Archiv für die Kategorie ‘Unüberlegtes’

Wie das Internet das Craplog überholte und das Craplog es mit angezogener Handbremse duldete

ovit, 24. January 2014

Früher(TM) als das Craplog das neue Phänomen des grundlosen Pöbelns im Internet als erstes wahrnahm wie die erste junge Knospe nach einem langen und matschigen Großstadtwinter, da riss sie es an sich, das Monopol der schlechten Laune. Es würde gekübelt, gekotzt und gelästert und natürlich am besten ohne ersichtlichen Grund. Da war das Pöbeln noch in fester Hand einer selbstbestimmten Elite, entsprechend groß war der Gegenwind, den es gar nicht gab, außer vielleicht von Sarah Connor Fans und PI-News Verwirrten, beides aber auch keine zu vernachlässigende Gruppe mehr, obwohl, so schlimm ist Sarah Connor nun auch wieder nicht, vor allem jetzt am Ende ihrer Karriere.
Und es kam wie es kommen musste, das Pöbeln wurde modern und angesagt und in der gleichen Geschwindigkeit, wie sich das grundlose Pöbeln im Internet wie ein Lauffeuer verbreitete, stellte das Craplog sein elitäres Handeln ein, was man aber auch als sozialen Akt verstehen kann. Pöbeln für alle. Und umsonst.
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neuwahlen. jetzt.

ciphaDOTnet, 9. July 2010

sommerpause und die politik hat wieder keine lust zu arbeiten. kann mir mal jemand erklären, was so eine drecksau wie annette shavan im bundestag zu suchen hat? die frau kriegt nix geblickt, jetzt hat sie im alleingang auch noch die bafögerhöhung gekickt. ganz toll, shavan! 2 millionen studenten kommen bald persönlich bei deinem abgefuckten haus vorbei. dann gibt’s klingel-schelle, wir lassen dir in diesem sommer keine ruhe. steck dir deine gehirnbehinderten “reformen” sonstwo hin. und nimm deine angela gleich mit. NEUWAHLEN! JETZT!

nix

Frank, 9. July 2009

Ich bin ja ganz froh darüber, in meiner Kindheit nur so unkrediblen Quatsch wie Matthias Reim und Roxette gehört zu haben. Da komme ich jetzt immerhin nicht in die Verlegenheit, mich zum Horst zu machen, indem ich eine in den 80ern eventuell empfundene Begeisterung für MJ als antirassistisches, emanzipatorisches oder sonstwasisches Statement werte und aus dieser Ich-bin-der-schillerndste-Guppy-im-Teich-Haltung andere Leute disse, die recht wohlüberlegt darauf hinweisen, dass der tote Barde den einen oder anderen Knacks hatte, dass es dafür Ursachen gab und diese auch einen Zeitgeist widerspiegelten. Okay, was weiß ich schon? Aber ich verabscheue es — Achtung, merkwürdiges Bild — zu beobachten, wenn Leute die dünnstmögliche Scheibe Knäckebrot mit einer daumendicken Schicht Butter beschmieren und sich das in ihren riesigen Rachen schieben — dieser Eindruck drängt sich mir auf, wenn ich sowas lese.

Ich sehe bunte Mäuse

Frank, 28. March 2009

Mithin noch seltsamer als die seltsamsten Auswucherungen der Blogosphäre ist ja wohl mal das, was in den Foren abgeht. Neulich stieß ich aus Zufall (frag nicht) auf einen Thread im Forum “Das Haustierforum”. Thema: Mäuse, die sich gegenseitig fressen und deshalb kastriert werden sollten. Da mir dieser Thread so ungemein bizarr vorkam, beschloss ich ihn kurzerhand mit verteilten Rollen und dem entsprechend schlecht verstellten Stimmen zu vertonen. Es folgt nun also eine Viertelstunde destillierter Langeweile, vulgo: der allererste Craplog-Podcast. Habt Spaß. Oder… was auch immer.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


(Direkt-Download)

Ein weiterer Sendehinweis: Falls Ihnen der aufwändige Vertonungen von unnötigen Texten gefallen, versäumen Sie nicht, unsere Remixe von verbitterten Leserkommentaren, Sarah Connor betreffend zu prüfen. Klassiker auf Mozartniveau!

Kakophonie to the Max — Ein Craplog-Jahresrückblick zum Fest

Nämlich mehrere, 24. December 2008

Oh Geißel der Informationsgesellschaft, die Du uns die Unsitte bescherst, Jahresrückblicke auf allen Kanälen bereits Anfang Dezember auszustrahlen! Was soll dies alberne Gehabe? Weltbewegende Ereignisse, die in der Mitte des Monats oder gar “zwischen den Jahren” geschehen, werden von Dir überhaupt nicht bedacht und geraten langfristig in weltgeschichtliche Vergessenheit. Jahresrückblicke gäbe es in einer gerechten Welt erst am Ende des Jahres, zu dieser Meinung stehe ich, allem Spießertumgeunke zum Trotz, hart wie ein südafrikanischer Rohdiamant. Nun ja, wir, das Craplog-Team sind auch nicht besser und präsentieren unser persönliches Jahresresümée ebenfalls lange vor der zweitausendundachtbeendenden Stunde pickeliger Teenager, deren dumpfes Vergnügen darin besteht, aus Fenstern Passanten mit Chinaböllern zu bewerfen.

