Autorenarchiv

Ich sehe bunte Mäuse

Frank, 28. März 2009

Mithin noch seltsamer als die seltsamsten Auswucherungen der Blogosphäre ist ja wohl mal das, was in den Foren abgeht. Neulich stieß ich aus Zufall (frag nicht) auf einen Thread im Forum “Das Haustierforum”. Thema: Mäuse, die sich gegenseitig fressen und deshalb kastriert werden sollten. Da mir dieser Thread so ungemein bizarr vorkam, beschloss ich ihn kurzerhand mit verteilten Rollen und dem entsprechend schlecht verstellten Stimmen zu vertonen. Es folgt nun also eine Viertelstunde destillierter Langeweile, vulgo: der allererste Craplog-Podcast. Habt Spaß. Oder… was auch immer.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(Direkt-Download)

Ein weiterer Sendehinweis: Falls Ihnen der aufwändige Vertonungen von unnötigen Texten gefallen, versäumen Sie nicht, unsere Remixe von verbitterten Leserkommentaren, Sarah Connor betreffend zu prüfen. Klassiker auf Mozartniveau!

Ich habe früher regelmäßig “GZSZ” geschaut. Und zwar gerne.

Frank, 13. Februar 2009

Die Essenz des Liberalen liegt nicht in Guido Westerwelles Agitation gegen Mindestlöhne. Sie liegt in einer Einstellung gegenüber dem und den Anderen, die in etwa besagt: Jeder soll nach seiner Façon glücklich sein (solange er damit seinem Nächsten nicht schadet). In dem Sinne hat der liebe Liberale auch nichts dagegen, wenn sich sein Nächster Abend für Abend mit den schlimmsten Machwerken audiovisueller Unterhaltung beschwallen lässt. Dies schließt Modelcastings, Volksmusik, Daily Talks, Soaps und Telenovelas sowie Stefan Raab ausdrücklich mit ein.

Also bitte, Jungs und Mädchen. Schaut euch in Herrgottsnamen diesen Musikwettbewerb an. Von mir aus gern. Verschweigt es oder erzählt es — ganz gewiss wird euch niemand dafür den Kopf abreißen. Bloß: Steht dazu, vor allem vor euch selbst! Hört bitte auf, euch mit holzhammerdauerironischer Pseudodistanziertheit zu legitimieren.

tweet1

tweet2

Für ein Programm, das einem nicht gefällt gibt es immer noch den Aus-Schalter (und andere Methoden). Sich marktschreierisch über den Dünnpfiff zu mokieren, den man da gerade konsumiert, wirkt hingegen unfreiwillig albern.

“Deutsche Bahn mahnt Netzpolitik ab”, Variationen

Frank, 3. Februar 2009

Wrapped Reichstag
Symbolbild zu “Hauptstaedtchen in Zeltbahnkombi” by GertrudK (cc)

 

Wortumstellungen

  • Deutsche Mahn bahnt Netzpolitik ab
  • Deutsche Politik mahnt Bahnnetz ab
  • Deutsches Netz mahnt Bahnpolitik ab
  • Bahndeutsch mahnt Politiknetz ab
  • Politiknetz mahnt Bahndeutsch ab
  • Mahnbahn netzt Deutschpolitik ab
  • Deutsche Abnetz mahnt Bahnpolitik

 

Annagramme

  • Antipathetische Bautzen, blond, km/h
  • Kapitelabschnitt hoehnt zum Abend
  • Hoeh petzt Nachtmusikantenabbild
  • Analphabetentum hektisch Binz Tod
  • Pistolenkabinett zaehmt Handbuch
  • Hauptstaedtchen in Zeltbahnkombi
  • Abendplaetzchen – Thomkins Tubahit
  • Nichtbesitzendenpakt: Holm haut ab
  • Knabenphantasie mutzt Bohle dicht
  • Kindbett-Opa: “Habt Heimatschnulzen!”
  • Bibliothekenschatz hupte man Tand

 

Sinngemäße Wiedergabe

  • Solidaritätsechauffage bringt Trackbacktraffic

 

(Anlass, Reaktionen)

Kuschelrock

Frank, 19. Januar 2009

Leise weht der Sommerwind um die Palmen Floridas und trägt uns eine Melodie ans Ohr, die von Herzeleid und Hoffnung, von Sehnsucht und Vergessenwollen, von Qual und Erlösung kündet. Vergesst Rick Astley, dieser Song ist noch intensiver: Mark Gormley mit seinem Hit “Without You”.


