Beschriftet eure CDs ordnungsgemäß!

Simon, 30. January 2008

Symbolbild halt

Macht es den Sondereinsatzkommandos doch nicht so schwer. Versetzt euch mal in ihre Lage! Die stürmen mit Maschinenpistole, Taser-Gun und Tränengas die Kinderzimmer dieser Erde, finden SONY-Rohlinge, die mit einem SONY-Brenner gebrannt wurden, und wissen nicht was drauf ist! (Etwa SONY-Playstation-Spiele? Man weiß es nicht.)

Viel einfacher und zeitsparender wäre es doch, wenn wir direkt alle nötigen Informationen mit auf die CDs schreiben:

  • Inhalt der CD: Anzahl der Urheberrechtsverletzungen
  • Datum: Wann aus dem Internet geklaut?
  • Ort : Wo aus dem Internet geklaut? Genaue URL bitte!
  • Raubkopierer: Vor- und Nachname + IP-Adresse während des Downloads
  • Super-Mega-Raubkopierer a.k.a Der Teufel a.k.a Hitler: Name und Anschrift des Uploaders

Die Content-Sheriffs haben nun mal nicht ewig Zeit und sind auch körperlich nach so einem Anti-Terror-Einsatz ganz schön fertig; es reicht ja schließlich nicht einfach die CDs und die Festplatte(n) mitzunehmen, nein, Tower und Monitor müssen auch in den LKW und auf’s Revier, da kann man ihnen doch guten Gewissens die Arbeit etwas erleichtern, oder?

Und noch ein Tipp am Rande: Wenn ihr nicht sicher seid, ob sich der Kauf eines 100er CD-Spindels (hoffentlich Marke SONY, die müssen auch von was leben) überhaupt lohnt, weil ihr eigentlich gar nicht so oft Sachen brennt, dann macht es wie der Autor dieses Artikels und ladet für jeden “Raubkopierer sind Verbrecher”-TV/Kino-Spot, den ihr ertragen müsst, zwei Filme aus dem Netz.

Aus Trotz.

5 Kommentare

  1. Frank sagte am 30. January 2008 um 04:09 Uhr:
  2. Frank sagte am 30. January 2008 um 04:50 Uhr:

    Sehr geehrter Herr Anwalt Clťmence Rush, sehr geehrte Logistäpp AG,

    Ich habe das neueste Album von Sarah Connor, den Film “Crossroads” mit Britney Spears und das Computerspiel “Moorhuhn Kart” bei eMule runtergeladen. All das gefiel mir nicht und ich löschte es nach einmaligem, nicht erfolgtem Genuss (lausige Stimme, miese Handlung, reine Langeweile). Nun habe ich in einem TV-Spot erfahren, dass man für so etwas ins Gefängnis und Homo-Sex erdulden muss. Ist das wahr? Besser wohl, ich melde meine Vergehen direkt bei ihnen. Bitte übergeben Sie den Fall direkt-maschinell an die Staatsanwaltschaft, vielleicht lässt sich so ja, wenn schon nicht der Knast, so doch zumindest der Analverkehr verhindern. Ich verspreche dafür, in Zukunft auch für die miesesten Güter der Kulturproduktion wieder unangemessen viel Knete zu löhnen.

    Herzlichst,
    Ihr untergebener

    xxx

  3. Benjamin B. sagte am 30. January 2008 um 22:06 Uhr:

    Ihr armen Deutschen, die ihr euch mit so unnützen wie hirnverbrannten Gesetzen herumschlagen müsst. Kommt doch einfach in die Schweiz, da dürft ihr runterladen, so viel ihr wollt. Es schaut euch dabei auch niemand über die Schulter. Ich geniesse es richtig, nicht dauernd als Raubkopierer beschimpft zu werden.

  4. Frank sagte am 30. January 2008 um 22:39 Uhr:

    Umziehen! Tolle Idee. Nebenbei… Schweiz: Filesharing wird kriminalisiert, Kopierschutz knacken verboten.

  5. Benjamin B. sagte am 1. February 2008 um 18:54 Uhr:

    Aber dafür darfst du die CD aus dem Netz runterladen. Das kommt aufs gleiche drauf an, wie wenn du den Kopierschutz geknackt hättest, aber dafür bleibt deine Weste weiss.

Und was meinst Du?

Bitte beachten: Kommentare sind uns sehr willkommen. Die Redaktion behält sich jedoch vor, Redebeiträge von Spinnern, Spammern und anderen Idioten zu löschen bzw. sinnentstellend zu verfremden. Kommentare müssen unter Umständen erst freigeschaltet werden, das dauert manchmal seine Zeit. Hab Geduld.