Archiv für die Kategorie ‘Audiovisuelle Machwerke’

Rebell 2014

Frank, 19. November 2014

Ich habe gestern erfahren, dass an US-Schulen kein Huckleberry Finn mehr unterrichtet wird, weil darin das N-Wort vorkommt. Das klingt so komisch, dass ich es fast nicht glauben konnte, aber irgendwas wird schon dran sein, sonst stünde es da ja nicht. Zeit, dass mal einer was unternimmt. Mein Beitrag zur Debatte: das sowohl musikalisch als auch textlich beste Statement zum Thema Political Correctness aller Zeiten. Sorry für das Eigenlob, ICH LASSE MIR MEINE MEINUNG ABER NICHT VERBIETEN!

Ersdummerjunge

Frank, 11. November 2011

egal

Das schlimme ist ja nicht, dass jemand mit Provokation Erfolg hat. Denn auch wenn ich noch nie in einem Grundkurs Aufmerksamkeitsökonomie gesessen habe, bin ich mir sicher, dass man das in einer der ersten Aufmerksamkeitsökonomievorlesungen vor den Latz geknallt bekommt: Provokation ist Aufmerksamkeit ist Erfolg. Im Grunde muss man ja bloß sagen: „Ich möchte deine nackte Oma schlagen, die eigentlich ein Mann ist, und ihm danach essen“ und der Charthit/SPIEGEL-Bestseller/Filmpreis ist garantiert. Haben die Stones so gemacht, Madonna und Rammstein sowieso. Das wissen sogar Dumpfbacken wie Bushido.

Weiterlesen »

Selbstmitleid zum Klopapierkauf

Frank, 27. April 2011

scheißsänger einer scheißband

Gestern stiefelte ich durch den Kaiser’s, mit Apostroph. Es wäre eine schöne Ironie gewesen, wobei, auch egal, wenn ich gerade am Spirituosenregal vorbeigekommen wäre, was ich nicht war, ich ging wahrscheinlich gerade an den Zerealien oder den Cellstoffprodukten vorbei, da erklangen die ersten naiven Klaviertakte eines Liedes über den Supermarktfunk, das ich seit Jahren nicht mehr gehört hatte und, ja, auch nicht gehört haben wollte.

Weiterlesen »

Es ist einfach Rockmusik

Frank, 28. May 2010

Rockmusik von Hurra-Patriotismus-Wiedergängern, die sich WM-mäßig dem Millionenmarkt hirnloser Wir-sind-wieder-wer-Schwachmaten mit Riff-starkem Patridiotenpathos anbiedern und dabei irgendwo zwischen Wolle Petry für Arme (optisch) und Scorpions für noch Ärmere (musikalisch) changieren, aber immer noch Rockmusik irgendwo, ja.

[via Peer per Mail]

basey-tv-rage

-, 12. February 2010

1 baseballschläger: 19,99€
29 fernseher: 15.746€
videoaufzeichnung, wie man mit dem basey diese 29 fernsehgeräte kaputtschlägt:

priceless.

vicky cristina bullshit

-, 26. August 2009

rebecca hall als vicky und penélope cruz als die durchgeknallte und geniale künstlerin maría elena; das sind die einzig positiven und komplett überzeugenden aspekte des 2008er-woody-allen-films vicky cristina barcelona. von mir aus noch die stadt barcelona selbst, wo der film spielt, aber die rückt aufgrund der bescheuerten geschichte zu sehr in den hintergrund. schade war’s. scarlett johansson ist ansonsten eigentlich in jedem ihrer leinwand-auftritte ein juwel und garant, da sie aber das billige und sexgeil-dumme blondinen-klischee bedienen muss, geht sie gnadenlos unter.

die story ist schnell erzählt: zwei bildhübsche amerikanische studentinnen machen sommerurlaub in barcelona, spanien. vicky ist die intellektuelle, verlobt und kopfgesteuert. cristina ist; ach, drauf geschissen, das steht schon weiter oben. irgendwann lernen sie einen spanischen “künstler” kennen (in “”, weil die kunst zum kotzen aussieht), namens juan antonio (man beachte die anspielung auf den berühmt-berüchtigten don juan). ab da gibts freie liebe, sex, den man nie(!) sieht, jede menge schmalz und, wie im titel bereits angekündigt, bullshit. der film bedient dermassen viele klischees, dass einem schlecht wird. hier mal kurz die definition des begriffs:

„(Klischees sind) vorgeprägte Wendungen, abgegriffene und durch allzu häufigen Gebrauch verschlissene Bilder, Ausdrucksweisen, Rede- und Denkschemata, die ohne individuelle Überzeugung einfach unbedacht übernommen werden.“ – Sachwörterbuch der Literatur, Wilpert, Gero von; Stuttgart 1970

konkrete beispiele: die blonde sexbombe ohne gehirn; die brünette intellektuelle; der heissblütige spanier, der sie alle nimmt und alle kriegt, obwohl er wie dahingerotzt aussieht; die romantik der spanischen stadt barcelona; alle maler haben auch eigene privatflugzeuge, um amerikanische touristinnen auf spanische inseln einzuladen und sie dort zu vögeln; der altersweise, dichtende grossvater; der new yorker broker; die echte, richtige und überzeugende künstlerin, die sich umbringen will und geistesgestört auftritt (maria elena); usw, usf.

warum???

darüberhinaus muss ich nicht von einem an monotonie und langeweile nicht mehr zu übertreffenden sprecher über jede kleinigkeit, die passiert, auf dem laufenden gehalten werden. hallo!? ich bin der zuschauer, manchmal kann ich mir die dinge einfach denken. oder geht woody allen davon aus, dass nur grundschüler den film anschauen werden!? dann würde die massnahme tatsächlich sinn ergeben.

