Archiv für die Kategorie ‘Audiovisuelle Machwerke’

basey-tv-rage

cipha, 12. Februar 2010

1 baseballschläger: 19,99€
29 fernseher: 15.746€
videoaufzeichnung, wie man mit dem basey diese 29 fernsehgeräte kaputtschlägt:

priceless.

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vicky cristina bullshit

cipha, 26. August 2009

rebecca hall als vicky und penélope cruz als die durchgeknallte und geniale künstlerin maría elena; das sind die einzig positiven und komplett überzeugenden aspekte des 2008er-woody-allen-films vicky cristina barcelona. von mir aus noch die stadt barcelona selbst, wo der film spielt, aber die rückt aufgrund der bescheuerten geschichte zu sehr in den hintergrund. schade war’s. scarlett johansson ist ansonsten eigentlich in jedem ihrer leinwand-auftritte ein juwel und garant, da sie aber das billige und sexgeil-dumme blondinen-klischee bedienen muss, geht sie gnadenlos unter.

die story ist schnell erzählt: zwei bildhübsche amerikanische studentinnen machen sommerurlaub in barcelona, spanien. vicky ist die intellektuelle, verlobt und kopfgesteuert. cristina ist; ach, drauf geschissen, das steht schon weiter oben. irgendwann lernen sie einen spanischen “künstler” kennen (in “”, weil die kunst zum kotzen aussieht), namens juan antonio (man beachte die anspielung auf den berühmt-berüchtigten don juan). ab da gibts freie liebe, sex, den man nie(!) sieht, jede menge schmalz und, wie im titel bereits angekündigt, bullshit. der film bedient dermassen viele klischees, dass einem schlecht wird. hier mal kurz die definition des begriffs:

„(Klischees sind) vorgeprägte Wendungen, abgegriffene und durch allzu häufigen Gebrauch verschlissene Bilder, Ausdrucksweisen, Rede- und Denkschemata, die ohne individuelle Überzeugung einfach unbedacht übernommen werden.“ – Sachwörterbuch der Literatur, Wilpert, Gero von; Stuttgart 1970

konkrete beispiele: die blonde sexbombe ohne gehirn; die brünette intellektuelle; der heissblütige spanier, der sie alle nimmt und alle kriegt, obwohl er wie dahingerotzt aussieht; die romantik der spanischen stadt barcelona; alle maler haben auch eigene privatflugzeuge, um amerikanische touristinnen auf spanische inseln einzuladen und sie dort zu vögeln; der altersweise, dichtende grossvater; der new yorker broker; die echte, richtige und überzeugende künstlerin, die sich umbringen will und geistesgestört auftritt (maria elena); usw, usf.

warum???

darüberhinaus muss ich nicht von einem an monotonie und langeweile nicht mehr zu übertreffenden sprecher über jede kleinigkeit, die passiert, auf dem laufenden gehalten werden. hallo!? ich bin der zuschauer, manchmal kann ich mir die dinge einfach denken. oder geht woody allen davon aus, dass nur grundschüler den film anschauen werden!? dann würde die massnahme tatsächlich sinn ergeben.

in vicky cristina barcelona passiert im prinzip 96 minuten lang gar nix. jetzt ohne spass, ich habe den abspann gesehen und mich gefragt: ja, und was will mir der film jetzt mitteilen!? alle amerikanischen schnecken sollten sommerurlaub in spanien machen, damit sie sich flotte dreier mit neurotischen künstlern geben können und völlig konfus wieder zurück in die heimat fliegen? wtf. die gezeigte dreiecksbeziehung ist dermassen unwahrscheinlich, da hätte ich vorher den jackpot in italien gewonnen. und die us-prüderie wird bei den nicht-gezeigten sexszenen erneut auf die spitze getrieben. ich habe noch nie einen film von woody allen gesehen und ich werde mir ganz bestimmt keinen mehr ansehen.

(hintergrund: in meinen augen ist penélope cruz die beste schauspielerin des sonnensystems. nur wegen ihr habe ich mir deshalb den film komplett gegeben. wer die frauen studieren will, der kann das viel besser und tiefgründiger in den filmen von pedro almodóvar machen. woody allen ist gänzlich überflüssig. almodóvar ist schon spanier, von geburt an, und der erzählt euch auch viel mehr von den träumen, leiden und den vielen facetten spaniens und der menschen. absolute meilensteine: alles über meine mutter und v.a. volver – zurückkehren.)

