Archiv für die Kategorie ‘Kalte Wut’

"Geh wieder zurück in kindergarten" – eine Gegendarstellung bezüglich Sarah Connor

Gastautor, 3. November 2007

Es soll ja niemand behaupten, wir vom Craplog nähmen unsere Leserschaft nicht ernst, gerade die kritische. Neulich trudelte mal wieder ein Kommentar zum legendären “Verbietet Sarah Connor!”-Artikel von ovit ein. Dieser Kommentar war nicht nur eine prima Zusammenfassung der zuvor von den empörten Mitgliedern des Sarah Connor-Fanforums zahlreich geäußerten Kritik sondern auch noch superleidenschaftlich geschrieben und stilistisch voll Craplog-kompatibel. Deswegen habe ich uns entschlossen, crazy-an014s Kommentar unzensiert, ungekürzt, authentisch und exponiert in Form eines gesonderten Artikels zu veröffentlichen. -maloXP

zahnspange

Hallo???? Gehts eigentlich noch??? Wie behindert kann man nur sein ja??? Sarah Connor ist die aller aller beste, geilste,einzigartigste,schönste und sexyste Frau die ich nur kenne!!!! Sie ist um es kurz zu sagen die beste Sängerin auf ERDEN-einfach eine MUSIKGÖTTIN ja?! Und sie wird eben nicht verboten da kannst du labern was du willst denn so viele Fans wie sie hat wird sie nie untergehn das das mal klar ist!!!!Sie hat eine so hammer Stimme und ist sowas von nett warum sollte sie verboten werden??? Außerdem hat sie noch nie was schlimmes getan wofür sie verboten werden sollte also!!! Und nur so zu Info wegen diesen Peinlichkeiten da wie z.B. des bei “Wetten dass” jadem kann mal ein ausrutscher passieren und jeder macht mal Fehler!!!! Als ob du so perfekt wärst!!!! Davon kannst du ja nur träumen da du eh nix in deinem Hirn drin hast weil sonst würdest du nicht so einen Bullshit labern klar? Außerdem hatte sie nen Tanga drunter, pass mal auf was du sagst bevor du irgendwelche Lügengeschichten verbreitest!!! Genau wie des mit dem Playback das war LIVE fals du was mit den Ohren hast, würde ich nen Ohrenarzt empfehlen!!! Und dein Spruch: Keiner kauft sich diesen Mist aber in Charts immer weit oben, den kannst du wegschmeißen überleg mal was du sagst, warum ist sie wohl in den Charts immer weit oben? Weil die Welt ihre Musik liebt !!! Außer dir narürlich du bist ja sowieso so ein fall für sich ich sag nur VOLLIDIOT!!! Ach ja, und fals du den ganzen Text nur aus eiversucht geschrieben hast weil du vlt. auch gerne so berühnt wärst dann sag ich nur: Steck dich in Gulli und bleib da, weil da gehörst du hin!!! Also du scheiß Arsch beleidige nie wieder Sarah Connor und lass sie einfach in frieden oder du bekommst es mit mir zu tun klar? Oder mit Sarah persönlich und da würde ich dann wirklich aufpassen denn es könnte ja möglich sein dass sie dann die Polizei einschaltet und die dann überprüft von welchem Computer der Text kam aber das man das rausbekommen kann das wusstest du ja nicht weil du ja eh zurüchgeblieben bist!!! Also ich wünsch dir noch viel Pech in deinem weiterm Leben und hoffe das du veroten wirst!!!! Geh wieder zurück in kindergarten lerne was und dann siehst du schon weiter……

Bild: dr. motte (ja – genau der, cc)

Open Brain 2.0

.markus, 28. Oktober 2007

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Foto: YGGG (cc)

Für die Sieben-Meilen-Stiefel des rasanten technischen Fortschritts findet sich heute immer eine begeisterte Masse, die freiwillig in diese schlüpft, um als Wirtschaftszombi-Armee bereitwillig für den Fortschritt zu marschieren. Aber nicht alles was neu ist, glänzt. Terry Pratchett schrieb mal in einem seiner Scheibenweltbücher:

“Wenn man einen Knopf aufstellen würde, mit der Aufschrift >Ende der Welt Knopf, NICHT DRÜCKEN<, die Farbe hätte nicht mal Zeit zu trocknen”.

