pantoffelpunk, 17. Oktober 2007
In aller Kürze:
Mein Krankenkasse schickt mir das vierte Mal einen Überweisungsträger über 10,- Euronen, weil ich am 26. Januar 2007 mit dem RTW ins Krankenhaus gefahren sein soll. Ich verzichte darauf, ihnen auch ein viertes mal zu schreiben, dass ich am 26. Januar schön gesund zu Hause vor dem dänischen Ofen gesessen und zum Beispiel auf youTube witzige Filmchen geguckt und gepostet habe. Statt dessen habe ich gekündigt.
Im August habe ich fast 900 Briefe per PostIDENT verschickt. Bei diesem Verfahren muss sich der Empfänger ausweisen und der Absender bekommt eine Bestätigung, dass der oder die Richtige die Sendung erhalten hat – oder eben auch nicht. In diesem Falle soll natürlich auch die Sendung zurück gehen. Bei 90 Sendungen habe ich keinen Rückschein erhalten. Parallel habe ich 7 Einschreiben international mit Rückschein verschickt – und bis heute nicht einen (sic!) davon zurück erhalten. Die entsprechenden Nachforschungsanträge ergaben im ersten Fall für die verschollenen Sendungen die vielsagenden Ergebnisse “nicht erfasst”, im zweiten Fall, den Einschreiben, habe ich auch nach 5 Wochen noch keine Antwort erhalten. Ach so: eine PostIDENT-Sendung kostete 8,20 € pro Stück.
Bei der Internetdruckerei, die 3-4 Tage Lieferzeit angibt, logge ich mich heute ein, weil ich die Plakate eigentlich Montag erwartet habe und Kiel bereits seit Dienstag zuplakatiert hätte sein sollen und der Status meines Auftrages ist leider nicht “versandt”. Auch nicht “gedruckt”. Nicht mal “im Druck”. Sondern “Vorkasse eingegangen”. Telefonisch ist niemand erreichbar. Auf mails reagieren sie nicht. Über den DENIC finde ich eine zweite Telefonnummer heraus. Man verspricht, zu recherchieren und mich bis 13:00 zu informieren, wann die Plakate ausgeliefert wurden oder werden. Um 16:00 Uhr bekomme ich den heiß ersehnten Anruf: “Wir können die Plakate leider nicht finden.” Ist klar.
Auf dem Dorf, in dem ich hause, konnte die Telekom als bis dato einziger Telekommunikationsanbieter kein DSL zur Verfügung stellen. Und da kommt im Juli die V***l und schreit “Juhu, jetzt kommen wir und wir bringen Euch DSL, unterschreibt fleißig Verträge!” Haben viele gemacht. Ich auch, denn ich wusste zwar, dass es kein DSL geben wird, da die V***l die Leitungen der Telekom nutzt, aber die ISDN-Telefon-Flat ist 25,- € billiger und so habe ich auch unterschrieben – ich werde halt weiter DSL via Satellit nutzen. Dachte ich. Seit Montag bin ich jetzt V***l-Kunde und offline. Ich kenne jetzt aber jeden Einzelnen der Hotline persönlich und war mit ihnen zwischenzeitlich auf Du – bis mir der Arsch geplatzt ist: Ich bin am ersten Abend durch die Warteschleifennavigation gecruist und habe nach etwa 20 Minuten die Störung am Apparat gehabt, der kannte sich aber nicht so gut aus und hat mich an einen Techniker verwiesen, der wurde des Fehlers jedoch nicht gewahr und auf meine Bitte, mich innerhalb der nächsten 5 Minuten wieder auf die Telekom zu schalten, sagte er “Das kann ich von hier nicht, da stelle ich Sie mal weiter…” Die junge Dame, mit der ich dann telefonierte, musste sich so einiges über Ihre technische Unkenntnis anhören, bis sie mir sagte, sie wäre ja nur für das Vertragswesen zuständig, aber sie könne mich ja mal in die Störung durchstellen. Wer erstezt mir eigentlich den Tisch, aus dessen Kante ich ein großes Stück herausgebissen habe? Am nächsten Tag klärt mich dann skyDSL auf, dass meine Rufnummer eventuell unterdrückt wird, dann könnte ich mich auch nicht einwählen, also wieder in die Warteschleife der V***l, Rufnummernunterdrückung rausgenommen (kostet 5,- €), mit großer Freude wie ein Junk auf Turkey, der sich grad den Arm abbindet, einzuwählen versucht, aber: immer noch offline. Wieder in die Warteschleife und dann kommt’s: Die V***l hat mit skyDSL keinen Abrechnungsvertrag, skyDSL ist unter V***l nicht möglich. “Nehmen Sie doch eine ISDN-Flatrate. Die gibts gegen Aufpreis auch mit 2 Kanälen.”
Sterbt. Bitte. Alle. Heute noch.