ching ching

-, 24. September 2008

bushido hat ja jetzt eine biografie draussen. mit 30. ich frage mich: wer kauft sowas? alles, was der ersgutejunge zu sagen hatte, hat er auf platte gebracht. in der zwischenzeit kommt er auf sieben langspieler und man merkt, dass sich alles sowieso wiederholt. irgendwann bei album drei oder vier bin ich ausgestiegen, weil man alles schon bis zum exitus gehört hat. im prinzip lässt sich bushidos welt und seelenleben auf drei wörter begrenzen: ghetto. koks. nutten. aber nein: er ist ja auch seit neuestem immobilienmakler. und seine mama, die jedesmal seine dreckige wäsche wäscht, macht bestimmt den job als sekretärin. wurde er eigentlich in interviews mal gefragt, was bushido eigentlich bedeutet? oder hat er sich den namen nur gegeben, weil es irgendwie “ghetto-mässig cool” klingt? ich frage deshalb, weil sein eigentliches pseudonym, als er ausflüge in graffiti gemacht hat, “fuchs” war. das ist ja eine eher unverständliche entwicklung: von “fuchs” zu “bushido”!? von “meister reineke” zum “weg des kriegers”!? muss wohl an den illegalen substanzen liegen. da hat er ja bewiesenermassen erfahrung, denn seine ausbildung zum maler und lackierer musste er machen, sonst wäre er deswegen in den knast gewandert. und schultechnisch sah es lange nicht so schlimm aus: man sollte annehmen, dass jemand, der sich nicht richtig artikulieren kann und seinen wortschatz zu einem überwiegenden teil aus fäkalsprache bezieht, höchstens hauptschulabschluss hat. oder auf gar keiner schule war. bushido aber ging auf zwei gymnasien und er verliess die aus freien stücken, nicht, weil er irgendwie zu dumm war oder krasse aktionen gebracht hat. das verträgt sich nicht wirklich mit seinem ich-komm-von-der-strasse-und-hatte-nie-was-image. wer fragt bei einem “realen gangsta-rapper” auch gross, auf welche schule er ging. das kümmert ihn wohl heute einen dreck, nach drei echos, einmal platin und einem comet. kassen auf! und, als würde das noch nicht reichen, seine biografie ging von null auf platz eins der spiegel-bestseller-liste. wie kann das sein? wissen wir so wenig über den herrn anis mohamed youssef ferchichi? was will er denn nach sieben alben noch erzählen? und überhaupt: wer, zum henker, kauft sich diesen mist?

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