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Wie das Internet das Craplog überholte und das Craplog es mit angezogener Handbremse duldete

ovit, 24. January 2014

Früher(TM) als das Craplog das neue Phänomen des grundlosen Pöbelns im Internet als erstes wahrnahm wie die erste junge Knospe nach einem langen und matschigen Großstadtwinter, da riss sie es an sich, das Monopol der schlechten Laune. Es würde gekübelt, gekotzt und gelästert und natürlich am besten ohne ersichtlichen Grund. Da war das Pöbeln noch in fester Hand einer selbstbestimmten Elite, entsprechend groß war der Gegenwind, den es gar nicht gab, außer vielleicht von Sarah Connor Fans und PI-News Verwirrten, beides aber auch keine zu vernachlässigende Gruppe mehr, obwohl, so schlimm ist Sarah Connor nun auch wieder nicht, vor allem jetzt am Ende ihrer Karriere.
Und es kam wie es kommen musste, das Pöbeln wurde modern und angesagt und in der gleichen Geschwindigkeit, wie sich das grundlose Pöbeln im Internet wie ein Lauffeuer verbreitete, stellte das Craplog sein elitäres Handeln ein, was man aber auch als sozialen Akt verstehen kann. Pöbeln für alle. Und umsonst.
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Eltern gegen die mediale Verrohung der Jugend

ovit, 16. March 2010

die seite befindet sich seit einigen tagen im wartungsmodus und kommt wahrscheinlich auch so schnell nicht zurück. schade.

Wahrscheinlich bin ich zu spät dran, habe da mal wieder was nicht mitbekommen, wie man so schön sagt, aber die Eltern sind jetzt auch im Netz, zu finden unter: www.eltern-im-netz.de.vu.

Vor allem Frank Torthoff scheint mir ein äußerst aktiver Schreiber zu sein, dessen Kind ich sicher nicht sein will, denn seine Kinder werden mit einer schier unfassbaren Moral erzogen, die ich nicht mal meinen ärgsten Feinden wünsche. Jede weitere Beschreibung dieses Menschen könnte unter Umständen zu einer Klage führen, da muss ich nicht mal auf den gesunden Menschenverstand pochen, da einem die Blödheit dieser Seite brutal in die eigene Fresse kotzt.

Auszug gefällig?
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Trolleyfahrerarsch, TRAG DAS DING!

ovit, 23. February 2009

Trolleyfahrerarsch
Symbolbild von Trolleyfahrer auf ruhigem Untergrund by supatexta (cc)

Eine neue Lärmbelästigung ganz besonderer Güte hat Einzug in hiesige Landstriche erhalten. An der Kante einer jeden Gehwegplatte dröhnt es, auf dem Kopfsteinpflaster erst recht. Oft tauchen diese Unmenschen auch noch in kleinen Gruppen auf und der Geräuschpegel wächst expontiell und treibt einen schier in den Wahnsinn. RATRATRATRATRATRATRATRAT. Lieber Leute mit diesen verkackten Trolleys, tragt euren Scheißkoffer, wie ihr es schon immer gemacht habt! Diese Trolleys sind weder hübsch, noch lässig, noch bequem, sondern eine reine Qual. Eine Tortur. Eine Belästigung für eure Mitmenschen. RATRATRATRATRATRATRATRATRAT. Es ist eine Lärmhölle, das Ding verdreckt eh nur, so dicht über dem Boden. Es gibt nämlich Menschen, die können sich sonst nicht entspannen, wenn sie sich in eurer Umgebung befinden, weil ihr mit eurem beschissenen Ding die ganze Umwelt verpestet mit sinnlosem und vor allem viel zu lauten Krach. Es gibt eben nicht überall Beton, sondern Oberflächenbeschaffenheiten, die nicht zwingend ebend sind. Und von alleine sind die Oberflächen gar nicht laut, nur wenn sie mit eurer verschissenen Bequemlichkeit in Kontakt kommen.

