.markus, 18. Februar 2007

Foto: Dave Bullock, eecue.com (cc)
Scooter über ihr neues Album “The Ultimate Aural Orgasm”:
Beim schnellen Durchzappen des neuen Albums bleibt besonders ein Track hängen: “Lass uns tanzen”. Und H.P. verkündet froh: “Das wird sehr wahrscheinlich die nächste Single werden”. Doch der besagte Song könnte zum Radio-Boykott vieler Stationen führen. Denn hinter dem harmlosen Titel verbergen sich prägnante Textzeilen à la “Lass uns tanzen und ficken, denn morgen sind wir tot“. Wer glaubt, hiermit sei die unterste Geschmacksgrenze erreicht, wird von Baxxter eines Besseren belehrt: “Im Grunde ist das ein Text, der fast schon zu philosophisch ist für uns. Die Botschaft ist doch, dass du Spaß haben sollst im Leben.”
(Hervorhebungen von mir)
“How much is the fish?” hielt ich schon für die oberste Grenze aller metaphysischen Lebensessenz. Aber ich lasse mich immer wieder eines Besseren belehren. Hyper Hyper!
Frank, 15. Februar 2007

Foto: markbarkaway (cc)
Für die seltsamsten Dinge wird ja geworben. Eine der abstrusesten Kampagnen ever dürfte irgendwann Mitte der 90er jene für Zucker gewesen sein. Es ging dabei nicht um eine spezifische Marke, Form, Herkunft oder ähnliches. Nein – mit dem draufgängerischen Slogan “Mit Zucker lacht das Leben” wurde das süße Pulver ganz allgemein angepriesen. Anders als bei Milch (Mottos: “denn nur die Milch machts”, “Milch ist meine Stärke”), die ja immerhin auf Schulhöfen gegen Limo, Saft, Kola, Sprudel und Schorle antritt gibt es nämlich keine wirkliche Alternative zu Zucker. Weiterlesen »
ovit, 13. Februar 2007
Endlich ist es da! Die einen Theoretiker würden behaupten, dass das Internet den Menschen noch mehr aus seinen alltäglichen Strukturen herausreißt, dass das Internet die Kommunikation zwischen Menschen noch mehr anonymisiert und er damit nur noch egozentrischer wird.
Doch neuerdings gibt es wohl eine neue Form der Solidarität. Die Spreeblicker behaupten, dass Sascha Lobo “als Vertreter von uns“ in einer Talkshow aufgetreten ist, oder in diesem Blog hier wird behauptet, dass wir “gerade eh einen kollektiven Gedankenstau” haben.
Und ich denke mir ganz in einem weiteren Spreeblicksinne: Ihr, nicht ich!
Habe ich Sascha Lobo zu meinem Vertreter ernannt oder jemals von einem Gedankenstau gesprochen? Bevor man mich irgendwo mit einbezieht und dieses neue “Wir” strapaziert, möge man mich bitte vorher fragen, oder dieses “Wir” einschränken, oder doch ganz einfach lieber immer erstmal schön von sich selbst ausgehen. Dann haben solche Aussagen auch einen entsprechenden Wahrheitsgehalt.
Frank, 13. Februar 2007
Schade dass man dieses Zitat aus dem Radio vorhin nirgendwo im Internet niedergeschrieben findet, aber dafür sind wir ja da. Der Trainer des demnächst back-come-nden Legendenboxers Henry Maske nämlich stellte anlässlich einer heute stattgefundenen Zustandsdemonstration fest, dass sein Schützling aktuell bereits ein Leistungsniveau von 110 Prozent aufweise. Dieses werde sich allerdings bis zum Kampftag noch durch intensives Sparring und allerlei Seilchenhüpfen (machen Boxer ja immer) auf 140 Prozent erhöhen!
Nun weiss man auch als jemand, der dem Bohei um diese unverständlicherweise als Sport anerkannte, institutionalisierte Prügelei nichts abgewinnen kann, dass das ganz schön viel ist. Einhundertvierzig, ach Du grüne Neune, das sind ja noch mehr als einhundertzehn Prozent und damit nicht nur mehr als alles, sondern mehr als mehr als alles. Oh Freude über die Allgemeinplätze aus Kehlen im Umfeld Sport! Es bleibt mir nur, wie stets, unaufrichtiges Staunen, ebenso wie Hoffen. Hoffen, dass Maskes Gegner Virgil Hill nicht imstand ist und 150 Prozent “aus sich herausholt”.
.markus, 13. Februar 2007