YouTube direkt: Normal | HiQ | Download

Die 8 Songs umfassende CD kann im UZ General Store gekauft werden. [via]

Weltweite Krise: Maria Esmeralda hat beschlossen zu reagieren

Frank, 19. Januar 2009

Weltweite Krise: Maria Esmeralda hat beschlossen zu reagieren
(Klick = groß)

Diese Werbung aus der diversen Tageszeitungen beiligenden Fernsehzeitschrift “rtv”, Ausgabe 52/2008, liegt schon seit Weihnachten auf meinem Schreibtisch. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen, ihn eingescant in die Welt zu ballern, weil der Dranner (Drucker und Scanner in einem) dem Baum zum Feste weichen musste. Jetzt steht er aber wieder da, wo er hingehört, der Dranner.

Worum geht’s? Um DIE KRISE!!!

Krise, in meiner Region

Ich finde das ganz schön heftig von Ihnen, liebe Maria Esmeralda. Die Welt versinkt in Krise, Krieg und Chaos und Sie verreisen. In “meine Region” nämlich, was in etwa das Maria-Esmeralda-Äquivalent darstellt zu den, im Vergleich zum Rest des Texts, in ganz anderer Schrift aufgedruckten “Lieber Herr $NACHNAME”-Schriftzügen in den zahlreichen ganz persönlich an mich adressierten Gewinnmeldungen.

Ach so, es gibt was kostenlos?

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Warpigs

Frank, 8. Januar 2009

warpig

Was muss man eigentlich für ein abgefucktes, widerliches, sadistisches Arschloch sein, um zu entscheiden, einen UN-Konvoi mit Hilfslieferungen für ein Kriegsgebiet zu beschießen, mitten in einer Waffenpause, und dabei zwei neutrale Krisenhelfer zu ermorden? Geht mir nicht in den Kopf rein, sowas, da kommt mir die Galle hoch. Genauso wenig kann ich nachvollziehen, wie man solche Kriegsverbrechen bagatellisieren oder gar rechtfertigen kann. Bei manchen Sachverhalten hilft auch das dickste Brett vorm Kopf nicht, respektive das schönste ideologische Traumschlösschen — was die Israelischen Verantwortlichen da gerade im Gazastreifen vom Zaun brechen, hat nichts mehr mit Maßhalten, Selbstverteidigung und legitimer Gewalt zu tun. Und noch weniger mit der Perspektive von Frieden im Nahen Osten. Fickt euch ins Knie und fahrt zur Hölle, ihr unverbesserlichen Kriegstreiber und Misanthropen, ihr Eskalateure auf beiden Seiten.

Wie sieht’s denn hier aus?

Frank, 31. Dezember 2008

Screenshot: Craplog 2.0

Das Craplog hat einen neuen Look. Eigentlich ist das Theme noch nicht so richtig fertig, aber die alten Zöpfe müssen halt noch 2008 ab. Man muss auch mal nen Punkt machen, sonst wird das ja nie was, da kommt mir dieser unverhoffte Jahreswechsel ganz recht.

Wie immer gilt: Anregungen, Darstellungsfehler (nebst System/Browser), Äußerungen des Scheißefindens (das ist eh nur Nostalgie, ihr Horste, in zwei Wochen habt Ihr euch dran gewöhnt) und Neujahrsgrüße in die Kommentare bitte.

