Archiv für die Kategorie ‘Plagiate und Klone’

neuwahlen. jetzt.

-, 9. July 2010

sommerpause und die politik hat wieder keine lust zu arbeiten. kann mir mal jemand erklären, was so eine drecksau wie annette shavan im bundestag zu suchen hat? die frau kriegt nix geblickt, jetzt hat sie im alleingang auch noch die bafögerhöhung gekickt. ganz toll, shavan! 2 millionen studenten kommen bald persönlich bei deinem abgefuckten haus vorbei. dann gibt’s klingel-schelle, wir lassen dir in diesem sommer keine ruhe. steck dir deine gehirnbehinderten “reformen” sonstwo hin. und nimm deine angela gleich mit. NEUWAHLEN! JETZT!

Pink’s not dead (yet)

Sebastian, 31. October 2009

pink

Während es den Rest des Jahres eben ihre Aufgabe ist, auf die “freche Mädchen”-Attitüde Pubertierender abzuzielen und ihnen mit dem ewig gleichen, harmlosen Blödsinn einzureden, total anti und rebellisch zu sein. Popröhre! Wie mich das schon wieder aufregt, dass sie sich hier aufregt, SIE!

bild-auf, bild-ab, bild-in-dein-gesicht

-, 3. September 2008

micro$oft ist momentan auf einem konsequenten weg, so schnell wie möglich die 10.000-patente-marke zu knacken. bei diesem projekt wird jeglicher rotz zum patent angemeldet, aber was sie sich aktuell geleistet haben sprengt nicht nur die vorstellungskraft einer jamaika-bob-mannschaft: wenn ihr ein wenig mit der handelsüblichen computer-tastatur vertraut seid, werden euch zwei tasten mal zwischendurch aufgefallen sein, die schlicht das wörtchen “bild” und zwei pfeile nach oben und nach unten tragen. dies dient nicht nur der verzierung, sondern erlaubt euch vielmehr, bei einer computer-seite, z.b. in textverarbeitungsprogrammen, vertikal vor- und zurückzuscrollen. die gehören nun nicht mehr eurer tastatur, euch selbst schon gar nicht, sondern neuerdings unserem lieblings-monopolisten aus redmond, washington, usa. das beste kommt aber jetzt: der ultimative beweis, dass diese tasten auch wirklich micro$hit gehören, wird mit einer 0815-ibm-tastatur aus dem jahr 1981 erbracht, bei der die tasten schon dabei sind.

w00t!? also erstmal: wenn es sich bei den ibm-tastaturen tatsächlich um die ersten mit dieser funktion handelt, wieso bekommt dann m$ das patent und nicht ibm? wie kann überhaupt ein software-hersteller(!) ein patent auf ein hardware-feature bekommen? und schliesslich: gibt es eine möglichkeit, dass der konzern künftig gebühren für das verbauen dieser beiden tasten erheben darf oder was? muss ich meine tasten jetzt ausbauen und zurückgeben? amerika, du bist sehr witzig. und irgendwie auch behämmert. microsoft hats erfunden, schon klar.

wirklich lächerlich wird das alles, wenn man sich mal etwas genauer mit der herkunft der computer-tastatur beschäftigt. deren grossvater war nämlich kein geringerer als die schreibmaschine, die 1821 das erste mal erschien. wieso meldet m$ nicht einfach ein patent darauf an? dann hätten sie eine ganze armada weiterer tasten in ihrem patent-ghetto. zumal ca. 1870 dank remington und sholes die ersten geräte mit qwerty-layout auftauchten, das heute grossflächig verwendung findet (oder bei uns eben qwertz).

die tastatur war nie eine erfindung von m$, auch nicht von ibm und ich bin sogar der meinung, dass es reiner zufall ist mit diesen bildauf- und bildab-tasten. die sollen mich nicht vollabern, das erste micro$oft word erschien erst ende oktober 1983. würde sich der echte kopf jetzt bitte melden, so kann das nämlich nicht weitergehen. was für ein krampf…

[quelle: /. – microsoft patents “Pg Up” and “Pg Dn”]

