basey-tv-rage
1 baseballschläger: 19,99€
29 fernseher: 15.746€
videoaufzeichnung, wie man mit dem basey diese 29 fernsehgeräte kaputtschlägt:
priceless.
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videoaufzeichnung, wie man mit dem basey diese 29 fernsehgeräte kaputtschlägt:
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Ganzen Artikel lesen »Sicherheit wird großgeschrieben im Straßenverkehr (ist ja auch ein “Dingwort”) und großgeschrieben wird auseinandergeschrieben, eigentlich. Vielleicht aber auch nicht. Man blickt ja nicht durch, nicht einmal der Berufsstand des Lektorats hat Bock noch einmal über die Titelseiten der Bücher rüberzuschauen, die es zur Veröffentlichung freigibt (wer sich dieses Buch über diesen Link bestellt, tut uns einen Gefallen: wir kriegen zwar kein amazon-Partnerlink-Geld, so einen Quatsch gibt’s hier nicht, aber es gibt einen Dummen mehr auf dieser Welt, und davon leben wir ja hier).

Für mehr Sicherheit: der Dreifach-Airbag
Michael Schanze und Rolf Zuckowski haben es uns in abertausenden von Liedern eingetrichtert: Obacht auf der Straße! “Mein Platz im Auto ist hinten”, da weiss man Bescheid. Ich bin also sensibilisiert und ziehe es daher vor, den öffentlichen Personennahverkehr in Anspruch zu nehmen, um von A nach, na? eben: B zu kommen. Dementsprechend selten kriege ich unser Auto, das wir dennoch haben, zu Gesicht, denn Parkplätze sind rar vor unserer Haustür. Wenn ein Auto nur lange genug unbenutzt an einer Stelle steht, steigt schon aus rein statistischen Gründen die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas damit passiert. Es ist ja garnicht lange her, da hatten wir das Auto einen runden Monat, als uns “die Schweine” die Frontscheibe eingeschlagen haben. Das war unsere eigene Schuld, einen neuen Wagen geradezu provozierend sauber an den vordersten Parkplatz der Straße zu stellen. Lehrjahre sind Herrenjahre, unser Lehrgeld haben wir bezahlt, das lassen wir uns eine Lehre sein etc. Das sollte uns nicht noch einmal passieren!
Und jetzt halt doch wieder: Nach unserer letzten Fahrt vor zwei Wochen ließen wir das Auto Auto sein und gingen unserer Wege. Und gäbe es just an diesem jetzigen Abend keinen Sonderfall, der mich dazu brachte, zu später Stunde noch einmal unser Auto aufzusuchen, wir wüssten noch übernächste Woche nicht, dass der Wagen bereits vor über einer Woche abgeschleppt wurde, um einer Baustelle Platz zu machen. Bescheid geben die einem ja nicht. Im Gegenteil darf man sich auf der entsprechenden Informationsseite anpampen lassen (”entweder gestohlen (was elten (sic!) der Fall ist) oder abgeschleppt”), dass es doch genug Parkraum gäbe und man sich nur ein wenig Mühe geben müsse bei der Suche. Ja offensichtlich wohl nicht!
Und darum noch einmal, liebe Kinder, Eltern, Großeltern und unsere Freunde in Österreich und der Schweiz die Riesenbitte: passt auf im Straßenverkehr! Achtet auf eure Autos, werft gelegentlich mal einen Molotowcocktail Blick drauf und wenn es hart auf hart kommt und die Karre doch futsch ist, haltet euch an die Weisheit von youtube-User sCrIpTeRzU:


Während es den Rest des Jahres eben ihre Aufgabe ist, auf die “freche Mädchen”-Attitüde Pubertierender abzuzielen und ihnen mit dem ewig gleichen, harmlosen Blödsinn einzureden, total anti und rebellisch zu sein. Popröhre! Wie mich das schon wieder aufregt, dass sie sich hier aufregt, SIE!
Ganzen Artikel lesen »Diese Werbung aus der diversen Tageszeitungen beiligenden Fernsehzeitschrift “rtv”, Ausgabe 52/2008, liegt schon seit Weihnachten auf meinem Schreibtisch. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen, ihn eingescant in die Welt zu ballern, weil der Dranner (Drucker und Scanner in einem) dem Baum zum Feste weichen musste. Jetzt steht er aber wieder da, wo er hingehört, der Dranner.
