Archiv für die Kategorie ‘Audiovisuelle Machwerke’

tzwitter II

ciphaDOTnet, 19. March 2009

[via]

der ganze hype um twitter gefällt mir nicht, aber das sollte ja inzwischen bekannt sein. jedenfalls, im zuge der neuen staffel einer animierten serie namens “supernews” wurde dieses intro erstellt. in unseren breitengraden wohl wenig bekannt, startet das ganze morgen, also ist das wie eine exklusive vorab-premiere. viel spass!

Ich habe früher regelmäßig “GZSZ” geschaut. Und zwar gerne.

Frank, 13. February 2009

Die Essenz des Liberalen liegt nicht in Guido Westerwelles Agitation gegen Mindestlöhne. Sie liegt in einer Einstellung gegenüber dem und den Anderen, die in etwa besagt: Jeder soll nach seiner Façon glücklich sein (solange er damit seinem Nächsten nicht schadet). In dem Sinne hat der liebe Liberale auch nichts dagegen, wenn sich sein Nächster Abend für Abend mit den schlimmsten Machwerken audiovisueller Unterhaltung beschwallen lässt. Dies schließt Modelcastings, Volksmusik, Daily Talks, Soaps und Telenovelas sowie Stefan Raab ausdrücklich mit ein.

Also bitte, Jungs und Mädchen. Schaut euch in Herrgottsnamen diesen Musikwettbewerb an. Von mir aus gern. Verschweigt es oder erzählt es — ganz gewiss wird euch niemand dafür den Kopf abreißen. Bloß: Steht dazu, vor allem vor euch selbst! Hört bitte auf, euch mit holzhammerdauerironischer Pseudodistanziertheit zu legitimieren.

tweet1

tweet2

Für ein Programm, das einem nicht gefällt gibt es immer noch den Aus-Schalter (und andere Methoden). Sich marktschreierisch über den Dünnpfiff zu mokieren, den man da gerade konsumiert, wirkt hingegen unfreiwillig albern.

maximales potenzial aus der küche

ciphaDOTnet, 21. January 2009

ich hasse fernseh-castings. ich habe nicht ohne grund einen text wie cyrielle geschrieben.

ich hasse auch dieter bohlen. gut, das fällt einem nicht wirklich schwer. viel schwieriger ist es zu verstehen, wieso es eigentlich im jahr 2009 noch eine sendung wie “dsds” gibt. und rtl überhaupt, aber das ist ein anderes thema (den passenden text zum dschungel-camp übernimmt dann in naher zukunft einer der craplog-eigenen c-prominenz-kenntnisreichen autoren).

jedenfalls, ich war ziemlich irritiert heute beim durchzappen in der aktuellen dsds-jury einen ehemaligen held meiner jugend wie max von thun zu sehen. das ist ernst gemeint: seine sendung “mtv kitchen” damals gehört mit zum besten, was ich bisher im verkrüppelten deutschen fernsehen gesehen habe. und das war 1999! da war die welt noch in ordnung.

jeder, der einen iq über 80 hat, wird mit dem proletenhaften dumpfbacken-geschwätz eines dieter bohlen nicht zurecht kommen. schon gar nicht, wenn es um die bewertung von (bestenfalls) amateuren geht, die gerne mal kleine pseudo-stars für maximal vier wochen werden wollen. ich weiss nicht genau, was max von thun sich dabei gedacht hat, sich diesen stunt zu leisten und da mitzumachen. es kann eigentlich nur um promotion für seine eigenen projekte gehen. er ist kreativ, eigentlich auch irgendwie independent und untergrund, sofern man das noch von einem schauspieler behaupten kann. ein cooler und gediegener typ, für mich in jedem fall, mit ecken und kanten, der sich von niemandem das maul verbieten lässt.

bohlen hat sein maul gestopft. als thun gesagt hat, ihm gehe “umbrella” von rihanna dermassen auf den sack, dass er sich wünsche, man möge ihr diesen schirm endlich in den arsch rammen (zitat!), fühlte sich dieter bohlen in seiner “ehre und langjährigen erfahrung im musikgeschäft” verletzt und verliess das pult. das war der moment, als es bei rtl und für max von thun plötzlich keinen platz mehr gab. er musste gehen. ein wirkliches statement von ihm war zu diesem vorfall nicht zu erfahren, aber ehrlich gesagt war das egal. die bilder und gesten sprachen eine eindeutigere sprache.

