweise ich auch auf den weiter oben schon angeführten Punkt.

    Toleranz ist ein zentraler europäischer Wert, ebenso Differenzierung und das Absehen von pauschalen Verurteilungen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.

    Wer dies nicht berücksichtigt, wie etwa die “Grüne Pest”, sich aber als Hüter europäischer Werte aufspielt, ist nur scheinheilig und will so seinen Menschenhass kaschieren.

  32. Julez sagte am 7. October 2007 um 00:35 Uhr:

    @Kafir: Danke für deine sachliche Antwort.
    Dem ersten Teil derselben kann ich nur beipflichten, ich bin auch immer den Ansicht gewesen, dass alles erst einmal grundsätzlich kritisierbar sein sollte. Ich empfand die Kritik des Autors sowie dieses Blogs jedoch nicht als allgemeine Diffamierung von IslamISMUS-Gegnern, sondern als Stellungnahme und Reaktion zu ganz speziellen Autoren und Beiträgen des besagten Forums. Einer solchen Diffamierung würde ich auch keineswegs zustimmen.
    Meiner Meinung nach gibt es diesbezüglich zwei wesentliche Begriffe, die eine deutliche Differenzierung verdienen: Islam-Kritik und IslamISMUS-Kritik. Du benutzt einen Dritten: IslamISIERUNGS-Kritik und setzt damit als Konsens voraus, dass eine Islamisierung statt findet, die vornehmlich / auch in Europa die “westlichen Werte” bedroht. Ohne mich in dieser gesamten Polemik sonderlich auszukennen, wage ich einfach mal aus dem Stegreif, einen solchen Tatbestand anzuzweifeln; zudem du zwar Behauptungen aufstellst, aber keine Daten oder Quellen dazu lieferst (das soll kein Angriff sein, eher eine Aufforderung). Nach meinem persönlichen Verständnis kann man von einer “Bedrohung”, wie du sie schilderst, erst sprechen, sobald überwiegende Teile der deutschen respektive europäischen Bevölkerung in Gefahr sind, muslimisch zu werden, d.h. zum Islam überzutreten, demnach: zu konvertieren. Ich kenne niemanden in meinem Umkreis, bei dem das der Fall ist, nehme also persönlich keine wachsene Begeisterung für diese Religion wahr, die die Menschen dazu treibt, sich scharenweise dem Islam zu verschreiben. Auch in meinem überwiegend multikulturell durchsetzten Wohnviertel hat noch keiner den Verusch gemacht, mich zu bekehren. Die ständig über allen Köpfen schwebende Terror-Angst macht den Islam, glaube ich, dem Westen auch nicht gerade sympathischer. Man könnte natürlich von einer drohenden gewaltsamen Islamisierung ausgehen, so wie es einst die Kolonialherren mit der Christianisierung durchgezogen haben; das würde allerdings bedeuten, dass die gesamte islamische Welt beschließt, den Westen zu okkupieren und an der sämtlichen Bevölkerung Zwangsislamisierung zu betreiben. Natürlich will ich nicht soweit gehen, die Idee der Okkupierung des Westens in den Köpfen mancher größenwahnsinniger Diktatoren zu leugnen, aber was sollte dann der Islam? Müsste das wirklich noch der Hauptgrund sein, eine Weltherrschaft bzw. den Sieg über den Westen anzustreben? Ich denke, machtgeile alte Männer denken eher: “Ich will die Weltherrschaft, ich will Macht” als: “Ich will, dass alle glauben, was ich glaube, denn nur das ist richtig”.
    Oh, aber wenn wir uns auf die Geschichte besinnen, ist dies durchaus schon vorgekommen. Was mich zum nächsten Punkt bringt: die westlichen Werte. Es wird so viel davon geredet, mich würde es wirklich interessieren, was man oder insbesondere du darunter versteh(s)t.
    Freiheit? Demokratie? (Philosophie, Kultur, Literatur, Kunst existiert genau so, wenn nicht noch reichhaltiger, in den islamischen Ländern).
    Wenn der Westen immer frei und demokratisch gewesen wäre, hätte es die berühmten Revolutionen (1789, 1848, 1912) nicht zu geben brauchen. Es hätte keine Sklaven im antiken Hellas gegeben. Es hätte keine Cäsars, Neros, Napoleons, Hitlers und Stalins gegeben. Es hätte keine jahrhundertelange blutige Kolonialgeschichte gegeben, die zu einem großen Teil mit den Worten “Okkupierung”, “Zwangsmissionierung”, “Enteignung”, “Genozid”, “Sklaverei”, “Ausbeutung” und “Entrechtung” erzählt werden muss. Es gäbe vielleicht keine verschuldete Dritte Welt, es gäbe weniger vergewaltigte Kulturen, deren Wut über ihre lange Ohnmacht sich Ventile suchen muss. Der Islam, oder, um den rhetorischen Gegenpol zu bemühen, der “Osten” ist es definitiv nicht, der die Welt heute regiert. Meiner Meinung nach sitzt der Westen mit den USA als Kopf immer noch am längsten Hebel, in jeder Hinsicht; der Islam als Religion wird meiner Meinung nach als Projektionsfläche für den Hass und die Wut der Bevölkerung über Ohnmacht, Ungerechtigkeit und Armut von denen benutzt, die ein politisches Interesse daran haben. Jede Religion kann in diesem Sinne instrumentalisiert werden und wurde es auch.
    Eine Abwehrhaltung und Dämonisierung führt nur zu einer tieferen Kluft, noch mehr Hass, Missrauen und Unverständnis auf beiden Seiten. Eine Abschottung wird nur als weitere Provokation verstanden, schürt die Wut und damit den Terror.
    Bezüglich der “Kritik aus den eigenen Reihen”: Auch im Christentum gab es genügend Christen, die sich vom Glauben losgesagt und von jeder Religion distanziert haben, darunter auch der von dir zitierte Voltaire, der irgendwann jeden seiner Briefe mit dem polemischen Satz: “Ecrasez l’infame!” (“Radiert die Infame aus”) unterschrieb, womit er die liebe Christliche
    Kirche meinte. Das spielgelt noch lange nicht die Untauglichkeit oder Verwerflichkeit einer Glaubensrichtung, sondern lediglich die Vielfalt der menschlichen Meinungsbildung aus.
    Dass du Scholl-Latour mit diesem Satz zitierst, empfinde ich als befremdlich. Die Schlussfolgerung, dass im Islam sich das Böse dieser Welt manifestiert, drängt sich geradezu auf. Ich persönlich habe auch den 11.September nicht gebraucht, um zu erkennen, dass die Welt kein Paradies ist, und finde es seltsam, davon auszugehen, dass sie just davor wie eines ausgesehen hat. Die Genozide in Ruanda, im Kongo, in Jugoslawien, die bestialischen Regime in Iran, Irak, China, Chile, waren auch zuvor schon denen bekannt, die aufnahmefähig waren.
    Ich weigere mich zu glauben, dass die Religion des Islam oder irgendeine andere Religion als böse Idee von bösen Menschen für böse Menschen konzipiert worden ist mit dem Ziel, sich die Welt zu unterjochen. Ich glaube lediglich, er lässt sich, genauso wie jede andere Religion oder auch politische Ideen, sehr gut radikalisieren, insbesondere, wenn diese Radikalität der Wut einer sich unterdrückt fühlenden Masse entgegen kommt. Den Anspruch darauf, apodiktisch “Gottes wahres Wort” zu verkünden, stellt jede mir bekannte Religion, jedenfalls die monotheistischen. (Anders würden sie auch kaum Sinn machen.)
    Erstaunlich, dass so viele Menschen von den blutigen Stellen im Koran sprechen und die analog blutigen Bibelpassagen so gerne auslassen. MaloXP könnte dir sicher den einen oder anderen Link diesbezüglich empfehlen, er hat mindestens einen auf seiner Site, mir ist die Adresse gerade entfallen.
    Das war’s von meiner Seite.