Worum geht’s? Um

Ich finde das ganz schön heftig von Ihnen, liebe Maria Esmeralda. Die Welt versinkt in Krise, Krieg und Chaos und Sie verreisen. In “meine Region” nämlich, was in etwa das Maria-Esmeralda-Äquivalent darstellt zu den, im Vergleich zum Rest des Texts, in ganz anderer Schrift aufgedruckten “Lieber Herr $NACHNAME”-Schriftzügen in den zahlreichen ganz persönlich an mich adressierten Gewinnmeldungen.
Ach so, es gibt was kostenlos?
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Es gibt wohl nix langweiligeres und trotzdem nix vom Boulevard dankenswerter aufgenommenes als die Beziehungskisten der C-Prominenz. Zum Beispiel haben sich jetzt Sarah Connor (Ihre Hunde töten Kaninchen) und Marc Terenzi getrennt, zwei uninteressante, untalentierte, unwichtige Menschen. Eigentlich wollen wir unsere treuen Leser damit gar nicht belasten, diese Trennung ist selbst uns komplett wurscht (man merkt es vielleicht an obiger in 30-Sekunden lieblos zusammengematschter Fotocollage). Dennoch ist es im Craplog Brauch, über die Delmenhorsterin zu berichten, das provoziert immer so schön Reaktionen und Gegenreaktionen. Deswegen zitieren wir mal die Presseerklärung. Ja natürlich, so ist das nun mal, wenn zwei Winzsternchen dieses Kalibers sich auseinandergelebt haben, dann muss das der Presse erklärt werden.
Unsere Familie ist für uns beide das Allerwichtigste und wird immer an erster Stelle stehen. Wir wollen den Spekulationen jedoch ein Ende setzen und das Ende unserer Ehe, nicht aber unserer tiefen Liebe und Freundschaft zueinander, bekanntgeben. Es ist eine schmerzhafte Zeit und wir sind unendlich traurig, über die Erkenntnis, dass wir mit der Zeit bessere Freunde, als Ehepartner geworden sind. Es tut uns leid. Für uns, unsere Kinder und Familien. Die Wurzeln dieser Entwicklung haben ihren Ursprung weit zurück und was immer jetzt in den Medien zu lesen ist, hat nichts mit den wahren Gründen unserer Trennung zu tun. Wir werden uns immer lieben und respektieren, auch wenn wir es nicht als Ehepartner geschafft haben. Wir sind Seelenverwandte und werden auch diesen Sturm als Familie überstehen.
Irgendwie hat man das doch schonmal gehört, oder? Als sich Yvonne Catterdale und Wayne Carpenfeld trennten, klang das nämlich genauso:
Im Laufe einer Beziehung wird den Partnern manchmal klar, dass man sich zwar ergänzt und eigentlich alles stimmt, sich aber die Liebe zueinander verändert hat – aus Liebe ist Freundschaft geworden. So war es auch bei uns. Deshalb haben wir uns entschlossen, uns zu trennen.
Was für Gesülze, aber sowas von! Heilige Scheiße, was mag da wohl kommen, wenn Heidi Klum und Seal sich mal trennen? “Wir fühlen uns weiterhin innig vertraut, befreundet und seelenverwandt und gehen unseren Blagen und Fans zuliebe auch noch weiter zusammen zum Kölner Karneval, aber in die Kiste hüpfen werden wir nicht mehr, zumindest nicht gemeinsam, dafür stimmt das Karma einfach nicht mehr”. Spei! Liebe Stars und Medienhuren, tut uns Fans bzw. gehässigen Voyeuren doch wenigstens einmal den Gefallen, mit diesem Freundschaftsquatsch aufzuhören und benennt konkrete Gründe, woran’s gelegen hat. Zum Beispiel: Der Marc singt immer so schaurig unter der Dusche, wenn irgendwo was kleckert, dann macht der das nie weg und die Sarah vergisst immer, die Klospülung zu betätigen und sie respektiert es einfach nicht, wenn Marc Terenzi mal mit seinen Jungs einen draufmachen will, oder irgendwie sowas. Das hätte Eier, da hätten wir Ottonormalos Aspekte, in denen wir uns wiederfinden können, man sähe, das sind da ja auch nur Menschen, das steigert auch die Identifikation mit dem “Promi”. Es würde dazu beitragen, dass man nicht immer denkt, mein Gott, was sind denn das schon wieder für Arschkrampen da im TV?
