Archiv für die Kategorie ‘Wer bitte konsumiert sowas?’

Mein letztes Nokia Handy – 6230i-gitt

ovit, 27. November 2006

So. Das war es. Es ist mein zweites und auch letztes Handy dieser Firma. Das erste lag irgendwann auf einer Party mitten im Schmand, der sich bei solchen Gegebenheiten ansammelt, auf dem Boden. Also in einem Gemisch aus Bier, Schweiß, Schuhdreck und Urin. Mit viel Knirschen in den Tasten konnte man aber damit noch wunderbar viel zu kurze Kurznachrichten schreiben, seinen PIN eingeben und nach Namen im Telefonbuch suchen. Nach zwei Jahren war ich froh, dass ich es in den Schrank legen konnte, um mich nie wieder über diese knirschende Tastatur zu ärgern. Wenigstens hat das Handy über einen mir unbekannten Zeitraum im Schmand einer Party eben jene gerockt. Das ist auch eine nicht zu verachtende Leistung.

Doch nun eben jenes Nokia-Handy. Freundlich lasse ich es in meiner Hosentasche unbenutzte Spermien abtöten, beanspruche es nicht allzu oft und auch äußerlich hat es bisher nicht viel Schaden genommen. Und auch auf den Parties lasse ich es mittlerweile ruhiger angehen. Jedoch ist das zu viel Anspruch an ein Nokia-Handy. Nach nur über einem Jahr haben sich die Tasten 3, 6 und 9 überlegt, hin und wieder nicht zu funktionieren. Klappe auf, rum- und reinpusten, schütteln, wackeln, drücken, bis sich die Tasten 3, 6 und 9 überreden lassen, doch wieder die Arbeit aufzunehmen. Mittlerweile lasse ich die Klappe zu und drücke nervös so lange auf den Tasten herum, bis sie anspringen, tue dann mit meinem Handy schnell das, was alle damit tun, überlege mir ganz genau, ob ich noch irgendwen kontaktieren muss und stecke es dann wieder in die Hosentasche. Vielleicht braucht es ein goldenes Kissen, auf das man es betten muss?

Oder vielleicht ist dieses Handy schlichtweg Vollschrott?

Wenigstens funktioniert die 110 immer. Und die PIN habe auch geändert. Da kam nämlich die 6 und die 9 drin vor. Und das ist dann schon aufregend, wenn man sein Handy nicht mehr anbekommt. Andere lustige Fehlermeldungen findet man dann in einem Nokia-Forum.

De Bananis

Frank, 26. November 2006

bananenesseraffe

Ach, Du. Banane. Reichhaltiger Energielieferant für alle Tennisspielerinnen außer Anke Huber (die mag ja nur Milchschnitten), Warholsche Popikone und Symbol westdeutscher Vergangenheitsverklärung. So viele Geschichten, ja Mythen, ranken sich um Dich in deiner krummen Gelbheit. Doch die größte dieser ungeklärten Fragen bleibt für mich diese:

Wie, bitte WIE kann man dieses ekelerregende Gemüse bloß essen?

Wi-der-lich, diese schleimige Konsistenz von zerkauter Bananenmasse, die im hinteren Rachenraum in pappiger Süße für Minuten verharrt. Abstoßend, die dünnen Fäden, die man nie ganz abgelöst bekommt und deren angebliche psychotrope Wirkung in getrocknetem Zustand ein sich hartnäckig haltender Unfug ist. Wie kann jemand allen Ernstes an so etwas glauben? Ebenso absurd wie zu denken, dieses pechschwarze Etwas mit gelben Einsprengseln, welches nun schon tagelang im Kühlschrank vor sich hindarb, sei noch genießbar. Oh! – der Geschmack! Vorschlaghammersüße! Pfui deibel, da esse ich ja lieber direkt aus US-amerikanischen Chemiewerken exportierte Marshmallows. Über jene Früchte mit Druckstellen muss ich wohl nichts weiter verlieren. Wer so etwas genießen kann, gehört meiner Meinung nach in die forensische Psychiatrie!

Den einzigen sinnvollen Zweck, den Bananen haben, birgt das flotte PC-Freizeitvergnügen Worms: Als hochexplosive Massenvernichtungswaffe.