Archiv für die Kategorie ‘Geistreiches zur Nacht’

all ur linkz are belong to uz

ciphaDOTnet, 30. July 2008

was haltet ihr davon, wenn ich euch sagen würde: ab morgen gibt es im web keine links mehr! würdet ihr weinen, weil eines der wichtigsten features des web plötzlich fehlte oder würdet ihr es sehen wie dieser kompetente spanien-liebhaber, der behauptet, dank google braucht man ja keine verknüpfungen mehr?

ich sehe mich als einen experten des web, der wirklich viel darüber gelesen hat und eigentlich verstanden hat, was es so besonders macht. dabei hilft einem die sicht der dinge aus der feder einer der hauptentwickler des www, robert cailliau: “die wiege des web”.

ich meine zu wissen, aber da kann ich mich auch täuschen, dass ein besonderer aspekt am hypertext wirklich diese referenzialität ist. tim berners-lee hat das mal schön mit der metapher der assoziationsfähigkeit des gehirns beschrieben, wie das web funktioniert. das leuchtet ein: ich kann ja “springen”, von link zu text zu video zu bild zu text usw. usf; wie mein gehirn. dieses prinzip ist doch einer der grundpfeiler des web oder habe ich das nicht verstanden!? das ist doch auch einer der gründe, wieso die bibliothek von alexandria gegen wikipedia nur eine dorfbibliothek ist. wissen (und nicht nur das) ist doch so viel schneller lernbar, von zusätzlichen features wie hintergründiges zum thema oder quellenangaben mal komplett abgesehen.

fazit: links sind nicht nur nützlich, sie sind eine der quintessenzen dieses mediums. sie sind die tore, durch die man sich in diesem schier unendlichen kaninchenbau von ort zu ort “warpen” kann; von gedanke zu gedanke springen kann; von einem problem zu einer lösung des problems kommen kann. fielen sie plötzlich weg, was bliebe uns dann noch vom web? wir hätten nur ein genauso langweiliges, genauso hölzernes und kaum interaktives medium, wie die auf papier. so, schluss jetzt, und wenn alle stricke reissen:

all ur linkz are belong to uz!

wir kümmern uns um die. kommt zu papa, ihr armen hyperlink-seelchen! bei mir seid ihr sicher.

Lolli, Luft und Lederhosen – Spaßprodukte im großen Sommercheck

Sebastian, 6. July 2008

Das Leben in einer Dachgeschosswohnung im Sommer bietet genug Anlass zum Meckern, aber eben das ist ja so TYPISCH DEUTSCH, dass ich es als postnationaler Lebemann zwar ausgiebig tue, aber doch bitte nur im zwanglosen Tratsch mit der esoterischen Nachbarin, der lieben Freundin und U-Bahnpassagieren, die sich, es fast schon herausfordernd, neben mich setzen. Da bin ich ja doch altmodisch. Überhaupt, U-Bahn im Sommer, Sonne im Sommer, Arbeiten im Sommer, draussen im Sommer, drinnen im Sommer, man könnte meinen, der Sommer an sich sei die Hölle. Aber es ist mitnichten mein Anliegen, über die extremste aller Jahrezeiten (neben dem arschkalten Winter, dem verregneten Emo Herbst und dem… naja, eigentlich dann doch ziemlich egalen Frühling) zu schwadronieren, denn es stimmt zwar, was ein begeisterter Stammleser über uns meint:

“Naja, das Craplog versteht sich ja als Moserhort der schlechten Laune. Wenn die Leute mal groß sind, dann werden sie vermutlich Kritiker in einer nicht besonders oft gelesenen Zeitung. Vermutlich wären sie Emos geworden, hätten sie weniger Aggressionen in sich. Im Internet hat jeder das freie Recht sich so zu blamieren wie er/sie kann. Ob mit 160 Zeichen, oder ganzen Blogs…”

Aber Sommer ist ja praktisch schon durch. Jeder sagt doch “Puh, diese Hitze”, aber keiner sagt folgendes:

Ich packe an! Ich lasse mich nicht unterjochen vom Diktat der Temperatur! Ich tue was!
Und genau das habe ich dann nämlich auch getan. Durch die kostspielige Anschaffung einer Klimatisierungseinheit im ausgefallenen Design und integrierter gustatorischer Erfrischungsgelegenheit. Doch sehen wir uns diese Wunderchimäre aus Ventilator und Lolli (klingt schon ernüchternder, oder? Wartet’s nur ab!) doch ein wenig genauer an:

spongebob– Obwohl obenauf, bildet das Kernelement des Produkts ein Ventilator mit einer Erfrischungsleistung von 0,2 Asmussen. Aus hochwertig verarbeitetem Esspapier bestehende Rotorblätter versprechen, warme Luft beinahe Richtung Gesicht zu bewegen.
– Witzig anzusehen ist die mittig gelegene Nase in Form eines erigierten Penis, welche zuverlässig jede Rotorbewegung zu stoppen vermag, wenn die Blätter im falschen Winkel liegen. Positiv zu vermerken ist das Bemühen um Integration von Menschen mit einer Augenfehlstellung.
– Zentral liegt die Steuerungseinheit, die gleichzeitig die Gebrauchanweisung für die gar nicht leichte Entnahme der Süßspeise enthält sowie den wichtigen Hinweis, dass sich im Innern des beliebten Schwamms eine nicht austauschbare Einwegbatterie befindet. Gut zu wissen!
– Schlussendlich wartet eine Überraschung! Wissenschaftlern ist es gelungen, aus Fliegen Millionen Jahre altes Harz zu extrahieren, welches mit Aufschriften wie “strawberry flavour” psychologisch dafür sorgen soll, dass man etwas süßes schmeckt, wenn man dran lutscht. Dass es bei mir nicht geklappt hat, möchte ich den Herstellern aber nicht ankreiden.

Fazit: Der “Nickelodeon Spongebob Cool Fan Pop” erhält von mir das Craplog-Ökosiegel: Man kann ihn getrost in die Tonne kloppen.


Manchmal müsste man Mobbing möglich machen

Frank, 16. May 2008

Coneheads

Ich bin ja wirklich der Meinung, dass Deutschland ein tendentiell intellektuellenfeindliches Land ist und finde das doppelplusungut. Auch ich stecke mitunter Kritik für meine allzu verschachtelten Satzmonstren ein (freilich oft mit Recht). Aber es gibt dennoch Momente, in denen selbst der Verfasser dieser Zeilen fassungslos vor dem Flimmerschirm sitzt und denkt: Herrschaftszeiten, komm mal runter von deinem Ross. Wenn du mir etwas sagen willst, dann tu’s, aber nicht auf so eine verschwurbelte und unerträglich affektierte Art.

Auf einen veritablen Schwafelhengst, der in einem nicht uneklatanten Ausmaß Bullshit verschleudert, stieß ich während der Webrecherche zu einem eher unwichtigen Problem in einem Computerspiel. Pass auf: worldofplayers.de-Forum, “Politik und Gesellschaft”-Ecke. Ausgangsfragestellung: Findet ihr es sinnvoll, wenn im Saturn die Spielekonsolen erst um 14 Uhr eingeschaltet werden, um Schuleschwänzern keinen Anreiz für ihr schändliches Tun zu bieten? Zuerst: Vorhersagbares Geplänkel. Doch nun betritt der Champion aller Gewichtsklassen den Ring.

ewek emelot

Auf das Zitat

Wir ham auch immer geschwänzt obwohl niemand von uns zum Saturn gegangen is was spielen…

Halte die Aktion letztendlich für sinnlos, wenn man keinen bock auf Schule hat findet man immer ne bessere Beschäftigung.

antwortet er:

Ob man zur Schule geht ist letztlich auch eine Frage der Disziplin (in einem positiven Sinne, also nicht blinden [sic][1] Gehorsams [sic], sondern der Fähigkeit, bloßen Neigungen zu widerstehen und in Hinblick auf langfristige Ziele verantwortlich zu handeln). Diese Disziplin widerum will anerzogen werden. Wenn aber Teile der Gesellschaft der Disziplin zuwiderlaufende Anreize bieten, also das Projekt der Erziehung untergraben, so wird eine Sozialisation in Hinblick auf eine verantwortungsbewusste Teilhabe an der Gesellschaft erschwert.
Es ist für Lehrer und Eltern sehr schwer, Schülern zu erklären, dass diese zur Schule zu gehen haben, wenn andere “Autoritäten” bzw. Einflussinstanzen den Schülern gegenteilige Normen suggerieren.
Vielleicht trägt die Praxis, die im Eröffnungsbeitrag angesprochen wurde, einfach mal wieder der Tatsache Rechnung, dass Erziehung nicht nur Sache von Eltern ist, sondern durch die gesammte [sic] Gesellschaft vollzogen wird. Das ist nämlich bei uns ziemlich unüblich (man muss sich nur mal anschauen, wie empört manche Eltern reagieren, wenn mal ein anderer Erwachsener ihr Kind wegen irgendeines Fehlverhaltens ermahnt: “Lassen Sie mein Kind in Ruhe! Wie ich es erziehe, ist allein meine Sache.”).
Insofern schließe ich mich MichaDD und Planoraka in deren positiver Bewertung an.

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  1. Weil ich den Kerl nicht leiden kann, markiere ich — ganz klugscheißerisch — jeden Fehler in seinen Zitaten [zurück]

Worauf wir uns alle einigen können

Frank, 10. May 2008

Populismus hat einen Namen.

Die Linke

Dieser, man will sie ja kaum so nennen, Partei ist in ihrem Welteroberungskalkül kein rhetorisches Manöver zu ruchlos, um der Vox Populi, den Stammtischen der Republik, nach dem geruchlich auf die preisgünstigste Biermarke am Orte gemahnenden Maule zu reden: Hartz IV sei unsozial, die Bundeswehr habe im Ausland nichts zu suchen, der grassierende “Turbokapitalismus” schwerwiegende Folgen für die unpriveligierte Mehrheit, Skepsis gegenüber der Machtverschiebungen im Rahmen der EU-Reformen sei angebracht. Sie bildet in ihrer revoluzzerhaften Dauerverneinung des Bewährten und / oder Guten einen unangenehmen Kontrast zu der an Pragmatismus, Sachlichkeit und Lösungsfindung orientierten Politik, die die anderen Fraktionen in den Parlamenten der Republik praktizieren. Ganz klar: Die Linke strebt einen Systemwechsel an, und sei es nur einer im Denken. Daher gehört sie in die selbe Kategorie wie die NPD eingeordnet, vom Verfassungsschutz beobachtet, bestenfalls gleich ganz verboten.

Das beste Argument gegen sie freilich ist ihre Vergangenheit, von der sich die Postkommunisten nie ganz distanziert haben. Die lose Vereinigung aus obskuren Gruppierungen wie Trotzkisten, Sozialschmarotzern, DDR-Nostalgikern und Ex-Sozialdemokraten lässt gerne unerwähnt, dass sie früher Linkspartei hieß. Die wiederum die Nachfolge der PDS antrat. Die wiederum in direkter Linie aus der DDR-Einheitspartei SED hervorging. Welche, wie wir alle wissen, Josef Stalin persönlich aus sich selbst gebar. Und so etwas regiert die Stadt Berlin! Anstatt dass sie sich hinsichtlich ideologischer Säuberungsmaßnahmen an der konsequenten Entnazifizierung in der CDU ein Beispiel nimmt oder zumindest das pseudodemokratische Mimikry aufgibt und so zu ihrer ureigenen gedanklichen Linie des Bolschewismus steht wie die SPD zur Sozialdemokratie, gibt man sich jung, modern und chic; lockt auf diese Art Unmengen an jugendlichem Wahlpotential ins planwirtschaftliche Verderben; korrumpiert die Koalitionsbildung wie jüngst in Hessen. Jugend, wollt ihr denn nicht verstehen, dass ihr es hier mit der Ex-Ex-Ex-SED zu tun habt? Wählt sie nicht, die tumben Populisten.