Die ganze Abscheu hier nützt den Sarah-Fans natürlich nix, die müssen zukünftig halt (Achtung, es folgt ein Witz) Abstriche machen. Als Trost gibts hier mal Musik über Sarah Connors Heimatstadt: Element of Crime mit “Delmenhorst”.
Ganzen Artikel lesen »Marco K ist ein junger Schreiberling, der für die Freiheit einsteht. Und er nimmt sich Freiheiten, konsequent. Etwa jene, bei “eigentümlich frei” ganz im Gegensatz zu den verhassten Latte Macchiato süffelnden “Luxussozialisten” Kinderarbeit zu verteidigen und in der rechtskonservativen “Blauen Narzisse” die Brothers Keepers als “schwarze Hassprediger” zu bezeichnen. Auch in seinen sonstigen Absonderungen verdeutlicht der junge Mann, dass dort wo sich unbeschwerter Nationalismus und ökonomistischer Marktfetisch in zärtlicher Umarmung vereinen, der gemeine Kotzbrocken seine Heimstatt hat, einem Ort, wo auch linkspolitische, Staats- und Überfremdungsparanoia an den Wänden wuchern wie prächtig gepflegte Schimmelpilzkulturen.
Sein eigenes Blog nennt K programmatisch opponent.de. K opponiert zum Beispiel gegen den fiesen Mindestlohn. Denn der ist interventionistisch, genau wie grundsätzlich alle fixierten Standards der Menschenwürde. Weil man den Lesern seines Blogs ja mal etwas zum Lachen, was Witziges, Bissiges an die Hand geben will, verzog er sich jüngst in den Keller und kam kurz darauf mit folgender Collage wieder heraus:

Ich schlapp mich lach. Hitler! Förrr den Mindestlohn! Auf einer Seite des Deutschen Gewerkschaftsbunds! Prust. Na klar, denn im Nationalsozialismus steckt ja auch der Sozialismus drin, gell? Zum Niederknien (und Fußbodenpizza backen).
Der Deutsche Gewerkschaftsbund bekam das spitz und fand’s nicht komisch. So erhielt K gestern einen Brief mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrter Herr K,
hiermit fordern wir Sie auf, den auf Ihrer Internetseite www.opponent.de eingestellten, der im Wesentlichen Inhalte unserer Internetseite www.mindestlohn.de sowie das DGB-Logo zeigt, umgehend von ihrer Internetseite zu nehmen. Sollte dies nicht bis
Freitag, den 22. August 2008, 10.00 Uhr vormittags
geschehen, behalten wir uns ausdrücklich alle in Betracht kommenden strafrechtlichen wie zivilrechtlichen Schritte gegen Sie vor. Wir weisen Sie insbesondere darauf hin, dass Sie keine Erlaubnis haben, das DGB-Logo zu verwenden.
Mit freundlichem Gruß
Reinhard D
Klar ist es etwas harsch, auf einen popeligen Blogger und seine solcherlei geradezu Mitleid erregende Versuche, lustig zu sein, zu reagieren. Aber es ist ihr gutes Recht. Zumal der DGB rechtsmittelmäßig sicher adäquat ausstaffiert ist und auch gleich eine Abmahnung hätte verschicken können. Und dass das kostet, weiß man ja seit den diversen “Brötchengates”, die die deutsche Bloglandschaft erschütterten.
