Archiv für den November 2009

Schweizer, bleibt bei euren Bergen

Frank, 29. November 2009

Schweiz

Die Bürger der Schweiz haben eine Volksabstimmung durchgeführt und 57,5 % der Bürger sich für ein Minarettverbot ausgesprochen. Die Bürger eines Kantons mit dem grotesken Namen Appenzell Innerrhoden sogar zu 71 %.

Schweizer, wart ihr nicht das Volk, das sich weltanschauliche Neutralität auf die Fahne schrieb? Nicht buchstäblich natürlich — auf der Schweizer Fahne befindet sich ja bekanntermaßen ein Kreuz. Aber so vom Selbstverständnis her. Die Begründung, warum man für die islamischen Gebetshaustürme eine Ausnahme macht, ist dann auch einer der abenteurlichsten Aspekte einer durch und durch geschmacklosen Debatte. Ein Minarett sei nämlich kein Kirchturm in Grün, sondern…

Für den SVP-Politiker Ulrich Schlüer, einen der Wortführer der Initiative, ist das Minarett vielmehr ein “politisches Symbol eines Machtanspruchs”.

Es gibt vier Moscheen mit Minaretten in der Schweiz. Vier.

Mal ehrlich, selbst wenn an der absurden These etwas dran wäre, dass die Muselfusselbärte den Westen islamiseren, unterjochen und erobern wollten — galubt ihr wirklich, dass man das mit einem Verbot von Minaretten verhindern könnten, liebe Schweizer? Das ist ja, trotz des dunkelbraunen Beigeschmacks, beinahe ein bisschen niedlich. Wenn bei euch eine Maus den Käse aus der Speisekammer klaut — haltet ihr dann ein Referendum zum Verbot von Mauselöchern ab?

Feige seid ihr, verehrte Nachbarn im Süden – beziehungsweise 57,5 % von euch. Gebt eurer Xenophobie doch bitte nicht diesen pseudodemokratischen Anstrich, da kriegt man ja Durchfall von. Geht auf die Straße Stellt euch auf den Berg und brüllt “Ausländer raus!”, das wäre zumindest konsequent.

Bild: apollon (cc)

l.m.s. fernandes

-, 20. November 2009

collien fernandes – der viva-gerhard-delling der werbeblocküberleitung.

diese frau hat keinerlei talente, aber ihr gehirn leistet schwerstarbeit, wenn es darum geht picklige bis-12-jährige alle zehn minuten in abstumpfende, nervtötende und verdummende werbeblöcke zu schicken.

als sie auf einer pressekonferenz von lady gaga war, hat sie die exzentrische künstlerin allen ernstes gefragt, ob sie einen schwanz habe, weil gaga nach eigener aussage bisexuell ist. als sie mit den drei jungs von k.i.z. in einem raum war, die ihr verzweifelt versucht haben beizubringen, wie man eine bierflasche mit einem feuerzeug öffnet, was wirklich j-e-d-e-r vollhonk gerafft hätte dank k.i.z. in dem moment, war sie nicht in der lage das alleine hinzubekommen. als sie mit gülcan auf einem bauernhof war, wofür prosieben sogar geld bezahlt hat, weil zwei nixblickende schicksen mit dicken titten und ausrangiertem gehirn bei bauern auf dem land garantiert quote bringen, konnte man noch froh sein, wenn sie imstande war hühner und kühe auseinanderzuhalten.

ja, die gute collien – der beste beweis, dass kinder lieber ihre schule fertigmachen sollten. das bringt doch nichts, liebe kinder, wenn ihr auf die 30 zugeht und jedes mal, wenn ihr euren mund öffnet, nur flitzekacke rauskommt. ihr saut euch dabei nicht nur selbst voll, sondern zieht alle in den dreck, die ihr kennt. und, ehrlich, das wollt ihr doch nicht wirklich.

auch auf die gefahr hin, dass ich ihr das erst beibringen muss, weil ich vom wissen her einfach nichts vorraussetzen kann, aber ich werde das schon schaffen, sage ich: l.m.s., fernandes! so richtig schön bueno-schokoriegel mit milch zum frühstück, mittagessen und abendbrot.

Craplog gegen Twitter: Der Ausgleich

Frank, 18. November 2009

vogel-animiertes
twitter.com/das_Craplog

Mehr muss man da eigentlich auch gar nicht sagen zu.

“The Secret” und manischer Optimismus sind scheiße

Frank, 5. November 2009

Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag
(Symbolbild gefunden bei eBay)

Wer sich durch positives Denken so sehr die Wahrnehmung schöntünchen lässt, dass er sich an jedem ihm widerfahrenden Schrott die Schuld gibt, ist gehirnamputiert. Und leider betrifft das sehr viele. Am derbsten haben wohl diejenigen einen an der Marmel, die sich einen Tünnef wie “The Secret” antun. Da heißt es nämlich, man könne jeden Wunsch erfüllt bekommen, indem man es im Geiste fokussiert (“visualisiert”) und vom Universum wünscht. Zum Beispiel den Traumpartner! Andersrum genauso: Wenn man den Blick von etwas abwendet, betrifft einen das gar nicht. Zum Beispiel die Überbevölkerung! Wenn man die nämlich bekämpft – wie auch immer – dann gibt’s die noch und hat einen Einfluss auf das eigene gemütliche Einfamilienreihenhausmitcarportleben. Ja, das ist wirr.

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