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liebe kameramänner

ovit, 25. Oktober 2007

die ausübung eines berufes ist nicht immer leicht. vor allem dann, wenn menschen nicht so funktionieren, wie man sich es wünscht. das craplog scheut sich nicht, die eigenen medaillen umzudrehen und auch das verhalten der kameraleute zu hinterfragen, die mit ihrer überteuerten technik meinen alles zu dürfen.

seit geraumer zeit fahre ich in berlin mehr regionalbahn als sbahn. sei es eine signalstörung oder eine liegengebliebene sbahn in sichtweite. da man nach feierabend auf solche eskapaden entsprechend viel lust hat, steigt die gude laune auf sven-väth-niveau an. also wechselt ein von menschen überfüllter bahngleis im kollektiv das transportmittel und minuten später reibt man sich schon in einem dieser regionalzüge aneinander. man macht ja alles für ein beheiztes zu hause.

endlich am ostbahnhof angekommen, muss man sich dann auch noch filmen lassen, von einem typen der meint, dass alle menschen, die sich aus dieser bahn raus- und reinquälen ein bedürfnis danach haben, dass dieser monumentale vorgang für die nachwelt festgehalten wird. dieses verhalten erinnert an einen bundesinnenminister, der seine kamera auch immer da hinbaut (hinbauen möchte) wo sich viele menschen gleichzeitig befinden.

da hilft nur eins: in die kamera winken, freunde und bekannte grüßen, dämliche fragen stellen, auf die linse fassen oder ein paar beleidigungen richtung dieses menschen pfeffern. nur so kann wirklich garantiert werden, dass man aus sinnbefreiten einspielern, die aller wahrscheinlichkeit nach im falschen kontext benutzt werden, auch wirklich herausgeschnitten wird.

darf man nun in diesem land gefilmt werden wie man will? was darf der kameramann, was der schäuble nicht darf? ich will nicht in irgendwelchen filmbeiträgen auftauchen ohne das ich meine mimik darauf vorbereiten konnte und überhaupt. was ist denn das bitte für ein scheiß? kein respekt für kameramänner. verderbt den medienleuten den spaß an ihrer arbeit. grinst und winkt und nervt! anders kann man solchen menschen nicht beikommen, die glauben, mit ihrer teuren technik hätten sie einen freifahrtschein um alles und jeden aufzunehmen.

bka-terror II

cipha, 18. Oktober 2007

man hört viel über das bka und lesen tut man noch viel mehr. inzwischen wissen wir: dort arbeiten nur die weltbesten überhacker, die mit ihren tools und programmen so dermassen viel zum fortschritt der technik beigetragen haben, dass ein leben ohne das bka für das internet wohl das aus bedeuten würde (einer landläufigen theorie zufolge hat das bka nicht nur das internet, sondern auch chuck norris erfunden und rfs war da nur die logische konsequenz).

aber spass beiseite.

vielleicht kennt jemand die geschichte des soziologen andrej h., der seit september 2006 vom bka observiert wird, weil man ihn für einen terrorverdächtigen und kopf der “militanten gruppe” hält. somit will man ihm auch die planung des anschlags auf die bundeswehrautos ende juli anhängen. nicht nur seine anwältin sagt, das ist alles quark, sondern es gibt auch eine petition, die wissenschaftler-kollegen ins leben gerufen haben:

http://www.freeandrej.net.ms/.

jetzt zum eigentlichen, wirklichen bka-terror:

was passieren kann, wenn das bka einen auf dem kieker hat, kann man quasi LIVE bei

http://annalist.noblogs.org/

nachlesen. besonders den text telefonterror II solltet ihr euch mal geben.

wer geglaubt hat, dass die ddr-stasi alles war, was dieses land an üblen geheimdiensten zu bieten hatte, der wird gründlich eines besseren belehrt. in der heutigen welt zu leben und zu existieren kann aufgrund solcher informationen wenig erfreuliche gefühle hervorrufen.

aber was tun?

wegrennen geht nicht, jedoch habe ich das gefühl, das system läuft amok, wie es ihm gefällt und alles, was uns bleibt, ist die rolle des zaungastes.

ich bin kein freund von waffen, aber es gibt momente, da könnte ich worte getrost beiseite legen und wieder in den primaten-zustand zurückfallen, indem ich mich einfach in einen panzer setze und drauflos fahre, um zu sehen, was passiert.

wer ein visum zu verkaufen oder zu verschenken hat, der möge sich bitte bei mir melden, ich bin dann mal weg. (egal wo, hauptsache weit weit weeeeiiiiitttt weg.)