Oh tempora, oh mores! Der stalinofaschistische DGB droht uns Monokulti-Heten mit Staatsgewalt plärrt es da aus dem Opponentenblog. Um Solidarität heischend erklärt K:
Ich akzeptiere die Drohung mit Initiierung staatlicher Gewalt gegen mich durch den DGB-Bundesvorstand nicht und werde der Aufforderung aus ethischen Gründen nicht nachkommen. (…bla…)
Darüber hinaus empfinde ich die Drohung durch den DGB nicht nur als Beweis für die Humorlosigkeit der Gewerkschaftsbürokraten, was schließlich noch zu verschmerzen wäre, sondern als offenen Angriff auf die unantastbaren Freiheiten des Individuums, welche die Grundlage für eine friedliche und freie Gesellschaft bilden, im Unterschied zu einem menschenverachtenden, freiheitsfeindlichen Regime wie etwa der DDR, das durch die deutsche Gewerkschaftsbewegung maßgeblich gestützt wurde. (…bla…)
Gewerkschaftsvertreter haben heute einmal mehr ihre Maske fallen gelassen, hinter der sich die hässliche Fratze der Menschen- und Freiheitsfeindlichkeit verbirgt. Die Drohung gegen mich wird nicht dazu führen, dass ich mich dem Willen des DGB beuge. Vielmehr sehe ich es ab sofort als primär an, Widerstand gegen (staatlich protegierte) Gewerkschaften auf allen Ebenen zu leisten und zu unterstützen.
Ich möchte alle Menschen, insbesondere alle Blogger, dazu aufrufen, dem Abmahnwahn hierzulande, dem Drohen mit staatlicher Gewalt, den Einschüchterungsversuchen staatlicher, halbstaatlicher und privater Akteure nicht schweigend zu begegnen, sondern aktiv Widerstand zu leisten. Freiheit ist ein zerbrechliches Gut, das jeden Tag wieder erkämpft und bewahrt werden muss. Einmal verloren, ist die Freiheit nur unter größten Opfern zurückzuerlangen. Gehen wir den Weg in die Tyrannei, den dieses Land schon all zu lange beschritten hat, nicht weiter!
K spielt sich also auf als Vertreter von Meinungsfreiheit, Kämpfer gegen Zensur und Staat, hier verkörpert in Gewerkschaft und Justiz. Nun ja, jedem seinen eigenen Größenwahn. Lieber Marco, darf ich fragen, ob du dich, wenn du bei der Steuererklärung schummelst, wie William Wallace fühlst, beim Schwarzfahren wie Che Guevara, beim besoffenen Autofahren wie Mahatma Gandhi?
Von mir, lieber Marco, gibt’s keine Solidarität, allerhöchstens etwas Mitleid. Denn es hat schon etwas Don Quixote-artiges, sich selbst und das eigene verkackte Weltbild so aufzublähen, dass man meint aus einer nicht lustigen, nein – wirklich einfach nicht lustigen, grafischen Nazi-Gleichsetzung eine Verteidigung angeblich liberaler Werte zu konstruieren. Vorzugeben, dass eine solch erbärmliche Albernheit Satire sei, anderen vorzuwerfen, sie seien humorlos, wenn sie den Humor darin nicht entdecken.
Anderswo kommt man in der Besprechung des Falles gleich mit Arbeiterdichtern:
Kurt Tucholsky (1890-1935) war ein linker Intelletikueller, trat für die Arbeiterbewegung ein und seine Werke wurden wie viele andere auch im Mai 1933 von wildgewordenen Nationalsozialistischen Studenten verbrannt.
Der Schriftsteller, Journalist und Gesellschaftskritiker ist bis heute eine viel- und gernzitierte Persönlichkeit. Eines seiner bekanntesten Zitate lautet
“Was darf Satire? Alles.”
Kurt Tucholsky hatte durchaus recht. Aber wenn so etwas wie obiges Werk schon die Schöpfungshöhe von Satire erreicht, dann bin ich dafür den Begriff gleich ganz zu entgrenzen. Dann wäre ich dafür — und das meine ich hier nur metaphorisch — auch einen Tritt in die Fresse als Satire zu liberalisieren. Lustig wär’s zumindest.
[via gulli]
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Ich bin ja wirklich der Meinung, dass Deutschland ein tendentiell intellektuellenfeindliches Land ist und finde das doppelplusungut. Auch ich stecke mitunter Kritik für meine allzu verschachtelten Satzmonstren ein (freilich oft mit Recht). Aber es gibt dennoch Momente, in denen selbst der Verfasser dieser Zeilen fassungslos vor dem Flimmerschirm sitzt und denkt: Herrschaftszeiten, komm mal runter von deinem Ross. Wenn du mir etwas sagen willst, dann tu’s, aber nicht auf so eine verschwurbelte und unerträglich affektierte Art.
