Archiv für die Kategorie ‘Kalte Wut’

Schleudertrauma

Sebastian, 9. February 2013

Wenn cipha nicht so einen Hass auf die Moderne hätte, hier wäre überhaupt nichts mehr los, und die einzigen, die sich noch beschwüren, wären die paar verstreuten Leser, die hin und wieder fragen, warum da nichts mehr kommt. Die Wahrheit ist: Wir sind jetzt alle erwachsene Menschen mit Erwachsenenproblemen. Die Schreiber haben Job und Familie, Karriere und Prestige. Ich zum Beispiel bin jetzt 32 und schreibe demnächst meine Bachelorarbeit. Ich hätte den ultimativen Artikel zur #aufschrei-Debatte schreiben können, nach dem alle Kampfhandlungen eskaliert wären, richtig geil wäre das geworden, aber: kein Bock! Der postpubertäre Drang nach Abgrenzung durch Aggression weicht der Altersmilde, man geht nachlässig mit den ganzen Spastis undf dsfmONgosdsff ahahahsfkjhdgkldff DIESE SCHEISS WASCHMASCHINE SCHON WIEDER!

Ihr erinnert euch? Vor knapp drei Jahren brauchte ich einen ganzen Tag, um eine Waschmaschine anzuschließen und am Ende kamen wir nicht einmal ins Autokino, weil eben das Auto, das in seiner kurzen Zeit ohnehin viel zu viel mitmachen musste, zugeparkt war usw. natürlich erinnert ihr euch, es ist ein Klassiker. Und wie es mit Klassikern so ist, sie werden bis zum Erbrechen wiederholt, und so holte mich auch das Waschmaschinendrama wieder ein. Weiterlesen »

high-tech-crap II

-, 12. December 2012

in folge #2 war eigentlich weniger schwierig, was genau in die nächste top-hightech-bullshit-liste soll, als vielmehr in welcher reihenfolge. ich habe mir mehrere wochen den kopf darüber zerbrochen (wirklich jetzt. aber nicht am stück.) und bin zu dem schluss gekommen, dass es diesmal definitiv zwei sieger geben muss. Weiterlesen »

das leben der tauben

-, 31. October 2012
#include "taube.h"
using namespace std;

int main(int argc, char * argv[])
{
Prototyp tauben; while (1) { tauben.ficken(); tauben.fressen(); tauben.scheissen(); } return 0;
}

high-tech-crap

-, 17. October 2012

“der durchschnittliche twitterer ist 28, amerikanisch, weiblich, besitzt ein iphone, folgt 102 anderen trotteln die twitter nutzen, wird von 208 verfolgt, setzt tweets hauptsächlich zu den themen mode und familie ab, liebt die farbe lila und benutzt das wort “liebe” überdurchschnittlich oft in den posts.” [via]

wenn ich sowas lese, dann zieht es. so von unten links. so wie wenn man einen zahn gezogen kriegt. ohne betäubung. Weiterlesen »

Müllmänner!

Frank, 21. December 2010

Bei allem Respekt für euren prestigeunterbehafteten Berufstand und die zuweilen mörderharte Arbeit, die ihr so verrichtet, eine Frage: Ist die Tatsache, dass ihr nach eurem frühmorgendlichen Tagwerk in unserem Haus — trotz deutlich sichtbarer Hinweise (“Bitte Tür schließen”, respektive “Tür zu!”) — sämtliche Ein- wie Auslässe zu Straße und Hinterhof sperrangelweit offenließt, sodass die grimmigkalten minus neun Grad Celsius, die ja momentan gerne mal herrschen, noch viel leichter durch den Hausflur in unsere leider viel zu schlecht abgedichtete Altbauwohnung influieren konnten, eigentlich passiv-aggressiv-frustriertes Arschlochtum oder doch eher kapitale Bräsigkeit von amöbialem Niveau? Vielleicht irgendwie sogar beides?

hinterhof

Für die morgendliche Wohnungsfrische von gefühlt 2 Grad Plus bedanke jedenfalls nicht nur ich mich, sondern auch meine liebe Frau (schwanger, 6. Monat). Frohe Weihnachten, ihr Lurche.