Bla Bla, Plattitüden

.markus, 8. February 2008

Die menschlichen Sprachverarbeitungsprogramme der Abteilung “Blogs & Kommentatoren GmbH” sind quantitativ unschlagbar. Im Überfluß (hier wahlweise auch als Adjektiv benutzbar) an Text, reiht sich Buchstabe an Buchstabe, Wort an Wort, Satz an Satz und bevor man sich’s versieht – zack – schlägt irgendwo wieder eine dieser Plattitüden zu. Sie verstecken sich ganz hinterhältig zwischen Floskeln und allgemeingültigen Aussagen, langweilen oder ärgern den Leser, während sich der Verfasser noch immer besonders eloquent und geistreich wähnt.
Die weisen Worte kluger Köpfe zieren ja dank Zitatdatenbanken und Copy & Paste allzu häufig diverse Blog-Artikel, oft brutal in einen Zusammenhang mit der darunter liegenden Ansammlung von Buchstaben gepfercht. Allein die Summe der Verwendung des gebräuchlichsten Einstein-Zitates ist unendlich. Da kann man sich sicher sein. Hinter jede nicht ganz von Zweifeln befreite Statistik wird der olle Churchill geklemmt, mit dem ihm zugeschriebenen Spruch. Willkürlich gestreute Zitate als Aufhänger sinnbefreiter Textwülste sind aber nur eine kleine Plage. Viele wählen ihre Zitate zwar nicht besonders originell, aber dafür immerhin im Zusammenhang aus. Für Zweisatzartikel mit Link und Youtube-Video braucht’s ja auch kein Spruch von Bertolt Brecht. Da muss man geradezu dankbar sein.
Ganz grausig sind dagegen die Plattitüden. Die vor lauter Spruchreifheit durch und durch faul gewordenen Sprichwörter. Das textliche Äquivalent vom verbalen “Stammtisch-Jaja”. Es sind die leeren Worthülsen, die das bescheidene Gemüt des Ausscheiders aufzeigen, wenn mal wieder ohne wirkliche Aussage eine Diskussionsbeteiligung simuliert wird.
Ganz oben auf der Lieblingshassliste der Top-Plattitüden steht bei mir “Und das im Land der Dichter und Denker…”, wahlos unter irgendein Deutschland betreffendes Thema geklatscht. Ich bekomme von solch schaurig seichten Worten so ‘ne harte Gänsehaut, dass man damit Igel frisieren könnte.

Chefredakteure, miese Wortspiele, Blogs, SEO-Spammer: Alles Arschlöcher

Frank, 6. February 2008

Vögel
Danke, Gott. Für’s Spatzenpfifferl!

Eigentlich sollte ich mir abgewöhnen, Blogs zu lesen. Warum? Weil’s mir Spaß macht. Ja, das ist paradox, aber auch ein Beispiel, wie man einen Blogartikel halbwegs elegant einleiten könnte.

Bei neun von zehn mir unbekannten Blogs finden sich aber statt solch netter Hooks am Anfang von Artikeln zu Themen die mich interessieren könnten, die ich vielleicht sogar wahnsinnig gerne lesen würde, lediglich Massengräber von YouTube-Videos, Plugin-Spielwiesen, unreflektiertes Werbegeseiher der Apple-Templer, öde Ereignisse aus dem öden Leben öder Menschen, A-Blogger-Speichelgelecke, Spam jeder Art, SEO-Dreck und vor allem – die Beulenpest unter den Blogkrankheiten – Spatzenpfifferl

Diesen hübschen Begriff habe ich soeben höchstselbst erfunden. Er beschreibt jene Blogartikel, die keinen Arsch interessieren, weil das Thema durch ist, überall behandelt wird, jeder eine Meinung dazu hat, kurz: die Spatzen den Artikelinhalt bereits von den Dächern pfeifen. Nehmen wir zum Beispiel Stefan Aust. Der wurde ja vor ein paar Monaten von der Spiegel-Belegschaft durch Vertrags-Nichtverlängerung abgestraft, mutmaßlich dafür, ein tyrannischer Volldepp zu sein. Okay, das war die Nachricht, mehr muss man darüber nicht verlieren. Was aber macht die Blogosphäre? Ergeht sich dutzendweise in Wortspielorgien (“Aus! für Aust”, “Aust die Maus”, “Aust-ritt”, “Aust, das Spiel ist Aus!”, “Austgespielt”, “Stefan Aus”, “Austisten unter sich” und viele mehr) und mutmaßt langweiligerweise, wer denn der Nachfolger des enthusiastischen Windradhassers und Pornoblättchenkolumnisten mit Pferdefaible wird – als ob nicht völlig klar wäre, dass der nächste “auf dem Thron” als Grundvoraussetzung nur ein ebensolcher Dödel werden kann. Ist ja dann auch so gekommen, zu 50 Prozent mindestens.