Anekdote: Als vor mir vor kurzem ein Trolleyfahrer zur Selbstorientierung nach der Überquerung einer Kopfsteinpflasterstraße stehen blieb, da herrschte plötzlich himmlische Ruhe um einen herum und gleich auch in einem selbst. Ein Moment des reinen Glücks, der mich laut aufschreien lies, wie wunderbar ruhig es plötzlich sei. In Zukunft werde ich Trolleyfahrer vor mir bitten, ihre Scheiße, die sie hinter sich herziehen, aufzuheben. Damit keinem von uns beiden etwas schlimmes passiert. Wehrt euch gegen diese rücksichtslosen faschistischen Schweine! Brennt alle Trolleys nieder! Gegen die imperialistische Bequemlichkeit!

Welche Worte mit Haus… suchen wir?

ovit, 28. August 2008

Dieser Artikel hat, bevor er auch nur ansatzweise verfasst wurde, die irrsinnigste Wandlung durchgemacht, die sich ein nicht selbstdenkender Artikel nur denken kann. Ursprünglich war es natürlich ein craplogscher Hassartikel. Im Mittelpunkt hätte nicht mal das Format Call-in-TV gestanden, denn da bin ich großer Fan von – ich erinner mich an Abende, an denen ich durch den Konsum alkoholischer Genussmittel nur schwerlich geradeaus schauen konnte, aber zu fein war, um mich zu betten, und so mich also von einem mir willkürlich durch den Dienstplan vorgesetzten Moderator von der Möglichkeit des geruhsamen Schlafes abhielt.
Es gibt aber diese eine Sendung mit dieser einen Moderatorin, die da in ihrem Studio sitzt, um sich von einem Ventilator ins Gesicht blasen zu lassen, um den “Sexfaktor” ins Unermessliche zu treiben um dann bei Schnellraterunden ohne Telefonklingeln ohne Schlagfertigkeit und langweiliger als eine Schlaftablette auf Opium sich selbst im Studiomonitor anzugucken oder wahlweise in die Kamera zu lächeln, dass man mehr kotzen möchte, als man Galle in sich hat.
Bei der Suche auf Youtube fand ich dann ein Video dieser Moderatorin, dass dann eine dieser Wenden darstellt. Da ist es gar nicht mehr der Hass auf diese Frau, sondern die Absurdität der Rätsellösung, denn welche Wörter mit Haus… wurden in den vergangenen drei bis vier Stunden wohl gesucht?


Ohne vorher das Video gesehen zu haben, lohnt es sich nicht weiterzulesen! Und das Video lohnt sich wirklich, der Rest des Geschriebenen eher nicht!
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ich weiß nicht wieso ich euch so hasse, fahrradfahrer dieser stadt