    Gruß, J.

  33. .markus sagte am 7. October 2007 um 00:57 Uhr:

    Mit Freuden würde ich für eine Aufklärung des Islam eintreten, denn eine derartige Bewegung hat im Islam nie stattgefunden!

    *hüstel*

    Kafir, mal kurz und vereinfacht zusammengefasst: Während die christliche Kirche nach dem Verfall des römischen Imperiums fröhlich & gewaltig ab dem finsteren Frühmittelalter missionierte, blühten im Osten schon Kunst, Kultur und Medizin auf, von einer geistigen Reife, zu der es in Europa noch Jahrhunderte gebraucht hat.
    Zurück zu heute: Ca. 1,3 Milliarden Anhänger hat der Islam. Ganz schön viele, da könnte man ja richtig Angst bekommen, was? Ne, die sind ja nicht alle böse und reaktionär, stimmt! Genau, das Problem ist ja die mediale Fokussierung auf den radikalen Teil, der dann wieder auf ganzen Islam gespiegelt wird (die große schweigende Mehrheit, die einfach nur Essen, Schlafen, Trinken und Vögeln will – wie du)

    Wieso redest du immer von Islamisierung? Come on, es gibt keine den, Promille-Bereich überschreitenden, Bevölkerungsgruppen in Europa, die konvertieren. Die bleiben unter sich, die wollen gar nichts von uns! (außer der Türke, bei dir um die Ecke, der will dir Gemüse verkaufen)

    Dass der Islam auch in Europa die am stärksten expandierende Religion ist, ist Tatsache, und wenn wir sichergehen wollen, dass hier nicht eines Tages tatsächlich, wie schon in Ansätzen der Fall, islamisches Recht etabliert wird, gilt es, einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten!

    Welche Ansätze von islamischem Recht? Hier?

    Mir ist der Islam (an sich) relativ schnuppe. Es gehört nicht zu meinen Hobbys, sich mit Islamophoben zu kloppen. Ich beurteile Teile der Religion genauso kritisch, wie ich auch andere Fundamentalisten (Rasse, Religion, Geld) betrachte.

    Was mir gewaltig auf den Senkel geht, ist dieser Hass auf alles Fremde, diese Verallgemeinerungen, diese Unswissenheit und dieses Zerrbild. Aber bei weitem das Schlimmste ist eure Angst vor “den Anderen” und das ist es, was die Islamophoben mit den Faschisten und den Rassisten verbindet. Und deswegen schreibe ich hier – das!

  34. .markus sagte am 7. October 2007 um 01:04 Uhr:

    Danke Julez, für deine geduldige Sachlichkeit! Ich habe diese Diskussion einfach schon zu oft geführt – glaube ich.

  35. Lotta sagte am 7. October 2007 um 01:08 Uhr:

    Wow, Julez, ein langer Kommentar und ein lesenswerter. Sehr gut, danke.

  36. ben sagte am 7. October 2007 um 01:12 Uhr:

    huhuuuu da wird der koran wieder rausgekramt herr kafir, das alte testament haben sie aber schon gelesen, oder? ich zahle krichensteuer und schlage keine schwulen tot, erstaunlich, oder?
    und leider kann ich nicht sachlich antworten, denn wissen sie, was das eigentliche problem ist? die arschlochisierung der welt, dabei ist es völlig egal, welche religion das arschloch hat oder welche hautfarbe.
    zitieren wir mal aus der wikipedia zu rassismus:
    “Die Menschen werden nicht oder nur nachrangig als Individuen beurteilt und behandelt, sondern als Stellvertreter pseudoverwandtschaftlicher Gruppen. Dabei werden die der jeweiligen Gruppe zugeschriebenen kollektiven Eigenschaften, sogenannte Stereotype, auf sie projiziert. Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Diskriminierung und Feindseligkeiten, der Kanalisierung negativer Emotionen und fördern das Überlegenheitsgefühl von Mitgliedern einer Gruppe.”
    passt irgendwie auf die herren und damen von “der grünen pest”, zu “hasspredigern” allgemein könnte man sagen, oder?
    wollen wir hier tatsächlich einen intellektuellen disput darüber führen, warum die herren von “der grünen pest” arschlöcher sind? ich denke die zeit können wir uns sparen…

  37. Kafir sagte am 7. October 2007 um 01:43 Uhr:

    @ Limited:

    Auch wenn eine Aufklärung bei den christlichen Kirchen nie stattgefunden hat, so hat sie doch, wie Du treffend sagst, sehr wohl in der christlichen Bevölkerung stattgefunden. Das ist bei der muslimischen Bevölkerung keineswegs der Fall. Christen sind sich bewusst, dass man Überlieferungen wie die, dass der heilige Geist die heilige Maria befruchtet hätte, nur symbolisch zu verstehen hat. Muslime sind jedoch felsenfest davon überzeugt, dass Allah wirklich den Koran in Mohammeds Herz geschrieben hat! Versuchsweise kannst Du ja mal einen Moslem drauf aufmerksam machen, dass die Geschichte der Überlieferung des Koran ja wohl nur metaphorisch gemeint sein könnte, aber doch nicht ernsthaft den Tatsachen entspricht. Ich rate Dir trotzdem davon ab, da Muslime in diesem Punkt keinen Spaß verstehen.

    Die Islamisierungskritik urteilt nicht über Menschen an sich, im Gegenteil, alle Muslime sollten von der Verblendung durch ihre Religion befreit werden, schließlich sind die größten Leidtragenden der derzeit stattfindenden Vergewaltigung des Islam immer noch die Muslime selbst. Da sie sich aber nicht zur Wehr gegen diejenigen setzen, die den Islam in den Dreck ziehen, sondern diese, wenn sie sie nicht aktiv schützen, so doch billigen, müssen auch die sogenannten moderaten Muslime für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden können. Wenn man alles im Namen der Religionsfreiheit durchgehen lässt, was normalerweise Strafen nach sich ziehen würde (erwähnt sei der Justizfall von Frankfurt, der einem Moslem gestattete, seine Frau zu schlagen), braucht man sich über vehemente Forderungen der betreffenden Religion, ihre Wertesysteme noch weiter anzuerkennen, nicht wundern. Eine derartige Entwicklung, vermeintlich gottbegründete islamische Werte gewähren zu lassen, untergräbt die menschengemachten europäischen Werte immens. Den meisten Muslimen muss ich zugute halten, dass ich sie lediglich für Mitläufer halte, die sich über die wahren Absichten ihrer immer radikaler werdenden Glaubensbrüder nicht im Klaren sind, aber Unwissenheit darf nicht vor Strafe schützen. Wer den Islam propagiert, gefährdet die Gesellschaft, da der Islam nach anderen Werten urteilt als es die europäischen Gesellschaften derzeit tun. Nicht die Muslime, sondern der Islam ist das Problem!

    Du glaubst nicht, dass Islamkritik nicht erwünscht ist? Dann stell Dich doch bitte mal in die Fußgängerzone einer europäischen Großstadt und zitiere Diderot mit oben genanntem Ausspruch “Der Islam ist der Feind der Vernunft!”, es reicht schon, wenn Du Dich gut sichtbar mit einem großen Transparent an einen zentralen Platz stellst. Bitte gib mir anschließend Bescheid, wie lange Du es geschafft hast, ohne von Polizei oder aufgebrachten Muslimen zurechtgewiesen zu werden!