Auf einen veritablen Schwafelhengst, der in einem nicht uneklatanten Ausmaß Bullshit verschleudert, stieß ich während der Webrecherche zu einem eher unwichtigen Problem in einem Computerspiel. Pass auf: worldofplayers.de-Forum, “Politik und Gesellschaft”-Ecke. Ausgangsfragestellung: Findet ihr es sinnvoll, wenn im Saturn die Spielekonsolen erst um 14 Uhr eingeschaltet werden, um Schuleschwänzern keinen Anreiz für ihr schändliches Tun zu bieten? Zuerst: Vorhersagbares Geplänkel. Doch nun betritt der Champion aller Gewichtsklassen den Ring.

Auf das Zitat
Wir ham auch immer geschwänzt obwohl niemand von uns zum Saturn gegangen is was spielen…
Halte die Aktion letztendlich für sinnlos, wenn man keinen bock auf Schule hat findet man immer ne bessere Beschäftigung.
Ob man zur Schule geht ist letztlich auch eine Frage der Disziplin (in einem positiven Sinne, also nicht blinden [sic][1] Gehorsams [sic], sondern der Fähigkeit, bloßen Neigungen zu widerstehen und in Hinblick auf langfristige Ziele verantwortlich zu handeln). Diese Disziplin widerum will anerzogen werden. Wenn aber Teile der Gesellschaft der Disziplin zuwiderlaufende Anreize bieten, also das Projekt der Erziehung untergraben, so wird eine Sozialisation in Hinblick auf eine verantwortungsbewusste Teilhabe an der Gesellschaft erschwert.
Es ist für Lehrer und Eltern sehr schwer, Schülern zu erklären, dass diese zur Schule zu gehen haben, wenn andere “Autoritäten” bzw. Einflussinstanzen den Schülern gegenteilige Normen suggerieren.
Vielleicht trägt die Praxis, die im Eröffnungsbeitrag angesprochen wurde, einfach mal wieder der Tatsache Rechnung, dass Erziehung nicht nur Sache von Eltern ist, sondern durch die gesammte [sic] Gesellschaft vollzogen wird. Das ist nämlich bei uns ziemlich unüblich (man muss sich nur mal anschauen, wie empört manche Eltern reagieren, wenn mal ein anderer Erwachsener ihr Kind wegen irgendeines Fehlverhaltens ermahnt: “Lassen Sie mein Kind in Ruhe! Wie ich es erziehe, ist allein meine Sache.”).
Insofern schließe ich mich MichaDD und Planoraka in deren positiver Bewertung an.
In Berlin wird der Nahverkehr bestreikt. Ab heute stehen die Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen und Fahren still, ab Montag, falls die GDL Eier hat, auch die S- und Regionalbahnen. Dass dadurch umso mehr Autos auf den Straßen sein werden, ist abzusehen, genau wie die dadurch noch derberen Staus zu Berufsverkehrzeiten. Hallelujah, das war ja gestern schon ein Gewusel. Man ahnte, dass die vielen Leute in der U5 alle nochmal wichtige Besorgungen machen wollten, am Alex oder so, bevor’s für 10 Tage nicht mehr geht. Als ob uns jetzt irgendwas Atomares bevorstünde: Schnell noch mal ein Kaffeeservice im Kaufhof erstanden, ein Uhrenradio bei Saturn ergattert, Rinderhack in Weißmehltunke bei Burger King vertilgt. Das Ende ist nah, carpe fucking diem!
Mich fragt ja keiner, aber ich finde so lange wir Freunde haben, auf die wir uns verlassen können, ist noch nicht alles verloren. Drum müssen wir jetzt auch bei den Amis fragen, ob sie uns vielleicht mit einigen liebevoll “Rosinenbomber 2.0″ genannt werdenden Armeeflugzeugen aushelfen, welche die ganz besonders dringend Transportbedürftigen von einem Punkt zum anderen befördern. Die Achse Tegel – Schönefeld, mit Zwischenstopp in Tempelhof wäre doch ganz effizient, einmal quer über Berlin, und auch Fridolf, nein – Friehelm, nein – Friedbert Pflüger (Nichtberliner wissen aus gutem Grund nicht, wer das ist) hätte sein Steckenpferd befriedigt, innerstädtische Lärm- und Dreckherde in relevanter, geschichtsbewusster Nutzung zu erhalten. Was gewiss ein angenehmes Gefühl in ihm hervorruft.
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