ovit, 14. March 2008

sich über den streik aufzuregen, das ist zu einfach, dachte ich, das haben wir ja auch schon gemacht, dachte ich, da kannst du dich ja gleich über jedes dahergelaufen popsternchen aufregen, dachte ich, als ich heute morgen aus platzmangel in der s-bahn halb auf einem fahrrad lag und genüsslich meinen kaffee to go trank. meine rückenwirbel verschoben sich allmählich und mit steigendem schmerzgrad und der wachsenden erkenntnis, dass sich in naher zukunft keine chance der bewegung ergeben würde, verfluchte ich die ganze welt auf das schlimmste.
ein seltsames phänomen spielt sich bei einem streik im öffentlichen nahverkehr ab. da sollte man meinen, die menschen greifen auf ihre fahrräder zurück um unabhängig von diesen verkehrsmitteln zu sein, aber ganze anders der mensch er ist, als er sein sollte. er rennt mit seinem rad richtung s-bahn und guckt, ob da nicht noch ein quadratmeterchen platz für ihn und sein rad ist. scheißegal, ob überhaupt noch menschen reinpassen, der arme radfahrer ist vom streik schließlich ganz besonders betroffen. im kollektiv stehen sie mit ihren versifften und verdreckten rädern auf den bahnsteigen und drängen in die bahn hinein. scheißegal auch, dass gerade stoßzeit ist.
ein befreundeter radfahrer versuchte eben jenes auch, allerdings mit der erkenntnis, dass es keinen sinn hat, sein rad mitzunehmen, weil man mit einem rad gar nicht in die bahn hineinpasst. das sehen horden von menschen ohne verstand aber mal komplett anders und im besten falle erwarten sie dann rücksicht von ihren mitmenschen, da es für sie ja besonders schlimm ist, dass sie da mit dem fahrrad sich reinquetschen müssen, wo grundsätzlich gar kein platz mehr ist und gucken dann aufgeregt hoch mit dem blick “jetzt mach doch mal platz hier, ich hab doch schließlich ein fahrad unterm arm, sieht doch jeder!”
der besitzer des fahrrads, auf dessen korb ich heute meine morgendlichen rückenübungen vollbrachte, wollte dann irgendwann raus aus der bahn, jedoch steigt man am hackeschen markt nicht aus und so fuhr er also eine station weiter richtung friedrichstraße um mit der dort aussteigenden menschenmasse endlich die bahn zu verlassen. hätte ich nicht gerade musik gehört, so hätte ich vielleicht auch noch gehört, was er den menschen an den kopf geworfen hat, die ihm und seinem fahrrad vorher den ausstieg verwehrt haben. vielleicht hätte er mehr tun sollen als nur dem vordermann auf die schulter zu klopfen, um sein anliegen zu verdeutlichen.
aber es war mir ein genuss, seine erregung, seinen ärger, seine verzweiflung zu sehen. mir ging es dank ihm auch nicht anders.

Schwanger mit 50

ovit, 1. March 2008

Sarah Connors Mutter erwartet Zwillinge
– ohne Kommentar –

liebe kameramänner

ovit, 25. October 2007

die ausübung eines berufes ist nicht immer leicht. vor allem dann, wenn menschen nicht so funktionieren, wie man sich es wünscht. das craplog scheut sich nicht, die eigenen medaillen umzudrehen und auch das verhalten der kameraleute zu hinterfragen, die mit ihrer überteuerten technik meinen alles zu dürfen.

seit geraumer zeit fahre ich in berlin mehr regionalbahn als sbahn. sei es eine signalstörung oder eine liegengebliebene sbahn in sichtweite. da man nach feierabend auf solche eskapaden entsprechend viel lust hat, steigt die gude laune auf sven-väth-niveau an. also wechselt ein von menschen überfüllter bahngleis im kollektiv das transportmittel und minuten später reibt man sich schon in einem dieser regionalzüge aneinander. man macht ja alles für ein beheiztes zu hause.

endlich am ostbahnhof angekommen, muss man sich dann auch noch filmen lassen, von einem typen der meint, dass alle menschen, die sich aus dieser bahn raus- und reinquälen ein bedürfnis danach haben, dass dieser monumentale vorgang für die nachwelt festgehalten wird. dieses verhalten erinnert an einen bundesinnenminister, der seine kamera auch immer da hinbaut (hinbauen möchte) wo sich viele menschen gleichzeitig befinden.

da hilft nur eins: in die kamera winken, freunde und bekannte grüßen, dämliche fragen stellen, auf die linse fassen oder ein paar beleidigungen richtung dieses menschen pfeffern. nur so kann wirklich garantiert werden, dass man aus sinnbefreiten einspielern, die aller wahrscheinlichkeit nach im falschen kontext benutzt werden, auch wirklich herausgeschnitten wird.

darf man nun in diesem land gefilmt werden wie man will? was darf der kameramann, was der schäuble nicht darf? ich will nicht in irgendwelchen filmbeiträgen auftauchen ohne das ich meine mimik darauf vorbereiten konnte und überhaupt. was ist denn das bitte für ein scheiß? kein respekt für kameramänner. verderbt den medienleuten den spaß an ihrer arbeit. grinst und winkt und nervt! anders kann man solchen menschen nicht beikommen, die glauben, mit ihrer teuren technik hätten sie einen freifahrtschein um alles und jeden aufzunehmen.