    @ Julez:

    Auch Dir vielen Dank für Deine sachliche Antwort!
    Zu Deiner Einschätzung der islamischen Bedrohung kann ich nur sagen, dass man nicht abwarten sollte, bis aus ersten Anzeichen eine ausgewachsene Bedrohung entstanden ist, sondern gut daran tut, Bedrohungen bereits im Entstehungsprozess entgegenzuwirken. Die Idee, Europa für den Islam zu vereinnahmen, kam in Arabien bereits im siebten Jahrhundert (christlicher Zeitrechnung) auf. Nachdem die Muslime von der iberischen Halbinsel wieder zurückgeworfen wurden (was einige, darunter Osama bin Laden und Muhammar Gaddafi, wie auch die Universität Kairo bis heute bedauern), nahm man, spätestens nach der misslungenen osmanischen Invasion, von weiterem militärischem Vorgehen Abstand und versuchte, Europa über die Demographie dem Islam zu unterwerfen. Man muss den Islam kennen, um zu wissen, was der Islam will: ihm geht es nicht um prosperierende Wirtschaft, nicht um Wohlstand, geschweige denn um das Wohl seiner Anhänger, sondern schlicht um die Verbreitung des Islam. Das bereits im Koran festgeschriebene Ziel ist, alle Menschen zu Muslimen zu machen. Dass der Islam nicht allen Menschen Frieden bringt, dass es innerhalb der islamischen Gemeinschaft Zerwürfnisse gibt, ist eine schwere Last für den Islam, hält ihn aber nicht davon ab, seine Lehren zu verbreiten. Der Islam darf erst Ruhe geben, wenn alle Welt islamisiert ist, so steht es im Koran.

    Dem gilt es Einhalt zu gebieten, weil der Islam Zweifel an sich nicht zulässt, ich aber die Möglichkeit, an allem und jedem Kritik zu üben, sehr hoch halte. Der Westen hat sich geistig erst vom Rest der Welt abgehoben, als die Aufklärung stattfand. Das kommt meines Erachtens nicht von Ungefähr: im Christentum wurde Toleranz gepredigt, anders denkende wurden zunehmend weniger verfolgt (ein Ansatz, von dem bis heute im Islam nichts zu spüren ist), so konnten denn auch neue Ideen entstehen. Moslems sehen sich weniger als Gläubige ihrer Religion als als handfeste Zeugen der Wahrheit des Islam, Mohammeds und Allahs. Anders als im Christentum wird im Islam ein starker Konsens verlangt, Abweichlern ergeht es schlecht. Zum Glück ist das Christentum reformiert und relativiert worden, sogar der Papst hat die Verurteilung Galilei zum Ketzer zurückgenommen. Im Christentum sind Fundamentalisten die Ausnahme, im Islam die Regel. Es gibt keine Fatwa (islamisches Rechtsurteil), die Selbstmordattentate verbietet.

    Ich hätte kein Problem mit einen aufgeklärten Islam, aber ich habe die Hoffnung, dass er jemals aufgeklärt werden kann, aufgegeben. Ich lasse mich trotzdem gern eines besseren Belehren, sehe aber leider, was ein friedliches und freundliches Zusammenleben der Muslime mit dem Rest der Welt angeht, schwarz. Der Islam entfernt sich immer weiter vom Westen, und es ist nicht der Westen, der nicht die Hand zum Frieden reicht…

  38. maloXP sagte am 7. October 2007 um 03:29 Uhr:

    Kafir, als allererstes – gib bitte eine gültige E-Mail an.

    Gut, dass ich kein Christ bin. Sonst müsste ich ja, nach deiner Logik nach jeder Wahlkampfrede der Republikaner in Texas, nach jedem wirren Mormonengottesdienst und wegen jeder Frauenunterdrückung bei den Amish People im Zickzack hüpfen. Deine IP weist darauf hin, dass Du aus Bayern kommst. Stell dich doch mal auf einen beliebigen bayerischen Marktplatz mit einem Transparent auf dem steht “Das päpstliche Kondomverbot hat Millionen von AIDS-Toten auf dem Gewissen”. Was wird da wohl passieren? Toleranz ist ein schönes Konzept und wenn es Jesus von Nazareth gegeben haben sollte, hat er die vielleicht auch verbreitet, nur ist das Konzept dann 1500 Jahre in der Schublade verschwunden. Kein Grund also, das eine besser zu finden als das andere. Ich kenne z.B. auch keine päpstliche Bulle, die Selbstmordattentate verbietet. Warum auch? Wenn ich als hoher religiöser Würdenträger jeden Scheiß verbieten oder absegnen müsste, den irgendein wirrer Sektierer im Namen meines Glaubens veranstaltet, dann hätte ich nix anderes mehr zu tun. Ich weiß, dass ihr gerne abstruse Fatwas ausbuddelt – die islamophoben haben da ja richtige Spezialabteilungen für. Nur ist die Auswahl immer äußerst selektiv – so etwas wie hier findet man beim von radikalen Christen betriebenen “Islaminstitut” vermutlich nicht.

    Religion ist halbwegs ungefährlicher Unsinn, qua Religion ausgeübte Herrschaft hingegen schlimm. Die Kreuzzüge und Kolonialisierungsgeschichte im Namen des katholischen Glaubens sprechen ja ebenfalls Bände (obwohl da ja auch gerade umzudeuten versucht wird). Nur betrifft das eben alle Religionen und dein kulturalistischer Mumpitz ist genauso unfassbar arrogant wie typisch für die Meinung in euren Kreisen.

    Im Prinzip ist alles, was Du schreibst rassistische Projektion, vielleicht in nette Formulierungen gekleidet. Woher nimmst Du bitte die stoische Gewissheit, dass die Mehrzahl der Muslime Fundamentalisten sind? Und dass sie Europa erobern wollen? Weil’s deine PI-Kumpel erzählen? Weil’s im Koran steht? Ich bitte dich, check doch mal das Brick Testament nach blutrünstigen Bibelstellen. Wenn da irgendwelche islamischen Fundamentalisten westliche Gesinnungskritik üben wollten, würden sie ganz sicher auch genug finden. Konvertieren wollten mich bisher hier in Berlin (kenne Neukölln und X-Berg gut) auch nur evangelikale Christen, Hare Krishnas und Scientologen. Ich bin noch nie bei einem Besuch so gastfreundlich empfangen worden wie einst bei einer türkischen Familie im Wedding.

    Bitte erzähl mir auch nix von Demographie, ich studiere Soziologie und bin da nicht ganz so blauäugig wie gewisse andere (klingt elitär, ist aber nicht so gemeint, ich lass mir da nur ungern etwas von Fachfremden erklären).

    Die islamischen Länder sind weder unreformierbar noch sakulären Tendenzen gegenüber verschlossen. Nur ist es doch nachvollziehbar, dass sich die Bewohner eines Landes, das wahlweise von Nato-Bomben, US-Kampfjets oder israelischen Streubomben (Was davon, meinst du, empfindet der gemeine Musel wohl am ehesten als Handreichen?) gepeinigt wird, in der Tendenz eher nicht religionskritischen Diskursen hingibt, sondern den einfachen Weg des gefestigten, religiösen Weltbilds wählt.

    Der einzige Grund, warum ich deinen Kommentar stehen lasse, ist, dass ich ihn selbstentlarvend finde. Eigentlich finde ich es aber auch nervig, dass die Diskussion jetzt in diese Richtung geht. Ich kenne das, es führt eh nie zu was.

  39. Sanne sagte am 7. October 2007 um 03:45 Uhr:

    Ich wollt noch anmerken, Kafir, das vermeintliche Diderot-Zitat ist bloß angedichtet, das hat der Gute so nie gesagt. Wenn du das nächste Mal also hochtrabend zitierst, mag es hilfreich sein, wenn du zuvor nachprüfst was du wem in den Mund legst.

