Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Es ist einfach Rockmusik

Frank, 28. Mai 2010

Rockmusik von Hurra-Patriotismus-Wiedergängern, die sich WM-mäßig dem Millionenmarkt hirnloser Wir-sind-wieder-wer-Schwachmaten mit Riff-starkem Patridiotenpathos anbiedern und dabei irgendwo zwischen Wolle Petry für Arme (optisch) und Scorpions für noch Ärmere (musikalisch) changieren, aber immer noch Rockmusik irgendwo, ja.

[via Peer per Mail]

Blubb

Frank, 21. Februar 2010

Sex, Geld, Macht, Second Life: Die deutsche Blogosphäre ist ein Sündenpfuhl. Nur einer stellt sich dagegen…

Donald von Soundso

Grob albern

pantoffelpunk, 16. Januar 2008

Ich kann bei diesem unbelehrbaren Sittenstrolch einfach nicht oft genug an diese Schmach erinnern:

Gruß an Herrn Henschel

Liebe Grüße an Herrn Henschel.

liebe kameramänner

ovit, 25. Oktober 2007

die ausübung eines berufes ist nicht immer leicht. vor allem dann, wenn menschen nicht so funktionieren, wie man sich es wünscht. das craplog scheut sich nicht, die eigenen medaillen umzudrehen und auch das verhalten der kameraleute zu hinterfragen, die mit ihrer überteuerten technik meinen alles zu dürfen.

seit geraumer zeit fahre ich in berlin mehr regionalbahn als sbahn. sei es eine signalstörung oder eine liegengebliebene sbahn in sichtweite. da man nach feierabend auf solche eskapaden entsprechend viel lust hat, steigt die gude laune auf sven-väth-niveau an. also wechselt ein von menschen überfüllter bahngleis im kollektiv das transportmittel und minuten später reibt man sich schon in einem dieser regionalzüge aneinander. man macht ja alles für ein beheiztes zu hause.

endlich am ostbahnhof angekommen, muss man sich dann auch noch filmen lassen, von einem typen der meint, dass alle menschen, die sich aus dieser bahn raus- und reinquälen ein bedürfnis danach haben, dass dieser monumentale vorgang für die nachwelt festgehalten wird. dieses verhalten erinnert an einen bundesinnenminister, der seine kamera auch immer da hinbaut (hinbauen möchte) wo sich viele menschen gleichzeitig befinden.

da hilft nur eins: in die kamera winken, freunde und bekannte grüßen, dämliche fragen stellen, auf die linse fassen oder ein paar beleidigungen richtung dieses menschen pfeffern. nur so kann wirklich garantiert werden, dass man aus sinnbefreiten einspielern, die aller wahrscheinlichkeit nach im falschen kontext benutzt werden, auch wirklich herausgeschnitten wird.

darf man nun in diesem land gefilmt werden wie man will? was darf der kameramann, was der schäuble nicht darf? ich will nicht in irgendwelchen filmbeiträgen auftauchen ohne das ich meine mimik darauf vorbereiten konnte und überhaupt. was ist denn das bitte für ein scheiß? kein respekt für kameramänner. verderbt den medienleuten den spaß an ihrer arbeit. grinst und winkt und nervt! anders kann man solchen menschen nicht beikommen, die glauben, mit ihrer teuren technik hätten sie einen freifahrtschein um alles und jeden aufzunehmen.

Katholiken sind nichtige Arschlöcher. Basta.

pantoffelpunk, 24. Oktober 2007

Überall ist im Moment von irgendwelchen wahrscheinlich widerlich reaktionären und steinzeitlichen Auslassungen des Bischof Mixa zu lesen. Ich schreibe bewusst “wahrscheinlich”, weil ich mir grundsätzlich gesellschaftspolitische Statements katholischer Kackbratzen nicht antue. Und das hat einfach furchtbare und furchtbar einfache Gründe.

“Menschen”, die freiwillig Mitglied einer Institution sind, die schwule Mitarbeiter feuert aber verurteilte Kinderficker wissentlich einstellt, deren Taten relativiert und dahingehende Ermittlungen behindert, haben im gesellschaftlichen Diskurs schlicht nichts zu suchen. Ende der Durchsage.

Und noch einmal für die jugendlichen Papstfans auf der einen und die Medien auf der selben Seite: Der Papst ist kein Popstar sondern ein kriminelles Arschloch und ein außerordentlich weltlich denkender, weil machtgeiler Klerikalfaschist, der sexuelle Kindesmisshandlungen deckt.

Part II, Part III

Und jetzt, Katholiken, gehet hin und steckt Euch einen Finger in den Po. Manchmal hilft’s.

PS: Wenn ich durch diesen Beitrag jemandes religiöse Gefühle verletzt haben sollte: Das ist außerordentlich gern geschehen.