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Der Mann, der Der Mann, der Gott verklagte, verklagte

Cuba Libre Jr., 1. August 2009

Müller, diese Drogerie-Medienmarkt-Chimäre, in der das einzige akzeptierte Zahlungsmittel “Gutscheine” zu sein scheint, lockte uns mit dem Versprechen, 5 Filme für 20 Euro abgreifen zu können. Zum Glück lag hier seit etlichen Monaten noch ein Gutschein mit eben diesem Gegenwert bei uns herum, mit dem wir nichts anzufangen wussten, so wie überhaupt Gutscheine bei uns eine sehr lange Verweildauer pflegen. Wer den Rabattbon nicht ehrt, ist den Gutschein nicht wert. Es war bereits kurz vor Ladenschluss, als wir uns durch die Reihe “guter und bewährter” Titel, sprich unverkäuflichem Mist, wühlten, als das Personal wie von Sinnen anfing zu tanzen. Das wiederum lag an der grässlichen Musik, die da auf einmal tönte: “Wir sagen dankeschön, 20 Jahre Die Flippers”, ein an sich unhaltbarer Zustand: 20 Jahre Die Flippers. (Erschrocken stelle ich während des Schreibens fest, dass just dieses Jahr eine Neuauflage des Lieds erschien: 40 Jahre Die Flippers.)

Das Lied, so verstanden wir, spielte das Personal nicht zum Spaß, so wie Personal ja grundsätzlich und per definitionem niemals etwas zum Spaß tut, sondern um die Jüngerschaft schnell und effektiv aus ihrem Tempel zu vertreiben: Feierabend. Nun waren wir durch ein paar Filme schon angefixt und wollten die fünfe voll machen, weswegen wir recht wahllos noch zulangten und die durch den Schlagerbeat schon völlig losgelösten Kassierer (hätte es nicht eine Durchsage, die den Ladenschluss ankündigt, auch getan? Wir bekamen dieses Ansinnen erst mit, also wir schon die letzten auf der ganzen Etage waren) noch einmal aus der Vorfreude auf ihr Feierabendbier und dem Fun Freitag mit einer neuen Sendung namens “Schmitz in the City” rissen.

So verließen wir den Laden mit den Filmen Wenn der Wind weht, dem meist nachgefragten Film überhaupt, da ihn jeder als Kind gesehen hat, von seiner Wirkung komplett verstört wurde und jetzt eben überall nach diesem Zeichentrick mit dem alten Ehepaar, das einen Atomschlag überlebt, sucht, Running Scared, der Odyssee mehrerer Protagonisten und einer Kanone durch die Nacht (sehr empfehlenswert), She’s having a baby *sigh*, Zug des Lebens, von dem ich noch nie gehört habe, an den ich aber mal vorsichtig optimistisch rangehe und dem Grund, warum ich mich bei diesem Dreckswetter (Sonne!) überhaupt an die Tastatur bemühe, die Heilige Pflicht des notorischen Meckerers verlangt jedoch danach: Der Mann der (sic!) Gott verklagte. Weiterlesen »

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Ich sehe bunte Mäuse

Frank, 28. März 2009

Mithin noch seltsamer als die seltsamsten Auswucherungen der Blogosphäre ist ja wohl mal das, was in den Foren abgeht. Neulich stieß ich aus Zufall (frag nicht) auf einen Thread im Forum “Das Haustierforum”. Thema: Mäuse, die sich gegenseitig fressen und deshalb kastriert werden sollten. Da mir dieser Thread so ungemein bizarr vorkam, beschloss ich ihn kurzerhand mit verteilten Rollen und dem entsprechend schlecht verstellten Stimmen zu vertonen. Es folgt nun also eine Viertelstunde destillierter Langeweile, vulgo: der allererste Craplog-Podcast. Habt Spaß. Oder… was auch immer.

Ein weiterer Sendehinweis: Falls Ihnen der aufwändige Vertonungen von unnötigen Texten gefallen, versäumen Sie nicht, unsere Remixe von verbitterten Leserkommentaren, Sarah Connor betreffend zu prüfen. Klassiker auf Mozartniveau!

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tzwitter II

cipha, 19. März 2009

[via]

der ganze hype um twitter gefällt mir nicht, aber das sollte ja inzwischen bekannt sein. jedenfalls, im zuge der neuen staffel einer animierten serie namens “supernews” wurde dieses intro erstellt. in unseren breitengraden wohl wenig bekannt, startet das ganze morgen, also ist das wie eine exklusive vorab-premiere. viel spass!

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Ich habe früher regelmäßig “GZSZ” geschaut. Und zwar gerne.

Frank, 13. Februar 2009

Die Essenz des Liberalen liegt nicht in Guido Westerwelles Agitation gegen Mindestlöhne. Sie liegt in einer Einstellung gegenüber dem und den Anderen, die in etwa besagt: Jeder soll nach seiner Façon glücklich sein (solange er damit seinem Nächsten nicht schadet). In dem Sinne hat der liebe Liberale auch nichts dagegen, wenn sich sein Nächster Abend für Abend mit den schlimmsten Machwerken audiovisueller Unterhaltung beschwallen lässt. Dies schließt Modelcastings, Volksmusik, Daily Talks, Soaps und Telenovelas sowie Stefan Raab ausdrücklich mit ein.

Also bitte, Jungs und Mädchen. Schaut euch in Herrgottsnamen diesen Musikwettbewerb an. Von mir aus gern. Verschweigt es oder erzählt es — ganz gewiss wird euch niemand dafür den Kopf abreißen. Bloß: Steht dazu, vor allem vor euch selbst! Hört bitte auf, euch mit holzhammerdauerironischer Pseudodistanziertheit zu legitimieren.

tweet1

tweet2

Für ein Programm, das einem nicht gefällt gibt es immer noch den Aus-Schalter (und andere Methoden). Sich marktschreierisch über den Dünnpfiff zu mokieren, den man da gerade konsumiert, wirkt hingegen unfreiwillig albern.