in vicky cristina barcelona passiert im prinzip 96 minuten lang gar nix. jetzt ohne spass, ich habe den abspann gesehen und mich gefragt: ja, und was will mir der film jetzt mitteilen!? alle amerikanischen schnecken sollten sommerurlaub in spanien machen, damit sie sich flotte dreier mit neurotischen künstlern geben können und völlig konfus wieder zurück in die heimat fliegen? wtf. die gezeigte dreiecksbeziehung ist dermassen unwahrscheinlich, da hätte ich vorher den jackpot in italien gewonnen. und die us-prüderie wird bei den nicht-gezeigten sexszenen erneut auf die spitze getrieben. ich habe noch nie einen film von woody allen gesehen und ich werde mir ganz bestimmt keinen mehr ansehen.

(hintergrund: in meinen augen ist penélope cruz die beste schauspielerin des sonnensystems. nur wegen ihr habe ich mir deshalb den film komplett gegeben. wer die frauen studieren will, der kann das viel besser und tiefgründiger in den filmen von pedro almodóvar machen. woody allen ist gänzlich überflüssig. almodóvar ist schon spanier, von geburt an, und der erzählt euch auch viel mehr von den träumen, leiden und den vielen facetten spaniens und der menschen. absolute meilensteine: alles über meine mutter und v.a. volver – zurückkehren.)

Der Mann, der Der Mann, der Gott verklagte, verklagte

Sebastian, 1. August 2009

Müller, diese Drogerie-Medienmarkt-Chimäre, in der das einzige akzeptierte Zahlungsmittel “Gutscheine” zu sein scheint, lockte uns mit dem Versprechen, 5 Filme für 20 Euro abgreifen zu können. Zum Glück lag hier seit etlichen Monaten noch ein Gutschein mit eben diesem Gegenwert bei uns herum, mit dem wir nichts anzufangen wussten, so wie überhaupt Gutscheine bei uns eine sehr lange Verweildauer pflegen. Wer den Rabattbon nicht ehrt, ist den Gutschein nicht wert. Es war bereits kurz vor Ladenschluss, als wir uns durch die Reihe “guter und bewährter” Titel, sprich unverkäuflichem Mist, wühlten, als das Personal wie von Sinnen anfing zu tanzen. Das wiederum lag an der grässlichen Musik, die da auf einmal tönte: “Wir sagen dankeschön, 20 Jahre Die Flippers”, ein an sich unhaltbarer Zustand: 20 Jahre Die Flippers. (Erschrocken stelle ich während des Schreibens fest, dass just dieses Jahr eine Neuauflage des Lieds erschien: 40 Jahre Die Flippers.)

Das Lied, so verstanden wir, spielte das Personal nicht zum Spaß, so wie Personal ja grundsätzlich und per definitionem niemals etwas zum Spaß tut, sondern um die Jüngerschaft schnell und effektiv aus ihrem Tempel zu vertreiben: Feierabend. Nun waren wir durch ein paar Filme schon angefixt und wollten die fünfe voll machen, weswegen wir recht wahllos noch zulangten und die durch den Schlagerbeat schon völlig losgelösten Kassierer (hätte es nicht eine Durchsage, die den Ladenschluss ankündigt, auch getan? Wir bekamen dieses Ansinnen erst mit, also wir schon die letzten auf der ganzen Etage waren) noch einmal aus der Vorfreude auf ihr Feierabendbier und dem Fun Freitag mit einer neuen Sendung namens “Schmitz in the City” rissen.

So verließen wir den Laden mit den Filmen Wenn der Wind weht, dem meist nachgefragten Film überhaupt, da ihn jeder als Kind gesehen hat, von seiner Wirkung komplett verstört wurde und jetzt eben überall nach diesem Zeichentrick mit dem alten Ehepaar, das einen Atomschlag überlebt, sucht, Running Scared, der Odyssee mehrerer Protagonisten und einer Kanone durch die Nacht (sehr empfehlenswert), She’s having a baby *sigh*, Zug des Lebens, von dem ich noch nie gehört habe, an den ich aber mal vorsichtig optimistisch rangehe und dem Grund, warum ich mich bei diesem Dreckswetter (Sonne!) überhaupt an die Tastatur bemühe, die Heilige Pflicht des notorischen Meckerers verlangt jedoch danach: Der Mann der (sic!) Gott verklagte. Weiterlesen »

Ich sehe bunte Mäuse

Frank, 28. March 2009

Mithin noch seltsamer als die seltsamsten Auswucherungen der Blogosphäre ist ja wohl mal das, was in den Foren abgeht. Neulich stieß ich aus Zufall (frag nicht) auf einen Thread im Forum “Das Haustierforum”. Thema: Mäuse, die sich gegenseitig fressen und deshalb kastriert werden sollten. Da mir dieser Thread so ungemein bizarr vorkam, beschloss ich ihn kurzerhand mit verteilten Rollen und dem entsprechend schlecht verstellten Stimmen zu vertonen. Es folgt nun also eine Viertelstunde destillierter Langeweile, vulgo: der allererste Craplog-Podcast. Habt Spaß. Oder… was auch immer.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


(Direkt-Download)

Ein weiterer Sendehinweis: Falls Ihnen der aufwändige Vertonungen von unnötigen Texten gefallen, versäumen Sie nicht, unsere Remixe von verbitterten Leserkommentaren, Sarah Connor betreffend zu prüfen. Klassiker auf Mozartniveau!