jetzt kam ein nachfolger, der endlich “langjährige erfahrung” im musikgeschäft mitbringt: der volker. volker ist der krasseste checker: er ist verantwortlich für melanie c, für yvonne caterfeld (mir egal, wie man das schreibt. jedenfalls die schnulzensängerin, bei der eine ganze faust zwischen die augen passt.) und promoter des besten rap-albums aller zeiten aus deutschen landen “dumm aber schlau” von das bo. um volker soll es jedoch hier auch nicht gehen, das ist eine randnotiz, ein kostenloser service von mir.

lieber herr max von thun! machen sie sich nichts daraus, dass sie rausgeflogen sind! erinnern sie sich zurück an die schule: nur die mit den heftigsten aktionen oder der schnellsten zunge wurden temporär auf den gang geschickt. auch wenn es mir zu hoch scheint, wieso sie sich bereit erklärt haben bei einer show mit dieter bohlen mitzumachen, werden sie sich schon ihre gedanken gemacht haben. und, sind wir doch mal ehrlich: besser, als beim ersten casting rausgeschmissen zu werden, geht es doch gar nicht! sie ersparen sich wertvolle zeit, schonen ihre nerven, müssen sich nicht den kopf zerbrechen, welcher von den gehirnamputierten weiterkommen soll und, das ist meines erachtens das wichtigste, sie behalten ihre authentizität. und wenn sie noch einmal bei einem ähnlichen rotz mitmachen, komme ich persönlich vorbei, scheisse vor ihre tür, sprenge ihr fahrzeug und sorge dafür, dass sämtliche internetauftritte mit ihrem namen mit nacktbildern von nadja abdel farag (ich weiss auch nicht, wie man das schreibt und ich fühle mich gut dabei) defacet werden. und das wird richtig übel.

peace, bro. weitermachen. alles richtig gemacht.

Kuschelrock

Frank, 19. January 2009

Leise weht der Sommerwind um die Palmen Floridas und trägt uns eine Melodie ans Ohr, die von Herzeleid und Hoffnung, von Sehnsucht und Vergessenwollen, von Qual und Erlösung kündet. Vergesst Rick Astley, dieser Song ist noch intensiver: Mark Gormley mit seinem Hit “Without You”.


YouTube direkt: Normal | HiQ | Download

Die 8 Songs umfassende CD kann im UZ General Store gekauft werden. [via]

drogen sind verboten

ciphaDOTnet, 10. November 2008

try drugs!

[via]

präsident palin

ciphaDOTnet, 15. October 2008

maverick, maverick, maverick!

palin_president

flash als technik ist crap und man hört die schlampe auch reden, aber die interaktion ist zum totlachen:

http://palinaspresident.com/. [via]

erschiesst bambi nicht!

Welche Worte mit Haus… suchen wir?

ovit, 28. August 2008

Dieser Artikel hat, bevor er auch nur ansatzweise verfasst wurde, die irrsinnigste Wandlung durchgemacht, die sich ein nicht selbstdenkender Artikel nur denken kann. Ursprünglich war es natürlich ein craplogscher Hassartikel. Im Mittelpunkt hätte nicht mal das Format Call-in-TV gestanden, denn da bin ich großer Fan von – ich erinner mich an Abende, an denen ich durch den Konsum alkoholischer Genussmittel nur schwerlich geradeaus schauen konnte, aber zu fein war, um mich zu betten, und so mich also von einem mir willkürlich durch den Dienstplan vorgesetzten Moderator von der Möglichkeit des geruhsamen Schlafes abhielt.
Es gibt aber diese eine Sendung mit dieser einen Moderatorin, die da in ihrem Studio sitzt, um sich von einem Ventilator ins Gesicht blasen zu lassen, um den “Sexfaktor” ins Unermessliche zu treiben um dann bei Schnellraterunden ohne Telefonklingeln ohne Schlagfertigkeit und langweiliger als eine Schlaftablette auf Opium sich selbst im Studiomonitor anzugucken oder wahlweise in die Kamera zu lächeln, dass man mehr kotzen möchte, als man Galle in sich hat.
Bei der Suche auf Youtube fand ich dann ein Video dieser Moderatorin, dass dann eine dieser Wenden darstellt. Da ist es gar nicht mehr der Hass auf diese Frau, sondern die Absurdität der Rätsellösung, denn welche Wörter mit Haus… wurden in den vergangenen drei bis vier Stunden wohl gesucht?