  40. Craplog & die braune Pest « Der alltgliche Wahnsinn sagte am 7. October 2007 um 04:26 Uhr:

    […] Craplog & die braune Pest Ich lach mich tot. […]

  41. Kafir sagte am 7. October 2007 um 04:31 Uhr:

    @ .markus:

    Du siehst sehr richtig, dass in Arabien Kultur und Wissenschaften zu Zeiten des europäischen Mittelalters auf einem sehr hohen Stand waren, sogar die Lehren des Islam wurden kritisch nach wissenschaftlicher Methode geprüft. Während Europa ebenfalls die streng ausgelegte Religion überkam, ist die islamische Welt wieder in sie zurückgefallen, Kritik am Islam ist in der islamischen Hemisphäre nur unter Gefährdung des eigenen Lebens möglich, das ist keine Hetze, sondern trauriger Fakt.

    Natürlich ist die Mehrheit der Muslime selbst nicht radikal, aber eben anfällig für radikalislamisches Gedankengut. Die, wie Du sie nennst, große schweigende Mehrheit toleriert die Vergewaltigung ihrer Religion, weil es Muslimen verboten ist, sich gegen ihre Glaubensbrüder zu wenden. Wenn sie sich trotzdem gegen Muslime wenden geschieht das unter der Voraussetzung, dass der jeweils anderen Partei abgesprochen wird, richtige Muslime zu sein, und zwar so systematisch, dass es dafür sogar einen Fachbegriff gibt: Takfir. Nach innen ist der Islam keineswegs eine homogene Masse, aber nach außen tritt er so auf. Ein Moslem ist im Zweifelsfall immer für einen Moslem, der Glaube wird gegen die Ungläubigen verteidigt, der Islam ist das höchste Gut. So handeln die Extremisten unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und werden dabei von der islamischen Glaubensgemeinschaft noch geschützt, obwohl die Mehrheit der Muslime unter den Extremisten leiden, da diese den Islam in ein äußerst schlechtes Licht rücken. Verrückt, aber leider wahr.

    Daher gibt es leider tatsächlich eine Islamisierung, die wenigsten betreiben sie aktiv, aber kein Moslem stellt sich dagegen, die Moslems sind in diesem Fall ähnlich den Deutschen, die den Faschismus mitgetragen haben. Wer kritisiert, wird gemobbt. Den Islamokritikern geht es nicht um Fremdenfeindlichkeit oder darum, die Wahrnehmung zu verzerren, im Gegenteil, wir wollen auf die Missstände aufmerksam machen, da wir unsere westlichen Werte durch den Islam gefährdet sehen. Falls Du eine solche Ansicht für weltfremd und übertrieben hältst sei Dir das Frankfurter Schariaurteil bewusst gemacht. Das ist in diesem Ausmaß bisher zum Glück ein Einzelfall geblieben, in anderen Bereichen laufen jedoch ähnliche Vorgänge ab, wenn auch meistens, so doch eben auch nicht immer ganz subtil. Muslimische Männer dürfen, sofern sie im Ausland geheiratet haben, ihren Harem nach Deutschland bringen und können alle Frauen ihres Harems als Ehepartnerinnen auf ihre Sozialversicherung eintragen lassen, obwohl Polygamie in Deutschland an sich untersagt ist. Musliminnen dürfen sich auf Passbildern verschleiern, was normalerweise strikt verboten ist. Zwangsheirat und Ehrenmorde werden immer noch unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit relativiert.

    Hierbei handelt es sich um eine unterschwellige Unterwanderung des deutschen Rechts. Kritik daran wird von Muslimen mit Anschuldigungen der Fremdenfeindlichkeit, des Rassismus und der Beschränkung der Religionsfreiheit quittiert. Die Ausübung der Scharia hat nichts mit Religionsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes zu tun! Da Islam und Scharia untrennbar miteinander verbunden sind ließe sich der Schluss zu, dass demnach auch der Islam keine Religion im Sinne des Grundgesetzes ist, aber das ist vielleicht zu weit gegriffen. Solange sich der Islam gesetzeskonform verhält ist nichts gegen ihn einzuwenden, nur tut er das eben nicht, vielmehr versucht er, die europäischen Gesetze nach seinen Wertvorstellungen abzuändern. Und daran muss nicht nur Kritik erlaubt sein, dagegen muss vorgegangen werden!