Falls Sie selbst Politiker sind und in die unangenehme Lage kommen, dass die Linkspartei einer ihrer Forderungen zustimmt, müssen sie in den sauren Apfel beißen und sich notfalls von sich selbst distanzieren. Die Linke und ihre sogenannte Politik sollten in jedem Fall eine No-Go-Area sein. Keinen Fußbreit den Kommunisten!

Als beispielhaft erschütterndes Dokument des linksparteilichen Manipulationsapparats sei hier nur auf eine Rede des, übrigens notorisch populistischen, Parteichefs Oskar Lafontaine verwiesen. Bitte behalten sie dabei im Hinterkopf, dass es manipulatives Gedankengift ist, das der, in der SPD mit Recht nur noch “Verräter” genannte, Saarländer hier absondert.

Sollte hier eine spontane politische Desorientierung erfolgen, hat das Blog “CSU gewinnt” die passende kalte Dusche parat.

Meine Bitte an dieser Stelle: Werden sie in Gesprächen, in Zeitungsartikeln, in Blogeinträgen nicht müde, vor der Gefahr zu warnen, die von der Linken ausgeht. Denn sie ist gefährlich. Weisen sie stets darauf hin, dass es sich hier um Kommunisten handelt, die Derivate eines unmenschlichen Systems, die Ex-SED, sozialverträumte Linkspopulisten. Hüten sie sich bei genauerer Betrachtung der Linken, die gleichen Maßstäbe wie bei anderen Parteien anzuwenden, denn sie ist keine gewöhnliche Partei. Interne Meinungsverschiedenheiten sind stets als “Zerreißprobe” zu werten, Krtitik an der Regierungspolitik als “Querulantentum”, Wahlkampf ist “eiskaltes Machtstreben”, ihre Vorschläge zur Modifizierung der Sozialsysteme sind grundsätzlich “unfinanzierbar”, sowieso ist alles was von ihnen kommt als “purer”, respektive “blanker Populismus” zu werten.

Ein schönes Beispiel hierfür stellt ein Beitrag im Blog “coffeeandtv” dar. Auch in einer vergleichsweise harmlosen Schallplattenrezension kann, gut verpackt, eine aufklärerische Botschaft in unserem Sinne übermittelt werden:

Von der Produktion her der spannendste Song der Platte, textlich zwischen den Extremen mit einigen tollen Zeilen und dann mit einem Slogan, den die Linkspartei vermutlich schon zum ersten Mai geklaut hat: “Für die einen sind es Menschen mit Augen, Mund, Ohren / Für die anderen Kostenfaktoren”. Sozialkritik gut und schön, aber der Satz geht mir echt zu weit.

Sehr gut, richtig so. Wir, die politisch gebildeten Staatsbürger, müssen endlich die Köpfe der Masse zurückerobern. Lesen sie Spiegel, FAZ und Welt, da bleiben sie unabhängig und überparteilich über die Machenschaften der Roten informiert.

Weg mit der populistischen Sozialanbiederung an den Mann von der Straße! Weg mit den leeren Slogans! Das Volk sind wir!