herr, lass brennende kippenstummel regnen – oder hirn

ovit, 10. October 2007

Da steht er nun, Ernst Erwin Huber[1] auf dem neuen Balkon seiner neuen 3-Zimmer Wohnung. Seit er endlich diesen neuen Job in der Medienbranche gefunden hat und die SEO-optimierte Affliate-AdLink-AdSense-Werbung auf seinem drittklassigen Weblog läuft, geht es mit ihm wirklich bergauf. Erst fand er eine Freundin, die er endlich auch mal gar nicht so hässlich findet und dann geht es auch so schnell, dass beide zusammenziehen. Ernst Erwin kann sein Glück kaum fassen. Jetzt steht er in einem Yuppie-Bezirk, in dem die Gentrifizierung schon im vollsten Gange ist, auf seinem neuen Balkon und steckt sich erstmal eine Zigarette an.
Früher lebte Ernst Erwin in einem Großstadtbezirk, der für den Prozess der Verdrängung nie interessant sein wird, und rauchte auf dem Balkon eines Plattenbaus und jeder Rülpser hallte durch den verlassenen Hinterhof wider. Diese Ruhe kotzte Ernst Erwin an. Doch jetzt ist alles anders, dachte Ernst Erwin, und freute sich diebisch wie toll belebt das alles am Tag und in der Nacht ist. Und mit ganz viel Glück lässt ihn die Freundin heute Abend noch ein bisschen fummeln, dachte Ernst Erwin und schnippte seine aufgerauchte Zigarette genüsslich vom Balkon, um es sich vor seinem neuen Flat-Screen-Fernseher gemütlich zu machen, den er bei der Media-Markt-Eröffnung unter Einsatz seiner beiden Ellenbogen ergattern konnte.
So kommt es, dass ich den Kiez von Ernst Erwin durchqueren muss, um die Ecke der Gegend zu gelangen, in der die Geschäfte alle 3 Monate mit einem neuen Inhaber und im besten Falle mit einer neuen Idee auftauchen und natürlich auch immer verschwinden. Die Musik hat sich langsam und allmählich beruhigt und ich fühle, wie ein paar Sinne und Kräfte den Weg in meinen Körper zurückfinden. Vor mir zwei Frauen, eine davon mit einem Kinderwagen und plötzlich ein roter Strich, der vom Himmel Richtung Erde saust und sich genau in den Kinderwagen reinbewegt. Da stehen also nun diese beiden Frauen, schlagen auf den Schlafsack des kleinen im Kinderwagen verweilenden Babys sein, um die brennende Asche schnellstmöglich zu entfernen, das Kind mit einem Riesenschrecken in den Augen und ein Assi, der die Mutter noch ankeift, das sie bloß nicht das Baby aus dem Kinderwagen heben soll, wenn sie diesen schon mit ihrer Zigarette anzünden muss. Die Information, dass diese Zigarette “von oben” kam, quittierte er mit einem mehrfachen Fauchen und Zischen.
Da erfüllte sich das erste mal eine Grundpanik in dieser Stadt, die ich nicht nur zu Sylvester empfinde. Bisher sah ich brennende Zigarettenstummel in meiner Kapuze oder in den Nacken fallen, jedoch noch nie sah ich es in einem Kinderwagen und erst recht nicht so dicht an junger und unversehrter Haut.
Der Blick in den Nachthimmel war sinnlos, denn einer dieser verfickten Ernst Erwins saß schon lange wieder vor dem Fernseher und spielte an seiner Nudel herum, rücksichtslos, wie seine Erziehung es ihm beigebracht hat, aber solange er sich eine überteuerte Wohnung in einem “trendigen” Bezirk leisten kann, hat er allen Grund ausschließlich an sich selbst zu denken und nicht an die Menschen, die den ganzen Tag auf dem Weg vor seiner Wohnung von links nach rechts gehen. Verklagen auf Verhaften muss man solche Vollpfosten, alles nach $129a, mir egal, aber irgendwie muss man die Idiotie bekämpfen. Und freier Wohnraum entsteht dann auch.

Foto: Sindre-Wimberger (cc)

  1. Name von der Redaktion geändert [zurück]