Jetzt schlägt’s jedoch 13: Stefan Aust ist nicht nur ein Penner, sondern auch noch ein geldgeiler Idiot, versucht sich knapp 5 Millionen vor Gericht zu ergaunern, wird deswegen verfrüht geschasst — und wo muss ich das erfahren? In meinem Feedreader, einem Medienblog, unter der grenzdebil wortverspielten Überschrift: “Aust und vorbei”.

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Please Disurbanize

.markus, 8. April 2007

Beginnen wir am Anfang. Mit einer persönlichen Einleitung, die darauf aufgebaut ist, wie ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge vorm Fernseher saß. Ha! Da hatten es meine Augen noch wirklich gut. Meine Ohren, meine armen geplagten Ohren bluteten.
RTL II, Werbepause. Knut ist gut. Mit einsamen Singles flirten für 1.99 pro SMS. Dein persönliches Horoskop aufs Handy. Ihr kennt das ja. Ich nicht, ich bin weitgehend fernsehabstinent und jedesmal aufs neue fasziniert und entsetzt.

Mich überkommt nun der Drang wahllos Fäkalworte in den Mund zu nehmen, um zu beschreiben, was ich da sehen und hören musste, aber ich will und werde mir meine Flüche für wichtigeres aufbewahren.

Der medial ge(un)bildete Leser wird es anhand der Überschrift sicher schon geahnt haben. Es geht um:

Urbanize – Warten auf Dich

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Die kommerzielle Okkupation des öffentlichen Raumes ist auch nicht mehr das, was sie mal war (Teil 2)

Frank, 3. February 2007

CKone

 

He, Duft- und Schlüpfervermarkter “CK”. Ist das virales Marketing für eines eurer Produkte?

Chop Suey

.markus, 29. January 2007

Originalität ist nicht reproduzierbar und das macht sie zu einem so seltenen Gut in der Copy & Paste-Netzkultur.
Die ungemein wichtige Vereinfachung der Technik, die plötzlich jedermann Publikationsmöglichkeiten und Publikum im Internet bietet, hätte Joseph “Jeder-Mensch-ist-ein-Künstler” Beuys gefallen. Aber lassen wir den werten Herrn Beuys erstmal aussprechen:

…damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt…Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.

Der Begriff Originalität ist per Definition mit dem Schöpferischen verbunden, aber wir wären hier nicht auf der Plattform der ungeschminkten Abrechnungen, wenn es jetzt nicht um das genaue Gegenteil gehen würde.

Auf YouTube.com

Am Anfang waren Lippensynchronisationen bekannter Songs ja noch originell und witzig.

YouTube gab es noch nicht, man zog sich kurze Funclips mit (bestenfalls) ISDN-Geschwindigkeit von statischen HTML-Seiten. Damals war nicht alles besser, aber der Wald (Metapher!) war wenigstens kleiner. Einen letzten Hauch von Originalität hatte etwa dieses Video hier:


(YouTube-Direktlink)

Danach versank die Idee im Morast der 3-Minuten-Youtube-Ruhm-Fraktion und wurde zu einem der größten Misthaufen in der schönen neuen Welt des User-Generated-Content.

Die einzige Hemmschwelle zum Veröffentlichen von grausigen Versuchen der Lippensynchronisation scheint heute das Drücken des Aufnahmeknopfes zu sein – und das ist für eine intuitiv-technikaffine Jugend wahrlich ein geringes Hindernis.

Und so ziehen in meinen dunkelsten Träumen Heere von Abmahnanwälten durch die Kloaken von Youtube, verklagen alles auf Urheberrecht und Schmerzensgeld und Richter verhängen die Prügelstrafe.