Archiv für die Kategorie ‘Menschenskinder’

Lassen Sie mich durch, ich bin frustriert

Frank, 18. January 2014

kinder-prenzlberg

Die taz gilt als linkes Blatt. Eines, das Verständnis aufbringt für die Belange von Migranten und Asylbewerbern, Behinderten und Alten, Arbeitslosen und Armen. Und trotzdem gibt einen reichlich exklusionistischen Artikel in der taz, der seit 2011 kursiert und mir jüngst mal wieder in die Facebook-Timeline gespült wurde. Eine Kaffeehauschefin zieht in „Die Weiber denken, sie wären besser“ über die so genannten „Macchiato-Mütter“ im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg her, einem Buchauszug aus „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“.

Diese im Artikel häufig als „Rinder“ bezeichneten Mütter seien rücksichtslos mit ihren Kinderwägen, wollten unbedingt ihren vegetarischen Bio-Fraß, hätten nix zu tun, stillten in der Öffentlichkeit und vertrieben damit Stammkundschaft, ihre Blagen in Jack Wolfskin-Jacken würden dauerverhätschelt, früher hingegen wurde nicht so ein Zirkus um die Kinder veranstaltet.

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Ein vergiftetes Geschenk

Frank, 13. February 2013

gift

Vor einigen Wochen bin ich, zunächst irgendwo bei reddit, dann noch einmal bei Gilly auf einen Text gestoßen. An den ich mich eben unwillkürlich erinnerte, genau wie an mein Vorhaben, dazu etwas zu schreiben. Er mag etwas anachronistisch wirken, aber wenn die Muse einen schon mal mit dem Vorschlaghammer trifft … Vorgeschichte: Eine Mutter in den USA schenkte ihrem Sohn ein iPhone zu Weihnachten. Um dieses aber zu erhalten, muss er erst einen informellen Vertrag mit seinen Eltern unterzeichnen, der folgenden Inhalt hat:

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high-tech-crap II

ciphaDOTnet, 12. December 2012

in folge #2 war eigentlich weniger schwierig, was genau in die nächste top-hightech-bullshit-liste soll, als vielmehr in welcher reihenfolge. ich habe mir mehrere wochen den kopf darüber zerbrochen (wirklich jetzt. aber nicht am stück.) und bin zu dem schluss gekommen, dass es diesmal definitiv zwei sieger geben muss. Weiterlesen »

regen ist ein segen

ciphaDOTnet, 1. August 2012

ich finde es immer wieder geil:  als bekennender misanthrop ist es für mich eine wonne, wenn mitten im hochsommer der wolkenbruch kommt. in der nachbarschaft wird selbst samstags gehämmert, gesägt und/oder gebohrt, die unnützen familien sitzen auf ihren spiessigen terrassen und es kleppert permanent das geschirr, während ich versuche auszuspannen, mich zu konzentrieren und/oder zu arbeiten, geistig, fernab von ihren nutzlosen alltagssituationen. und dann, angekündigt oder nicht, es spielt keine grosse rolle: regen.

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Aggropolis

Frank, 23. June 2012

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Lomogirl auf Berlintournee

Frank, 2. July 2011

retroriker

Coole Texte fangen so an:

Ich sitz’ in Osnabrück im Hotel und schau’ einen Porno
mit Handlung
No Brain, no Pain
Was mache ich hier eigentlich?
Bin ich doof, bin ich tot oder is mir einfach langweilig?
No Brain, no Pain

Weniger coole Texte fangen hingegen so an:

Ich fahre ohne Ziel und Zeitdruck mit der Ringbahn um die Stadt herum, beobachte Menschen, schreibe Dinge auf, lasse mich inspirieren und versuche, mich zu entspannen.

Und so ist dann das Elaborat von freitag.de-Redakteurin Mike Hanke Maike Hank eine öde Beschreibung einer sowieso schon langweiligen Handlung: Mit der Ringbahn um Berlin drumrumzufahren.

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Müllmänner!

Frank, 21. December 2010

Bei allem Respekt für euren prestigeunterbehafteten Berufstand und die zuweilen mörderharte Arbeit, die ihr so verrichtet, eine Frage: Ist die Tatsache, dass ihr nach eurem frühmorgendlichen Tagwerk in unserem Haus — trotz deutlich sichtbarer Hinweise (“Bitte Tür schließen”, respektive “Tür zu!”) — sämtliche Ein- wie Auslässe zu Straße und Hinterhof sperrangelweit offenließt, sodass die grimmigkalten minus neun Grad Celsius, die ja momentan gerne mal herrschen, noch viel leichter durch den Hausflur in unsere leider viel zu schlecht abgedichtete Altbauwohnung influieren konnten, eigentlich passiv-aggressiv-frustriertes Arschlochtum oder doch eher kapitale Bräsigkeit von amöbialem Niveau? Vielleicht irgendwie sogar beides?

hinterhof

Für die morgendliche Wohnungsfrische von gefühlt 2 Grad Plus bedanke jedenfalls nicht nur ich mich, sondern auch meine liebe Frau (schwanger, 6. Monat). Frohe Weihnachten, ihr Lurche.

Brüste von nackten Frauen

Frank, 26. September 2010

ffffffffffffffffuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuAn sich sind Brüste von nackten Frauen eine gute Sache. Aber ich will so etwas nicht auf Webseiten sehen, bei denen ich Sitcom-Folgen oder so ähnlichen Schmu herunterladen will. Vor allem, wenn sie ihre schändliche Sexpopup-Existenz an allen Werbeblockern vorbei ausagieren können und ich mir nichtmal die zentrale Download-Seite von einer bestimmten Serie bookmarken kann, weil man mich beim Klick darauf immer wieder auf die Startseite zurückwirft, wo ich mir dann schon wieder diese bekackte Pornoscheiße angucken muss. Ich verstehe ja, dass sich so ein umfangreiches Rapidshare-Dateiarchiv auch irgendwo finanzieren muss, aber es nervt einfach, und das wird man ja wohl auch nochmal sagen dürfen.