system paused

-, 29. July 2010

sortiert aus!

wählt euer leben, wählt eure zukunft, wählt was ihr wollt.

der begriff “sommerpause” hat spätestens 2010 ausgedient. was waren das noch für zeiten, als wir alle in der schule waren. geniesst eure zeit. vielleicht seht ihr morgen ja “gott” und könnt ihn fragen, wo sein gehirnbehindertes jesuskind eigentlich her kommt. und was der ganze scheiss mit der europäischen merowingerinfiltration soll. wer ganz viel glück hat, der sieht vielleicht die nervige nike. sie wird euch dann sagen: “hässliche dunk low! du hängst zu viel vor der braunschen röhre!” dann kommt kratos, ihr bruder, und macht sie persönlich kalt. if you step on my dunks, I’ll step in your face.

es sind schwierige zeiten. persephone schläft und hades läuft mal wieder amok. betet alle, dass schnell der winter kommt. vielleicht hilft ja der deutsche wettersatellit bei der komplettschmelzung sämtlicher polkappen. dann transformiert sich die erde vielleicht in atlantis um. momentan läufts wohl eher auf die hölle hinaus.

HAVE A LOT OF FUN! 21. jahrundert, my a$$.

neuwahlen. jetzt.

-, 9. July 2010

sommerpause und die politik hat wieder keine lust zu arbeiten. kann mir mal jemand erklären, was so eine drecksau wie annette shavan im bundestag zu suchen hat? die frau kriegt nix geblickt, jetzt hat sie im alleingang auch noch die bafögerhöhung gekickt. ganz toll, shavan! 2 millionen studenten kommen bald persönlich bei deinem abgefuckten haus vorbei. dann gibt’s klingel-schelle, wir lassen dir in diesem sommer keine ruhe. steck dir deine gehirnbehinderten “reformen” sonstwo hin. und nimm deine angela gleich mit. NEUWAHLEN! JETZT!

Offener Brief an die Frau hinter mir in der Kassenschlange

Frank, 2. May 2010

kasse

Du blöde Kuh,

ich kann dir versichern, dass du auch drankommst. Es geht nicht schneller dadurch, dass du näher an die Kassiererin heranrückst – dazwischen stehen immer noch ich und zwei andere Kunden. Dass du mir so sehr auf die Pelle rückst, dass wir permanenten Körperkontakt haben, würde ich ja vielleicht noch gutheißen, wenn du eine attraktive Mittzwanzigerin wärst, jedoch bist du eine 50-jährige blöde Kuh mit strengem Körpergeruch.

Weißt du, du blöde Kuh, andere Leute haben zumindest noch einen Einkaufswagen, den sie mir in den Rücken rammen, du jedoch trägst deine Flasche Korn und dein Toastbrot in der Hand, wie Trophäen auf Brusthöhe an den schwabbeligen Körper gepresst. Ein bisschen Abstand ist also wirklich möglich und entspräche zudem den impliziten Normen unserer Gesellschaft. Du blöde Kuh aber betaschst mich, die ganze Zeit, obwohl du beim Vorrücken der gesamten Schlange einfach mal stehenbleiben könntest, während ich mich einen halben Meter nach vorn bewege. Das tust du aber nicht, stattdessen scheinst du dich immer ein paar Zentimeter mehr nach vorne zu bewegen als ich, und das finde ich ungehörig. Das Toastbrot verwelkt übrigens gerade, weil es die Aussicht nicht erträgt, von dir verspeist zu werden.

Wie du siehst, trage ich einen Rucksack. Wenn du so nahe hinter mir stehst, kann ich den Rucksack nicht abnehmen, ohne ihn dir ins Gesicht zu ballern. Leider muss ich ihn abnehmen, um an meinen Geldbeutel zu kommen. Wenn du also jetzt, in diesem Moment, die Gefahr für dein morsches Restgebiss minimieren willst, nimmst du Abstand. Und zwar 100 Meter, mindestens!

Dein Frank

 

Bild: evilregime (cc)