übrigens: ab dem 1. november werden eure reisepässe das erste stadium des schily-wahns durchmachen müssen. wer noch einen alten reisepass hat, auch wenn er nicht kaputt ist oder noch läuft, könnt ihr den diesen(!) monat gegen einen neuen eintauschen, der keine schily-depperten ideen beinhaltet. mehr informationen dazu liefert der ccc. es bleiben noch 13 tage!!!

Über die Reparatur und Optimierung von Kindern

.markus, 16. Oktober 2007

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Kinder sind unsere Zukunft. Ein Satz, der in jeder Bildungsdebatte als unangefochtenes Fundament festzementiert wird. Darüber planen die Architekten der Staatspädagogik und Bildungspolitik jedoch ein garstiges Haus, in dem wir und unsere Kinder lernen sollen. So sehr die Debatte über die Bildung auch gespalten scheint, eins eint die Disputanten, die Optimierung von heranwachsenden vollfunktionstüchtigen Arbeitskräften, die im jungen Alter für den globalen Wirtschaftsmarktkampf gerüstet werden sollen.
Die einseitige Ausrichtung der Bildung auf Wirtschaftlichkeit und Produktivität erschreckt mich immer mehr, weil es der symptomatische Ausdruck eines neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Menschenbildes ist, dem auch das zynische Wort “Humankapital” entspringt.

Solche Fernsehdebatten sind entsetzlich. Neben dem unbändigen Wunsch volltrunken und pöbelnd dabei zu sitzen und schallend laut, über jeden dummen Spruch, über jeder hohle Phrase zu lachen, überkommt mich eine schaudernde Gänsehaut, wenn ich solch Vokabular und Gedanken höre.
Wenn die aktuelle Forschung festgestellt hat, dass 30% (Oder so. Fakten, Fakten, Fakten gibts im Focus) der Gehirnkapazität bei einem fünfjährigen Kind ungenutzt bleiben, schreit das förmlich nach einer schulischen Frühförderung. Man könnte einem Neugeborenen ja auch gleich mal das Alphabet vor den Latz knallen, wenn es das Licht der Welt erblickt. Da schlummert noch ungeahntes Potential! Ansonsten, Kinder sind eine denkbar schlechte Kapitalanlage mit furchtbar mieser Rendite für Eltern und für Vater Staat. Erst der teure Kindergarten, dann die Schule – das undankbare Pack schließt mit einem durchschnittlichen Abitur und bricht sein Studium später ab, fehlt dann der Wirtschaft als Leistungsträger und Konsument.
Etwas anderes als Akademiker geht schon mal gar nicht und als solcher hat man sich gefälligst zu vermehren, um putzige kleine Akademikerkinder in die Welt zu setzen. In klassischen Ausbildungsberufen kann man ja schlecht so zwei, drei, vier Nobelpreise am Tag für Deutschland holen und im internationalen Vergleich, sich auch nicht mehr sehen lassen. Schreiner, Friseur, Elektriker, die kannste alle vergessen. Hat keine Zukunft, wir müssen unsere Kinder optimieren, Bildungsschäden reparieren und unsere Defizite ausgleichen. Sonst kacken wir ab und die Japaner mit ihren Bildungskasernen überholen uns, überbervölkern die Welt mit Nobelpreisgewinnern und PISA-Spitzensitzplätzen in der ersten Reihe.

Dass unser Bildungssystem krankt, ist keine Frage. Es krankt aber wegen (und an) der Ausrichtung auf wirtschaftliche Interessen und an der mangelnden Bereitschaft in Menschen und nicht in “Humankapital” zu investieren – zu investieren mit Stellenwert, Personal und Geld.
Bildung ist nicht Wissen, Qualität ist nicht Quantität und der Wert von Bildung kann nicht in wirtschaftlichen Größen gemessen werden. Kinder sind unsere Zukunft, so oder so – was für eine, das ist noch die Frage.