Anarchy in the BRD

Frank, 5. March 2008

BVG-Streik
Bild: thosch66 (cc)

In Berlin wird der Nahverkehr bestreikt. Ab heute stehen die Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen und Fahren still, ab Montag, falls die GDL Eier hat, auch die S- und Regionalbahnen. Dass dadurch umso mehr Autos auf den Straßen sein werden, ist abzusehen, genau wie die dadurch noch derberen Staus zu Berufsverkehrzeiten. Hallelujah, das war ja gestern schon ein Gewusel. Man ahnte, dass die vielen Leute in der U5 alle nochmal wichtige Besorgungen machen wollten, am Alex oder so, bevor’s für 10 Tage nicht mehr geht. Als ob uns jetzt irgendwas Atomares bevorstünde: Schnell noch mal ein Kaffeeservice im Kaufhof erstanden, ein Uhrenradio bei Saturn ergattert, Rinderhack in Weißmehltunke bei Burger King vertilgt. Das Ende ist nah, carpe fucking diem!

Mich fragt ja keiner, aber ich finde so lange wir Freunde haben, auf die wir uns verlassen können, ist noch nicht alles verloren. Drum müssen wir jetzt auch bei den Amis fragen, ob sie uns vielleicht mit einigen liebevoll “Rosinenbomber 2.0” genannt werdenden Armeeflugzeugen aushelfen, welche die ganz besonders dringend Transportbedürftigen von einem Punkt zum anderen befördern. Die Achse Tegel – Schönefeld, mit Zwischenstopp in Tempelhof wäre doch ganz effizient, einmal quer über Berlin, und auch Fridolf, nein – Friehelm, nein – Friedbert Pflüger (Nichtberliner wissen aus gutem Grund nicht, wer das ist) hätte sein Steckenpferd befriedigt, innerstädtische Lärm- und Dreckherde in relevanter, geschichtsbewusster Nutzung zu erhalten. Was gewiss ein angenehmes Gefühl in ihm hervorruft.

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Medien, Mütter, Märtyrer

Frank, 9. November 2007

Fragt man nach Begriffen, deren Sinnentleerung auf der Agenda von deutschen Medienschaffenden ganz weit oben zu stehen scheinen, sollte “Martyrium” nicht fehlen. Das Martyrium, die Allzweckwaffe des emporstrebenden Schreiberlings. Allgemein meint das Wort ja die Selbstaufopferung einer Person, um andere zu retten, meist noch im Kontext einer übergeordneten, hehren Idee. Bloß weiß das anscheinend kein Arsch mehr. Ich kann mir durchaus lebhaft die verhältnismäßig komplexe Assoziationskette im Hirn eines – lass es RTL-Nachrichten-Texters sein – vorstellen.

“Oh. Agenturmeldung wo ‘Entführung’ drinne steht” -> “lesen” -> “Hä?” -> “Nochmal lesen” -> “Entführung schon zu Ende? Falls ja: Vornehmes Wort ‘Martyrium’ im Bericht benutzen” -> “vielleicht Gehaltserhöhung” -> “Neues Auto” -> “Leasing?” -> usw…

märtyrer mangels mehrtürer
Märtyrer mangels Mehrtürer? (Scan aus einer US-amerikanischen Kreationisten-Kinderbibel von 1953, in deren Besitz ich tollerweise bin)

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"Geh wieder zurück in kindergarten" – eine Gegendarstellung bezüglich Sarah Connor

Gastautor, 3. November 2007

Es soll ja niemand behaupten, wir vom Craplog nähmen unsere Leserschaft nicht ernst, gerade die kritische. Neulich trudelte mal wieder ein Kommentar zum legendären “Verbietet Sarah Connor!”-Artikel von ovit ein. Dieser Kommentar war nicht nur eine prima Zusammenfassung der zuvor von den empörten Mitgliedern des Sarah Connor-Fanforums zahlreich geäußerten Kritik sondern auch noch superleidenschaftlich geschrieben und stilistisch voll Craplog-kompatibel. Deswegen habe ich uns entschlossen, crazy-an014s Kommentar unzensiert, ungekürzt, authentisch und exponiert in Form eines gesonderten Artikels zu veröffentlichen. -maloXP