Zu unserer Verteidigung: Dieser Jahresrückblick ist komplett vernachlässigbar, eigentlich sollte ihn niemand lesen. Dies ist nicht Jauch, sondern eher Jauche. In einer düsteren Stunde nämlich setzten sich die Craplog-Autoren ovit, Simon, Harry Kuntz und Frank zusammen, um den Lauf des Jahres ausschließlich anhand der veröffentlichten Artikel in dieser Publikation nachzuzeichnen. Im Ergebnis zeigen sich dabei zwei maßgebliche Unzulänglichkeiten: Inhalt und Form. Nämlich schrieben wir unser Elaborat mit Hilfe der kollaborativen Textverarbeitung, die der Dienst etherpad.com anbietet. Soll heißen: Vier Autoren arbeiten gemeinsam gleichzeitig ohne Sinn und Verstand an einem Text, niemand (vor allem ovit) hält sich an irgendwelche Regeln, keiner hat einen Plan, nichts funktioniert so richtig, es herrscht Chaos und was zum Schluß rauskommt, wird veröffentlicht.

Da dein Feedreader aber im Moment sowieso nicht gerade das potenteste Glied aller Optionen zur Webbespaßung ist (und Du sowieso schon bis hierhin gelangt bist), kannst Du den Text auch gleich ganz lesen. Habe Spaß!

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gut, dann halt weg damit…

ciphaDOTnet, 17. June 2008

die associated press ist eine presseagentur wie die deutsche presseagentur oder reuters. man erkennt das immer an den kürzeln am ende der artikel bei den mainstream-medien, wie z.b. bei spiegel online. eigentlich sollten die sich freuen, wenn blogger ihre artikel verlinken und fleissig kommentieren, aber associated press sieht das anders: ganze sieben verwarnungen wurden an die website “drudge retort” gesendet, weil dort auszüge aus ap-artikeln und dazu passende links veröffentlicht wurden. hallo? erst letzten herbst meinte man bei ap, man “sei nun bereit für die neue internet-welt”. logo. so macht man sich keine freunde, zumal das phänomen des citizen journalism in den usa grösser als sonstwo auf der welt ist und dementsprechend einfluss hat. eine zukunft ohne presseagenturen? nicht schwer vorstellbar, wenn, wie bei ap, altes platzhirschdenken und fehlende weitsicht die oberhand behält.

[update I, 17.06.08, 17:52]

ich war schneller als boing², deshalb lasst mich noch was wichtiges nachreichen, was mir heute dazu begegnet ist: associated press verlangt geld, wenn man sie zitiert. 5-25 wörter zitierter text kosten 12,50$! 251 oder mehr worte 100$! das beste: wenn ihr sie in einem kontext zitiert, der ap stört, wird die übereinkunft annuliert! genau so sollte man das machen! respekt den jungs und mädels bei associated press!

Penetranz vs. Filmvergnügen

Frank, 14. February 2008

Videothek

Lieber Kunde,

es ist doch gar nicht so schwer zu verstehen. Schau mal: Ich kann dir keine Mitgliedskarte ausstellen, wenn kein Vertrag von dir da ist. Und ich kann mit dir keinen Vertrag machen, wenn Du dich nicht ausweisen kannst. Da ist mir egal, was mein Kollege gestern gesagt haben mag und da kannst Du mich belatschen so lange Du willst — es geht einfach nicht.

Wenn deine sinnlosen Überredungsversuche dann aber noch minutenlang mit mantraartiger Wiederholung des Null-Arguments “Ich wohn gleich um die Ecke” in den nach einem eh schon beschissenen Arbeitstag wohlverdienten Feierabend hinein angereichert werden — dann, mein Lieber, ist es bei aller Liebe zum Kunden absolut kein Wunder, wenn ich irgendwann gepflegt in die Luft gehe.

Herzlichst,

deine Ausleihschlampe freundliche Servicekraft aus der Videothek

[Dieser Beitrag hängt irgendwie zusammen mit Wenn Kunden zu sehr nerven und Prosa wie sie sein soll: Auf der Arbeit]

Strg + A -> Entf

Frank, 26. January 2008

The authors have deleted this blog.

Wenn man ein Blogprojekt mitadministriert, trotz schwankender Motivation im Saldo enorm viel hineininvestiert, hier macht, da hilft, dort für Fragen zur Verfügung steht, Domains registriert, Datenbanken anlegt, layoutet und ganz nebenbei auch noch manchen Artikel schreibt, weil man an die Sache glaubt und mit manchen Marotten der Mitstreiter eingedenk des Bewusstseins, dass man solche auch selber hat, zu tolerieren bereit ist — dann ist es schon ein dicker Hund, aus dem Sommerurlaub zurückzukehren und festzustellen, dass der Blogzugang gesperrt wurde, das interne Forum umgezogen ist auf eine Adresse, die einem nicht mitgeteilt wird und auf die verwirrte Frage, warum denn dies, nichts als Schweigen erntet; sich die restliche Kommunikation auf Umwege über Dritte beschränkt.

Regelrecht zum Kotzen ist es dann jedoch, wenn man auf die Information hin, dass das Projekt eingestellt wird, in einem Kommentar darum bittet, dass zumindest die vielerorts als Referenz verlinkten bisherigen Texte an alter Stelle beim kostenlosen Bloghoster verbleiben mögen — woraufhin am nächsten Tag, ohne auch nur den entferntesten Hinweis darauf dass man doch zumindest die eigenen alten Texte schnellstens sichern möge, das gesamte Blog gelöscht ist.