Foto: Cyborg (cc)

herr, lass brennende kippenstummel regnen – oder hirn

ovit, 10. Oktober 2007

Da steht er nun, Ernst Erwin Huber[1] auf dem neuen Balkon seiner neuen 3-Zimmer Wohnung. Seit er endlich diesen neuen Job in der Medienbranche gefunden hat und die SEO-optimierte Affliate-AdLink-AdSense-Werbung auf seinem drittklassigen Weblog läuft, geht es mit ihm wirklich bergauf. Erst fand er eine Freundin, die er endlich auch mal gar nicht so hässlich findet und dann geht es auch so schnell, dass beide zusammenziehen. Ernst Erwin kann sein Glück kaum fassen. Jetzt steht er in einem Yuppie-Bezirk, in dem die Gentrifizierung schon im vollsten Gange ist, auf seinem neuen Balkon und steckt sich erstmal eine Zigarette an.
Früher lebte Ernst Erwin in einem Großstadtbezirk, der für den Prozess der Verdrängung nie interessant sein wird, und rauchte auf dem Balkon eines Plattenbaus und jeder Rülpser hallte durch den verlassenen Hinterhof wider. Diese Ruhe kotzte Ernst Erwin an. Doch jetzt ist alles anders, dachte Ernst Erwin, und freute sich diebisch wie toll belebt das alles am Tag und in der Nacht ist. Und mit ganz viel Glück lässt ihn die Freundin heute Abend noch ein bisschen fummeln, dachte Ernst Erwin und schnippte seine aufgerauchte Zigarette genüsslich vom Balkon, um es sich vor seinem neuen Flat-Screen-Fernseher gemütlich zu machen, den er bei der Media-Markt-Eröffnung unter Einsatz seiner beiden Ellenbogen ergattern konnte.
So kommt es, dass ich den Kiez von Ernst Erwin durchqueren muss, um die Ecke der Gegend zu gelangen, in der die Geschäfte alle 3 Monate mit einem neuen Inhaber und im besten Falle mit einer neuen Idee auftauchen und natürlich auch immer verschwinden. Die Musik hat sich langsam und allmählich beruhigt und ich fühle, wie ein paar Sinne und Kräfte den Weg in meinen Körper zurückfinden. Vor mir zwei Frauen, eine davon mit einem Kinderwagen und plötzlich ein roter Strich, der vom Himmel Richtung Erde saust und sich genau in den Kinderwagen reinbewegt. Da stehen also nun diese beiden Frauen, schlagen auf den Schlafsack des kleinen im Kinderwagen verweilenden Babys sein, um die brennende Asche schnellstmöglich zu entfernen, das Kind mit einem Riesenschrecken in den Augen und ein Assi, der die Mutter noch ankeift, das sie bloß nicht das Baby aus dem Kinderwagen heben soll, wenn sie diesen schon mit ihrer Zigarette anzünden muss. Die Information, dass diese Zigarette “von oben” kam, quittierte er mit einem mehrfachen Fauchen und Zischen.
Da erfüllte sich das erste mal eine Grundpanik in dieser Stadt, die ich nicht nur zu Sylvester empfinde. Bisher sah ich brennende Zigarettenstummel in meiner Kapuze oder in den Nacken fallen, jedoch noch nie sah ich es in einem Kinderwagen und erst recht nicht so dicht an junger und unversehrter Haut.
Der Blick in den Nachthimmel war sinnlos, denn einer dieser verfickten Ernst Erwins saß schon lange wieder vor dem Fernseher und spielte an seiner Nudel herum, rücksichtslos, wie seine Erziehung es ihm beigebracht hat, aber solange er sich eine überteuerte Wohnung in einem “trendigen” Bezirk leisten kann, hat er allen Grund ausschließlich an sich selbst zu denken und nicht an die Menschen, die den ganzen Tag auf dem Weg vor seiner Wohnung von links nach rechts gehen. Verklagen auf Verhaften muss man solche Vollpfosten, alles nach $129a, mir egal, aber irgendwie muss man die Idiotie bekämpfen. Und freier Wohnraum entsteht dann auch.

