Archiv für die Kategorie ‘Schmeckt beinahe “nicht schlecht”’

mcdonalds sms

-, 15. March 2010

die mcdonald’s-sekte hat kreative vorschläge für das akronym sms gesucht. hier die “Top 10” der gewinner:

1. super my size!
2. schwerstkriminelle, multinationale sabotage.
3. super mutant sparmenü.
4. schlachtverfahren mit system!
5. salmonellen machen schlank!
6. soja-monokulturen. massentierhaltung. sterbende wälder.
7. sick. money. shit.
8. schimmelfleisch macht sexy!
9. starbucks + mcdonalds = scientology
10. scheiss mcdonalds. sackgesichter.

wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet, ich bin dann schnell mal scheissen.

l.m.s. fernandes

-, 20. November 2009

collien fernandes – der viva-gerhard-delling der werbeblocküberleitung.

diese frau hat keinerlei talente, aber ihr gehirn leistet schwerstarbeit, wenn es darum geht picklige bis-12-jährige alle zehn minuten in abstumpfende, nervtötende und verdummende werbeblöcke zu schicken.

als sie auf einer pressekonferenz von lady gaga war, hat sie die exzentrische künstlerin allen ernstes gefragt, ob sie einen schwanz habe, weil gaga nach eigener aussage bisexuell ist. als sie mit den drei jungs von k.i.z. in einem raum war, die ihr verzweifelt versucht haben beizubringen, wie man eine bierflasche mit einem feuerzeug öffnet, was wirklich j-e-d-e-r vollhonk gerafft hätte dank k.i.z. in dem moment, war sie nicht in der lage das alleine hinzubekommen. als sie mit gülcan auf einem bauernhof war, wofür prosieben sogar geld bezahlt hat, weil zwei nixblickende schicksen mit dicken titten und ausrangiertem gehirn bei bauern auf dem land garantiert quote bringen, konnte man noch froh sein, wenn sie imstande war hühner und kühe auseinanderzuhalten.

ja, die gute collien – der beste beweis, dass kinder lieber ihre schule fertigmachen sollten. das bringt doch nichts, liebe kinder, wenn ihr auf die 30 zugeht und jedes mal, wenn ihr euren mund öffnet, nur flitzekacke rauskommt. ihr saut euch dabei nicht nur selbst voll, sondern zieht alle in den dreck, die ihr kennt. und, ehrlich, das wollt ihr doch nicht wirklich.

auch auf die gefahr hin, dass ich ihr das erst beibringen muss, weil ich vom wissen her einfach nichts vorraussetzen kann, aber ich werde das schon schaffen, sage ich: l.m.s., fernandes! so richtig schön bueno-schokoriegel mit milch zum frühstück, mittagessen und abendbrot.

magic: the election 2008

-, 16. September 2008

magic: the election 2008

die themen geeks und politik müssen sich nicht gegenseitig ausschliessen, wie diese besondere “magic: the gathering”-sammlung zeigt: via mightygodking.

neben den beiden spitzen-kandidaten sind folgende karten verfügbar: william ayers, elizabeth edwards, p.o.w., david brooks, bill clinton, der slogan “yes, we can”, freepers, rudy guiliani, obama fans, p.u.m.a.s, hillary clinton, sarah palin, kossacks, youtube, jeremiah wright, joe biden, fox news, celebrity candidate, the dlc, clintonites, renewable energy, ron paul, secret muslim, obama nation, the daily show, dennis kucinich, drill for oil, al gore, keith olbermann, rachel maddow, arugula, mitt romney, the colbert report, superior speechcraft, undecided voters, john mccains house, mike huckabee, joe lieberman, internet fundraising, john hagee, michelle obama, kerning, lou dobbs, cnn, the blogosphere, duncan hunter, george w. bush, ralph nader, “si se puede!”, bill o’reilly, ron paul supporters, bitter.

um auch wirklich alles verstehen und darüber schmunzeln zu können ist eine gewisse kenntniss der amerikanischen politik- und medien-landschaft unerlässlich. wer diesen hintergrund mitbringt und das ursprüngliche sammelkartenspiel kennt, der wird seine wahre freude daran haben und die liebe zum detail zu schätzen wissen, besonders in den dazugehörigen eigenschaften der kreatur/des zauberspruchs/artefakts.

es gibt auch noch einen zweiten teil, logisch: hier klicken.

[via]

mögen die us-wahl-spiele beginnen!

