Das schlimme ist ja nicht, dass jemand mit Provokation Erfolg hat. Denn auch wenn ich noch nie in einem Grundkurs Aufmerksamkeitsökonomie gesessen habe, bin ich mir sicher, dass man das in einer der ersten Aufmerksamkeitsökonomievorlesungen vor den Latz geknallt bekommt: Provokation ist Aufmerksamkeit ist Erfolg. Im Grunde muss man ja bloß sagen: „Ich möchte deine nackte Oma schlagen, die eigentlich ein Mann ist, und ihm danach essen“ und der Charthit/SPIEGEL-Bestseller/Filmpreis ist garantiert. Haben die Stones so gemacht, Madonna und Rammstein sowieso. Das wissen sogar Dumpfbacken wie Bushido.
Ich sitz’ in Osnabrück im Hotel und schau’ einen Porno mit Handlung No Brain, no Pain Was mache ich hier eigentlich? Bin ich doof, bin ich tot oder is mir einfach langweilig? No Brain, no Pain
Ich fahre ohne Ziel und Zeitdruck mit der Ringbahn um die Stadt herum, beobachte Menschen, schreibe Dinge auf, lasse mich inspirieren und versuche, mich zu entspannen.
Und so ist dann das Elaborat von freitag.de-Redakteurin Mike Hanke Maike Hank eine öde Beschreibung einer sowieso schon langweiligen Handlung: Mit der Ringbahn um Berlin drumrumzufahren.
Tipp für Leute ohne Hobbys: “Bild” lesen, beipflichten, bei Facebook auf “Like” klicken, Demo organisieren und sich über mediale Hetzkampagnen echauffieren, gleichsam den Neid des Pöbels.[1]. So wie der Herr im Video. Ein merkwürdiger Mensch.
Nachtrag: Okay, glatt drauf reingefallen, dass der Typ von den Monarchohedonisten war und die alle nur verhohnepiepelt hat. Stupid me.
Bei allem Respekt für euren prestigeunterbehafteten Berufstand und die zuweilen mörderharte Arbeit, die ihr so verrichtet, eine Frage: Ist die Tatsache, dass ihr nach eurem frühmorgendlichen Tagwerk in unserem Haus — trotz deutlich sichtbarer Hinweise (“Bitte Tür schließen”, respektive “Tür zu!”) — sämtliche Ein- wie Auslässe zu Straße und Hinterhof sperrangelweit offenließt, sodass die grimmigkalten minus neun Grad Celsius, die ja momentan gerne mal herrschen, noch viel leichter durch den Hausflur in unsere leider viel zu schlecht abgedichtete Altbauwohnung influieren konnten, eigentlich passiv-aggressiv-frustriertes Arschlochtum oder doch eher kapitale Bräsigkeit von amöbialem Niveau? Vielleicht irgendwie sogar beides?
Für die morgendliche Wohnungsfrische von gefühlt 2 Grad Plus bedanke jedenfalls nicht nur ich mich, sondern auch meine liebe Frau (schwanger, 6. Monat). Frohe Weihnachten, ihr Lurche.
Blödsinn. Roxette würden sogar noch ausreichend verdienen, wenn “It Must Have Been Love” ihr einziger Hit gewesen wäre, Pretty Woman, Radio Paradiso und allen Dudelfunkradiosendern sei Dank. Was ist so schwer daran zu verstehen, dass eine Band Musik der Musik wegen macht? Kann man einem Künstler nicht Respekt zollen, selbst wenn man dessen Werke nicht mag, etwa indem man solche Auslassungen auslässt? Oder anders: Reichen 24 Jahre Bandvergangenheit, Dutzende Nummer 1-Hits und eine immer noch signifikante Fanbase in aller Welt nicht aus, um eine Band wie Roxette vom Sellout freizusprechen? Und selbst wenn es so wäre, was ist falsch daran, mit dem, was man kann und was sich andere von einem wünschen, Geld zu verdienen? Wirft man der Bäckereifachverkäuferin oder dem Müllmann vor, dass sie ihren Job ja nur wegen des Geldes machten? Nö. Aber Roxette ist auch eine Band, die einfach nicht kredibel genug ist. Stattdessen wird dann gejubelt, wenn Sonic Youth, Bad Religion oder $feuilletonkompatibleband eine neue Platte bringen. Aber ist auch Wurscht.
Rockmusik von Hurra-Patriotismus-Wiedergängern, die sich WM-mäßig dem Millionenmarkt hirnloser Wir-sind-wieder-wer-Schwachmaten mit Riff-starkem Patridiotenpathos anbiedern und dabei irgendwo zwischen Wolle Petry für Arme (optisch) und Scorpions für noch Ärmere (musikalisch) changieren, aber immer noch Rockmusik irgendwo, ja.
die seite befindet sich seit einigen tagen im wartungsmodus und kommt wahrscheinlich auch so schnell nicht zurück. schade.
Wahrscheinlich bin ich zu spät dran, habe da mal wieder was nicht mitbekommen, wie man so schön sagt, aber die Eltern sind jetzt auch im Netz, zu finden unter: www.eltern-im-netz.de.vu.
Vor allem Frank Torthoff scheint mir ein äußerst aktiver Schreiber zu sein, dessen Kind ich sicher nicht sein will, denn seine Kinder werden mit einer schier unfassbaren Moral erzogen, die ich nicht mal meinen ärgsten Feinden wünsche. Jede weitere Beschreibung dieses Menschen könnte unter Umständen zu einer Klage führen, da muss ich nicht mal auf den gesunden Menschenverstand pochen, da einem die Blödheit dieser Seite brutal in die eigene Fresse kotzt.
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