Archiv für die Kategorie ‘Kalte Wut’

be good? bigott.

Frank, 1. Februar 2008

Eine sogenannte Nachrichtensendung, die mich umfassend über die neuesten Weirdo-Stories von Britney Spears informiert, danach lang und breit über ihre Krankheitsgeschichte referiert, mir eine Diagnose für den “Ex-Teeniestar” an die Hand gibt (es ist was Psychisches), Bilder ihrer traurigen Kinder und ihres verstörten Ex-Ehemannes zeigt, danach noch ein paar flockige, tittenbetonte Ausschnitte aus Musikvideos des Mädels bringt und es wagt, sich zum Schluss auch nur im Ansatz kritisch gegenüber der Verfolgung Spears’ durch Paparazzi zu äußern, die gehört nicht nur nicht geschaut, die gehört geächtet.

fuck springer II

cipha, 29. Januar 2008

malo weisst immer mal wieder darauf hin, was der springer-verlag eigentlich für ein saftladen ist.

selbstverständlich nehme ich diese nazi-parallel-welt ebenso wahr, überlege mir allerdings derzeit, wie ich den text perfekt mache, damit er der strunzdummen “friede” endlich endgültig ins gesicht schlägt, so dass beide augen gnadenlos abfaulen und ihr gehirn durch hakenkreuze durchlöchert wird.

die “bild” ist weder “unabhängig”, noch “überparteilich”. jeder halbwegs intelligente leser mit einem iq von mindestens 70 dürfte das inzwischen bemerkt haben. in deutschland ist der springer-verlag und alles, was mit dran hängt, meines erachtens noch schlimmer, als der ganze brainwash, der aus hollywoods schizo-fabrik kommt. dieser verlag verseucht nicht nur deutschland, sondern nimmt sich derzeit auch europa vor, was endlich aufhören muss. der grössenwahn-gedanke durchzieht nicht erst seit gestern diese kalte industrie-nation. darum möchte ich jeden bitten, der der fotze friede springer über den weg läuft, ihr ins gesicht zu schlagen, am besten mit einem schlagring oder wie in “sin city”, mit einem ninja-stern. so kann und darf es nicht weitergehen.

wer jetzt denkt, das sei schon hart, dies ist nur ein intro. der springer-verlag gehört mir, den knöpfe ich mir selber vor. seht das hier als eine kleine form der einleitung. das wird noch sehr sehr lustig. versprochen. und ich halte normalerweise mein wort. die leute, die mich kennen, werden das wissen.

FUCK SPRINGER! und weiter gehts…

Dies ist nur ein Grotesksong

Sebastian, 25. Januar 2008

Ach. Du. Scheisse. Ich musste jetzt erstmal ewig hin- und her überlegen, wo ich diesen Scheiss unterbringe: Ins msbwy, weil es ja irgendwie, also rein technisch, mit viel Liebe [...] (Stunden später) Musik ist, oder ins craplog, weil ich mir ob der hirnverbrannten Scheisse, die ich da eben gehört habe, die Ohren abschneiden wollte. Mit einem Löffel. Ich meine, ich habe jetzt grad 3x das Wort Scheisse benutzt, das kommt auch nicht von ungefähr. Aufgrund des grotesken Charakters des Einspielers, der gleich folgt, habe ich mich für den Abfallkalender entschieden. Und für’s craplog. Ach, und für’s msbwy. By your powers combined!

Also, eben, bei Schmidt und Pocher, wurde es schon gezeigt, ich war so perplex, dass ich den Rest der Sendug nicht mehr klar denken konnte. Ich halte ja Hirnfrost nach wie vor für eine von Roseanne lancierte Urban Legend, aber Synapsenbrand, das gibt es, das habe ich eben gehabt nachdem ich dieses Video von Bernd Stelter gesehen habe:

Lebt denn der deutsche Holzmichl noch? Ja, der deutsche Michl lebt offensichtlich, auch wenn ich nie an ihn geglaubt habe (stilistische Dopplung: eigentlich hat sich die Legende schon früher in Luft aufgelöst.)