Ohne vorher das Video gesehen zu haben, lohnt es sich nicht weiterzulesen! Und das Video lohnt sich wirklich, der Rest des Geschriebenen eher nicht!
Weiterlesen »

Die Geschichte vom König mit dem Steingesicht

Sebastian, 20. August 2008

Sein breites Lächeln hatte etwas unangenehm Ergötzliches, und man wußte nicht, ob man ihm Prügel oder Beifall zollen sollte. – Heinrich Heine

Es wird spät manchmal. Ich streife dann durch die Fernsehlandschaft auf der Suche nach der Erlösung durch die Müdigkeit, welche jedoch zuweilen auf sich warten und mich mit meinen Qualen alleine lässt. Doch dieser Nächte trifft man häufig auf ein Reich voller Wunder und Magie. Jenseits auch rezeptionsmäßig längst ausgetretener Pfade voller Schmutz, Sex und Abzockkriminalität gibt es eine kleine Welt, die so heil ist, so wunderschön, dass man sich endlos in ihr verlieren möchte.

In einer idyllischen Berghütte inmitten einer wunderschönen Landschaft erschien mir ein Fabelwesen, so rein und voller Güte, so voller Glanz, dass ich Tränen in den Augen hatte. Es war eine zauberhafte, androgyne Fee, welche sich mir als Ekki vorstellte. Nicht nur ihr Aussehen war sagenhaft, nein, auch die Stimme so lieblich, dass ich Angst hatte, sie könnte an meinen Ohren in kleine, wunderschöne Kristalle zerschellen. Doch sie sprach in eigenen, vor Schönheit nicht wörtlich wiederzugebenen Versen: “Nicht ich bin es, den Du suchst. Ich bin nur die Dienerin das Höchsten von uns. Des Königs. Ich werde Dich nun durch sein Reich führen, und am Ende wirst auch Du ihn lobpreisen!” Und so sollte es sein…

Der König. Es fiel mir schwer zu glauben, dass Ekki, die Fee, Untertan eines anderen Wesens sein könnte. Wie schön musste der König sein? Was war der Zauber, der ihn umgab?
Als ich ihn sah, war ich erschrocken. Nein, dieser König war nicht schön. Er war auch nicht hässlich. Er war wie ein Stein, den man an einem Ufer eines Flusses fand. Glatt, abgeschliffen, unangreifbar. Emotionslos. Konnte das wahr sein? War dies der König, der über dieses wunderschöne Land regierte? “Ich sehe”, sprach Ekki, “ich sehe Dein Unverständnis. Doch höre meine Worte: Dies ist Ricky King, Herrscher über das Land der Instrumentalgitarrenmusik, Führer der Silberhaararmee, Bezwinger der Stratocaster!” Wie konnte ich das nicht glauben? Er trug die Insignien eines Königs: Goldene Stimmgabel, goldener Echo, goldene Europa. Dazu der majästetische Schild, den er vor sich hertrug, in Form einer weissen Harfe. Aber warum?… Warum dieses Gesicht aus Stein, dass nicht in der Lage war, sich auch nur einen Milimeter zu rühren?

“Warum dieser kalte Blick, fragst Du?” Der König sprach mich direkt an. “Auf mir lastet ein Fluch! Jahre habe ich gekämpft, in den finstersten Landen. Im ganzen Reich habe ich mich in die tiefsten Tiefen der Bierzelte, Küchenmärkte und Schützenfeste gewagt, um meine Weisen ans Volk zu bringen. Doch die Zeit hat an mir genagt, mein Freund, und wo ich einst der unangefochtene Feldherrscher war, treten jüngere an, mich herauszufordern. Ich bin des Klampfes müde und leid. Mein Gesicht ist nurmehr eine Maske, die ich auftrage, um meine Verbitterung zu kaschieren. Leider verlor ich die Kontrolle über diese Maske schon vor langer, langer Zeit.”

Und ich verstand. Ich drehte mich zu Ekki und sah, dass eine Träne seine (ihre?) porzellanartige Haut hinunterrann. Ich fing hemmungslos an zu weinen, und so tat es mir dann auch Ekki nach. Wir waren so traurig und frustriert über das Schicksal des Königs, Ricky King. Doch als wir ihn ansahen, geschah etwas mit uns. In uns. Ja, es war eine starre Maske, die sich auf Ricky Kings Gesicht gesetzt hatte, aber es war eine Maske des Lächelns. Und so geschah es, dass Ricky King sein Harfenschild hochhob und sprach:

“Grämet euch nicht, meine Lieben, grämet euch nicht. Nie habe ich meine eigentliche Macht verloren, die Macht, die Menschen mit meinen Weisen glücklich zu machen. Und auch ihr sollt wieder jauchzen und frohlocken. C’est verde!”


(Direktlink)