Euch soll der Blitz beim Scheißen treffen.

pantoffelpunk, 17. Oktober 2007

In aller Kürze:
Mein Krankenkasse schickt mir das vierte Mal einen Überweisungsträger über 10,- Euronen, weil ich am 26. Januar 2007 mit dem RTW ins Krankenhaus gefahren sein soll. Ich verzichte darauf, ihnen auch ein viertes mal zu schreiben, dass ich am 26. Januar schön gesund zu Hause vor dem dänischen Ofen gesessen und zum Beispiel auf youTube witzige Filmchen geguckt und gepostet habe. Statt dessen habe ich gekündigt.

Im August habe ich fast 900 Briefe per PostIDENT verschickt. Bei diesem Verfahren muss sich der Empfänger ausweisen und der Absender bekommt eine Bestätigung, dass der oder die Richtige die Sendung erhalten hat – oder eben auch nicht. In diesem Falle soll natürlich auch die Sendung zurück gehen. Bei 90 Sendungen habe ich keinen Rückschein erhalten. Parallel habe ich 7 Einschreiben international mit Rückschein verschickt – und bis heute nicht einen (sic!) davon zurück erhalten. Die entsprechenden Nachforschungsanträge ergaben im ersten Fall für die verschollenen Sendungen die vielsagenden Ergebnisse “nicht erfasst”, im zweiten Fall, den Einschreiben, habe ich auch nach 5 Wochen noch keine Antwort erhalten. Ach so: eine PostIDENT-Sendung kostete 8,20 € pro Stück.

Bei der Internetdruckerei, die 3-4 Tage Lieferzeit angibt, logge ich mich heute ein, weil ich die Plakate eigentlich Montag erwartet habe und Kiel bereits seit Dienstag zuplakatiert hätte sein sollen und der Status meines Auftrages ist leider nicht “versandt”. Auch nicht “gedruckt”. Nicht mal “im Druck”. Sondern “Vorkasse eingegangen”. Telefonisch ist niemand erreichbar. Auf mails reagieren sie nicht. Über den DENIC finde ich eine zweite Telefonnummer heraus. Man verspricht, zu recherchieren und mich bis 13:00 zu informieren, wann die Plakate ausgeliefert wurden oder werden. Um 16:00 Uhr bekomme ich den heiß ersehnten Anruf: “Wir können die Plakate leider nicht finden.” Ist klar.

Auf dem Dorf, in dem ich hause, konnte die Telekom als bis dato einziger Telekommunikationsanbieter kein DSL zur Verfügung stellen. Und da kommt im Juli die V***l und schreit “Juhu, jetzt kommen wir und wir bringen Euch DSL, unterschreibt fleißig Verträge!” Haben viele gemacht. Ich auch, denn ich wusste zwar, dass es kein DSL geben wird, da die V***l die Leitungen der Telekom nutzt, aber die ISDN-Telefon-Flat ist 25,- € billiger und so habe ich auch unterschrieben – ich werde halt weiter DSL via Satellit nutzen. Dachte ich. Seit Montag bin ich jetzt V***l-Kunde und offline. Ich kenne jetzt aber jeden Einzelnen der Hotline persönlich und war mit ihnen zwischenzeitlich auf Du – bis mir der Arsch geplatzt ist: Ich bin am ersten Abend durch die Warteschleifennavigation gecruist und habe nach etwa 20 Minuten die Störung am Apparat gehabt, der kannte sich aber nicht so gut aus und hat mich an einen Techniker verwiesen, der wurde des Fehlers jedoch nicht gewahr und auf meine Bitte, mich innerhalb der nächsten 5 Minuten wieder auf die Telekom zu schalten, sagte er “Das kann ich von hier nicht, da stelle ich Sie mal weiter…” Die junge Dame, mit der ich dann telefonierte, musste sich so einiges über Ihre technische Unkenntnis anhören, bis sie mir sagte, sie wäre ja nur für das Vertragswesen zuständig, aber sie könne mich ja mal in die Störung durchstellen. Wer erstezt mir eigentlich den Tisch, aus dessen Kante ich ein großes Stück herausgebissen habe? Am nächsten Tag klärt mich dann skyDSL auf, dass meine Rufnummer eventuell unterdrückt wird, dann könnte ich mich auch nicht einwählen, also wieder in die Warteschleife der V***l, Rufnummernunterdrückung rausgenommen (kostet 5,- €), mit großer Freude wie ein Junk auf Turkey, der sich grad den Arm abbindet, einzuwählen versucht, aber: immer noch offline. Wieder in die Warteschleife und dann kommt’s: Die V***l hat mit skyDSL keinen Abrechnungsvertrag, skyDSL ist unter V***l nicht möglich. “Nehmen Sie doch eine ISDN-Flatrate. Die gibts gegen Aufpreis auch mit 2 Kanälen.”