Meine Fresse, hier kommt ja alles zusammen: Karneval, Blut-Schweiss-Sperma-Durchhalteparolen, Jürgen Rüttgers zeigt demonstrative “Mit uns nicht!!!111″-Volksnähe. Eingebunden in absolute Arhythmik und dem, was “Die Deutschen *schluchz*” (Copyright Matthias Matussek) am besten können: Klatschen.

Der Bandwurm aus tieftriefigem Patriotismus (ich erhebe an dieser Stelle schonmal sämtliche Ansprüche an das Wort Køltørbereicherer, hihi) setzt sich, selbstverständlich, in den Kommentaren fort. So sagt z. B. Tassimausi:

Super !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Danke Bernd

Oder auch sehr schön tomtotal:

Hier spricht das Volk – Danke Bernd !!!

Aber am schönsten sagt es wohl schoggotv:

Das Lied gegen Nokia könnte noch zum Klingelton im laufenden Fasching werden.
Bernd Stelter, Dein Anti-Nokia Lied ist super, Danke!

PS für Nokia: Seht Euch das Video mit dem Anti-Nokia Lied gut an, so klingt und klingelt’s, wenn ein Volk zusammensteht und ziemlich wütend, dabei nicht machtlos ist.

bzw. xania2008:

Den Klingelton nehm ich sofort

Klingeltöne! Klingeltöne! Das ist also der neue Protest. Klingeltöne, nein: Protestklingeltöne! Auch für Nokia. Da muss man auch erstmal drauf kommen. Erstmal high-five an Bernd Stelter, dass er aus der Misere der Bochumer Arbeiter, die mir im Übrigen wirklich leid tun, noch ein paar Kröten zu ziehen vermag und nochmal dafür, dass hier sicher die volle Distanz der Verwertungskette gegangen wird. Bis zum Klingelton, welcher sich in der Verwertungsnahrungskette (gleich nochmal Besitzansprüche anmeld) bekanntlich ganz weit unten befindet.

Disclaimer: Ich halte Nokia im Übrigen für eine sehr gute Marke. Mein erstes Handy, das 3210, hat mir lange gute Dienste geleistet. Überhaupt war es seinerzeit das meistverbreitete Handy, weil’s einfach geil war. Das 6610i war auch sehr gut. Idiotensicher. Jetzt habe ich ein Motorola und das ist nur okay. Nokia: Daumen hoch!

Warum ich die Nazi Twins bei weitem nicht so dermaßen zum Kotzen finde wie Roland Koch

Frank, 5. Januar 2008

Tazi-Nwins

Wäre ich momentan nicht so müde, ausgemachtem Schwachsinn mit Argumenten zu begegnen, ich tät’ was Ähnliches schreiben zu den absonderlichen Absonderungen von Koch/Merkel/Beckstein wie der Spiegelfechter. Nur nicht so pointiert und eloquent. Also schell rüber mit dir, Leser.

Oh noch da? Selbst schuld. Hier also unpointiert und ineloquent.

Nein, es ist nichts Falsches daran, darauf hinzuweisen, dass junge Leute mit Migrationshintergrund häufiger kriminell und gewalttätig werden. Das ist Realität, empirisch belegbar. Nur ist es vom Kontext der Äußerung und von der Bereitschaft, Gründe zu sehen und Schlüsse zu ziehen, ob es angemessen ist, darauf hinzuweisen. Zustimmen könnte ein vernünftig denkender Mensch wohl, wenn da einer sagt: Nein, der Koran oder ein irgendwie rassisch bedingt niederes Wesen des Kümmeltürk hat damit nix zu tun — Vielmehr ist es ein teuflischer Kreislauf aus mangelnder Integrationsbereitschaft auf beiden Seiten, gepaart mit Xenophobie bei den Einheimischen, prekären Lebensverhältnissen, Distinktion, Ghettoisierung in einigen urbanen Gegenden sowie der allgemein mangelhaften sozialen Mobilität in Deutschland, der zu so etwas führt. Aber kann man denn von Deutschlands Spitzensondermüllfabrikateuren “Bild”, RTL 2 eine halbwegs differenzierte Sichtweise erwarten? Nö, das versteht der Konsument doch gar nicht, was das heißen soll. Wie soll er denn auch? Der liest doch immer “Bild” und schaut RTL 2!