Lolli, Luft und Lederhosen – Spaßprodukte im großen Sommercheck

Sebastian, 6. July 2008

Das Leben in einer Dachgeschosswohnung im Sommer bietet genug Anlass zum Meckern, aber eben das ist ja so TYPISCH DEUTSCH, dass ich es als postnationaler Lebemann zwar ausgiebig tue, aber doch bitte nur im zwanglosen Tratsch mit der esoterischen Nachbarin, der lieben Freundin und U-Bahnpassagieren, die sich, es fast schon herausfordernd, neben mich setzen. Da bin ich ja doch altmodisch. Überhaupt, U-Bahn im Sommer, Sonne im Sommer, Arbeiten im Sommer, draussen im Sommer, drinnen im Sommer, man könnte meinen, der Sommer an sich sei die Hölle. Aber es ist mitnichten mein Anliegen, über die extremste aller Jahrezeiten (neben dem arschkalten Winter, dem verregneten Emo Herbst und dem… naja, eigentlich dann doch ziemlich egalen Frühling) zu schwadronieren, denn es stimmt zwar, was ein begeisterter Stammleser über uns meint:

“Naja, das Craplog versteht sich ja als Moserhort der schlechten Laune. Wenn die Leute mal groß sind, dann werden sie vermutlich Kritiker in einer nicht besonders oft gelesenen Zeitung. Vermutlich wären sie Emos geworden, hätten sie weniger Aggressionen in sich. Im Internet hat jeder das freie Recht sich so zu blamieren wie er/sie kann. Ob mit 160 Zeichen, oder ganzen Blogs…”

Aber Sommer ist ja praktisch schon durch. Jeder sagt doch “Puh, diese Hitze”, aber keiner sagt folgendes:

Ich packe an! Ich lasse mich nicht unterjochen vom Diktat der Temperatur! Ich tue was!
Und genau das habe ich dann nämlich auch getan. Durch die kostspielige Anschaffung einer Klimatisierungseinheit im ausgefallenen Design und integrierter gustatorischer Erfrischungsgelegenheit. Doch sehen wir uns diese Wunderchimäre aus Ventilator und Lolli (klingt schon ernüchternder, oder? Wartet’s nur ab!) doch ein wenig genauer an:

spongebob– Obwohl obenauf, bildet das Kernelement des Produkts ein Ventilator mit einer Erfrischungsleistung von 0,2 Asmussen. Aus hochwertig verarbeitetem Esspapier bestehende Rotorblätter versprechen, warme Luft beinahe Richtung Gesicht zu bewegen.
– Witzig anzusehen ist die mittig gelegene Nase in Form eines erigierten Penis, welche zuverlässig jede Rotorbewegung zu stoppen vermag, wenn die Blätter im falschen Winkel liegen. Positiv zu vermerken ist das Bemühen um Integration von Menschen mit einer Augenfehlstellung.
– Zentral liegt die Steuerungseinheit, die gleichzeitig die Gebrauchanweisung für die gar nicht leichte Entnahme der Süßspeise enthält sowie den wichtigen Hinweis, dass sich im Innern des beliebten Schwamms eine nicht austauschbare Einwegbatterie befindet. Gut zu wissen!
– Schlussendlich wartet eine Überraschung! Wissenschaftlern ist es gelungen, aus Fliegen Millionen Jahre altes Harz zu extrahieren, welches mit Aufschriften wie “strawberry flavour” psychologisch dafür sorgen soll, dass man etwas süßes schmeckt, wenn man dran lutscht. Dass es bei mir nicht geklappt hat, möchte ich den Herstellern aber nicht ankreiden.

Fazit: Der “Nickelodeon Spongebob Cool Fan Pop” erhält von mir das Craplog-Ökosiegel: Man kann ihn getrost in die Tonne kloppen.


Steinzeitliche Sozialdemokratie

pantoffelpunk, 31. October 2007

Der gute Herr Pofalla hat endlich mal wieder gesprochen und damit mein Herz erfreut. Die auf dem Hamburger Parteitag der SPD beschlossenen Grundsätze sozialdemokratischer Politik seien “ein Rückschritt in die Steinzeit”, tropft es ihm gewohnt treffsicher in die Mikrofone der anwesenden Journalisten.

Und er hat natürlich – wie immer – vollkommen Recht. Wir alle erinnern uns daran, dass in der Steinzeit vor allem …

Mit der SPD zurück in die Steinzeit

… die Privatisierung der Bahn auf das Bestreben starrköpfiger Sozialdemokraten hin noch vollkommen undenkbar war.

Großartig, Herr Pofalla, weitermachen!

Teil I und II gibts bei mir zu Hause…

Latte Corrotto

Sebastian, 4. October 2007

In der Kaffeefrage bin ich wohl punktuell versnobt. Jene handelsüblichen Filterkaffeemaschinen, die nach ein paar Minuten mit lautem Blubbern und Sprotzen verkünden, dass der Kaffee fertig sei, spielen in meinem Leben schon lange keine Rolle mehr. Eine Weile benutzte ich eines der Dinger, die manchmal “Kaffeedrücker” oder sogar mit teutonischer Eleganz “Pressstempelkanne” genannt werden. Doch auch das ist vorbei.