    Zum Frankfurter Schariaurteil: blog.zeit.de/joergla...ria-in-frankfurt_385

    Zu Zwangsheirat und Ehrenmord: 3sat.de/bookmark/sen...ung/79532/index.html

  42. Julez sagte am 7. October 2007 um 05:07 Uhr:

    Hu!
    Ich hab mich jetzt tatsächlich hingesetzt und erstmal kurz recherchiert. Da kommt einiges zusammen.
    Zunächst einmal ist mir eingefallen, dass ich im TV des öfteren schon islamische Geistliche verschiedener Richtungen von metaphorischen Auslegungen reden gehört habe. Klar sind das nicht alle und es besteht religionsintern eine große Uneinigkeit, aber dass der Wille oder die Ansätze zu einer aufgeklärten Haltung nicht da sind, kann ich so nicht sehen. Hier möchte ich die “St. Petersburger Declaration” vom März dieses Jahres ins Feld führen (*recherchier*), die unter anderem Laizismus, die Abschaffung der Scharia, Gleichberechtigung und die Einhaltung der Menschenrechte fordert. Das ist doch auf jeden Fall schon mal ein Schritt, oder nicht? (Außerdem hat ein islamischer Gelehrter namens Al-Ghazali schon im 12. Jahrhundert eine metaphorische Auslegung des Dschihads versucht, die sich aber kaum durchgestezt hat.)
    Dass eine zweitausend Jahre alte apodiktische Lehre der Aufklärung bedarf, steht außer Frage, aber ich sehe den Mangel derselben weniger in der Religion an sich begründet als in den ökonimischen, politischen und sozio-kulturellen Entwicklungen der betreffenden Länder. Wenn man schlicht die (Wirtschafts-)Geschichte eines Landes wie, sagen wir mal, Tunesien genau so auf, sagen wir mal, Deutschland überträgt – zweifelt da noch jemand daran, dass hier so manche “Aufklärung” ebenfalls auf der Strecke geblieben wäre? Man könnte sagen, Aufklärung denen, die sie sich leisten können, so ähnlich wie: “Moral ist ein Luxus, den sich nur leisten kann, wer reich genug ist” (in welchem Buch kommt das nochmal vor?!??). Ich bin der Meinung, man sollte auf jeden Fall den unterschiedlichen Voraussetzungen (und Möglichkeiten) der betreffenden Staaten Rechnung tragen, wenn man schon über die Unteschiede der Religionen / Kulturen debattiert. Um nochmal kurz auf Atatürk einzugehen: Das war durchaus kein Mensch mit sauberer Weste, der die Verwestlichung hippieartig mit zusammen Liebe und Frieden propagiert hat, sondern jemand, der sich im Namen der Befreiung der Türkei für Gefängnis- und Todesstrafen auf Zuwiederhandlungen, die Verfolgung von Rebellen, Pressezensur, Schauprozesse und dergleichen diktatorische Methoden mehr nicht zu fein war. Der richtige Weg ist das doch wohl auch nicht, und wenn du wie du sagst die Erlaubnis zur Kritik generell wertschätzt, hättest du dich unter seiner Herrschaft trotz aller Säkularisierung nicht besonders wohl gefühlt.
    Weiterhin hast du mehrmals herausgestrichen, dass der Islam nicht auf eine spezielle Volksgruppe zu beschränken ist, differenzierst aber sprachlich zwischen “europäischen Gesellschaften” und “dem Islam”. In einigen europäischen Gesellschaften ist oder war der Islam als Minderheit integriert, ich hab das jetzt nicht nochmal nachrecherchiert, bin mir aber ziemlich sicher, Griechenland und Balkan mindestens. Das nur mal kurz nebenbei.
    -Du hast Recht, Missionierung scheint ein wesentliches Element im Islam zu sein. Sie jedoch als alleinigen Zweck dieser Religion darzustellen, halte ich für verblendet. Die meisten Menschen, darunter auch die, die mir in der Nachbarschaft, im Freundeskreis und noch aus meiner Schulzeit bekannt sind, haben meiner Erfahrung nach genausowenig Interesse daran, in einen (Glaubens-)Krieg zu ziehen wie du und ich. Einfach nur, weil sie sich von der Religion nicht viel mehr als seelischen Halt, Hilfe und Hoffnung versprechen, eben das, weswegen Religionen entstehen. Gerade die hier lebenden und aufwachsenden Muslime können sich doch unmöglich alle einer – allein durch den westlichen Lebenswandel bedingten – schleichenden Säkularisierung entziehen. Außerdem ist der Glaube an Allah, die Heiligen Schriften (auch die Thora und die Evangelien!), die Propheten nicht entstanden, damit man ihn anderen aufzwingen kann, sondern meiner Ansicht nach genau aus denselben Gründen, aus denen Religionen entstehen: um Halt und Trost zu spenden. Und natürlich eine kollektive dentität zu festigen.
    Man kann vielleicht sagen, dass es insbesondere jetzt mehr radikale und radikalisierende Muslime gibt als in anderen Religionen, aber sie als die Regel anzusehen finde ich überspitzt. Dann müssten sich ja, sagen wir, 1 Milliarde von den 1,3 Milliarden insgesamt, mit nichts anderem beschäftigen als Ungläubige abzuschlachten, gemäß der radikalen Sure, die eben dazu aufruft (mir ist die Zahl entfallen).
    Eine “Untergrabung” des westlichen Wertesystems kann doch zudem nur statt finden, wenn die hiesige Mehrheit mitzieht, oder? Könnte schon sein, dass Herr Paulsen auf einmal auch Lust hat, gesetzlich geschützt seine Frau zu versprügeln, aber worauf könnte er sich bei diesem Gesuch berufen? Gut, er könnte natürlich extra dafür zum Islam übertreten, aber wären ihm die fünf Gebete täglich samt ritueller Waschung das wirklich wert, wenn er seine Frau doch auch einfach so, heimlich schlagen kann?
    Um auf das Pappschild mit dem Zitat einzugehen: Ich finde, man würde zurecht von der Polizei belangt werden, wenn man so etwas täte, weil das unter den gegebenen politischen und sozialen Umständen eine bewusste Provokation und eine unverantwortliche Schürung von Ressentiments wäre. Genauso, wie wenn ein Muslim sich mit einem analogen Zitat eines morgenländischen Philosophen in die Fußgängerzone von München stellen würde: “Das Christentum ist eine gut verkleidete Barbarei”, z.B.
    Überhaupt: Dass irgendein Philosoph / Kulturschaffender irgendwann etwas gesagt haben soll, kann zwar eine persönlcihe Meinung unterstreichen/ verdeutlichen, ist aber für mich als eigenständiges Argument nicht tragbar und fällt unter die Kategorie “Name-dropping”. (Man könnte auch auf Karl Marx zu sprechen kommen: “Religion ist Opium fürs Volk”, und auf dieser Basis das Verbot jeglichen religiösen Treibens fordern.)
    Jede Religion verbietet auf ihre Weise den Zweifel an sich, sonst wäre es keine Religion, sondern eine Philosophie. Die Unfehlbarkeit des Papstes gilt offiziell immer noch (oder galt zumindest bis ins 20. Jahrhundert), und dass er Galileo Galilei im Jahre 1992 (!) rehabilitiert hat, sehe ich eher als ein unwillkürliches Beugen unter das Joch der Epoche, um vor seinen Anhängern nicht völlig lächerlich dazustehen, als als einen wohlmeinenden Akt der Vernunft; sonst hätte sie nämlich viel früher stattfinden müssen. Andere fällige Entschuldigungen und Einsichtsbezeugungen haben auch ziemlich lange auf sich warten lassen, wie wir wissen.
    Des weiterern könnte man dem verblichenen Papst Johannes ein paar subtilere Verbrechen als eine Aufrufung zum Gotteskrieg vorwerfen, z.B. eine aus religiöser Veblendung und Sturheit resultierende Mitverantwortung an dem Elend im katholischen Südamerika, indem er in einem überbevölkerten, unteralphabetisierten, völlig verarmten Land mit Slums in der Größe von Bundesländern seinen Stand als absolute Instanz souverän ausnutzte: “Seid fruchtbar und mehret euch”; jahrelange Arbeit von Hilfs- und Aufklärungsorganisationen wurde zunichte gemacht, indem er die Bevölkerung vor Verhütungsmitteln warnte und zu fröhlichem Kopulieren zwecks Vermehrung aufforderte. Natürlich vergleiche ich die beiden Tätigkeiten nicht, ich möchte nur herausstreichen, dass die Christliche Kirche auch heute noch nicht das wolleweiße Lämmchen ist, als das sie (auch in deiner Argumentation) oft erscheint.
    Von einem Rückgang der Verfolgung Andersdenkender innerhalb des Christentums kann man zumindest im USA von heute nicht sprechen. Im Gegenteil, religiöser Fundamentalismus und die Ächtung von Kritikern nimmt so heftig zu wie seit langem nicht mehr. Nebenbei fällt mir ein, ich habe kürzlich die Biografie von Marilyn Manson gelesen, was man dort nebenbei über das christliche Amerika erfährt, lässt einem die Haare zu Berge stehen (mehr als es M. Manson selbst je könnte), und allein wenn man sich alle Presse- und Medienreaktionen auf Menschen / Künstler von Elvis über Ozzy Osborne zu M. Manson antut, kann man auch nicht wirklich an diesen Rückschritt und die Aufgeklärtheit der christlichen Gemeinde glauben.
    In jedem Fall glaube ich nicht, dass Panikmache und eine Zementierung der Angst vor dem “Anderen”, “dem Islam” zu einer Lösung des Problems beiträgt.

  43. Julez sagte am 7. October 2007 um 05:11 Uhr:

    Sorry, soooo lang!
    Die beiden Beiträge davor haben sich mit meinem überschnitten. Sehe sie jetzt erst. Sorry.

  44. Kafir sagte am 7. October 2007 um 05:46 Uhr:

    @ maloXPtt:

    Es würde überhaupt keine Schwierigkeiten bereiten, sich auf einen bayerischen Marktplatz zu stellen und von Dir genanntes Transparent hochzuhalten. Dass im Namen der Christenheit etliche Verbrechen begangen wurden bestreite ich überhaupt nicht, nur hat die Bevölkerung – zumindest in Europa – das Christentum hinter sich gelassen und hängt aufklärerischen Gedanken an. Obwohl es sehr wohl Unterschiede in Religionen gibt – so ist der Buddhismus sehr tolerant, der Jainismus noch toleranter, das Christentum eher tolerant und der Islam sehr wenig tolerant – bewerte auch ich Religionen grundsätzlich ähnlich, in fast allen Fällen bieten sie einen Ersatz zur Realität. Dass es keine päpstliches Urteil zu Selbstmordattentaten gibt mag daran liegen, dass das Christentum außer auf Sri Lanka kein Problem mit der Praxis der Selbstmordattentate hat, im Islam ist das Problem der Selbstmordattentate jedoch weitgreifend. Zudem rechtfertigen selbst die Sri Lanker ihre Attentate nicht religiös, sondern politisch. Mit keinem Wort habe ich die christliche über die islamische Religion gestellt, mir ist nur das aufgeklärte Christentum sehr viel liebr als der unaufgeklärte Islam, Du dichtest mir hier Positionen an, die ich nie vertreten habe! Das Argument, dass meine Kritik am Islam nur verkappter Rassismus sei, lässt Deine Urteilsfähigkeit in nicht allzu gutem Licht erscheinen, vielmehr vermutest Du in mir anscheinend einen verkappten Rechtsextremist – wenn das Dein Eindruck ist tust Du mir ehrlich gesagt leid, denn es trifft die Wahrheit nicht auch nur ansatzweise.