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Eine Welt aus Papier

Sebastian, 3. Januar 2008

In anderem Zusammenhang habe ich einmal Reinhard Mohr als den Franz-Josef Wagner von Spiegel Online bezeichnet. Dazu qualifiziert ihn die Tatsache, dass er wie dieser nichts mehr mitkriegt, nichts mehr mitkriegen will und zugleich als Folge und als Kompensation dieser Verfassung umso meinungsstärker auftreten zu müssen meint und auch zu dürfen glaubt. All dies wird derzeit trefflich illustriert durch den Artikel “Hartz Hunter Reloaded” vom Batz, den ich bei Gelegenheit durchzulesen bitte.

An dieser Stelle ein kurzes Apropos, quasi von “Netzaffe” zu Papieraffe an Herrn Bernd “Qualität” Graff sowie, quasi von “Pawlowschem Hund” zu Pawlowschem Pfau, an Herrn Johannes “lesenswerte Texte, die von Liebe handeln” Boie und all die anderen Verteidiger der Informationshochkultur gegen die Generation Klowand: Sie haben ja in Teilen Recht mit Ihrer Kritik an Bloggern und Blog-Kommentatoren. Aber sicherlich kennen Sie auch jene Redensart, in der Steine und ein Glashaus vorkommen. “Das wirkliche Schlachtfeld ist die Öffentlichkeit in unserem Land” sagte einmal Donald Rumsfeld, also einer, der in Machtfragen wohl als nicht ganz unbedarft angesehen werden kann, in bezug auf den Kampf um die öffentliche Meinung, den zu verlieren in der modernen Gesellschaft bedeutet, überhaupt zu verlieren. Und er sagte es im Kontext eines Gespräches über den Irakkrieg.


Bild: giginger (cc)

Bitte, Herr Graff, Herr Boie, Herr Schirrmacher etc., lesen Sie Batzens Beitrag, überwinden Sie Ihren Abscheu, der sicher toben wird, wenn Sie feststellen, dass darin Kraftausdrücke Verwendung finden und die Ortographie ihre Mängel hat, stoßen Sie bis zum Inhalt vor und – kehren Sie verdammt noch mal vor Ihrer eigenen Tür. Sie haben gesellschaftlichen Einfluss. Sie bereiten Kriege und Pogrome vor, Sie zetteln soziale Konflikte an, Sie impfen tagtäglich Millionen von Menschen die Überzeugung ein, Unrecht sei Recht, indem Sie es mit jener Teilnahmslosigkeit referieren, wiederkäuen und zur Gewohnheit machen, die Sie Professionalität nennen, und es auch gerne mal direkt herbeirufen. Sie schlagen Schlachten, ohne dafür rechenschaftspflichtig zu sein, und proklamieren jetzt, dass die Welt untergeht, wenn Sie dabei auch mal selbst eine kleine, symbolische Ohrfeige abbekommen.

Zählen Sie einfach mal die Leichen, über die die von Ihnen maßgeblich geschaffene öffentliche Meinung immerzu geht, bevor Sie schreibenden Privatleuten Vorhaltungen machen, weil diese den Journalistenknigge nicht gelesen haben, ihn vielleicht auch gar nicht lesen wollen und mit ihren ungehobelten Umgangsformen Ihr Feingefühl düpieren. Dann sähe man sich in diesen Kreisen vielleicht auch stärker veranlasst, Ihnen in dieser Sache überhaupt zuzuhören.