Deutsch-Amerikanische Freundschaft — dem Kind zuliebe

Frank, 4. November 2008

Sarah and Marc in irgendwas

Es gibt wohl nix langweiligeres und trotzdem nix vom Boulevard dankenswerter aufgenommenes als die Beziehungskisten der C-Prominenz. Zum Beispiel haben sich jetzt Sarah Connor (Ihre Hunde töten Kaninchen) und Marc Terenzi getrennt, zwei uninteressante, untalentierte, unwichtige Menschen. Eigentlich wollen wir unsere treuen Leser damit gar nicht belasten, diese Trennung ist selbst uns komplett wurscht (man merkt es vielleicht an obiger in 30-Sekunden lieblos zusammengematschter Fotocollage). Dennoch ist es im Craplog Brauch, über die Delmenhorsterin zu berichten, das provoziert immer so schön Reaktionen und Gegenreaktionen. Deswegen zitieren wir mal die Presseerklärung. Ja natürlich, so ist das nun mal, wenn zwei Winzsternchen dieses Kalibers sich auseinandergelebt haben, dann muss das der Presse erklärt werden.

Unsere Familie ist für uns beide das Allerwichtigste und wird immer an erster Stelle stehen. Wir wollen den Spekulationen jedoch ein Ende setzen und das Ende unserer Ehe, nicht aber unserer tiefen Liebe und Freundschaft zueinander, bekanntgeben. Es ist eine schmerzhafte Zeit und wir sind unendlich traurig, über die Erkenntnis, dass wir mit der Zeit bessere Freunde, als Ehepartner geworden sind. Es tut uns leid. Für uns, unsere Kinder und Familien. Die Wurzeln dieser Entwicklung haben ihren Ursprung weit zurück und was immer jetzt in den Medien zu lesen ist, hat nichts mit den wahren Gründen unserer Trennung zu tun. Wir werden uns immer lieben und respektieren, auch wenn wir es nicht als Ehepartner geschafft haben. Wir sind Seelenverwandte und werden auch diesen Sturm als Familie überstehen.

Irgendwie hat man das doch schonmal gehört, oder? Als sich Yvonne Catterdale und Wayne Carpenfeld trennten, klang das nämlich genauso:

Im Laufe einer Beziehung wird den Partnern manchmal klar, dass man sich zwar ergänzt und eigentlich alles stimmt, sich aber die Liebe zueinander verändert hat – aus Liebe ist Freundschaft geworden. So war es auch bei uns. Deshalb haben wir uns entschlossen, uns zu trennen.

Was für Gesülze, aber sowas von! Heilige Scheiße, was mag da wohl kommen, wenn Heidi Klum und Seal sich mal trennen? “Wir fühlen uns weiterhin innig vertraut, befreundet und seelenverwandt und gehen unseren Blagen und Fans zuliebe auch noch weiter zusammen zum Kölner Karneval, aber in die Kiste hüpfen werden wir nicht mehr, zumindest nicht gemeinsam, dafür stimmt das Karma einfach nicht mehr”. Spei! Liebe Stars und Medienhuren, tut uns Fans bzw. gehässigen Voyeuren doch wenigstens einmal den Gefallen, mit diesem Freundschaftsquatsch aufzuhören und benennt konkrete Gründe, woran’s gelegen hat. Zum Beispiel: Der Marc singt immer so schaurig unter der Dusche, wenn irgendwo was kleckert, dann macht der das nie weg und die Sarah vergisst immer, die Klospülung zu betätigen und sie respektiert es einfach nicht, wenn Marc Terenzi mal mit seinen Jungs einen draufmachen will, oder irgendwie sowas. Das hätte Eier, da hätten wir Ottonormalos Aspekte, in denen wir uns wiederfinden können, man sähe, das sind da ja auch nur Menschen, das steigert auch die Identifikation mit dem “Promi”. Es würde dazu beitragen, dass man nicht immer denkt, mein Gott, was sind denn das schon wieder für Arschkrampen da im TV?

Die ganze Abscheu hier nützt den Sarah-Fans natürlich nix, die müssen zukünftig halt (Achtung, es folgt ein Witz) Abstriche machen. Als Trost gibts hier mal Musik über Sarah Connors Heimatstadt: Element of Crime mit “Delmenhorst”.


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