Ich trinke meinen Kaffee immer schon mit Milch. Aber Milch aus dem Kühlschrank kühlt den Kaffee ab, und ein lauwarmer Kaffee ist nicht viel besser als ein lauwarmes Bier, was sich eventuell mitlesende Gastronomen bitte mal – auch im Hinblick auf ihre Gewinnspannen beim Kaffee – nachdrücklich hinter die Ohren schreiben. Als ich dann jedenfalls ein Espresso-Kännchen für den Gasherd geschenkt bekam, sagte ich B, kaufte einen Milchschäumer dazu und trinke nun regelmäßig einen schönen, nun ja, hüstel, Latte Macchiato.

Diese Versnobbung aber wird immer wieder hart bestraft, in meinem Fall z.B. heute. Es gibt im Life Cycle einer handelsüblichen Vollmilch – H-Milch steht in meinen Augen im direkten Widerspruch zur Vorstellbarkeit eines guten Lebens – eine Phase, in der sie zunächst noch normal aussieht, normal riecht und normal schmeckt, aber bereits die hässliche Fratze der bevorstehenden Verderbnis zeigt, sobald man sie erhitzt. Im Topf erblickt man anstelle der erwarteten sanftweißen Schneelandschaft ein Gebräu aus weißer Flüssigkeit, halbdurchsichtig-schlierigem Sud und matschigen Flocken. Man kippt das Zeug weg, testet die kalte Milch noch einmal, befindet sie für doch eigentlich gut und gibt kurzerhand einen Schuss kalter, unaufgeschäumter Milch in den schon wartenden Espresso. Sofort entstehen wieder diese Flocken, doch sie sind recht klein. Der Kaffee schmeckt normal, sieht nur eklig aus. Man kann ihn trinken, wenn man dabei wegsieht, und man möchte nicht auch noch den völlig unschuldigen Espresso wegschütten, zumal die Gelegenheit, einen Morgenkaffee zu trinken, ja nur einmal am Tag kommt.

Man trinkt den Becher nicht ganz aus, denn an seinem Boden hat sich gesammelt, was das Gebräu an Milchmatschfettflocken zu bieten hatte. Man stellt das Gemisch aus dunkler Brühe und hellen Flocken beiseite.

probably disgustWenn man nun eine halbe Stunde später den Becher und den Kochtopf ausspült, stellt man fest, dass der Sud inzwischen fleißig war. Der Matsch hat sich wie Superkleber an die Wände des Topfes geflanscht; die Reste des vorhin Weggeschütteten haben sich zu quallenähnlichen Verdichtungen hochkonzentrierten Abschaums zusammengezogen. Der Becher, durch die jetzt dunkel gewordenen Sedimente an den Innenwänden und die undefinierbare Schleimpfütze an seinem Boden verunstaltet, sieht so aus, als habe man ihn soeben dem Schutt in einem seit Jahren leerstehenden Haus entnommen. Aus ihm wälzt sich träge eine kleine Anzahl griesiger Flatschen ins Waschbecken, wo sie am Blech haften bleiben wie adipöse Nacktschnecken mit Hautekzemen und sich nur mit heißem Wasser unter Hochdruck in den Abfluss bewegen lassen. Während sie dort verschwinden, hört man die verzweifelten Schreie der Verdammten.

Vermutlich ist all das beabsichtigt. Die Milchpackung behauptet, ihr Inhalt sei noch mindestens zwei Tage haltbar. Dicht unter der cremefarbenen Oberfläche von Luxus und Genuss lauert das namenlose Böse – eine Lektion, die wir immer aufs Neue lernen müssen.

Bild: “probably disgust” von brooklyn (cc)

Merkwürdige Werbekampagnen

Frank, 15. February 2007

Zuckerbröckchen
Foto: markbarkaway (cc)

Für die seltsamsten Dinge wird ja geworben. Eine der abstrusesten Kampagnen ever dürfte irgendwann Mitte der 90er jene für Zucker gewesen sein. Es ging dabei nicht um eine spezifische Marke, Form, Herkunft oder ähnliches. Nein – mit dem draufgängerischen Slogan “Mit Zucker lacht das Leben” wurde das süße Pulver ganz allgemein angepriesen. Anders als bei Milch (Mottos: “denn nur die Milch machts”, “Milch ist meine Stärke”), die ja immerhin auf Schulhöfen gegen Limo, Saft, Kola, Sprudel und Schorle antritt gibt es nämlich keine wirkliche Alternative zu Zucker. Weiterlesen »

Die kommerzielle Okkupation des öffentlichen Raumes ist auch nicht mehr das, was sie mal war (Teil 1)

Frank, 2. February 2007

Nimm Mars, gib Gas

Hallo Hersteller des “wohl berühmtesten Schokoladenriegels der Welt”. Ein paar Euro mehr an die Werbeabteilung, für einen geringfügig pfiffigeren Claim, waren nicht drin?