    Und weiter geht es mit der Richtigstellung von Dir getätigter unreflektierter Vorverurteilung: die stoische Gewissheit, dass die Mehrzahl der Muslime Fundamentalisten sind, nehme ich daher, dass es keinen Moslem gibt, der bereit ist, an den Lehren Mohammeds Zweifel, geschweige denn Kritik zuzulassen; Moslems halten den Koran tatsächlich für Gottes wahrhaftiges Wort, Christen sind gegenüber Kritik an der Bibel sehr viel gelassener, finde mal einen Christ, der die Bibel wörtlich nimmt! Das tut selbst der Papst nicht! Das Christentum ist dem Islam nicht deshalb vorzuziehen, weil es per se die bessere Religion wäre, sondern weil die Christen im Gegensatz zu den Moslems die Aufklärung durchgemacht haben!

    Du als studierender Soziologe wirst doch wohl nicht die Tatsache abstreiten, dass der prozentuale Anteil der Muslime in Deutschland seit ihrer Einladung als Gastarbeiter beständig steigt??? Ich belehre Dich ungern in Deinem Fachgebiet, aber gegen Tatsachen sind Deine Überzeugungen nunmal ein schwaches Argument.

    Die islamischen Länder sind nicht unreformierbar? Na dann reformier sie doch, wenns so einfach ist! Sie sind säkularen Tendenzen gegenüber nicht verschlossen? Na dann klär sie doch auf! Etabliere säkulare Staatswesen in der islamischen Welt! Ich flehe Dich an, tu es! Geh in ein beliebiges islamisches Land und erzähl den Machthabern, dass die Beachtung der Lehren Mohammeds in Relation zur Errichtung eines prosperierenden Staates doch zu vernachlässigen sei! Wie hältst Du die Säkularisierung islamischer für realisierbar? Das würde mich ernsthaft interessieren! Ich halte Deine Behauptungen für lächerlich und aus der Luft gegriffen und von einem sehr gutgläubigen Standpunkt aus angestellt, aber ich lasse mich sehr gern eines Besseren belehren!

    Nato-Bomben, US-Kampfjets und israelische Streubomben. Das Handreichen findet eher in den von Nichtmuslimen verwalteten Gebieten statt, sprich Europa und Nordamerika. Muslime können dort ein gutes Leben führen, niemand feindet sie wegen ihres Glaubens an. Da geht es Christen und anderen Minderheiten in islamischen Ländern erheblich schlechter. Aber an deren feindlicher Gesinnung anderen Religionen gegenüber kann ja nur der Westen mit seinen missverstandenen Hilfsprogrammen und der bösen Globalisierung schuld sein. Die muslimische Feindseligkeit gegenüber Andersgläubigen ist im Koran festgeschrieben, und überall auf der Welt scheinen gläubige Muslime diesen Lehren zu entsprechen. In islamischen Ländern ist Andersgläubigen nur der Dhimmistatus möglich, Gleichberechtigung und Toleranz finden nicht statt. Da ist der Westen im Vergleich natürlich schon böse und muss sich nicht wundern wenn ihn alle Muslime hassen. Wenn dieses Argument gültig wäre, müsste auch der Rückschluss gültig sein, nämlich dass sich Muslime aufgrund ihres Verhaltens gegenüber dem Westen nicht zu wundern bräuchten, dass der Westen sie hasst. Daran siehst Du vielleicht, wie einseitig diese Aussage ist.

    Aber Du hast recht, es nützt wohl nichts, wenn ich mit Dir über solche Angelegenheiten diskutiere. Du scheinst in Deinen Ansichten schon zu festgefahren. Darum diskutiere ich, so Du gestatten solltest, mit den anderen weiter.

    @ Sanne:

    Wenn Dir aus unerfindlichen Gründen mein Diderot-Zitat nicht gefällt kann ich Dich vielleicht mit anderen Zitaten beglücken:

    Jesus ließ sich ermorden; Mohammed ließ morden. – Blaise Pascal

    “Mohammed war außer Religionsstifter zugleich Krieger und Eroberer, daher ward ihm mit der geistlichen auch die weltliche Herrschaft.” – Friedrich Schlegel

    “Man betrachte z.B. den Koran: Dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfnis zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Übersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen wertvollen Gedanken darin entdecken können.” – Arthur Schopenhauer

    “Sein (Mohammeds) Koran, dies sonderbare Gemisch von Dichtkunst, Beredsamkeit, Unwissenheit, Klugheit und Anmaßung, ist ein Spiegel seiner Seele, der seine Gaben und Mängel, seine Neigungen und Fehler, den Selbstbetrug und die Notbehelfe, mit denen er sich und andere täuschte, klarer als irgendein anderer Koran (Rezitation) eines Propheten zeigt”. – Johann Gottfried Herder

  45. Julez sagte am 7. October 2007 um 06:00 Uhr:

    Cool, MaloXP. Macht meinen Kommentar recht überflüssig, kannst ihn löschen / editieren.

  46. Kafir sagte am 7. October 2007 um 06:02 Uhr:

    @ Sanne:

    Wenn Dir meine islamkritischen Ausführungen nicht gefallen und Du den Islam als die nette harmlose Religion von nebenan siehst, rate ich Dir, nichts unhinterfragt zu lassen, denn:

    “Die Überzeugung ist ein schlimmerer Feind der Wahrheit als die Lüge.” -Friedrich Nietzsche

  47. maloXP sagte am 7. October 2007 um 10:06 Uhr:

    im Islam ist das Problem der Selbstmordattentate jedoch weitgreifend.

    Die ganze Zeit: “im Islam”, “der” Westen, wunderschön. Im Männertum ist das Problem der Vergewaltigungen weitgreifend!

    finde mal einen Christ, der die Bibel wörtlich nimmt!

    Da gibt’s mehr als genug. Gerade in letzter Zeit kriechen die aus allen Löchern. Wobei man da auch differenzieren muss: In der Bibel wie im Koran gibt es sich widersprechende Stellen, es zählt die jeweilige Auslegung. Und die können ganz schön variieren.

    Das Argument, dass meine Kritik am Islam nur verkappter Rassismus sei

    Das hast Du gesagt. Aber wenn ich’s mir recht überlege…

    Ich hab den Überblick über die Diskussion verloren, aber Du behauptest, dass Kritik am Islam nicht möglich sei. Was soll der Unfug, dieses Opfer-gerieren? Die Broder-Schiene nervt mich, nach der man nur immer weiter provozieren muss, dann kommt schon irgendwann eine Reaktion, die man als “Typisch: Islam mal wieder beleidigt” einstufen kann. Sebastian hat da mal was Lustiges geschrieben: Hurra, wir halluzinieren. Auch die Proteste bei Papstreden und Ritterschlagsnominierungen von Salman Rushdie sind von westlichen Medien dermaßen aufgebläht worden.

    Die islamischen Länder sind nicht unreformierbar? Na dann reformier sie doch, wenns so einfach ist!

    Deine Polemik wirkt etwas hilflos. Es wäre tatsächlich gar nicht so schwer, wenn die westlichen Regierungen ab und zu die hehren moralischen Ansprüche an sich selbst (Sind das “Werte”?) auch mal in die Tat umgesetzt hätte und auf Kollaborationen mit Islamisten verzichtet. Nimm mal den Iran. Da trifft ein islamisches, aber trotzdem – kiek an – aufgeklärtes und überwiegend pro-westliches Volk auf ein abgedrehtes Mullah-Regime. Und wer war für das Pack der “Steigbügelhalter”, na?