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maximales potenzial aus der küche

cipha, 21. Januar 2009

ich hasse fernseh-castings. ich habe nicht ohne grund einen text wie cyrielle geschrieben.

ich hasse auch dieter bohlen. gut, das fällt einem nicht wirklich schwer. viel schwieriger ist es zu verstehen, wieso es eigentlich im jahr 2009 noch eine sendung wie “dsds” gibt. und rtl überhaupt, aber das ist ein anderes thema (den passenden text zum dschungel-camp übernimmt dann in naher zukunft einer der craplog-eigenen c-prominenz-kenntnisreichen autoren).

jedenfalls, ich war ziemlich irritiert heute beim durchzappen in der aktuellen dsds-jury einen ehemaligen held meiner jugend wie max von thun zu sehen. das ist ernst gemeint: seine sendung “mtv kitchen” damals gehört mit zum besten, was ich bisher im verkrüppelten deutschen fernsehen gesehen habe. und das war 1999! da war die welt noch in ordnung.

jeder, der einen iq über 80 hat, wird mit dem proletenhaften dumpfbacken-geschwätz eines dieter bohlen nicht zurecht kommen. schon gar nicht, wenn es um die bewertung von (bestenfalls) amateuren geht, die gerne mal kleine pseudo-stars für maximal vier wochen werden wollen. ich weiss nicht genau, was max von thun sich dabei gedacht hat, sich diesen stunt zu leisten und da mitzumachen. es kann eigentlich nur um promotion für seine eigenen projekte gehen. er ist kreativ, eigentlich auch irgendwie independent und untergrund, sofern man das noch von einem schauspieler behaupten kann. ein cooler und gediegener typ, für mich in jedem fall, mit ecken und kanten, der sich von niemandem das maul verbieten lässt.

bohlen hat sein maul gestopft. als thun gesagt hat, ihm gehe “umbrella” von rihanna dermassen auf den sack, dass er sich wünsche, man möge ihr diesen schirm endlich in den arsch rammen (zitat!), fühlte sich dieter bohlen in seiner “ehre und langjährigen erfahrung im musikgeschäft” verletzt und verliess das pult. das war der moment, als es bei rtl und für max von thun plötzlich keinen platz mehr gab. er musste gehen. ein wirkliches statement von ihm war zu diesem vorfall nicht zu erfahren, aber ehrlich gesagt war das egal. die bilder und gesten sprachen eine eindeutigere sprache.

jetzt kam ein nachfolger, der endlich “langjährige erfahrung” im musikgeschäft mitbringt: der volker. volker ist der krasseste checker: er ist verantwortlich für melanie c, für yvonne caterfeld (mir egal, wie man das schreibt. jedenfalls die schnulzensängerin, bei der eine ganze faust zwischen die augen passt.) und promoter des besten rap-albums aller zeiten aus deutschen landen “dumm aber schlau” von das bo. um volker soll es jedoch hier auch nicht gehen, das ist eine randnotiz, ein kostenloser service von mir.

lieber herr max von thun! machen sie sich nichts daraus, dass sie rausgeflogen sind! erinnern sie sich zurück an die schule: nur die mit den heftigsten aktionen oder der schnellsten zunge wurden temporär auf den gang geschickt. auch wenn es mir zu hoch scheint, wieso sie sich bereit erklärt haben bei einer show mit dieter bohlen mitzumachen, werden sie sich schon ihre gedanken gemacht haben. und, sind wir doch mal ehrlich: besser, als beim ersten casting rausgeschmissen zu werden, geht es doch gar nicht! sie ersparen sich wertvolle zeit, schonen ihre nerven, müssen sich nicht den kopf zerbrechen, welcher von den gehirnamputierten weiterkommen soll und, das ist meines erachtens das wichtigste, sie behalten ihre authentizität. und wenn sie noch einmal bei einem ähnlichen rotz mitmachen, komme ich persönlich vorbei, scheisse vor ihre tür, sprenge ihr fahrzeug und sorge dafür, dass sämtliche internetauftritte mit ihrem namen mit nacktbildern von nadja abdel farag (ich weiss auch nicht, wie man das schreibt und ich fühle mich gut dabei) defacet werden. und das wird richtig übel.

peace, bro. weitermachen. alles richtig gemacht.

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Kuschelrock

Frank, 19. Januar 2009

Leise weht der Sommerwind um die Palmen Floridas und trägt uns eine Melodie ans Ohr, die von Herzeleid und Hoffnung, von Sehnsucht und Vergessenwollen, von Qual und Erlösung kündet. Vergesst Rick Astley, dieser Song ist noch intensiver: Mark Gormley mit seinem Hit “Without You”.


YouTube direkt: Normal | HiQ | Download

Die 8 Songs umfassende CD kann im UZ General Store gekauft werden. [via]

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