Sterbt. Bitte. Alle. Heute noch.

herr, lass brennende kippenstummel regnen – oder hirn

ovit, 10. Oktober 2007

Da steht er nun, Ernst Erwin Huber[1] auf dem neuen Balkon seiner neuen 3-Zimmer Wohnung. Seit er endlich diesen neuen Job in der Medienbranche gefunden hat und die SEO-optimierte Affliate-AdLink-AdSense-Werbung auf seinem drittklassigen Weblog läuft, geht es mit ihm wirklich bergauf. Erst fand er eine Freundin, die er endlich auch mal gar nicht so hässlich findet und dann geht es auch so schnell, dass beide zusammenziehen. Ernst Erwin kann sein Glück kaum fassen. Jetzt steht er in einem Yuppie-Bezirk, in dem die Gentrifizierung schon im vollsten Gange ist, auf seinem neuen Balkon und steckt sich erstmal eine Zigarette an.
Früher lebte Ernst Erwin in einem Großstadtbezirk, der für den Prozess der Verdrängung nie interessant sein wird, und rauchte auf dem Balkon eines Plattenbaus und jeder Rülpser hallte durch den verlassenen Hinterhof wider. Diese Ruhe kotzte Ernst Erwin an. Doch jetzt ist alles anders, dachte Ernst Erwin, und freute sich diebisch wie toll belebt das alles am Tag und in der Nacht ist. Und mit ganz viel Glück lässt ihn die Freundin heute Abend noch ein bisschen fummeln, dachte Ernst Erwin und schnippte seine aufgerauchte Zigarette genüsslich vom Balkon, um es sich vor seinem neuen Flat-Screen-Fernseher gemütlich zu machen, den er bei der Media-Markt-Eröffnung unter Einsatz seiner beiden Ellenbogen ergattern konnte.
So kommt es, dass ich den Kiez von Ernst Erwin durchqueren muss, um die Ecke der Gegend zu gelangen, in der die Geschäfte alle 3 Monate mit einem neuen Inhaber und im besten Falle mit einer neuen Idee auftauchen und natürlich auch immer verschwinden. Die Musik hat sich langsam und allmählich beruhigt und ich fühle, wie ein paar Sinne und Kräfte den Weg in meinen Körper zurückfinden. Vor mir zwei Frauen, eine davon mit einem Kinderwagen und plötzlich ein roter Strich, der vom Himmel Richtung Erde saust und sich genau in den Kinderwagen reinbewegt. Da stehen also nun diese beiden Frauen, schlagen auf den Schlafsack des kleinen im Kinderwagen verweilenden Babys sein, um die brennende Asche schnellstmöglich zu entfernen, das Kind mit einem Riesenschrecken in den Augen und ein Assi, der die Mutter noch ankeift, das sie bloß nicht das Baby aus dem Kinderwagen heben soll, wenn sie diesen schon mit ihrer Zigarette anzünden muss. Die Information, dass diese Zigarette “von oben” kam, quittierte er mit einem mehrfachen Fauchen und Zischen.
Da erfüllte sich das erste mal eine Grundpanik in dieser Stadt, die ich nicht nur zu Sylvester empfinde. Bisher sah ich brennende Zigarettenstummel in meiner Kapuze oder in den Nacken fallen, jedoch noch nie sah ich es in einem Kinderwagen und erst recht nicht so dicht an junger und unversehrter Haut.
Der Blick in den Nachthimmel war sinnlos, denn einer dieser verfickten Ernst Erwins saß schon lange wieder vor dem Fernseher und spielte an seiner Nudel herum, rücksichtslos, wie seine Erziehung es ihm beigebracht hat, aber solange er sich eine überteuerte Wohnung in einem “trendigen” Bezirk leisten kann, hat er allen Grund ausschließlich an sich selbst zu denken und nicht an die Menschen, die den ganzen Tag auf dem Weg vor seiner Wohnung von links nach rechts gehen. Verklagen auf Verhaften muss man solche Vollpfosten, alles nach $129a, mir egal, aber irgendwie muss man die Idiotie bekämpfen. Und freier Wohnraum entsteht dann auch.

Foto: Sindre-Wimberger (cc)

  1. Name von der Redaktion geändert [zurück]

Nachwuchs

Frank, 1. Oktober 2007

hulk

Freuet euch fanatisch und frohlocket frenetisch, fantastische Freunde des Craplog’schen Rants, statt euch zu wundern: In nächster Zeit wird nämlich nicht mehr nur die bereits vertraute und leidlich liebgewonnene Autorenschaft dieses, uns allen Mutterbusen gewordene, Weblog befüllen, sondern eine ganz neue Generation an Autoren gepflegt klagen, wüten und veräppeln. Empfangt sie warm!