    Vielleicht sollte man die Saudis einfach mal in ihrem Öl ersaufen lassen, im Irak nicht eine Seite als die Gute (und mit Waffen zu beliefernde) und die andere als die Böse hinstellen. Vielleicht könnte man aufhören, UN-Resolutionen gegen die Menschenrechtsverletzungen in Nahost zu blockieren und gleichzeitig über die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit der UNO zu jammern. Vielleicht hätte man zwei Minuten länger überlegen sollen, ob man mit dem Libanon nicht auch die liberalste Gesellschaft im arabischen Raum bombardiert und (meine Meinung!) die Leute von dort geradezu in die Arme von islamistischen Spinnern treibt?

    Was ich sagen will: An dem ja von dir vielfach konstatierten Modernisierungsdefizit ist der Westen in der Tat nicht ganz unschuldig.

    (…) Europa und Nordamerika. Muslime können dort ein gutes Leben führen, niemand feindet sie wegen ihres Glaubens an.

    Nein? Das halte wiederum ich für etwas gutgläubig. Vielleicht solltest Du obigen Artikel nochmal lesen oder dich mit einem X-beliebigen Türken von der Straße unterhalten, ob er sich hier anerkannt fühlt.

    dass es keinen Moslem gibt, der bereit ist, an den Lehren Mohammeds Zweifel, geschweige denn Kritik zuzulassen

    Unsinn! Sämtlichen Muslime die ich kenne, dafür lege ich meine Hand ins Feuer, ist es schnurzpiepegal, was ich über ihren Propheten denke. Aber ich bin auch ein moderater Ungläubiger, ich zeichen keine Bilder von mit Ziegen korpulierenden “Musels” oder Bombenturbanmohammeds, um einen hard-on auf meine ach so geil verteidigte Meinungsfreiheit zu kriegen.

    Du als studierender Soziologe wirst doch wohl nicht die Tatsache abstreiten, dass der prozentuale Anteil der Muslime in Deutschland seit ihrer Einladung als Gastarbeiter beständig steigt??? Ich belehre Dich ungern in Deinem Fachgebiet, aber gegen Tatsachen sind Deine Überzeugungen nunmal ein schwaches Argument.

    Ich finde eine Aussage “Das sind eben Tatsachen”, hier ja auch noch einhergehend mit kompletter Weglassung von Nachweisen derselben, immer schwierig. Da läuten bei mir die Alarmglocken. Der Anteil von Muslimen steigt in der Tat leicht, was allerdings eher mit der sinkenden Gesamtbevölkerung zusammenhängt als mit türkisch-arabischen Kolonialisierungsgelüsten. Und wenn er steigt – na und? Die Wirklichkeit von islamischem Leben in Deutschland und dessen verheerendem Bild, das überwiegend in den Medien gezeichnet wird, differieren stark. Ich finde es immer wieder lustig zu lesen, wie furchtbar Neukölln und Kreuzberg sein sollen. Pustekuchen! Laut und quirlig ist es da, im Sommer riecht es nach exotisch Gekochtem, die Jugend protzt mit mobilem Telefon und Testosteron. Das kann man, muss man nicht alles mögen. Wenn der gemeine Verschwörungstheoretiker damit aber nicht klarkommt, dann soll er zurück in sein Wohlstandsghetto, wo es sicher auch nicht überall Gartenzwerge gibt. Die Kriminalität in “Problemkiezen” ist erhöht, klar, aber das immer wieder kolportierte Schreckensszenario von Polizisten, die sich nicht mehr in bestimmte Straßen trauen, ist Schwachsinn.

    Falls Du eine solche Ansicht für weltfremd und übertrieben hältst sei Dir das Frankfurter Schariaurteil bewusst gemacht. Das ist in diesem Ausmaß bisher zum Glück ein Einzelfall geblieben, in anderen Bereichen laufen jedoch ähnliche Vorgänge ab, wenn auch meistens, so doch eben auch nicht immer ganz subtil.

    Eieiei, netter Spin. Spektakulärer Einzelfall, gleichzeitig aber Symptom für eine Entwicklung größeren Maßstabs. Wer findet den Widerspruch?

    Muslimische Männer dürfen, sofern sie im Ausland geheiratet haben, ihren Harem nach Deutschland bringen und können alle Frauen ihres Harems als Ehepartnerinnen auf ihre Sozialversicherung eintragen lassen, obwohl Polygamie in Deutschland an sich untersagt ist.

    Das ist in der Tat strange, aber ist der Rechtsspruch denn nicht mittlerweile aufgehoben worden? Wie dem auch sei… MEKKA DEUTSCHLAND!

    Musliminnen dürfen sich auf Passbildern verschleiern, was normalerweise strikt verboten ist.

    Verschleiern != Kopftuch tragen. Die Frau muss zudem “zweifelsfrei erkennbar” sein. So what?

    Zwangsheirat und Ehrenmorde werden immer noch unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit relativiert.

    Das wär’ mir neu. Wer relativiert denn sowas? Da hat aber einer seinen Broder gelesen. Wie viele Ehrenmorde gibt es eigentlich in Deutschland, gibt’s da Zahlen drüber?

    Im übrigen werde ich weitere Pöbeleien in – ja, letzten Endes doch – meinem Blog nicht dulden. Egal ob gegen einzelne oder gegen Gruppen.

  48. kp sagte am 7. October 2007 um 11:09 Uhr:

    @kafir

    Christen sind sich bewusst, dass man Überlieferungen wie die, dass der heilige Geist die heilige Maria befruchtet hätte, nur symbolisch zu verstehen hat.

    Ob das die bibeltreuen Christen genau so sehen wage ich zu bezweifeln

    Die Islamisierungskritik urteilt nicht über Menschen an sich, im Gegenteil, alle Muslime sollten von der Verblendung durch ihre Religion befreit werden,

    Um dann was genau zu tun?

    Bist Du also der Auffassung, dass die gruene-pest (und um die ging es hier ja) Teil einer Befreiungsbewegung ist? Schöne Befreiungsbewegung, wo ein “Goldfasan” sich Gedanken darüber macht:
    “Kann man den Musel mit Biotechnologie aufhalten?”

    Wenn man alles im Namen der Religionsfreiheit durchgehen lässt, was normalerweise Strafen nach sich ziehen würde (erwähnt sei der Justizfall von Frankfurt, der einem Moslem gestattete, seine Frau zu schlagen),

    Das ist keine Sache von Art. 4 Grundgesetz, sondern für das Strafgesetzbuch

    Der Islam darf erst Ruhe geben, wenn alle Welt islamisiert ist, so steht es im Koran.

    Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, so steht es in der Bibel.

    Zur Religionsfreiheit gehört nun einmal auch die Freiheit für die eigene Religion werben zu dürfen. Und jetzt komme mir bitte nicht mit Ideologie. Ideologie egal welche gehört im Prinzip auch zur Weltanschauungsfreiheit. So lange man mit seiner Ideologie keine strafrechtlich relevanten Handlungen ausübt, wird auch die geschützt.

    Wenn sie sich trotzdem gegen Muslime wenden geschieht das unter der Voraussetzung, dass der jeweils anderen Partei abgesprochen wird, richtige Muslime zu sein, und zwar so systematisch, dass es dafür sogar einen Fachbegriff gibt: Takfir.

    Aber da habt Ihr doch prima von gelernt. Wenn ein Muslim explizit nicht so sondern liberaler ist, betreibt er doch eurer Auffassung nach entweder taqiyya oder er ist kein echter Muslim.

    Nach innen ist der Islam keineswegs eine homogene Masse, aber nach außen tritt er so auf.

    Da ist mir doch tatsächlich was Sunniten, Schiiten, Aleviten usw. angeht irgendwie was entgangen.

    sei Dir das Frankfurter Schariaurteil bewusst gemacht.

    Bei gruene-pest, PI und Co. vergisst man bloß immer zu erwähnen, dass die entsprechende Richterin wegen Befangenheit abgezogen wurde und suggeriert damit, dass das Urteil gültig sei.