(Quelle/Lizenz)
Der alchemistische Wunschtraum Blei in Gold zu verwandeln, war jahrhundertelang die Triebkraft eines Prinzips, das wir nun in der Postmoderne schlussendlich doch noch erreicht haben: Wir können aus Scheiße Geld machen.
Während die Alchemisten versuchten Elemente zu extrahieren und zu kombinieren, braucht es heutzutage nur Dummheit in Schwarmgröße und etwa das Appellieren an eine verkrüppelte Empfindung von Heimatstolz.
Original Final-Boden des Endspiels der Handball-WM in der Kölnarena
(via)
del.icio.us, 13. Februar 2007
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kritische-masse.de ist frustriert und beschreibt die deutsche Bloglandschaft als Ort, an dem “Aufmerksamkeiten ohne Aufmerksamkeit” simuliert werden. Dies trifft zu.
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“So wie in einem nicht vollständig säkularisierten (‘ent-kirchlichten’) Staat [den USA] die Sexualität monopolisiert wird und einer höheren Genehmigung durch Gott und Standesamt bedarf, wollen Vertreter einer nicht völlig demokratisierten politischen Richtung (‘CSU’) in unserem Land Gewalt aus Medien entfernen, die Kontrolle über Umgang mit Gewalt erlangen und nicht nur die physische, sondern auch die virtuelle Gewalt monopolisieren.”
Frank, 12. Februar 2007
Dieser bizarre Dialog unter einem Flickr-Foto erinnert mich an eine Szene bei Buffy.
Die Story: Irgendein böser Vampir hat Schokoriegel hergestellt. Verspeist ein “Erwachsener” einen solchen, verwandelt er sich geistig in einen pubertierenden Halbstarken. Eine Bande von denen hat nun die Sunnydale High School geentert und als anarchischen Akt riesengroß “KISS ROCKS!” an die Wand gepinselt. Willow so zu Buffy:
“Warum sollte irgendjemand Steine küssen wollen?”
…
Was ich damit sagen will: Die Bezeichnung etwas bzw. jemand “rocke” ist in meinen Augen und – viel mehr – Ohren nicht mehr zeitgemäß. Eher angestaubter Teil einer sich im Kollektiv als unangepasst und wortwörtlich unabhängig verstanden wissen wollenden Jugendkultur, die sich vor Jahren selbst ad absurdum geführt hat. Denn heutzutage “rockt” ja alles. Ich war noch nie auf einer Großraum-LAN-Party, kann mir aber vorstellen, dass man das da an jeder Ecke hört.
[Dieser Beitrag ist recyclet. Er passte gut und wir haben ich habe gerade eh einen kollektiven individuellen Gedankenstau.]
del.icio.us, 10. Februar 2007
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Batz über Polylux über
GayRomey: “Denn das Allerschlimmste ist für den eifrigen Polylachs-Redakteur: Bei Romeo sind nur Schwule! Die grenzen sich gradezu aus. Das muß man sich mal geben, in einem schwulen Dating- und Chatportal sind keine Heteros zu finden! Ja, da sollen die Schwulen mal schön das Maul halten mit ihrer Gleichstellung und den Rechten, wenn sie sich dann so abschotten und die armen Heten aussperren.”
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Es… ähm… nein…