AW: Eugenik und die allgemeine Gebärpflicht

.markus, 27. Dezember 2007

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Foto:pokpok313 (cc )

Klicke-di-Klick. Such. Klick. Klick. Klick. Such. Klick. Das Internet ist eine phantastische Möglichkeit um auf Dinge zu stoßen, von denen man bisher meinte, sie würden gar nicht existieren. Von den wunderbaren Seiten der Vernetzung mag ich hier nicht reden – wir befinden wir uns auf dem CrapLog – sondern von den Abgründen der freien Meinungsäußerung. Über den Senf von Leuten, die nicht einmal wissen, was Würstchen sind. Über den Wahnsinn, der manchmal nur 2-3 Klicks entfernt ist.
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Wenn man nur ganz fest dran glaubt…

Sebastian, 1. Dezember 2007

Die Wahrscheinlichkeit, eine 6 zu würfeln ist 1/6.
Bei 6 Versuchen macht das 6×1/6 = 6/6 = 1
Mit 1 bezeichnet man die Wahrscheinlichkeit für ein sicheres Ereignis. Das musst du aber nicht verstehen, Bub

Dieser Beweis mangelnden logischen Verständnisses ist ein Zitat von Otto. Nein, nicht DER Otto, sondern ein anderer. Nämlich der Otto, der mir seit geraumer Zeit Lachtränen in die Augen treibt, abgelöst von Tränen, die mir vor Schmerzen in die Augen schießen, wenn ich mit dem Kopf mal wieder gegen meinen Schreibtisch hämmere. Anzutreffen ist dieser lustige Geselle, der die Behauptung da oben im Übrigen komplett ernst meint, in der Usenet-Gruppe de.alt.naturheilkunde, die, der Gruppenname lässt es erahnen, ein Habitat der wirklich ALLERirrsten Gestalten ist. Da ich Google-Groups wegen erwiesener Beschissenheit meide wie die Pest, muss das hier jetzt mal größtenteils ohne Links stattfinden, da die Verlinkbarkeit von Newsgroups halt so eine Sache ist. The key is Vetrauen.

Jetzt kommen natürlich irgendwelche Ethnoschmuck-Trullas angerannt und rufen “Hör mal, die Naturheilkunde ist eine sehr seriöse Branche [...] ganzheitlich und strahlenfühlend [...] schon die alten Chinesen wussten um die Kräfte der [...]” yada-yada, und während ich garnicht erst versuche, mich in die Sphären der Fimoplastbroschenträgerinnen zu begeben, befasse ich mich lieber mit den Gestalten oben besagter Gruppe, die laut Selbstauskunft noch auf dem Boden der Tatsachen geblieben sind. Oder etwa doch nicht?

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Sein muss Ordnung

Frank, 29. November 2007

ordnungsamt fulda
Foto: tragesessel4350 (cc)

An dieser Stelle muss ich auch mal meinen Dank an die Aushilfsbullen vom Ordnungsamt richten. Wenn ich nämlich nicht wiederholt gesehen hätte wie die Aushilfsbullen vom Ordnungsamt, ausstaffiert mit Aushilfsbullenuniformen und Aushilfsbullengehabe, irgendwelche Gemüse- oder Blumenhändler mit Maßband und lamoryanten Sprüchen wie “Ihr Stand reicht 14 Zentimeter zu weit auf den Gehsteig raus, beheben sie das auf der Stelle oder es gibt ein saftiges Bußgeld” schikanieren (obwohl’s keinen Menschen sonst stört) …

… dann würde ich mich gar nicht regelmäßig daran erinnert fühlen, dass ich die Aushilfsbullen vom Ordnungsamt doch für ganz schöne Arschlöcher halte. In dem Sinne: Danke, Aushilfsbullen vom Ordnungsamt.