    Du hast das übrigens auch vergessen, weswegen ich das mal nachtrage.

  49. maloXP sagte am 7. October 2007 um 14:52 Uhr:

    Mir fällt gerade auf, dass mir dieses völlig Ins-OffTopic-Ausufern gehörig auf die Nerven geht. Mich ärgert es, dass wir kafir an dieser Stelle ein Forum für sein hirnverbranntes Gedankengebäude gegeben haben, dass er quasi nach Belieben die Diskussion lenken und uns in die Defensive bringen konnte. Dass das Beherrschen einer Diskussion mit selbstbewusstem Auftreten und klugem Ablenken von eigentlichen Fragestellungen eine probate rhetorische Methode in der Politik, aber auch bei der Scientology und rechtsextremen Organisationen darstellen, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Oder nehmt die Kreationisten – alleine, dass über den Schwachsinn geredet wird, den das Pack da glaubt, wird er auf ein Podest gehoben, das er überhaupt nicht verdient. Da heißt es dann “Schöpfungslehre vs. Biologie”, als ob irgendein klar denkender Mensch das “Ungleichgewicht” zwischen den beiden Ansätzen bezweifeln würde… Nun: dieser Kampf droht im Moment, genau wie der “Clash of Cultures” zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung zu werden.

    Wie ja der Autor schon sagte, man kann denen nicht mit Argumenten kommen, die schotten sich dagegen klug ab. Ihr kennt das: Krasse Einzelphänomene rauspicken und dann aufblähen auf die Gesamtheit. Apropos Einzelphänomen: Das Grüne-Pest-Beispiel im Artikel ist m.E. ein extremes, aber nicht atypisches Beispiel für die in der europäischen Rechten geäußerten “Islamkritik” und nicht – wie kafir eingangs suggerierte, bevor er abglitt – ein Sonderfall. Deswegen danke ich kp für das Schlusswort und schließe die Kommentare für diesen Artikel.

    P.S.: Sie haben’s immer noch nicht bemerkt.

    P.P.S.: Unser Coautor Sebastian bat mich, zu Recht, noch folgende Präzisierung zum Fall der Frankfurter “Scharia-Richterin” anzufügen:

    Ich wollte zu der Geschichte mit der “Koranrichterin” noch anmerken, dass es eine Lüge ist, dem Mann sei erlaubt worden, seine Frau zu schlagen, und es wäre auch dann eine Lüge, wenn die Richterin nicht abgezogen worden wäre. Bei dem Urteil ging es um einen Antrag auf vorzeitige Scheidung. Dessenungeachtet war es dem Mann zum Zeitpunkt des “Skandalurteils” längst verboten, sich der Frau auch nur zu nähern. Die gemeinsame Wohnung war gleichzeitig ihr zugesprochen worden.

  50. blog.argwohnheim » .die verschwrung der rentner sagte am 7. October 2007 um 17:06 Uhr:

    […] manche Bekloppten eine Islamisierung in Good Ol’ Germany verschwören – pardon – beschwören, gibt es […]

  51. del.icio.us Links - 07.10.2007 | http://cibis.de sagte am 7. October 2007 um 23:22 Uhr:

    […] Die braune Pest – Craplog.de Die Kommentare, die hier kürzlich zu einem alten Beitrag aufschlugen, welcher sich mit dem rassistischen Weblog Politically Incorrect befasst, waren eigentlich nichts ungewöhnliches. […]

  52. Toms Area-X Blog » Blog Archiv sagte am 8. October 2007 um 02:58 Uhr:

    […] den Neonazis. Möglicherweise bekomme ich auch einfach nur ein paar Splitter über .markus Blog vom Craplog ab. Hab keine Ahnung, ist mir auch egal (huch, schon wieder. Langsam wird diese Floskel […]

  53. Islamhetze statt Islamkritik « Der Lindwurm sagte am 8. October 2007 um 14:43 Uhr:

    […] der Islam-Hassplattform “Die grüne Pest” hat sich nun das Weblog “Craplog” auseinandergesetzt, und zwar in der notwendig scharfen und analyischen Weise. Obwohl der Lindwurm […]

  54. Es gibt nur einen Mann, der die Frechheit hat, mich mit Marmelade zu bombardieren: Link Starr! auf F!XMBR sagte am 8. October 2007 um 16:41 Uhr:

    […] Die braune Pest Fein, wie das Craplog die rechten Vollpfosten der Lächerlichkeit preisgibt… […]

  55. Der Autor sagte am 8. October 2007 um 19:25 Uhr:

    Jetzt haben sie’s gemerkt. Die getürkten Grafiken aus dem Text sind entfernt worden, wer sich’s nochmal anschauen will, kann das sicher noch für ein paar Stunden im Google-Cache tun. Admin “Ninja” hatte übrigens hier den Eingangspost komplett zitiert, woraufhin ein anderer Admin, mit interessanter Begründung, editierte:

    Geändert von der_Pfähler (Heute um 10:22 Uhr). Grund: deadlink

    Deadlink, har har…

    Wir verzeichnen mittlerweile ein paar Google-Referrer nach Suchbegriffen “gruene pest craplog” u.Ä. – Respekt für diese Pfiffigkeit.

  56. Gedns : onezblog sagte am 9. October 2007 um 09:10 Uhr:

    […] Die braune Pest […]

  57. Es ist Elternabend in einer Hauptschule in Stuttgart..... - Das deutschsprachige Portugal Forum - Porto, Lissabon, Algarve sagte am 9. October 2007 um 13:23 Uhr:

    […] AW: Es ist Elternabend in einer Hauptschule in Stuttgart….. Hallo Susanne, Du erinnerst mich vollkommen zu Recht an das Gebot, m

  58. Islamkritiker.com » Hello World… sagte am 16. October 2007 um 22:50 Uhr:

    […] Bismi-llahi-rahmani-rahim!Auch wenn hier einige Zeit nichts Neues zu lesen war -so sehr freut es mich zu sehen- das Andere genau beobachten, was unsere selbsternannten Feinde tun. Als erstes wäre da:Die braune Pest auf Craplog.de […]

  59. Karnevals-Spezial - SearchRequest sagte am 5. February 2008 um 10:19 Uhr:

    […] über linksfaschisten Der Begriff allein reicht doch eigentlich schon. Noch lustiger sind die Herrschaften, die solche Worte […]

  60. Chefredakteure, miese Wortspiele, Blogs, SEO-Spammer: Alles Arschlcher - Craplog.de sagte am 6. February 2008 um 02:20 Uhr:

    […] Erfahrung hat auch das Craplog machen dürfen, als es in der Kommentardiskussion im Artikel “Die braune Pest” plötzlich nicht mehr um die Volksverhetzungen eines anti-islamischen Forums ging, sondern um […]

  61. Blauugigkeit und Dialogversuche - Citronengras sagte am 24. February 2008 um 05:35 Uhr:

    […] Tat: Rassisten, deren Nebelkerze “Religionskritik”, nicht zuletzt über Weblogs und Foren in die Welt posaunt, schon lange nicht mehr wirklich zündet. Denn einfach zu synonym werden […]

  62. Rassismus - Citronengras sagte am 25. May 2008 um 22:47 Uhr:

    […] gerechtfertigt — Broder, Ulfkotte, Wilders, PI und deren Satelliten wie die wohlbekannte “Grüne Pest” in einen Topf und kritisiert das, was bei diesen Leuten auch kritisiert gehört: Eine sich […]

  63. Die Necla und ihr Thilo | Ratlosigkeit und Katzen sagte am 26. August 2010 um 08:04 Uhr:

    […] werden heiß geliebt von den Jungens und Mädels von der Grünen Pest und Politically Incorrect. Aber auch von Ralph Giordano und Hans Olaf Henkel. Weil der aufgeklärte […]