zahnspange

Hallo???? Gehts eigentlich noch??? Wie behindert kann man nur sein ja??? Sarah Connor ist die aller aller beste, geilste,einzigartigste,schönste und sexyste Frau die ich nur kenne!!!! Sie ist um es kurz zu sagen die beste Sängerin auf ERDEN-einfach eine MUSIKGÖTTIN ja?! Und sie wird eben nicht verboten da kannst du labern was du willst denn so viele Fans wie sie hat wird sie nie untergehn das das mal klar ist!!!!Sie hat eine so hammer Stimme und ist sowas von nett warum sollte sie verboten werden??? Außerdem hat sie noch nie was schlimmes getan wofür sie verboten werden sollte also!!! Und nur so zu Info wegen diesen Peinlichkeiten da wie z.B. des bei “Wetten dass” jadem kann mal ein ausrutscher passieren und jeder macht mal Fehler!!!! Als ob du so perfekt wärst!!!! Davon kannst du ja nur träumen da du eh nix in deinem Hirn drin hast weil sonst würdest du nicht so einen Bullshit labern klar? Außerdem hatte sie nen Tanga drunter, pass mal auf was du sagst bevor du irgendwelche Lügengeschichten verbreitest!!! Genau wie des mit dem Playback das war LIVE fals du was mit den Ohren hast, würde ich nen Ohrenarzt empfehlen!!! Und dein Spruch: Keiner kauft sich diesen Mist aber in Charts immer weit oben, den kannst du wegschmeißen überleg mal was du sagst, warum ist sie wohl in den Charts immer weit oben? Weil die Welt ihre Musik liebt !!! Außer dir narürlich du bist ja sowieso so ein fall für sich ich sag nur VOLLIDIOT!!! Ach ja, und fals du den ganzen Text nur aus eiversucht geschrieben hast weil du vlt. auch gerne so berühnt wärst dann sag ich nur: Steck dich in Gulli und bleib da, weil da gehörst du hin!!! Also du scheiß Arsch beleidige nie wieder Sarah Connor und lass sie einfach in frieden oder du bekommst es mit mir zu tun klar? Oder mit Sarah persönlich und da würde ich dann wirklich aufpassen denn es könnte ja möglich sein dass sie dann die Polizei einschaltet und die dann überprüft von welchem Computer der Text kam aber das man das rausbekommen kann das wusstest du ja nicht weil du ja eh zurüchgeblieben bist!!! Also ich wünsch dir noch viel Pech in deinem weiterm Leben und hoffe das du veroten wirst!!!! Geh wieder zurück in kindergarten lerne was und dann siehst du schon weiter……

Bild: dr. motte (ja – genau der, cc)

Der Schaumschläger mit dem repressiven E

Sebastian, 27. October 2007

Nähme man sämtliche Presseerzeugnisse auf dem Markt einmal genauer unter die Lupe, stellte man womöglich fest, dass sie alle ihren je eigenen Franz Josef Wagner beschäftigen. Dessen unverwechselbare Melange aus radikaler Subjektivität, assoziativer Regellosigkeit, tüddelig-tatteriger Entrückung und couragierter Irrelevanz, gewürzt mit einer Prise Geist, der stets verneint, hat längst Nachahmer gefunden. Der Franz Josef Wagner von Spiegel Online ist, man achte mal drauf, Reinhard Mohr; der Franz Josef Wagner der Satire ist Bernd Zeller; und der Franz Josef Wagner der FAZ ist, wie mir inzwischen klar wurde, Marcel Reich-Ranicki.

Dieser beantwortet in einer Feuilletonkolumne der FAZ-Sonntagsausgabe Leserfragen zum Thema Literatur – mehr oder weniger. Er nimmt die Zuschriften jedenfalls zum Anlass, sich genüsslicher Selbstbespiegelung hinzugeben und in deren Dienst auch das nichtigste Sandkörnchen Substanz mit größtmöglicher Geste zu präsentieren, während sein Namedropping powered by Kindler fast genug Schaum schlägt, um darüber hinwegzutäuschen, dass die literarischen Urteile des Verfassers eines eigentlich nie sind: originell.

schaum

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