Foto: Sindre-Wimberger (cc)

  1. Name von der Redaktion geändert [zurück]

öffentlicher terror

cipha, 4. Oktober 2007

öffentliche verkehrsmittel sind folter. man erreicht die orte, die man gerne erreichen möchte, zu definitiven unzeiten. man sieht menschen, die man niemals sehen wollte und bekommt dinge mit, die man nicht im entferntesten hören wollte. man sitzt dicht gedrängt zusammen mit dem querschnitt der gesellschaft, auf den man gut und gerne auch verzichten könnte. es stinkt. am wochenende wird aus den fenstern gekotzt. kleine wichte hören auf ihren multimedia-handys unnütze musik in einer lautstärke, dass es der komplette zug hören kann, aber eigentlich gar nicht hören will. (wisst ihr noch, was ihr mit 10 oder so gehört habt!? there you go.) die anderen passagiere sind entweder zu dick, zu alt, zu jung oder zu hässlich. die romantische annahme, dass zumindest einmal pro tag eine natürliche schönheit vorbeikommt, die einem den tag dann rettet, ist nicht mehr als ein hirngespinst. ohne kopfhörer bist du verloren. am besten liest man mit gesenktem kopf irgendwas und wenn es nur die werbeseite vom saturn ist, nur damit man das elend nicht mitansehen muss. baby-gepläre, viel zu junge mütter. manager mit laptops und smartphone. handy-junkies. handy-junkies. handy-junkies. alle zwei minuten ein zwischenstopp. versiffte sitzplätze, mcdonalds-reste, ausgelaufene müllermilch-packungen, klebrige cola auf dem boden, fettige flecken von an die fenster gelehnten köpfen unbekannter herkunft, man kann die bakterien förmlich auf den stangen, haltegurten und stopptasten tanzen sehen. jemand niest, shit, dann nochmal, fuck, ich stehe auf, verzichte auf meinen sitzplatz und stehe lieber.

multipliziert man diese szenerie mit 18 monaten und addiert noch sämtliche attribute eines “ganz normalen tages mit öffentlichen verkehrsmitteln” dazu, die ich vergessen habe, kommt man auf nur ein ergebnis: terror. die tägliche dröhnung von durchschnittlich 30-45 minuten kann ich jedem empfehlen, der im grosstadtdschungel nach neuen extremsituationen sucht.

seit montag habe ich meine fahrlizenz wieder. die öffentlichen nehme ich nur noch, wenn ich wirklich stern-hagel-voll bin. und wenn der scheiss sprit 3€ pro liter kostet: lieber fahre ich fahrrad, als dass ich mir diesen film nochmal gebe. from my cold dead hands. tschüss, ich fahr jetzt.

Endlich Urlaub

Frank, 2. Oktober 2007

flughafen

Man ist gelandet. Der Hals ist ausgedörrt, weil die Stewardessen und Stewards die Getränke nur in Fingerhüte auszuschenken angewiesen sind, weil: Sparmaßnahmen. Man befindet sich in der hässlichsten Flughafenhalle der Welt, hat sich stundenlang den Hintern komatös gesessen, keine Lust mehr auf all die dämlichen Leute um einen herum und weiß, dass einem noch eine beschwerliche stundenlange Busfahrt bevorsteht, der Temperaturunterschied macht einem schon hier drin zu schaffen – und dann das.

Kofferkulis sind die riesigen Einkaufswagen-ähnlichen Gefährte, auf die man das zu 90% sowieso unnötig in den Urlaub mitgebrachte Zeug stapelt, um daraufhin derlei vollgepackt das wegen der willkürlichen Richtungsänderungen unsteuerbare Gefährt in die Hacken ausnahmslos jeder am Wegesrand stehenden Omi fährt.

Amok möchte ich laufen, wenn bei der Gepäckausgabe am Flughafen die Leute mitsamt ihrer kompletten Familie und einem ebensolchen, natürlich quer gestellten, Kofferkuli in erster Reihe das Gepäcklaufband blockieren. JA SACHT MA, HERRSCHAFTEN, ISCH GLAUBET HACKT! Da! Da naht schon mein Gepäck und ich komme nicht dran, weil ihr hier rudelweise Maulaffen feilhaltet und euch breitmacht als gäb’s niemand anders auf der Welt? Argh!

Ich konnte die Aufregung über blöd geparkte Autos (”Wenn der da nicht so stünde, könnten da zwei andere reinpassen!!1”) nie nachvollziehen. Bis zum 2. September 2007 um 19:00 Uhr, in einem Betonquader irgendwo am Mittelmeer.

(Dieser Text ist zweitverwertet, aber im Sinne der hiesigen Gepflogenheiten erweitert. Er erschien zuvor im Rahmen eines umfassenderen Urlaubsberichtes in meinem eigenen Blog.)